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Karlsruhe Karlsruher Pyramide ist 2018 wieder zu sehen - allerdings nur für einige Monate

1825 errichtet, 2016 verdoppelt und seit 2013 eingebrettert - die Pyramide auf dem Marktplatz ist Karlsruhes Wahrzeichen. Für die Zukunft von Karlsruhes Mobilität musste sie sich einige Zeit hinter Brettern, Bauzäunen und Schlitzwänden verstecken. Jetzt, fünf Jahre nach Baustellen-Beginn, ist die Marktplatz-Oberfläche weitestgehend wieder hergestellt. Höchste Zeit also, das Karlsruher Wahrzeichen von seiner Holzhülle zu befreien - oder nicht?

2013 verwandelte sich der Karlsruher Marktplatz in eine große Baustelle: Im Zuge des Verkehrsprojekts Kombilösung entsteht hier eine von sieben unterirdischen Haltestellen. Als Verbindungsstück zwischen dem 2,4 Kilometer langen Stadtbahntunnel und dem Südabzweig soll sie das Drehkreuz für Anschlüsse in Richtung Mühlburger Tor und Durlacher Tor sowie über den südlichen Abschnitt des Tunnels in Richtung Hauptbahnhof werden.

Kombilösung: Haltestelle Marktplatz
So soll die unterirdische Haltestelle nach Fertigstellung aussehen. | Bild: (ps/Kasig)

Die Inbetriebnahme des Stadtbahntunnels soll nach aktueller Planung voraussichtlich bis Ende 2020 erfolgen. Einschließlich des Teilprojekts Kriegsstraße ist die Gesamtfertigstellung des Projekts Kombilösung. Karlsruhe nach derzeitigem Stand für Ende 2021 vorgesehen, heißt es im aktuellen Sachstandsbericht zur Kombilösung.

Um die Pyramide vor Schmutz und Beschädigungen durch die Baustelle der Kombilösung zu schützen, wurde 2013 ein Holzschutz um das Karlsruher Wahrzeichen angebracht. Damit von den künftigen Bauarbeiten auf dem Marktplatz keine Gefahren für das historische Bauwerk ausgehen, wurden bereits im Vorfeld Messungen im Inneren der Pyramide durchgeführt, die Auskunft über die Einwirkungen der Bauarbeiten geben sollen. Die Messinstrumente halten kleinste Erschütterungen und Veränderungen fest.

Jetzt neigt sich die oberirdische Bauzeit langsam dem Ende entgegen, das berichteten zuletzt die Verantwortlichen der Karlsruher Schieneninfrastruktur-Gesellschaft (Kasig). Auch die Baufelder am Marktplatz werden geräumt: So ist inzwischen die zweite Andienöffnung im Deckel der künftigen unterirdischen Haltestelle Marktplatz geschlossen und der Kran verschwunden.

Auch die Pyramide soll noch in diesem Jahr wieder "das Licht der Welt erblicken". Zumindest für eine kurze Zeit - denn ist das Holzgerüst der Kasig abgebaut, wird die Stadt ein Neues errichten. Die Pyramide soll restauriert werden.

Ein altes Gerüst geht, ein neues kommt....

Wenn die Bauzäune auf dem Marktplatz im Frühjahr größtenteils verschwunden sind, wird auch die Pyramide ihren Holzmantel ablegen, bestätigt Achim Winkel, Pressesprecher der Kasig, gegenüber ka-news. Ihr Wahrzeichen bekommen die Karlsruher aber trotzdem noch nicht gleich wieder zu Gesicht. Zwar wird die Pyramide voraussichtlich ab April nicht mehr in einem Kasig-Baufeld liegen, dafür aber eine eigene Baustelle darstellen!

Pyramide
Zur Erinnerung: So sieht die Karlsruher Pyramide aus.... | Bild: Tanja Hamer

Von der Stadt sind im Anschluss Sanierungsarbeiten am Bauwerk vorgesehen. "Für die Arbeiten wird ein Schutzgerüst um die Pyramide aufgestellt, das die Pyramide zunächst weiterhin verhüllen wird", so Helga Riedel vom Presse- und Informationsamt im Gespräch mit ka-news. Der Holzmantel wird also nur einer anderen Hülle weichen. Die Pyramide wird dann auch (erneut) einen eigenen Bauzaun erhalten.

Pyramide ist im Herbst (vorerst) wieder zu sehen

Die Restaurierungsarbeiten sollen von April bis Oktober 2018 andauern. "Begonnen wird mit der Konservierung des Innenputzes", so Riedel weiter. Im Anschluss folgt das Sandsteinmauerwerk, einschließlich der Inschriften und die Sanierung der undichten Fugen.

Etwa im August wird das Schutzgerüst dann abgebaut, damit der Sandsteinsockel und die Poller um die Pyramide restauriert werden können. "Nach Abbau des Schutzgerüstes wird die Pyramide innerhalb des Bauzauns sichtbar sein", gibt Riedel weiter an. Völlig freie Sicht auf die Pyramide wird es nach Ende der Arbeiten im Oktober 2018 geben.

Der Marktplatz nach der Kombilösung
Der Marktplatz nach der Kombilösung (Fotomontage). | Bild: Stadtplanungsamt Karlsruhe

Publikum und Pyramide werden aber nur rund ein halbes Jahr die baustellenfreie Zeit genießen können: "Voraussichtlich im Frühjahr 2019 kann mit den Bauarbeiten zur Umgestaltung des Marktplatzes begonnen werden", so Riedel auf ka-news-Anfrage weiter. Dann muss das Wahrzeichen zum eigenen Schutz vielleicht wieder hinter Abdeckungen verschwinden...

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Kommentare (23)
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  •   NeoTiger
    (692 Beiträge)

    29.03.2018 13:13 Uhr
    1. Gedanke:
    ... stimmt ja, da stand ja mal was auf dem Marktplatz.

    2. Gedanke:
    .... stimmt ja, wir hatten ja mal einen Marktplatz.
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  •   DerSpinner
    (1999 Beiträge)

    29.03.2018 14:07 Uhr
    3. Gedanke: Die Straßenbahnen fahren seit Ende 2015 unterirdisch.
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  •   chris
    (666 Beiträge)

    29.03.2018 11:10 Uhr
    Pflastersteine
    Die Auswahl der Pflastersteine ist leider schon entschieden. Die Steine, die vorm Bürger King in der Innenstadt liegen, sollen es werden. Die sehen zwar besser aus, als die Teststeine in der Kaiserstraße, aber für den Marktplatz und den Europaplatz hätte ich mir größere Grundplatten gewünscht, um die Größe des Platzes besser zu unterstreichen. Schade - so wirkt das etwas kleinstädtisch. Evtl liest das hier einer und überdenkt es und kauft etwas größere, großstädtischere Platten.
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  •   NeoTiger
    (692 Beiträge)

    29.03.2018 13:38 Uhr
    Kleinere Pflastersteine machen schon Sinn
    Macht schon irgendwie Sinn.

    Haben die umstehenden Gebäude kleinkacheliges Mauerwerk, nimmt man lieber große Steine für den Platz. Hat man eher großkacheliges Mauerwerk (wie z.B. die Sandstein-Fassade der Hauptpost), sollte man lieber kleine Pflastersteine für den Platz nehmen. Sonst fehlt der optische Kontrast zwischen Platz und Fassaden und es entsteht ein Badezimmer-Look.
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  •   dipfele
    (5597 Beiträge)

    29.03.2018 18:33 Uhr
    Auf dem Foto sind aber....
    ..... grossformatige Platten aus Granit zu sehen.
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  •   DerSpinner
    (1999 Beiträge)

    29.03.2018 14:06 Uhr
    Große Platten sind sinnvoller
    Wenn man die hingerotzten Kaugummis wegkärchern will, hat man weniger Fugen, die beschädigt werden können.
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  •   mueck
    (11011 Beiträge)

    30.03.2018 01:10 Uhr
    Daher
    besser Platten in rotzgummigrau
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  • unbekannt
    (1273 Beiträge)

    29.03.2018 10:53 Uhr
    Und so schön viel Grüüün
    Sieht aus wie abgeschleckt, pfui.
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  •   Waterman
    (6367 Beiträge)

    29.03.2018 19:17 Uhr
    Entweder ist es ein Platz oder eine Grünanlage.
    In der Regel sind Innenstadtplätze und alle klassischen Plätze nicht begrünt.

    Womit sie ihr Pfui begründen ist nebulös.
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  •   ALFPFIN
    (6838 Beiträge)

    29.03.2018 09:22 Uhr
    Wenn
    der Markgraf Karl wüsste, wie es heute in seinem Karlsruhe zugeht und wie geplant und gewirtschaftet wird, die Kombi würde da schon genügen, würde er auswandern mitsamt seiner Pyramide. grinsen
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