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Karlsruhe Karlsruhe gegen Rassismus: 99 Ideen gegen Diskriminierung

Die Karlsruher Wochen gegen Rassismus finden vom 13. bis zum 29. März zum dritten mal statt. Die Fülle der unterschiedlichen Veranstaltungen ist bundesweit einzigartig. Das umfangreiche Programm beinhaltet unter anderem Lesungen, Diskussionen, Filme und Konzerte. Dies geht aus der Pressemitteilung der Stadt Karlsruhe hervor.

Derzeit bestimmen weltweit Flüchtlingsschicksale, die Anschläge in Paris und Kopenhagen und der wachsende Rechtspopulismus bei Pegida die Schlagzeilen. Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup erklärt laut Pressemitteilung hierzu: "Spätestens mit der Globalisierung können wir in Europa, in Deutschland, aber auch in Karlsruhe nicht unbeteiligt Beobachtende der weltweiten Fehlentwicklungen sein."

Zu den Schwerpunkten des Karlsruher Festivals unter Federführung des Kulturbüros, an dem sich zahlreiche lokale Initiativen, Vereine und Organisationen beteiligen, zählen, neben dem Dialog der Religionen, die Themen Rechtsextremismus und Rechtspopulismus.

Viele Tage - viele Eindrücke

Die Eröffnungsveranstaltung findet am Montag, 16. März, um 18 Uhr im Bürgersaal des Rathauses am Marktplatz in Karlsruhe statt. Die Eröffnung bildet somit den deutschlandweiten Auftakt der Internationalen Wochen gegen Rassismus. Dem Grußwort von OB Mentrup folgt Jürgen Micksch, geschäftsführender Vorstand der Stiftung für die Internationalen Wochen gegen Rassismus und Vorsitzender des Interkulturellen Rates in Deutschland e.V., mit einem Rückblick auf "20 Jahre Internationale Wochen gegen Rassimus".

Laut Pressemitteilung handelt es sich bei weiteren Referenten um die baden-württembergische Integrationsministerin Bilkay Öney, die deutsch-kroatische Schriftstellerin und Journalistin Jagoda Marinic und der frühere WDR-Indendant und aktuelle Botschafter der Internationalen Wochen gegen Rassismus, Fritz Pleitgen. Eine Anmeldung ist notwendig. So lange Plätze verfügbar sind, können Interessierte ihre Teilnahme unter der E-Mail-Adresse "wochen-gegen-rassismus@kultur.karlsruhe.de" oder per Telefon 0721/133-4046 zusagen.

Am zweiten Tag der Veranstaltung, 17. März, stellt die Friedrich-Ebert-Stiftung die sogenannte "Mitte-Studie" zum Thema Rechtsextremismus vor. Im Anschluss daran, wird gefragt, warum sich menschenfeindliche Einstellungen in der Mitte der Gesellschaft verfestigen. Am 19. März sprechen unter anderen Alexander Salomon, Landtagsabgeordneter der Grünen, und Ellen Esen, Politikwissenschaftlerin.

Am 18. März wird sich dem Miteinander der Konfessionen gewidmet. So lädt die Christlich-Islamische Gesellschaft Karlsruhe zum Gespräch über Rassimus ein. Karlsruher, die Fremdenfeindlichkeit am eigenen Leib erfahren haben, berichten von ihren Erlebnissen und Frauen mit und ohne Kopftuch erhalten Gelegenheit, sich kennenzulernen und auszutauschen.

Am Internationalen Tag zur Überwindung der Rassendiskriminierung, 21. März, spricht der Fotograf Martin Gommel über seine Portraitserie "Willkommen in Deutschland". Des Weiteren zeigt im Rathaus in Karlsruhe eine Ausstellung mit dem Titel "Homestory Deutschland", visuell aufbereitete Biografien schwarzer Männer und Frauen aus drei Jahrhunderten.

Hier können Sie sich eine Übersicht über das Programm verschaffen.

 

 

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  •   landei
    (6123 Beiträge)

    09.03.2015 22:53 Uhr
    99 Ideen gegen Randale
    wären auch gut gewesen.
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  •   DuDoedelDi
    (34 Beiträge)

    09.03.2015 18:14 Uhr
    Gähn
    Das ist die gefühlte 84ste Initiative/Aktion/Veranstaltung gegen Rassismus.
    Und wenn ich mir die Initiatoren so ansehe ... die üblichen Verdächtigen.

    Wie sagt Herr Rupp in einem anderen Thread so schön:: irgendwann ist es auch mal gut. *grins*
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  •   zahlenbeutler
    (1577 Beiträge)

    09.03.2015 16:15 Uhr
    Wohlfühlen
    Ich fühle mich als Karlsruher in Karlsruhe wohl. Habe in 25 Jahren Arbeit, zum Teil weit weg von der Heimat, auch etwas sozusagen von der Welt mitbekommen. Bin froh, daß ich Freunde aus anderen Gegenden Deutschlands, aus anderen Ländern, aus anderen Kulturbereichen haben darf. Ich bezeichne es als Glück für mich, daß ich vieles von ihnen lernen konnte und immer noch erfahre, die mein Leben lebenswerter machen. Noch wohler würde ich mich jedoch allerdings fühlen, wenn es weniger Dumpfbacken geben würde, die nicht in der Lage sind, etwas zu differenzieren oder mal ihr Gehirn einschalten könnten, wenn sie etwas beurteilen, aber vielleicht ist ja da kein Schalter.
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  •   udoboll
    (77 Beiträge)

    09.03.2015 13:10 Uhr
    woch der brüderlichkeit!
    das wäre besser, zur versöhnung der religionen! hier sind wieder intolerante dogmaziker mit schwarz -weißß schema unterwegs. schade!
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  •   Sandhas
    (1286 Beiträge)

    09.03.2015 13:50 Uhr
    Religionen koennen sich
    nicht wirklich versoehnen, denn dazu waere etwas erforderlich was nicht geht:
    Man muesste zugeben, dass man doch nicht im Besitz der Wahrheit ist, und damit wuerde das ganze Geruest zusammenfallen wie ein Kartenhaus.
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  •   yokohama
    (3451 Beiträge)

    09.03.2015 11:28 Uhr
    Wo besteht das Rassismus-Problem in Karlsruhe?
    Wenn ein paar braune Hanseln, die man an drei Händen abzählen kann, im Kommentarbereich eines lokalen Online-Magazins gegen Ausländer hetzen und ein paar Dutzend Nazis aus ganz Süddeutschland zu einem Idiotenaufmarsch rangekarrt werden, sehe ich darin kein gesellschaftliches Problem mit Rassismus.

    Im Gegenteil: Karlsruhe ist ein sehr attraktiver Ort für Zuwanderer aus der ganzen Welt, hier fühlen Ausländer ganz gleich aus welchem Kulturkreis sehr wohl und die Politik setzt sich parteiübergreifend für ihre Belange ein. In 20 Jahren wird die Bevölkerungsmehrheit einen Migrationshintergrund haben. Schon jetzt vertritt die Mehrheit der Bevölkerung liberale, linke, grüne oder allenfalls gemäßigt konservative Positionen. Rechtsradikale haben hier nichts, aber wirklich GAR NICHTS zu melden.

    Solche Veranstaltung haben deswegen sicher einen symbolischen Charakter, sind aber nicht dringend notwendig. Wer Rassismus erleben will, sollte als Ausländer mal in der sächsischen Provinz leben.
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  •   helix-reloaded
    (1444 Beiträge)

    09.03.2015 21:30 Uhr
    Fukushima
    "In 20 Jahren wird die Bevölkerungsmehrheit einen Migrationshintergrund haben."

    Sonst behauptest du doch es sein nicht so viele. Des Weiteren kann man diese Äußerung wieder mal als "Nie wieder Deutschland" deuten.
    Die Maske ist verrutscht...
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  •   yokohama
    (3451 Beiträge)

    09.03.2015 22:43 Uhr
    Wo behaupte ich was?
    Ich behaupte schon immer, dass in Deutschland die Zahl der Zugewanderten weiter steigen wird und auch in der Stadt Karlsruhe der Anteil an Migranten, insbesondere aus EU-Staaten, Osteuropa und Asien, zunehmen wird. Mit dem Ergebnis einer multiethnischen und multikulturellen Gesellschaft. Städte wie Stuttgart, München, Frankfurt oder Mannheim sind "uns" da schon ein paar Jahre voraus.

    An der Entwicklung werden weder Pegida noch die NPD, auch nicht die Afd und schon gar nicht ein paar ausländerfeindliche Parolen in der Kommentarspalte etwas ändern.
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  •   Am_Rhein
    (716 Beiträge)

    09.03.2015 21:25 Uhr
    Wo besteht das wirkliche Problem in KA?
    Gewiss nicht im hier immer so gern zitierten Rassismus. Ich habe bisher nichts gelesen von irgendwelchen Angriffen, Übergriffen oder persönlichen Anfeindungen gegenüber Fremden. Und gerade durch die hohen Asylbewerberzahlen in der LEA und den Außenstellen wäre es ja zu erwarten, dass solche Zwischenfälle reihenweise auftreten würden - wenn es denn diese vielbeschworenen Rassisten hier tatschlich in solcher Zahl gäbe.

    Eines der wirklichen Probleme bei uns ist zum Beispiel die zunehmende Gewaltkriminaltität. Und blickt man auf die Tätergruppen, die da besonders häufig auffallen, dann sollten wir uns mal Gedanken machen, wie wir damit umgehen. Und wir sollten uns Gedanken machen, ob es z.B. Sinn machen würde, mehr Geld für die Sicherheit der Bürger auszugeben - anstatt für Anti-Rassismus-Showveranstaltungen, in denen sich bestimmte Leute medienwirksam präsentieren können.
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  •   motzki
    (771 Beiträge)

    09.03.2015 14:10 Uhr
    in karlsruhe...
    ...fühlen sich in der tat inzwischen alle wohl... bis auf die karlsruher...
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