Browserpush
86  

Karlsruhe Karlsruher Castor-Transport rollt nach Lubmin: Sitzblockade aufgelöst

Der Karlsruher Castor-Transport hat um 6.33 Uhr den Stadt- und Landkreis Karlsruhe verlassen. In der Nacht hatte die Polizei mit einem Großaufgebot eine Sitzblockade auf den Gleisen geräumt. 350 Personen wurden in Gewahrsam genommen. Ein Polizist wurde leicht verletzt.

Der erste Castor-Transport dieses Jahres hat um 3.15 Uhr die Wiederaufarbeitungsanlage Karlsruhe (WAK) verlassen. Zuvor hatte die Polizei um 2.30 Uhr eine Sitzblockade auf den Gleisen aufgelöst. Rund 350 Personen wurden in Gewahrsam genommen. "Die Atmosphäre ist sehr entspannt gewesen", teilte ein Polizeisprecher gegenüber ka-news mit. Nur vereinzelt sei es zu kleineren Auseinandersetzungen zwischen Polizisten und Demonstranten gekommen.

Polizist wurde leicht verletzt

Bei einer Rangelei wurde ein Polizist leicht am Kopf verletzt, so die Polizei. Gegen acht Personen wurde Strafanzeige wegen Beleidigung und Widerstand gegen Polizeibeamte erstattet. Der Atomzug sei planmäßig gestartet, so die Polizei.

Die Atomkraftgegner begannen bereits am frühen Dienstagmorgen mit ihren ersten Protesten. Einige hatten sich an die Gleise gekettet. Die Polizei war mit mehreren Hundertschaften vor Ort.

Castor-Transport soll am Donnerstag in Lubmin sein

Gegen 22.50 Uhr hatten Atomkraftgegner am Dienstagabend die Mahnwache auf dem Festplatz Neureut verlassen, um kurz hinter Neureut auf die Gleise zu gelangen und diese zu besetzen. "Mit den Blockaden haben wir ein deutliches Zeichen gesetzt", so Horst Heieck, Sprecher der Südwestdeutschen Anti-Atom-Initiativen. Laut Veranstalter seien 700 Atomkraftgegner an der Sitzblockade beteiligt gewesen.

Am Donnerstag soll die hochradioaktive Fracht im Atom-Zwischenlager Nord in Lubmin bei Greifswald in Mecklenburg-Vorpommern ankommen. AKW-Gegner machen mit Aktionen an der vermutetet Transportstrecke bundesweit mobil.

Die fünf Behälter mit verglastem hochradioaktivem Abfall aus der Betriebszeit der WAK haben den ersten Teil der Strecke nach Lubmin auf den Stadtbahnschienen der Albtal-Verkehrs-Gesellschaft (AVG) zurückgelegt. Der Atomzug nutzte demnach auf der Strecke von Eggenstein über Neureut in die Nordweststadt die Schienen, auf denen normalerweise die Stadtbahnlinien S1 und S11 verkehren. Im radioaktiven Betrieb der WAK wurden von September 2009 bis November 2010 insgesamt 140 Gussformen und somit 56 Tonnen Abfallglas produziert. 

Lesen Sie die Ereignisse im ka-news-Liveticker.

Haben Sie einen Fehler entdeckt?
Links
Rechts
Das könnte Sie auch interessieren
Das wird gerade bei ka-news heiß diskutiert
Die besten Themen
Kommentare (86)
Hinweis: Kommentare geben nicht die Meinung von ka-news wieder.
Der Kommentarbereich wird 7 Tage nach Publikationsdatum geschlossen.
Bitte beachten Sie die Kommentarregeln und unsere Netiquette!
  •  hat kein leider Bild
    unbekannt
    (19 Beiträge)

    16.02.2011 11:52 Uhr
    bist
    Du enttäuscht, dass es ohne Gewalt abging? Dass die ach so chaotischen Demonstranten gar keine Randale gemacht haben? Das passt wohl nicht in Dein Weltbild, oder?
    Bewerten:  Lädt... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet melden antworten
  •  hat kein leider Bild
    unbekannt
    (572 Beiträge)

    16.02.2011 09:15 Uhr
    Es stehen Wahlen an
    Da kommt Polizeigewalt ganz schlecht. Die gibt es erst wieder nach dem 27.3., wenn wir das falsche wählen. ;-(
    Bewerten:  Lädt... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet melden antworten
  •   Herbert-119
    (1164 Beiträge)

    16.02.2011 20:27 Uhr
    Es stehen Wahlen an
    Und was ist das falsche.....
    Du bist doch von den Piraten !? Oder...

    Ich würde sofort eine vernünftige Partei wählen !
    Aber keine der es nur om Erneuerbare, CO² , Euro usw geht.

    Und wenn eine vernünftige Partei über die 5% Hürde kommt macht ich bei denen mit.
    Bewerten:  Lädt... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet melden antworten
  •   Smartraver
    (7579 Beiträge)

    16.02.2011 11:38 Uhr
    Das völlig falsche wären...
    wohl diejenigen die BW bisher oben gehalten haben im Ländervergleich oder?
    Und die Sache verlief so friedlich, weil die Demonstranten wohl dachten in der "Verbotszone" gäbe es richtig auf die Ohren. Also lieber die Füsse still halten. Glaub ja nicht das die Polizei das nicht anders gelöst hätte wenn die doof gekommen wären, weil Wahlen anstehen.
    Bewerten:  Lädt... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet melden antworten
  •   Herbert-119
    (1164 Beiträge)

    16.02.2011 20:33 Uhr
    Die Polizei
    Ich hab wegen dem Hubschrauber Lärm nur 4 Stunden geschlafen und bin völlig fertig.

    Aber ICH STEHE VOLL UND GANZ HINTER DER POLIZEI.

    Von mir aus hätten die Wasserwerfer ohne Ende einsetzen können.
    90% von den Typen die heute NAcht bei und Rumgerant sind (DEMO Gemacht haben) wissen sowiso nicht um was es geht.
    Bewerten:  Lädt... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet melden antworten
  •  hat kein leider Bild
    unbekannt
    (5582 Beiträge)

    16.02.2011 09:27 Uhr
    kann
    man überhaupt noch richtig wählen?
    Bewerten:  Lädt... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet melden antworten
  •   andi79
    (2997 Beiträge)

    16.02.2011 10:02 Uhr
    die einzige nicht richtige wahl...
    wäre gar nicht wählen zu gehen... weil selbst wenn man die partei wählt die nur ein kleines bischen an einen ran kommt verhindert man ein stück daß eine von denen man Lichtjahre entfernt ist weiter macht.... Kleineres Übel Prinzip..
    Bewerten:  Lädt... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet melden antworten
  •   melotronix
    (3562 Beiträge)

    16.02.2011 08:41 Uhr
    was seid...
    ihr doch alle St. Floriansjünger!!!!!!
    Bewerten:  Lädt... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet melden antworten
  •  hat kein leider Bild
    unbekannt
    (5582 Beiträge)

    16.02.2011 08:32 Uhr
    will
    garnet wissen, wie groß das geschrei gewesen wäre, wenn ein demonstrant "leicht" am kopf verletzt worden wäre! die sollen alle den polizeieinsatz zahlen! also die wo sich anketten und widerstand geleistet haben!
    Bewerten:  Lädt... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet melden antworten
  •  hat kein leider Bild
    unbekannt
    (14337 Beiträge)

    16.02.2011 09:16 Uhr
    Wäre ein Demonstrant verletzt worden,
    hiesse es prügelnde Polizisten.....
    Im umgekehrten Fall heisst es bei Rangeleien.....

    Zum Thema:
    Als die Grünen mit am Regieren waren, hörte sich das allerdings noch anders an. Damals sah man Proteste gegen die Castorfahrt als Proteste gegen die rot-grüne Obrigkeit an und das wäre wohl eine Zumutung, meinte Trittin.
    //Genauso verhält es sich mit Aktionen gegen die notwendige Rücknahme von Atommüll aus Frankreich. Hiergegen zu demonstrieren hält der Parteirat - unabhängig von der Form des Protestes, ob durch Sitzen, Gehen oder Singen - für politisch falsch. Nicht, weil wir etwas gegen Sitzblockaden, Latschdemos oder Singen haben, sondern weil wir das Anliegen weshalb gesessen, gegangen oder gesungen wird, ablehnen.//
    Dokumentation eines Briefs von Bundesumweltminister Trittin an die niedersächsischen Kreisverbände der "Grünen" mit dem Aufruf, sich nicht an CASTOR-Blockaden zu beteiligen
    Bewerten:  Lädt... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet melden antworten

Seite : 1 2 3 4 5 6 7 8 9 (9 Seiten)

Dieser Artikel kann nicht mehr kommentiert werden.
ka-news-logo

Es gibt neue Nachrichten auf ka-news.de

Abbrechen