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Karlsruher Karlsruher Geschichte: CDU will "mehr Fächerstadt" auf Straßen, Plätzen und Co.

Die Karlsruher CDU-Fraktion möchte die Erinnerung an besondere geschichtliche Ereignisse in der Fächerstadt sowie besonders verdiente Bürger stärker ins Stadtbild einbringen - und fordert deshalb in einem Antrag an den Gemeinderat, einen neuen Leitfaden zum Umgang mit Namen von Straßen und Plätzen einzusetzen. Dies teilen die Christdemokraten in einer Pressemeldung mit.

"Wir erhalten fast täglich Vorschläge für die Benennung von Straßen oder Plätzen nach verdienten Karlsruher Persönlichkeiten. Die Vormerkliste der Stadtverwaltung umfasst derzeit fast 100 Namensvorschläge, von denen, wenn man ehrlich ist, die wenigsten in den nächsten Jahren umgesetzt werden können. Der von uns beantragte Leitfaden soll alternative Formen für das Gedenken und Erinnern im Stadtbild aufzeigen", erklärt der kulturpolitische Sprecher der CDU, Stadtrat Albert Käuflein.

Mit Apps, QR-Codes und Co. zu mehr lebendiger Stadtgeschichte?

In Karlsruhe würden kaum neue Wohn- oder Gewerbegebiete ausgewiesen, deren Straßen neu benannt werden müssen, so die CDU. Entsprechend lange seien die Wartezeiten für eine Benennung, die nach einer Vorgabe der Stadt frühestens fünf Jahre nach dem Tod des zu Ehrenden möglich ist.

"Die Vormerkliste enthält teilweise noch Namensvorschläge, die seit zwanzig oder dreißig Jahren nicht abgearbeitet sind. Für uns kommen in der Regel nur Neubenennungen in Frage, denn der Aufwand für die Bürger bei einer Straßenumbenennung ist riesig. Dies wollen wir niemanden zumuten", so Stadtrat Käuflein.

"Das kulturelle Erbe unserer Stadt soll in unserem täglichen Wohn-, Arbeits-, und Lebensumfeld wahrnehmbar sein. Die historische Einbindung und die unterschiedlichsten Umsetzungsmöglichkeiten sind dabei entscheidend. Mit Apps, QR-Codes oder einer Verbindung zu einem elektronischen Stadtplan können auch Verknüpfungen zu Online-Angeboten hergestellt werden", betont der Fraktionsvorsitzende Tilman Pfannkuch.

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Kommentare (9)
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  • unbekannt
    (3882 Beiträge)

    21.10.2014 14:31 Uhr
    die Fächerwurmstraße, Kombi-Karle Allee
    der Nommnommnomm-Weg, die Potz-Blitz-Straße,
    Hetfield-Gedächtnis-Platz, Candyman-Ficken-Allee,
    Willy-Wildpark-Platz
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  • unbekannt
    (1536 Beiträge)

    21.10.2014 16:58 Uhr
    Nicht zu vergessen der
    Binde-Strich.
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  • unbekannt
    (379 Beiträge)

    21.10.2014 14:07 Uhr
    KSC-Ingo
    träumt heimlich von einer Ingo-Wellenreuther-Allee.

    Das wird dann die Straße, die die Nordtangente mit dem neuen Stadion verbinden wird. In 100 Jahren oder so..... grinsen
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  •   bergdoerfler
    (1627 Beiträge)

    21.10.2014 11:18 Uhr
    oder Walter-Ulbricht-Platz, er hat durch das
    Herunterwirtschaften der DDR den Weg zur Wiedervereinigung geebnet.
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  •   Waterman
    (6287 Beiträge)

    21.10.2014 13:47 Uhr
    Das war eindeutig Honecker
    Ulbricht wollte Mitte der 60er Jahre sogar Reformen einläuten....
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  •   dipfele
    (5306 Beiträge)

    21.10.2014 10:12 Uhr
    gut wäre es....
    ... wenn zum Beispiel die nach dem Militaristen Moltke benannte Strasse in Clara- Zetkin- Strasse umbenannt würde. Diese Frau war Chefredakteurin eine Gewerkschaftszeitung, frühe Frauenrechtlerin und hat sich engagiert für den Frieden eingesetzt.
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  •   Soph
    (43 Beiträge)

    22.10.2014 16:24 Uhr
    Nix gegen Clara Zetkin...
    ...aber es ist billig, aus heutiger Sicht, also grob 150 Jahre später, Moltke als Militaristen zu bashen. Man kann die Leute fairerweise nur aus der Perspektive der Zeit, in der sie lebten, beurteilen. Und da sehe ich überhaupt keinen Grund, nach Ihm benannte Strassen umzubenennen.
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  •   Exil-Hohenzoller
    (561 Beiträge)

    21.10.2014 12:38 Uhr
    Markgraf Karl III. Wilhelm von Baden-Durlach
    War u.a. absolutistischer Herrscher, Offizier in diversen Kriegen und Schlachten, kaiserlichen Generalfeldmarschalllieutenant (der Schwaben), Generalfeldzeugmeister und Generalfeldmarschall,...

    Und zur Moltkestraße:
    Zitat von http://ka.stadtwiki.net/Moltkestra%C3%9Fe Die ehemalige Mühlburger Allee wurde im Jahr 1888 nach dem preußischen Generalfeldmarschall Helmuth Graf von Moltke (1800–1891) benannt, der im Deutsch-Französischen Krieg Chef des Generalstabes war.

    Heute erinnert die Straße auch an den Juristen Helmut James Graf von Moltke (11. März 1907 – 23. Januar 1945), der als Gegner des Nationalsozialismus in Berlin-Plötzensee hingerichtet wurde.
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  •   Waterman
    (6287 Beiträge)

    21.10.2014 10:02 Uhr
    Gute Idee
    man könnte damit auch das Problem der Mehrsprachigkeit lösen.
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