Karlsruhe Karlsruher Linke zu geschlossener Notaufnahme: "Risiken scheinen erheblich"

Aufgrund von Personalmangel musste eine Karlsruher Klinik in der vergangenen Woche ihre Notaufnahme für eine Nacht abmelden. Nun reagiert die Karlsruher Politik auf diesen Vorfall.

"Wenn eine Notaufnahme plötzlich für eine Nacht abgemeldet wird, scheinen uns die Risiken doch erheblich", nehmen Stadträtin Sabine Zürn und Stadtrat Niko Fostiropoulos (beide Die Linke) Stellung. Dabei beziehen sie sich auf einen entsprechenden ka-news-Bericht am gestrigen Montag. "Schon alleine deshalb, weil Rettungswagen unvermittelt lange Wege fahren müssen."

Betroffen mache auch, dass es sich nicht um einen Einzelfall handele, sondern schon mehrere Kliniken im Raum Karlsruhe die Aufnahme von Patienten wegen Personalmangels zeitweise gestoppt hätten. "Der reine Verweis auf Personalmangel greift hier zu kurz. Insgesamt ist das Krankenhaussystem von Seiten des Staates unterfinanziert", kritisieren die beiden Stadträte in einer gemeinsamen Pressemeldung.

"Die Personalstellenschlüssel reichen nicht aus und führen zu unzumutbaren Arbeitsbedingungen. Bei privaten Krankenhäusern kommen noch Renditeerwartungen hinzu. Letztlich ist es nicht überraschend, dass sich dann nur schwer hochqualifiziertes Personal finden lässt", heißt es weiter

Die Linke Karlsruhe wolle sich nun bei der Stadt erkundigen, wie die Notfallaufnahme insgesamt in Karlsruhe organisiert ist und wie gesichert ist, dass Notfälle den kürzesten und schnellsten Weg in eine Notaufnahme finden.

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