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Karlsruhe Karlsruhe kämpft gegen Straßen-Sex: KOD will stärker kontrollieren

Immer mehr Prostituierte, der Straßenstrich in Karlsruhe wächst: Anwohner und Kleingärtner ärgern sich über Sex-Müll und Fäkalien. Sie fühlen sich zudem von der "schnelle Nummer" vor ihrer Haustür belästigt. Die Stadt hat bereits erste Konsequenzen gezogen. Und auch der Kommunalen Ordnungsdienst (KOD) will künftig verstärkt auf dem Straßenstrich kontrollieren.

 Die Stadt will die Straßenprostitution in Karlsruhe eindämmen. Der schnelle Sex auf der Straße soll in der gesamten Stadt bis 22 Uhr verboten werden. Außerdem soll der Sperrbezirk ausgeweitet werden, "um unerwünschten Kontakte vor allem von Kindern und Jugendlichen mit der Straßenprostitution zu verhindern".

Die ausufernde Straßenprostitution in Karlsruhe ist ein Phänomen, das seit dem Spätjahr 2013 auch den Kommunalen Ordnungsdienst (KOD) zunehmend fordert. Seit diesem Zeitpunkt "häuften sich die Beschwerden über das Auftreten von Straßenprostituierten und die damit verbundenen negativen Begleiterscheinungen (Müll, Fäkalien, Speisereste, Belästigungen von Passanten etc.) so stark, dass sich daraus für den Kommunalen Ordnungsdienst die vierthäufigste Einsatzart ergeben hat, mit leider ganz eindeutig ansteigender Tendenz", heißt es dazu im aktuellen Sicherheitsbericht des Ordnungs- und Bürgeramtes für das Jahr 2013.

"Kontrollen unterliegen engen rechtlichen Grenzen"

Allerdings unterliege das "mögliche Betätigungsfeld des Kommunalen Ordnungsdienstes bei der Kontrolle der Straßenprostitution sehr engen rechtlichen Grenzen". Es beschränke sich in aller Regel auf die reine Prävention. Bekanntlich sei die Straßenprostitution in Karlsruhe nur innerhalb eines vorgegebenen Sperrbezirks verboten, ansonsten könnten die Prostituierten ihren Standort frei wählen. "Die Beschäftigten des Kommunalen Ordnungsdienstes achten bei ihren Kontrollen in dieser Szene vor allem auf Besonderheiten und Veränderungen und geben den Prostituierten - wenn diese das wollen - auch Auskünfte zu Hilfsangeboten bzw. Beratungsstellen", steht in dem Bericht.

Sie würde der KOD Prostituierte aber auch von Orten wie zum Beispiel in Wohngebieten oder in der Nähe von Spielplätzen verweisen. "Da vermutlich auch in 2014 ein weiterer Anstieg von Straßenprostituierten und den damit verbundenen Kontrolltätigkeiten zu erwarten ist, wird sich das Ordnungs- und Bürgeramt überall dort mit einbringen, wo entsprechende Handlungsstrategien entwickelt werden, um dieser Entwicklung entgegenzuwirken", so die Einschätzung des Ordnungsamtes.

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  •   citron1985
    (43 Beiträge)

    15.05.2014 15:51 Uhr
    Reglemtieren
    bringt doch nichts, dann gibt es die nächsten (Folge)Probleme. Und warum genau soll der "Straßenstrich" nun rausgeekelt werden? Damit Frauen und Freier noch weniger unter der polizeilichen Kontrolle stehen? Prima Idee, also ob es nicht schon schlimm genug ist, seinen Körper zu verkaufen, dann auch noch in der unbewachten letzten Ecke, damit es den spießigen Karlsruhern kein Dorn im Auge ist. Wo ist eigentlich Papi, macht der wieder Überstunden?!?
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  •   alpinium
    (5594 Beiträge)

    14.05.2014 16:44 Uhr
    Die Stadt könnte
    an den betreffenden Stellen Brom-Dämpfe freisetzen, das dämpft den Trieb (Zitat: Die Venusfalle).
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  •   Gehwegparker
    (2887 Beiträge)

    14.05.2014 21:21 Uhr
    Brom...
    ...ist gesundheitsschädigend.

    Da hätte sicher der ein oder andere Malscher was dagegen.
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  •   landei
    (6123 Beiträge)

    14.05.2014 22:43 Uhr
    ich dachte
    mancher hats schon abgekriegt grinsen
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  •   Robert1959
    (1912 Beiträge)

    14.05.2014 16:36 Uhr
    Gesundheitskontrolle wäre angebracht!
    Vielleicht sollte man dies einmal umgekehrt machen und von den Freiern das verlangen!
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  •   Gehwegparker
    (2887 Beiträge)

    14.05.2014 21:25 Uhr
    Das wäre...
    ...Überwachungsstaat...
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  •   todi01
    (1080 Beiträge)

    14.05.2014 16:20 Uhr
    Ganz einfach:
    Sondernutzungsgebühren für den öffentlichen Straßenraum einführen, 100 EUR pro Dame und Kalendertag. Bußgeld für Nichtanmeldung: weitere 100 EUR pro Dame und Kalendertag. Zahlungspflichtig sind die Prostituierte und andere durch ihre Tätigkeit wirtschaftlich begünstigte Personen gemeinsam. Von dem Geld kann man Sicherheits- und Müllräumdienst bezahlen - wenn nicht, wird der Tagessatz entsprechend erhöht.
    Dann immer schön kontrollieren, besonders auch bei den Zuhältern, und schon hat sich die Sache ganz legal erledigt. Von anderen Gewerbetreibenden nimmt die Stadt ja auch Geld für Sondernutzungen, warum privilegiert man Straßenprostitution?
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  •   Gehwegparker
    (2887 Beiträge)

    14.05.2014 21:26 Uhr
    Wär ich dafür...
    Wenn Frauen 100 Euro am Tag für die Straßennutzung zahlen müßten, gäbe es weniger:

    -> Mit 100 Sachen auf die linke Spur-Zieher_innen
    -> Mehr Parkplätze
    -> Weniger Rückstau, wenn jemand in eine seitliche Parklücke einparkt
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  •   InKa
    (812 Beiträge)

    14.05.2014 15:58 Uhr
    Kaffee-Mobil
    ,ich bin dafür!
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  •   hajmo
    (4151 Beiträge)

    14.05.2014 15:26 Uhr
    Zahlen die Damen eigentlich auch ordentlich ihre Steuern?
    Schon Al Capone hat man deswegen dran gekriegt.
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