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Karlsruhe Karlsruhe saniert sich: Das kommt die kommenden Jahre auf uns zu

An vielen Stellen in Karlsruhe ist es sichtbar: Der Zahn der Zeit hat an Gebäuden und Plätzen genagt. Um dem entgegenzuwirken, verfolgt die Stadt Karlsruhe bereits seit geraumer Zeit das Ziel, nach und nach einzelne Gebiete zu sanieren. Viel ist schon passiert - aber vieles kommt auf die Karlsruhe noch in den kommenden Jahren zu.

Bereits 1971 wurde in Karlsruhe das erste Sanierungsgebiet ausgewiesen. Rund um die Zähringerstraße wurden im "Dörfle" die Grundstücke neu geordnet und Gebäude modernisiert. Es war nicht das einzige Sanierungsgebiet: Es folgten unter anderem die Durlacher Altstadt, die Eingänge des Hauptbahnhofs und weitere Teile der Innenstadt. Doch damit ist noch lange nicht Schluss: In der Fächerstadt wird aktuell kräftig weiter saniert.

Im Schlachthof, Mühlburg und Rintheim laufen die Arbeiten

 

Der alte Schlachthof

Zwei Projekte der Stadtsanierung befinden sich aktuell in der Endphase. Der ehemalige Schlachthof wurde im Rahmen des Bund- und Länderprogramms "Stadtumbau West" umgestaltet. Entstanden ist ein Areal der Kultur und Kreativität. Doch so manches Gebäudes steht noch aktuell noch leer - und das will die Stadt in den kommenden Jahren ändern.

 

Der Entenfang von oben: Hier soll der neue Komplex entstehen.

Auch in Mühlburg wurden eine Reihe städtebaulicher Missstände festgestellt: Unzureichende Radwegverbindungen, veraltete Substanz an Häusern und Straßen. Mit Sanierungsfördermitteln von Bund und Land in Höhe von 2,2 Millionen Euro wurde das Gebiet rund um die Rheinstraße wieder hergerichtet. Bis auf kleinere Nachbesserungsarbeiten sind die Baustellen hier erledigt.

Eine weitere Baustelle: Noch bis nächstes Jahr soll das Gebiet "Rintheimer Feld" saniert werden. Das Hauptaugenmerk wurde auf die Aufwertung von öffentlichen Räumen gelegt. Mittels einer neuen Anordnung wurde die Trennwirkung der Mannheimer Straße reduziert. Leerstehende Räume werden nun beispielsweise als Jugendtreff genutzt.

Eine höhere Aufenthaltsqualität und mehr Grün

Auf eine Umgestaltung darf sich als nächstes der Karlsruher Stadtteil Grünwettersbach freuen. Bis 2026 ist der Höhenstadtteil im Bund-Länder-Programm "Aktive Stadt- und Ortszentren". Hier ist die wesentliche Zielsetzung die Entwicklung eines identitätsstiftenden Dorfplatzes mit Aufenhaltsqualität abseits der Ortsdurchfahrt am Wettersbach. Vorgesehen sind hier "erlebbare Freiflächen, ein weiterentwickeltes Fußwegangebot und die gestalterische und energetische Erneuerung der vorhanden Bausubstanz", so das Stadtplanungsamt.

 

Ein Teil der Sanierung der Innenstadt-Ost ist die Fritz-Erler-Straße. Hier sollen unter anderem mehr Freiräume und eine Gleisbegrünung entstehen.

Auch in Zukunft soll die Stadt weiterentwickelt werden. Erst kürzlich wurden Plane für die Sanierung der Innenstadt-Ost vorgestellt. Das Gebiet vom Marktplatz bis zum Durlacher Tor und von der Kriegsstraße bis zum Zirkel soll wieder belebt werden. Hierfür soll, nach Abschluss der Kombilösung, unter anderem der Berliner und der Kronenplatz und die Fritz-Erler-Straße umgestaltet werden. Die finanziellen Mittel, um den Leerstand und das bestehende Image aufzubessern, sollen noch diesen Herbst beantragt werden. Ein Gemeinderatsbeschluss 2018 könnte dann das genaue bis 2028 zu sanierende Gebiet festlegen.

In der Planung ist auch ein Sanierungsgebiet in Alt-Knielingen. Hier laufen die Untersuchungen derzeit, die im Juni vorgestellt werden sollen. Auch hier könnten die Mittel noch in diesem Jahr beantragt werden, sodass bis 2030 der Stadtteil in Schuss gebracht werden kann.

Hier saniert sich Karlsruhe:

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Kommentare (11)
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  •   hubendubel
    (46 Beiträge)

    09.05.2016 10:47 Uhr
    okay, danke. Das hätte ich wissen müssen.
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  •   ALFPFIN
    (7614 Beiträge)

    09.05.2016 09:42 Uhr
    Soweit es sich um öffentlche Gebäude und Plätze geht,
    kann sich Karlsruhe sanieren mit dem Bund- und Länderprogramm. Bleibt aber noch einiges an der Kommune finanziell hängen. Und da sind wir wieder beim Sparprogramm der Stadt, hauptsächlich wegen den Kosten für die Kombi. Wenn man im Sparprogramm schon Kopiergeräte an- bzw. abschaffen muss, um Personal zu sparen, Zuschüsse z. Bsp. für Glückwunschkarten und Blumensträuße für Senioren und für Kinderfreizeiten streicht, dann glaube ich nicht das hier Luft für die Stadtsanierung in den nächsten Jahren ist. Und schon gar nicht für die Sanierung der städtischen Straßen.

    Und was die privaten Gebäude betrifft, kann man niemand dazu zwingen, auch nicht mit Programmen des Bundes und der Länder.
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  •   NeoTiger
    (731 Beiträge)

    09.05.2016 12:20 Uhr
    Das Problem bei Sanierung ist ...
    ... dass die Ausgaben nicht eingespart sondern höchstens in die Zukunft geschoben werden können - denn die Infrastruktur hört ja nicht auf weiter vor sich hin zu rotten.

    Hingegen muss man einem Rentner, der mal für ein Jahr keinen Blumenstrauß erhält, im nächsten Jahr dafür keine zwei schenken.
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  •   altruist
    (478 Beiträge)

    09.05.2016 21:19 Uhr
    Nur teilweise korrekt...
    ... es werden auch an Eigentümer kräftig Zuschüsse gezahlt, für deren Gebäudesanierung. Guckst Du z.B. hier.
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  •   NeoTiger
    (731 Beiträge)

    09.05.2016 08:58 Uhr
    Derweil verkommen die Straßen
    Ich kann zwar verstehen, dass die Stadt bei der aktuellen Verkehrsbehinderung den Autofahrern nicht noch weitere Sperrungen zwecks Straßendeckensanierung zumuten möchte, aber jedesmal wenn ich den Abschnitt des Adenauerrings zwischen Fasanengarten und Theodor-Heuss-Allee befahre, mache ich mir ernsthaft Sorgen um mein Fahrwerk. Für so eine wichtige Hauptverkehrsstraße ist das ein erbärmlicher Zustand. Und das auf der Fahrbahn vor dem Wildpark-Stadion noch teilweise Kopfsteinpflaster liegt eine echte Schande.
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  •   Kartoffelsalat
    (561 Beiträge)

    10.05.2016 00:32 Uhr
    :(
    Nicht zu vergessen die Theodor-Heuss-Allee selbst. Zwischen .... Anfang und Ende.
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  •   Handelsreisender
    (1444 Beiträge)

    09.05.2016 14:22 Uhr
    Falsches Auto?
    Sie sollten Ihr nächstes Fahrzeug "abwärtskompatibel" wählen - was jetzt meint: noch tiefer gelegt. zwinkern
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  •   NeoTiger
    (731 Beiträge)

    09.05.2016 09:00 Uhr
    Und ja ich weiß ...
    solange Nordtangente und Hängebauchlösung immer noch nicht vom Tisch sind, wir sich an dem Abschnittvermutlich auch die nächsten drei Jahrzente endloser Diskussion nichts ändern.
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  •   hubendubel
    (46 Beiträge)

    09.05.2016 08:04 Uhr
    Schlachthof im Länderprogramm 'Stadtumbau West'? Hat sich über Nacht der geographische Norden versetzt? grinsen

    Abgesehen davon liebes Stadtplanungsamt..stellt euch mal vor die Postgalerie mit Blickfeld auf das Universum Kino. Die gesamte Fassadenzeile sieht hier wahnsinnig einladend aus...
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  •   Waterman
    (6525 Beiträge)

    09.05.2016 08:26 Uhr
    Ironie der deutschen Einheit:
    Karlsruhe saniert mit dem Programm "Stadtumbau West" die Oststadt.

    grinsen
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