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Karlsruhe Karlsruher Exotenhaus eröffnet: Heimat für 2.000 Tiere aus aller Welt

Lange haben Zoo-Fans auf diesen Tag gewartet: Am Mittwochnachmittag wurde das Exotenhaus im Karlsruher Zoo offiziell für die Öffentlichkeit freigegeben. ka-news hat sich bei der Eröffnung umgeschaut - und verrät, wer da eigentlich so alles zu Hause ist.

Der Regen scheint sie nicht weiter zu kümmern: Etwa 300 Menschen und mindestens ebenso viele Schirme erwarteten Zoo-Chef Matthias Reinschmidt, den stellvertretenden Zooleiter Clemens Becker, Oberbürgermeister Frank Mentrup und Bürgermeister Michael Obert am Mittwochnachmittag. Der Grund: Sie alle warteten sehnsüchtig darauf, dass das Exotenhaus für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht wird.

Karlsruher Zoo eröffnet zweitgrößtes Exotenhaus Deutschlands

Ursprünglich sollte das Exotenhaus bereits am 18. Juni eröffnet werden. Nicht absehbare Verzögerungen bei einzelnen Baumaßnahmen wie beispielsweise Falschlieferungen hatten den eigentlichen Eröffnungstermin platzen lassen. Doch nun war es endlich soweit: Seit Mittwoch 14 Uhr ist das Exotenhaus offiziell eröffnet. "Wo früher Menschen im Tullabad geplantscht haben, planschen heute Tiere", eröffnet OB Frank Mentrup. 

Eröffnung

Bis zuletzt wurde vor der großen Eröffnung gearbeitet: Neben dem immer größer werdenden Tierbestand wuchs auch die Bepflanzung des Exotenhauses und seiner Uferlandschaft. Manche Tiere, wie beispielsweise die kleinen Zwergseidenäffchen, sind noch keine zwei Wochen in der Fächerstadt. Seit Mai fanden immer mehr tierische Bewohner den Weg in das Exotenhaus: Inzwischen bewohnen rund 2.000 Tiere aus knapp 100 verschiedenen Tierarten das ehemalige Tullabad.

Kostenpunkt: 21 Millionen Euro, erklärt Zoo-Chef Matthias Reinschmidt den Umstehenden. Das Karlsruher Exotenhaus wäre nicht nur eines der größten realisierten Zooobjekte in Europa, sondern auch das zweitgrößte Tropenhaus in Deutschland. Das Exotenhaus, davon ist der Zooleiter überzeugt, ist ein "Quantensprung für den Stadtgarten".

Bekommt die tierische Gruppe weiteren Zuwachs?

Das Exotenhaus soll aber mehr sein als eine reine Attraktion, betont der stellvertretende Leiter Clemens Becker."Wir wollen hier ein Zentrum des Artenschutzes entwickeln." Die meisten Tierarten im Exotenhaus würden zu den hoch bedrohten Tierarten gehören.

Und die bisherigen 2.000 Tiere sollen nicht das Ende sein: "Die Anlage soll kein starres Gebilde sein, sondern sich weiterentwickeln", erklärt Zoochef Reinschmidt. In Kooperation mit anderen Zoos ist die Unterbringung weiterer Tierarten geplant. Vorerst müssen sich die tierischen Bewohner des Exotenhauses aber nicht nur an den Trubel um sie gewöhnen, sondern auch auch aneinander: "Wir rechnen mit bis zu einem Jahr, bis sich alles eingespielt hat", so Becker.

Besucher können das Exotenhaus täglich über den Zoologischen Stadtgarten von 10 bis 18 Uhr betreten. Im Winter ist das Exotenhaus von 10 bis 17 Uhr geöffnet. Ein Übersichtsplan über den 450 Meter langen Fußweg ist am Eingang erhältlich. Lust, vorab einen Blick ins neu eröffnete Exotenhaus zu riskieren? Hier geht's zur Webcam!

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Kommentare (4)
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  •   Berndabcdef
    (743 Beiträge)

    30.07.2015 10:24 Uhr
    Mein Gorilla
    hat ne Villa im Zoo. Bild siehe oben.
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  •   Gutenberg
    (25 Beiträge)

    30.07.2015 09:45 Uhr
    Schön, schön, schön
    Und jetzt, liebe Politiker und "Zoofreundinnen", bitte noch den neuen Preis für die Jahreskarte nennen. Ich Tippe auf 50€ statt jetzt 35. Schließlich dürften ja die Personalkosten mit dem Exotenhaus kräftig steigen.
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  •   Mozzer
    (1730 Beiträge)

    30.07.2015 15:59 Uhr
    Wow......
    .......15 Euronen mehr fürs ganze Jahr!!!! Was macht das eigentlich umgerechnet pro Tag aus. Halt nein, das ist mir zu wenig. Und pro Woche? Na immerhin ca. 30 Cent pro Woche. Das ist schon ein Batzen....Mein lieber Schorli!!!
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  •   Kroeterich
    (58 Beiträge)

    30.07.2015 10:48 Uhr
    Negativismus
    Manche Leute haben immer was auszusetzen. Investiert der Zoo nicht, ist er unattraktiv und nicht tiergerecht. Investiert er, werden die Kosten beklagt. Subventioniert die Stadt die Preise, geht das schöne Steuergeld futsch. Steigen die Preise, ist der Zoo schuld. Schließt der Zoo mangels Geldern, wird eine Karlsruher Institution und Ausflugsziel vernichtet. Alles wllen, Anspruchsdenken, aber kein Geld geben wollen, weder das eigene noch Steuern. Ob das Geld vom Eintritt oder der Stadt kommt, kommt letztlich aufs gleiche raus. Hat schon mal jemand begriffen, dass eine Leistung auch kostet? Den Stadtgarten zu erhalten und zu verbessern ist für mich eine der sinnvolleren Investitionen!
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