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Karlsruhe Karlsruher Kleingärten: Wieder mehr Einbrüche seit Winteranfang?

Brennpunkt Kleingartenanlagen? Ein ka-Reporter, der anonym bleiben möchte, macht sich nach einem Einbruch in sein Gartenhaus am Dienstag und einem Brand einer anderen Hütte kurze Zeit später Sorgen. Für die Hagsfelder Allee gibt die Polizei gegenüber ka-news Entwarnung. Doch nur einen Tag später kam es in einer anderen Anlage zu 17 weiteren Lauben-Einbrüchen.

"Im Sommer hatten wir sehr hohe Einbruchszahlen in der Kleingartenanlage in der Hagsfelder Allee: 14 im Juni sowie jeweils 17 im Juli und August. Das war eine echte Serie, ein echtes Problem", so Marc Unger, Leiter des Polizeireviers Karlsruhe Oststadt. Insgesamt seien die Einbrüche in Karlsruher Kleingärten in den letzten Monaten zurückgegangen - vereinzelt kam es im Osten der Stadt zu Vorfällen. Mit Einsatz der dunklen Jahreszeit, kam es nun wieder zu einen Zwischenfall in der Anlage in der Hagsfelder Allee, in der laut Unger seit dem 10. August nichts mehr passiert war.

Ein junger Mann habe Geld, Decken, Schuhe, Säfte und Alkohol gestohlen, wie ein ka-news-Leser in einer Mail an die Redaktion berichtet. Kurios: Auch rund 10 Kilogramm eingelegte Gurken habe der Dieb mitnehmen wollen. Doch der Inhaber des Kleingartens erwischte den Täter, als dieser gerade flüchten wollte, wie auch Unger bestätigt, woraufhin der Dieb die Gurken beim Wegrennen verlor. "Wir haben DNA-Spuren und eine Personenbeschreibung. Daher sind wir zuversichtlich, dass wir den Täter finden. Wir konnten in den letzten Monaten viele Taten in diesem Bereich mithilfe von DNA-Spuren aufklären", berichtet Unger. 

Wie kam es zum Brand einer Gartenhütte?

Kurze Zeit nach dem Einbruch am Dienstag hat es wenige Meter entfernt auch einen Brand gegeben. Laut Unger hat die Kriminaltechnik am Donnerstagnachmittag festgestellt, dass ein technischer Defekt die Ursache für den Brand war - dieser stehe also in keinem Zusammenhang mit dem Einbruch. Wie die Polizeiinspektion Karlsruhe am Mittwoch der Presse mitteilte, hatten die Flammen auch auf zwei angrenzende Hütten übergegriffen und deren Dächer beschädigt. So sei ein Sachschaden von rund 10.000 Euro entstanden.

Wie steht es um die Polizeikontrollen derzeit in Kleingartennanlagen? Dass sich eine Einbruchserie wie im Sommer wiederholt, versucht die Polizei zu verhindern. "Die Anlagen in der Hagsfelder und Durlacher Allee werden weiterhin sehr massiv bestreift. Auch eine Hundestaffel ist im Einsatz, um den Zustand zu erhalten, wie er ist", betont der Leiter des Polizeireviers Karlsruhe Oststadt. 

17 Einbrüche in einer Nacht

Eine neue Dimension von Einbrüchen hat sich in der Nacht zum Donnerstag beim Kleingartenverein Steinäcker in der verlängerten Schwetzinger Straße abgespielt. Dort gab es innerhalb einer Nacht so viele Einbrüche wie in der Hagsfelder Allee im kompletten Juli und August: Bislang unbekannte Täter brachen 17 Gartenhäuser auf, wie das Polizeipräsidium Karlsruhe am Freitag in einer Pressemitteilung berichtet.

Die Einbrecher verursachten einen Sachschaden von mehreren tausend Euro - teilweise wurden an vielen Hütten gleich mehrere Fenster eingeschlagen. Die Unbekannten verzehrten laut Polizei vorgefundene Lebensmittel und alkoholische Getränke. Potentielle Zeugen werden gebeten, sich mit dem Polizeiposten Karlsruhe-Hagsfeld unter 0721/688010 in Verbindung zu setzen.

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  •   80er
    (5692 Beiträge)

    29.11.2015 12:32 Uhr
    Das war....
    ...in der Tat eine ziemlich doofe Idee der Polizei diesen Vorfall totzuschweigen.
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  •   80er
    (5692 Beiträge)

    28.11.2015 20:04 Uhr
    Das mit dem....
    ...Kopf muss ja auch nicht stimmen. Wie z. B. auch die Dresdnerin, die angeblich von zwei Asylbewerbern vergewaltigt worden ist. Später hat sie zugegeben, dass sie gelogen hat. Oder der angeblich tote Hausmeister einer Asylunterkunft in Halle. Er lebt noch.
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  •   andip
    (9750 Beiträge)

    30.11.2015 15:50 Uhr
    Im Netz
    geistern viele Horrorgeschichten die von A bis Z erlogen sind.
    Aber die Leute glauben die unbesehen,weil sie so schön in ihr Weltbild passen.
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  •   Mondgesicht
    (2090 Beiträge)

    28.11.2015 22:42 Uhr
    Warum glauben die Leute
    inzwischen fast alles, auch wenn irgendwo nur ein Gerücht verbreitet wird? Ganz einfach: Weil Polizei und Medien in wichtigen Fällen ihrer Informationspflicht nicht nachgekommen sind. Bestes Beispiel hier vor Ort: Die Vergewaltigung im Sommer in der Untermühlsiedlung. Wochenlang totgeschwiegen, angeblich ein "Versehen" (Pressestelle nicht besetzt).

    Polizei und Medien haben ganz viel Vertrauen verspielt. Ich sehe bislang auch nicht, dass sie es zurückgewinnen können. Und das alles im Dienste der Willkommenskultur.
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  •   Kolbenfresser
    (130 Beiträge)

    28.11.2015 22:17 Uhr
    Wie
    der Holzmichl, der lebt ja auch noch. Ist eben blöd wenn jeder Kuss eine Vergewaltigung durch einen Asylbewerber ist und jedes Anzünden einer Zigarette ein Brandanschlag von Rechtsextremen.

    Da hat man wohl das Differenzieren verlernt.
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  •   Luesterklemme
    (208 Beiträge)

    28.11.2015 22:00 Uhr
    Das muß ja nicht stimmen?
    Ich wünschte mir, bei anderen Tätergruppen würde ähnlich mißtrauisch gedacht werden. Beispielsweise die bösen Rechten, die hinter jedem Baum stehen und ausländische Mitbürger verdreschen.
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  •   haha
    (261 Beiträge)

    28.11.2015 20:50 Uhr
    tja was soll man dazu sagen..?.
    Muss nicht stimmen, aber stimmt halt trotzdem. Die Realität würde die Bevölkerung und insbesondere Leute wie Dich allerdings nur verunsichern, du darfst deshalb gerne weiter schlafen, 80er.
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  •   80er
    (5692 Beiträge)

    29.11.2015 18:50 Uhr
    Ich sehe...
    ...die Realität in Bezug auf die Flüchtlinge beruflich jeden Tag. Und ich darf sagen: es ist noch lange nicht so schlimm wie es einige rechte behaupten.
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  •   Zyniker
    (498 Beiträge)

    28.11.2015 19:40 Uhr
    "rotgrünbunte willkommensbesoffene Bahnhofwinkklatscher"
    ..super gut, 1plus.
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  •   kuba
    (1016 Beiträge)

    29.11.2015 13:31 Uhr
    Auch die Pegida Leute sind nicht integriert!
    Ignorant fettiger, wandere doch aus, Vielleicht nach Ungarn oder Polen ist doch neuerdings auch für Rechte attraktiv.
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