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Karlsruhe Karlsruhe zeigt Flagge: Bahnhofsvorplatz gesperrt - Bahnen fahren anders

Im Zusammenhang mit den Demonstrationen gegen eine geplante Nazi-Demo rund um den Hauptbahnhof ist am Samstag, 25. Mai, mit großräumigen Verkehrsbehinderungen zu rechnen. Dabei erfordern sowohl die Kundgebung des Antifaschistischen Aktionsbündnisses Karlsruhe (AAKA) auf dem Tivoliplatz mit anschließendem Aufzug zur Ebertstraße als auch die städtische Veranstaltung "Karlsruhe zeigt Flagge" in der Ebertstraße Sperrungen von Straßenabschnitten. Auch der Bahnverkehr wird betroffen sein.

Der Bahnhofsvorplatz wird von der Polizei am Samstag, 25. Mai, tagsüber komplett gesperrt, so die Stadt in einer Pressemeldung. Davon betroffen sei auch der Haupteingang zum Hauptbahnhof. Allen Bahnreisenden wird daher empfohlen, den Bahnhof von Süden her anzusteuern.

Zahlreiche Umleitungen und Sperrungen am Samstag

Reisende erreichen den Südeingang des Hauptbahnhofs den ganzen Tag über von der Südtangente und die Schwarzwaldbrücke, wobei es zu kurzen Unterbrechungen während des Demonstrationszuges des Antifaschistischen Aktionsbündnisses Karlsruhe komme, so die Stadt weiter.

Auch über den Eingang Ost bei der Fahrradstation sei ein Zu- und Abgang zu den Gleisen möglich. Die Zufahrt zum Südbereich des Bahnhofs ist nach städtischen Angaben zudem immer über die Ettlinger Straße möglich. Taxis stehen an diesem Tag nur auf der Südseite des Hauptbahnhofes. In den Zoologischen Stadtgarten kommt man ebenso wie zu den Läden am Bahnhofsvorplatz über den Weg unter den Arkaden. Die übrigen Kassen des Zoologischen Stadtgartens sind für Besucher in jedem Fall uneingeschränkt erreichbar. Die Bahnhofstraße wird ab Schnetzlerstraße Richtung Bahnhof tagsüber zur Sackgasse.

Auch die Victor-Gollanzc-Straße ist von der Sperrung betroffen, Bewohner können nur über die Schwarzwaldstraße ein- und ausfahren, wobei sie mit kurzfristigen Sperrungen rechnen müssen. Die Ebertstraße ist am Samstag aufgrund der städtischen Veranstaltung zwischen Schwarzwaldstraße und Bahnhofsvorplatz komplett gesperrt. Daher ist es nicht möglich, über die Ebertstraße direkt zum Bahnhof zu fahren. Die Sperrung betrifft auch den Anliegerverkehr. Der Albtalbahnhof ist jederzeit erreichbar.

Auch Bahnverkehr von Sperrungen betroffen

Kein Durchkommen wird es für die Autofahrer zudem in der Rüppurrer Straße am Tivoliplatz für die Dauer der Kundgebung - voraussichtlich ab 9.30 Uhr bis gegen 11 Uhr - geben. Die Anliegerfahrbahn Richtung Süden ist befahrbar. Auch hier gilt, dass mit kurzfristigen Verkehrsunterbrechungen je nach Verlauf des Demonstrationszuges zu rechnen ist. Von der Sperrung der Ebertstraße und des Bahnhofsvorplatzes betroffen sind auch die Straßenbahnen und Stadtbahnen. Die Verkehrsbetriebe haben für den Samstag einen eigenen Umleitungsplan erstellt. Die Gewerbebetreibenden in den betroffenen Abschnitten wurden durch einen Wurfzettel gesondert informiert.

Wie die Verkehrsbetriebe Karlsruhe (VBK) mitteilen, wird auch der Bahnverkehr von den Veranstaltungen betroffen sein. Das KVV-Kundenzentrum am Hauptbahnhof bleibe daher den ganzen Tag über geschlossen. Fahrgäste sollten sich auf verlängerte Reisezeiten einstellen, so die VBK. Derzeit sei noch nicht genau absehbar, welche weiteren Streckenabschnitte konkret von einer Sperrung betroffen sein werden. Die Verkehrsleitstelle reagiere deshalb nach Bedarf mit den entsprechend vorgeplanten Umleitungskonzepten.

Für die Zeit der Sperrung des Hauptbahnhof Vorplatzes können Fahrgäste der Bus-Linien 47, 50, 55 und 62 auf die Bushaltestelle Albtalbahnhof ausweichen. Reisende, die mit der Stadt- oder Straßenbahn unterwegs sind, können statt dem Hauptbahnhof Vorplatz auf die Haltestellen Albtalbahnhof beziehungsweise Ebertstraße ausweichen und von dort mit regelmäßig verkehrenden Bahnen in Richtung Innenstadt fahren. Dort besteht Umstiegsmöglichkeit zu anderen Linien, informieren die VBK.

Unter dem Motto "Freiheit für alle politischen Gefangenen! Für die Wahrung des Artikel 5 Grundgesetz" hatten Rechtsextreme eine Demonstration mit bis zu 300 Personen angemeldet. Die als Gegendemo geplante Kundgebung des Antifaschistischen Aktionsbündnisses Karlsruhe (AAKA) darf dagegen stattfinden. Auch die Stadt will Flagge zeigen und eine Kundgebung veranstalten - unabhängig vom Verbot der Nazi-Demo.

Siehe auch:

Verwaltungsgericht: Nazi-Demo darf stattfinden - Stadt legt Berufung ein

Nazis stellen Eilantrag gegen Demo-Verbot in Karlsruhe

Stadt Karlsruhe verbietet Nazi-Demo

"Karlsruhe zeigt Flagge": Stadt wehrt sich gegen geplante Nazi-Demo

Wegen Demo: Gemeinderat beschließt Resolution gegen Rechts

Rechter Aufmarsch in Karlsruhe geplant - Gegendemo angekündigt

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Polizeiarbeit in Karlsruhe: Mit Aufklärung gegen braunes Gedankengut

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  • unbekannt
    (3304 Beiträge)

    24.05.2013 20:30 Uhr
    .
    Wie kommt ein Gericht dazu, etwas zu genehmigen, was in einer ohnehin schon eingeschränkten Stadtlandschaft die Mobilität der Bürger komplett zerstört?
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  •   chillihexe
    (2473 Beiträge)

    24.05.2013 14:44 Uhr
    ja
    wenn man halt nicht lesen kann, sondern nur die bildchen erkennt, gel? schon ne schlimme sache zwinkern
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  • unbekannt
    (14337 Beiträge)

    24.05.2013 14:39 Uhr
    oooch Willichen,
    Antwort funktioniert nicht auf Willi_Emms Kommentar traurig
    Dann halt eben hier:
    Willichen, nu sein se doch ned so! Das passt ja nunmal gar nicht zu Ihren täglichen (Mo-Fr) Freundschaftsangeboten und Ihren täglichen Tummeleien auf meiner Profilseite. Und ich dachte Sie lieben mich! grinsen))))))))
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  •   silberahorn
    (9374 Beiträge)

    24.05.2013 14:16 Uhr
    Nonazis sollte Neonazis
    heißen. War ein Buchstabenverschlucker unterwegs? Und schon kam das Gegenteil raus. grinsen
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  •   frari66
    (3920 Beiträge)

    24.05.2013 12:41 Uhr
    Wenn ich das Fluglatt hier lese ->
    http://www.hochschulinformationsbuero.de/uploads/media/Aufruf1_AAKA_130513_uebersetzt.pdf
    frage ich mich aber schon ob die ganzen aufgeführten "Vereine" nicht von dem schönen Aufmarsch profitieren grinsen Unsere regierende Partei ist übrigens NULL vertreten in der angeführten Liste "Es rufen auf" . . .
    Abgekarterte Sache mit den Rechten ? Würde der Rechtswirrwarr dazu passen !
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  •   silberahorn
    (9374 Beiträge)

    24.05.2013 14:14 Uhr
    Nö, eher nicht abgekartert
    Und CDU muss auch nicht auf der Liste sein. Bürgermeister Jäger, in dessen Ressort die ordnungsgemäße Ablehnung mit Begründungen gegen die Demo der Nonazis fällt, ist doch CDU.
    Er muss ausreichende Begründungen finden und schon dürfen diese nicht auf dem angemeldeten Weg laufen und demonstrieren. Wenn bei den anderen Gruppen sich jemand angemeldet hat, der wegen körperverletzung vorbestraft ist, dann wird das genauso ablaufen können (also Verbotsantrag).
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  •   Zwerchfell
    (116 Beiträge)

    24.05.2013 11:09 Uhr
    Ich würde die Neonazis
    ins Leere laufen lassen.
    Wenn niemand Notiz von denen nimmt, laufen sich diese Aktionen mit der Zeit tot. Die warten doch gerade darauf, dass eine Gegenreaktion stattfindet, da sie erst dadurch die benötigte Aufmerksamkeit erfahren.
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  •   frari66
    (3920 Beiträge)

    24.05.2013 12:00 Uhr
    Das Problem ist, dass es u.U.
    Leute gibt, die sich von denen beeindrucken lassen. Aber mit einem solchen Aufmarsch demontieren die sich vielleicht selber. Kommen die mit Fackeln und Springerstiefeln an ? Hab sowas noch nie gesehen, ausser in den Blues Brothers . . . werde also heute mal noch schnell das Öl an der Karre wechseln, damit das morgen "flutscht".
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  •   runsiter
    (11979 Beiträge)

    24.05.2013 16:52 Uhr
    Bei diesem Thema
    beeindrucken mich vor allem zwei Gestalten: Die Fälle Arni und a-schmidt.

    Beide hinterlassen einen bleibenden Eindruck und geben einen Vorgeschmack darauf, mit welchem Klientel man sich bei der Demo in eine Reihe stellt.
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  •   silberahorn
    (9374 Beiträge)

    24.05.2013 12:10 Uhr
    Beeindrucken geht ziemlich einfach, wenn jemand in der Pampa irgendwo im Osten aufwächst, in der Pubertät zusätzlich noch den ganzen Tag Langeweile hat, jede Kuh im Umfeld von 100 km mit Namen kennt, fernsehen langsam auch nur noch öde findet und jetzt eine Freifahrkarte mit der Bahn nach Karlsruhe bezahlt kriegt.
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