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Karlsruhe Karlsruher Problemzone Werderplatz: Gemeinderäte haben einstimmig beschlossen, dass das Alkoholverbot kommen wird

Der Werderplatz in der Karlsruher Südstadt kommt vielleicht endlich zur Ruhe: Ab dem kommenden Jahr gilt auf dem Platz ein Alkoholverbot. So sollen Ruhestörungen und Alkoholexzesse eingedämmt werden. In der letzten Sitzung im Jahr 2018 hat der Gemeinderat einstimmig dafür gestimmt.

Seit Jahrzehnten schon ist der Werderplatz mitten in der Karlsruher Südstadt für seine zahlreichen Konflikte und Beschwerden bekannt: Anwohner fühlen sich gestört, Ordnungswidrigkeiten und Straftaten gehören zum Alltag. "Ursache für diese Klagen ist vor allem eine Gruppe, die in der Regel von montags bis samstags dort anzutreffen ist und große Mengen Alkohol konsumiert", schreibt die Stadt in ihrer Beschlussvorlage über die am Dienstag die Gemeinderäte abgestimmt haben. 

(Symbolbild)
(Symbolbild) | Bild: Paul Needham

Besonders gravierend seien aus Sicht der Stadt die Ordnungsstörungen zwischen 11 und 20 Uhr von Montag bis Samstag. "Das nimmt vor allem mit zunehmendem Alkoholisierungsgrad der Personen zu. Der Werderplatz hebt sich damit deutlich negativ von anderen vergleichbaren Plätzen im Stadtgebiet ab!" Das habe laut Stadt auch eine Umfrage unter Anwohnern und den Gewerbetreibenden ergeben. 

Dieses Schild wurde an der Johanniskirche am Karlsruher Werderplatz angebracht.
Dieses Schild wurde an der Johanniskirche am Karlsruher Werderplatz angebracht. | Bild: Ramona Holdenried

So heißt es beispielsweise, dass die benachbarte Johannispfarrei täglich mit alkoholbedingten Störungen zu kämpfen hat. "Die Polizei kommt mindestens ein bis zwei mal am Tag", sagen die Betreiber des Wolfbräu und sprechen sich damit für ein Alkoholverbot auf. "Das ist zwingend notwendig. Die Sonntage zeigen, dass ein Alkoholverbot sinnvoll und zielführend ist. Sonntags ist der Werderplatz eine Oase!"

Nur in Kombination mit A3 wirksam

Deswegen stehen die gewerbetreibenden Anwohner auch dem  Alkoholakzeptierendem  Aufenthaltsraum (A3) positiv gegenüber. "Das A3 ist unverzichtbar, da das 'Klientel' einen Rückzugsort braucht", so die BG Südstadt. Ein anliegendes Süßwarengeschäft, der Zuckerbecker, ist zwar etwas skeptischer in seiner Antwort, begrüßt den Alkoholakzeptierenden Raum jedoch: "Er wird das Problem nicht lösen, ein Alkoholverbot ist daher notwendig!"

Bild: Thomas Riedel

Alkoholverbot zwischen April und Oktober

Mit 36 Ja-Stimmen hat nun der Gemeinderat für das Alkoholverbot gestimmt. "Das Alkoholkonsumverbot wird für den Werderplatz als örtlichen Brennpunkt alkoholbedingter Straftaten und Ordnungswidrigkeiten erlassen", schreibt die Stadt in ihrer Begründung. Und laut Statistik ist der Platz ein Brennpunkt: "Im Jahr 2017 wurden 85 alkoholbedingte Straftaten und Ordnungswidrigkeiten erfasst!" Bis zum Stichtag Ende August waren es in diesem Jahr schon 50. Auf vergleichbaren Plätzen wie dem Friedrichs- oder Gutenbergplatz waren es 2018 lediglich 29 beziehungsweise keine. 

Blick auf den Indianerbrunnen am Werderplatz.
Blick auf den Indianerbrunnen am Werderplatz. | Bild: Stadt Karlsruhe

Daher, so die Stadt in ihrer Begründung nach dem Alkoholkonsumverbot weiter, sei das ein geeignetes Instrument, um künftig Störungen zu vermeiden. "Und um die sich dort regelmäßig versammelnde Gruppe Szeneangehöriger zu minimieren!" Mit der Zustimmung der Karlsruher Stadträte wird nun ab dem 1. April 2019 von montags bis samstags zwischen 11 und 20 Uhr ein Alkoholverbot eingerichtet. "Es gilt im Zeitraum bis 31. Oktober jeden Jahres. Ordnungswidrigkeiten können mit einer Geldbuße von bis zu 5.000 Euro geahndet werden!"

PeterKraayvanger / pixabay
PeterKraayvanger / pixabay | Bild: PeterKraayvanger/pixabay

Somit ist es ab dem kommenden Jahr nicht mehr erlaubt, "auf dem Werderplatz Alkohol zu konsumieren oder alkoholische Getränke zum Konsum im Geltungsbereich des Verbots mitzuführen". Vielleicht kehrt dann ein wenig Ruhe auf dem Karlsruher Brennpunkt ein. 

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  •   Fiddelix
    (81 Beiträge)

    16.12.2018 15:36 Uhr
    Sonntags?
    Wieso ist es da besser als von Montag bis Samstag? Versteh ich nicht.
    Und bis 31.10 jeden Jahres kann ich auch nicht nachvollziehen.
    Komplett dicht machen und gut ist
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  •   stefko
    (2307 Beiträge)

    16.12.2018 19:09 Uhr
    Sonntags
    weil da der Nahkauf zu hat und somit die Spritversorgung in's Stocken gerät zwinkern
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  •   ALFPFIN
    (7396 Beiträge)

    16.12.2018 14:24 Uhr
    Also
    von April bis Oktober müssen dann die Werderplatzgänger ihren Alkoholspiegel auf dem Weg zum Werderplatz auf die gewohnte Höhe bringen, dürfte kein Problem sein. Der vorerst letzte Schluck wird dann eben genommen, bevor man um die Ecke kommt. Und die Ordnungswidrigkeit bis zu 5000 Euro, wollen sie da eine Spendenbüchse aufstellen?
    Im Winter dürfen sich dann alle wieder direkt auf dem Werderplatz mit Schnaps aufwärmen? Da haben die Anwohner die Fenster eher zu und hören das Gegröle nicht so der wie hat man sich das gedacht.
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  •   stoersender
    (1375 Beiträge)

    16.12.2018 14:12 Uhr
    Hat lang gedauert
    bis was unternommen wurde und dann trotzdem nur halbe Sachen.
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  •   linkesocke
    (98 Beiträge)

    16.12.2018 13:31 Uhr
    Komplett lächerlich
    und reine Augenwischerei! Als ob die "Klientel" vormittags, abends oder im Winter nicht saufen würde. Jedenfalls kommen mir praktisch immer morgens beim Einkaufen torkelnde Gestalten entgegen. Und abends sind regelmäßig Kloppereien beim Brunnen. Da wird sich praktisch gar nix ändern.
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