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Karlsruhe Karlsruher Grüne beantragen Entsiegelungskonzept für die Innenstadt

Die Karlsruher Grünen setzen sich für ein städtisches Entsiegelungskonzept ein. Per Antrag will die Gemeinderatsfraktion erreichen, dass die Stadtverwaltung zunächst beispielhaft für einen Stadtteil eine entsprechende Kartierung erarbeitet. Darauf aufbauend sollen Maßnahmen zur Entsiegelung und zur Begrünung von entsiegelten Flächen entwickelt werden.

"Der hohe Versiegelungsgrad besonders in der Innenstadt trägt entscheidend zu den starken sommerlichen Hitzebelastungen in Karlsruhe bei", sagt Grünen-Fraktionssprecherin Bettina Lisbach. Dies würde durch die Lage Karlsruhes im Oberrheingraben und den Klimawandel verstärkt. So müsse mit weiter steigenden Durchschnittstemperaturen und mehr Hitzetagen gerechnet werden. Die Grünen berufen sich dabei auf eine Studie der Landesanstalt für Umweltschutz.

Unversiegelte Flächen entlasten Stadtklima

"Zwar setzen wir uns dafür ein, die Innenentwicklung voranzutreiben anstatt zusätzliche Siedlungsflächen auf der grünen Wiese auszuweisen", erläutert Anne Segor, Sprecherin der Fraktion für Stadtentwicklung. "Gleichzeitig müssen wir aber dafür Sorge tragen, dass noch ausreichend offene und begrünte Flächen zum bioklimatischen Ausgleich auch im Innenbereich vorhanden sind."

Unversiegelte Flächen haben, insbesondere wenn sie begrünt sind, eine stark abkühlende Wirkung und entlasten das Stadtklima, so die Grünen-Stadträte. Auch wirkten sie sich positiv auf das Abflussverhalten bei starken Niederschlägen aus.

Nach Ansicht der Partei gibt es in Karlsruhe viele Bereiche in der Innenstadt, die in früheren Jahren großflächig versiegelt wurden, ohne dass sie heute noch entsprechend genutzt würden. Als Beispiel führen die Grünen Flächen entlang der Durlacher Allee zwischen Durlacher Tor und Ostring an. Auch auf vielen städtischen Plätzen, Parkplatzanlagen und Schulhöfen seien umfangreiche Entsiegelungsmaßnahmen möglich, ohne deren Nutzung einzuschränken. Mehr Beschattung und eine stärkere Begrünung könne sich sogar positiv auf die Qualität der Nutzung auswirken, so die Grünen.

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Kommentare (5)
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  • unbekannt
    (2476 Beiträge)

    04.05.2011 16:32 Uhr
    Endlich!
    Endlich kümmert sich mal jemand drum!
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  •   joka
    (9833 Beiträge)

    04.05.2011 14:30 Uhr
    Ich würde mit den Radwegen anfangen...
    die Radler fahren ja schon auf dem Gehweg oder der Straße.
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  •   barlou
    (2555 Beiträge)

    04.05.2011 14:28 Uhr
    Noch nicht gewusst?
    Karlsruher Plätze sind ein einziges Dorado für die Steinlaus, dieses vom Aussterben bedrohte possierliche Tierchen. Und auch erste Wüstenfüchse wurden schon gesichtet. Haben daran die Grünen einmal gedacht?
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  •   saavik
    (1477 Beiträge)

    04.05.2011 14:27 Uhr
    Ungeschicktes Beispiel
    Ich habe nichts gegen weitere Grünflächen! Aber die Ortsangabe hat mich doch etwas gewundert und Google Earth konnte meinen Verdacht sogar bestätigen: Da ist verdammt viel grün drum rum. Und auch in den Hinterhöfen gibt es die ein oder andere Grünfläche.

    Wenn man sich allerdings das Gebiet nördlich der Durlacher Allee genauer anschaut, dann stellt man fest, dass die Hinterhöfe zum größten Teil total zugebaut sind und somit tatsächlich nix grünes mehr existiert, das wäre dann allerdings nicht bis zum Ostring, sondern nur bis zur Tullastr., genauer gesagt folgendes Gebiet: Karl-Wilhelm-Str., Rintheimer Str., Tullastr.

    Südlich der Durlacher Allee sind auch ein paar Hinterhöfe zugebaut, aber da sieht man meist kleine Grünflächen vor den Häusern.
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  •   raffix
    (105 Beiträge)

    04.05.2011 13:33 Uhr
    Endlich mal eine vernünftige Idee...
    Ich empfinde die Temperaturhöchstwerte im Sommer eh sehr unerträglich. Wenn sich der Anstieg der Temperaturen so einfach verhindern und eine Verbesserung des Stadtklimas erreichen lassen, dann sollte man die Maßnahmen möglichst schnell ergreifen.
    Hinzu kommt noch, dass mehr grüne Fläche in der Stadt die Stadt selbst attraktiver werden lässt.
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