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Karlsruhe Karlsruher Bäder: Weitere Millionen-Investitionen geplant

In den vergangenen Jahren ist in der Karlsruher Bäderlandschaft einiges voran gegangen: So konnte durch bauliche Umsetzungen innerhalb mehrerer Einrichtungen das Karlsruher Badeangebot stetig angehoben werden. Rückschritte mussten aber vor allem während der Umsetzung der baulichen Vorhaben hingenommen werden.

Mit der Eröffnung des Europabades vor fast zehn Jahren erlebten die Karlsruher Bäder eine enorme Entwicklung. Der größte Erfolg: Seither verzeichnen die Karlsruher Bäder nach Angaben der Stadt einen merkbaren Anstieg der Gesamtbesucherzahlen. Zurückzuführen sei dies vor allem auch durch die Gewinnung von Badegästen, die aus der Region immer wieder zum Baden nach Karlsruhe kommen.

Allerdings konnte das vergangene Jahr ein konstantes Niveau nicht halten: "Ausnahme hiervon war das Jahr 2016, in dem durch die Sanierungsarbeiten des ersten Bauabschnittes und der Umbau zum Cabrio-Bad die Öffnungs- und Belegungszeiten geringer waren," erklärt die Stadt in ihrem aktuellen Bäderkonzept, das der Bäderausschuss am vergangenen Dienstag größtenteils zustimmend zur Kenntnis genommen hat.

Fünfmal so viele Besucher wie Einwohner

Insgesamt scheint es allerdings so, als ob die aktuellen Zahlen trotz des Rückgangs ein Erfolg waren: Mit über 1,5 Millionen Badegästen entspricht die Anzahl der Besucher dem Fünffachen der Einwohnerzahl der Fächerstadt. Die Zahl sei damit im Vergleich zum Vorjahr nur um knapp 100.000 Gäste gesunken (2015: 1.659.101 Besucher - 2016: 1.550.198 Besucher).

Ausnahmen neben den Zahlen des vergangenen Jahres bilden auch die Jahre 2007, 2011 und 2014. In diesen "schlechten Freibadsaisons" zählten die Freibäder lediglich zwischen 358.000 und 409.000 Besucher.

 

Was konnte bisher umgesetzt werden?

Ein weiterer Erfolg ist vor allem in den Vorhaben zu sehen, die in den vergangenen 17 Jahren umgesetzt werden konnten. Bereits durch das "Bäderkonzept 2000" konnten neben dem Bau des Europabades auch Pläne, wie die Sanierung des Vierordtbades in den Jahren von 2002 bis 2004, realisiert werden. Und sowohl die erste  Fortschreibung 2010,  als auch die im Jahr 2013 brachten einige Veränderungen in der Karlsruher Bäderlandschaft mit sich.

Außerdem: Neben der Erweiterung des Fächerbads zum Cabrio-Bad konnten 2016 und 2017 weitere Fortschritte verzeichnet werden. So wurde beispielsweise im Turmbergbad die über 25 Jahre alte Riesenrutsche abgerissen und durch eine Doppelrutsche erneuert. Sie wurde im Mai in Betrieb genommen. Im vergangenen Jahr wurde im Europabad die Hai Kinderwelt eröffnet: Seither können Kinder in zwei verschiedenen Bereichen mit dem Maskottchen des Europabades "KAi-der Hai" plantschen.

Badegäste dürfen sich auf weitere Entwicklungen freuen

Und auch in der Zukunft können sich die Badegäste auf weitere Entwicklungen freuen. Wie der Bäderaussschuss in der Sitzung am Dienstag beschloss, bleiben unter anderem "regelmäßige Investitionen in Attraktivitätssteigerung" vorrangige Ziele.

Konkret bedeutet das: "Das Europabad und das Fächerbad werden weiter ihrer Stellung als Schwerpunktbäder gerecht. Sie werden weiterhin fortentwickelt und attraktiviert." So die Zielsetzung der Stadtverwaltung. Weiter heißt es, dass auch die Therme Vierordtbad und das Rheinstrandbad Rappenwört weiterentwickelt werden sollen. So stehe in den kommenden Jahren die Entwicklung der Hallenbäder im besonderen Fokus der Stadt.

Kosten in Zukunft: 55,4 Millionen Euro

In Summe stehen den Bädern damit laut Beschlussvorlage in den nächsten Jahren Investitionen in einem Umfang von rund 55,4 Millionen Euro bevor. Zusammengesetzt wird dies aus unerledigten Maßnahme aus der Fortschreibungen 2013 (39.380.000 Euro) und weitere geplante Maßnahmen, wie neue Rutschen oder auch Veränderungen in Saunabereichen (15.990.000 Euro).

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Kommentare (2)
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  •   lenkdreiachser
    (357 Beiträge)

    10.11.2017 09:53 Uhr
    Eintrittspreise
    Sicher ist die Preisentwicklung nicht erfreulich, aber es wird ja auch weiter investiert. Ein Teil der Erhöhungen geht auf die Kappe der Aberkennung des ermäßigten MwSt-Satzes für Saunaleistungen, der bei so ziemlich allen entsprechenden Einrichtungen zu überproportionalen Preiserhöhungen geführt hat.
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  •   cc91
    (126 Beiträge)

    09.11.2017 15:23 Uhr
    Schade nur
    dass die Preise extrem stark erhöht wurden. Z.B. der ermäßigte Kurzeintritt im Vierordtbad. Innerhalb 3 Jahren um knapp 40 %, seit letztem Jahr alleine um knapp 20 %. Und das bei deutlich schlechterer Leistung (Eintritt nur bis 13 Uhr, statt früher 14 Uhr). Hier ist das Ende der Fahnenstange erreicht.
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