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Karlsruhe Karlsruher Grüne wollen Transparenz in Sachen Stuttgarter Straße

Die Fraktion der Grünen setzt sich mit einem Antrag im Karlsruher Gemeinderat dafür ein, die Planungsüberlegungen für den Bereich der Stuttgarter Straße offen zu legen. Außerdem soll über geeignete Mittel der Bürgerbeteiligung ein möglichst repräsentatives Meinungsbild aller betroffenen Interessengruppen eingeholt werden, um darauf aufbauend einen allgemein akzeptierten Lösungsvorschlag zu erarbeiten.

"Seit vielen Jahren stehen für den Bereich der Stuttgarter Straße unterschiedliche Vorstellungen im Raum", so Fraktionssprecherin Bettina Lisbach. "Während eine größere Gruppe in der Bevölkerung den aktuellen Zustand beibehalten möchte, gibt es Überlegungen, den Bereich als Grünzug aufzuwerten, die Gärten neu zu ordnen und eine öffentliche Querungsmöglichkeit zu schaffen. Handlungsbedarf besteht unter anderem wegen der Altlasten im Bereich einiger Gärten."

"Gleichzeitig gibt es Interessen, die an der Durlacher Allee befindlichen Sportanlagen zusammen mit der im zukünftigen Südostpark gelegenen Tennisanlage in den Bereich südlich der Stuttgarter Straße zu verlagern", ergänzt Stadträtin Anne Segor, stadtentwicklungspolitische Sprecherin der Fraktion. "Hinter diesen Überlegungen stehen Absichten von Teilen der Stadtverwaltung, entlang der Durlacher Allee Gewerbe anzusiedeln.

Der von den Verlagerungsüberlegungen betroffene Sportverein dränge seit langem auf eine politische Entscheidung, die ihm Planungssicherheit ermöglicht. Die Bürgergesellschaft Südstadt habe sich, so die Grünen in einer Mitteilung vom Dienstag, sich zwischenzeitlich gegen Sportanlagen im Bereich der Stuttgarter Straße ausgesprochen, nachdem sich bei einer Informationsveranstaltung und bei einer von ihr durchgeführten Umfrage eine große Mehrheit gegen eine Umnutzung ausgesprochen hat und zusätzliche Lärmbelästigungen von Bewohnern der Südstadt-Ost befürchtet werden.

Transparenz und Bürgernähe

Bisher, so die Grünen, sei von Seiten der Stadtverwaltung vielfach versucht worden, hinter den Kulissen die Fäden zu ziehen, ohne die Bürger und die Kommunalpolitik angemessen einzubeziehen. Zu keinem Zeitpunkt waren alle Planungsüberlegungen offen auf dem Tisch gelegen und im Zusammenhang diskutiert worden. "Es liegt auf der Hand, dass ein solches Vorgehen von Vornherein zum Scheitern verurteilt ist, da sich die Betroffenen übergangen fühlen", sind die Grünen-Stadträtinnen überzeugt.

Nun müsse als Basis für die weitere Diskussion zunächst von allen Seiten Transparenz hergestellt werden, so die Grünen. In einem offenen Diskussionsprozess mit geeigneten Instrumenten der Bürgerbeteiligung müssen Lösungsalternativen erarbeitet werden, die für die Bevölkerung von Südstadt und Südstadt-Ost akzeptabel sind. Neben den Interessen im Stadtteil selbst sollen auch die Belange der Bevölkerung der Gesamtstadt berücksichtigt werden, für die eine Vernetzung der Grünflächen und Wegverbindung von Durlach bis zum Rhein attraktiv erscheint. "Wir hoffen, dass es über den Beteiligungsprozess gelingt, eine für den Stadtteil und für die Gesamtstadt tragfähige Lösung zu erarbeiten. Zwingende Voraussetzung dafür ist, dass die Stadtverwaltung den Prozess ergebnisoffen moderiert", so die beiden Grünen-Stadträtinnen.

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  • unbekannt
    (1 Beiträge)

    10.02.2015 11:12 Uhr
    Kleingarten - Freund für ein Leben...oder lieber Sportanlage
    Was sucht eine Sportanlage - Mitten in der City???
    Ein Lärmgutachten wurde noch nicht erstellt (toller Plan)...vermutlich wird gehofft, dass die Anwohner (die Tor Geschreie) einfach so hinnehmen werden ...das wird nicht funktionieren...auch die Polizei wird sicher immer wieder in Aktion treten müssen.
    Im Übrigen, kann eine Sportanlage auch die Kirschblütenzeit nicht ersetzten..beim besten Willen..es fällt mir einfach nichts gutes ein, für was diese Sportanlage auf der Stuttgarterstr. sein soll...es Kostet alle Zeit und Geld. Wollen das wirklich alle?
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  •   dipfele
    (5734 Beiträge)

    23.08.2013 17:15 Uhr
    Dopelmoral...
    .. der Stadtverwaltung. Während die Kleingärten in ähnlicher lage in der "Mastweide" für ein ordentliches Sportstadion nicht geopfert werden dürfen, sieht es in der Stuttgarter Str. ganz anders aus:
    Da die Sportplätze der "Frankonia" Filetstücke für Immobilienhaie sind, müssen die verlagert werden. Und da müssen eben die Kleingärten in der Stuttgarter Str. dafür geopfert werden. So siehts aus.
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  • unbekannt
    (5 Beiträge)

    29.01.2013 09:57 Uhr
    Instrumenten der Bürgerbeteiligung Stuttgarter / Zimmerstr Karlsruhe
    Die Gärtner an der Nase herumführen: Eines dieser Instrumente war tatsächlich 20 Pächter (nagelt mich auf die Zahl nun nicht genau fest) zu befragen. Gut -dachte ich Anfangs, als sich aber heraus stellte, dass so ziemlich alle dieser eingeladenen leider nicht mal eigenständig in der Lage sind das Stück Papier zu Lesen welches als Einladung deklariert war (Aufgrund der Sprachbarriere) erstmal nur den Briefkopf dechiffrierten haben Angst bekommen als Sie die Schlagworte "Stadt Karlsruhe" " Garten" "Befragung" erkannten und sich gefragt hatten Zitat: "Warum ich, bin ich erst neu hier. Versteh nix gut". Das ist so dreißt und soll wohl den "störenden Karakter" dieser Gartenanlage einmal mehr unterstreichen. Die Frage, warum zu einer repräsentativen Konsensus Umfrage keine Pächter eingeladen wurden, welche sich in deutscher Sprache (Sprachbarriere) sicher formulieren um so Ihre und die Gedanken anderer Pächter zum Ausdruck bringen zu können, bleibt zweifelhaft und ist in Frage zu stellen.
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  • unbekannt
    (2476 Beiträge)

    12.04.2012 13:49 Uhr
    tolle Idee der Grünen: "eine Querungsmöglichkeit",
    daß man die ganzen Gartenhütten auch mal von Nahem sehen kann, dann aber bitte auch mit Bootsverleih, weil das Gelände da ja das halbe Jahr unter Wasser steht und die Querungsmöglichkeit aber bitte das ganze Jahr vorhanden sein muß!
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  •   Insider
    (748 Beiträge)

    12.04.2012 13:39 Uhr
    Keine Transparenz!
    Wen wundert das, dass es keine Transparenz gibt? Mit dieser Stadtvewaltung mit der Spitze OB Fenrich ist das ein Fremdwort. Es wird Zeit, dass ein neuer Politikstil nach der OB-Wahl ins Rathaus zieht.
    Es gibt zig Beispiele in der nähreren Vergangenheit, wo es keine Transparenz im Rathaus gab. Und dann wundern sich diese Politiker, dass die Piraten Zulauf bekommen. Mich wundert das nicht!
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