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Karlsruhe Kampf gegen Diskriminierung: Karlsruher Wochen gegen Rassismus starten

Am Montagabend starten in Karlsruhe offiziell die bundesweiten "Internationalen Wochen gegen Rassismus". Mit 103 Veranstaltungen finden in der Fächerstadt im landesweiten Vergleich die meisten Aktivitäten gegen Rassismus statt - noch vor Berlin. Wie wichtig die Wochen für mehr Toleranz sind, zeige sich angesichts jüngster Entwicklungen wie Pegida-Bewegungen, so die Veranstalter.

"Rassismus ist in Deutschland sichtbarer geworden", sagt am Montag Jürgen Micksch, Geschäftsführer der Stiftung Internationale Wochen gegen Rassismus, im Rahmen eines Pressegesprächs im Karlsruher Rathaus, "es ist eine Realität, der wir uns weiterhin entgegenstellen müssen."

Die Stiftung veranstaltet die Internationalen Wochen gegen Rassismus bundesweit. Erstmals werden sie in einer öffentlichen Veranstaltung eröffnet. Bisher fanden die zentralen deutschlandweiten Eröffnungen fast immer im erlesenen, aber kleinen Rahmen in den Staatskanzleien deutscher Bundesländer statt.

Rassismus ist in Karlsruhe "hochaktuell"

Karlsruhe nimmt in diesem Jahr zum dritten Mal an der bundesweiten Veranstaltung teil und hat das größte Programm aller teilnehmenden Städte auf die Beine gestellt. Rassismus bleibt in der Fächerstadt ein "hochaktuelles Thema", so Oberbürgermeister Mentrup. Die 103 Veranstaltungen sollen in den kommenden Wochen dazu animieren, eigenes Verhalten zu überdenken, Rassismus zu erkennen und zu begegnen. "Wir wollen die Sensibilität für das Thema fördern und Aufklärung leisten", sagt Mentrup.

Jeder habe schon einmal bewusst oder unbewusst rassistisches Verhalten angetroffen - oftmals seien abstrakte Meinungen Ursache für Vorurteile und Nährboden für Rassismus, so das Stadtoberhaupt. Aus diesem Grund laden viele Veranstaltungen zum persönlichen Treffen und Kennenlernen zahlreicher Menschen und Institutionen ein. Die "Wochen gegen Rassismus" soll keine reine Kulturveranstaltung sein, betont Mentrup am Montag. Denn auch in Karlsruhe gibt es Menschen, "die sich auf der Straße versammeln und zu rassistischen Parolen neigen" und spielt damit auf die dienstäglichen Kargida-Demonstrationen an.

Keine "Insel der Glückseligkeit"

Baden-Württemberg ist keine "Insel der Glückseligkeit" betont Integrationsministerin Bilkay Öney. Als ein wirtschaftliches starkes Land, zeige sich Rassismus weniger offensichtlich beispielsweise in Form von Sozialneid, dafür aber in subtileren Ausprägungen beispielsweise bei der Wohnungs- oder Arbeitsplatzsuche. Hier sei Karlsruhe schon einen wichtigen Schritt vorausgegangen: Bei der Stadt ist das anonyme Bewerbungsverfahren inzwischen Standard.

"Es wird nie gelingen, eine völlig diskriminierungsfreie Welt zu schaffen", sagt Ex-DFB-Präsident Theo Zwanziger, ebenfalls Stiftungsmitglied der "Internationalen Wochen gegen Rassismus". Aber jeder könne und müsse etwas zum Kampf gegen Diskriminierung beitragen. "Wir verteilen Aufgaben gerne", so Zwanziger, an Wirtschaft, Politik oder andere. Doch bei Rassismus sei die gesamte Zivilgesellschaft gefragt, gemeinsam gegen diskriminierendes Gedankengut anzugehen.

Die offizielle Eröffnungsveranstaltung der Karlsruher Wochen gegen Rassismus und der Internationalen Wochen gegen Rassismus findet heute um 18 Uhr im Karlsruher Rathaus statt.

Hier gibt es das komplette Programm der Karlsruher Wochen gegen Rassismus (Link führt auf externe Seite)

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  •   OtusScopus
    (1602 Beiträge)

    18.03.2015 06:07 Uhr
    Sie stelen eine Aussage in den Raum...
    von der ich annehme, dass sie nicht ihrer Meinung entspricht. Sie implizieren damit, dass jemand anderes das so geäußert hat. Mich würde also interessieren, wer das gesagt hat, und in welchem Zusammenhang. Eine ganz einfache Frage, die Sie auch einfach beantworten könnten, wenn Sie denn hier ein ehrliches Spiel betreiben würden.

    Mir war aber klar, dass Sie diese Frage nicht beantworten würden, denn Sie wissen genau, dass derjenige, dem dieses Zitat unterstellt wird, dass nie gesagt hat und bereit ist, sich gegen diese Unterstellung auch mit juristischen Mitteln zu wehren.

    Um es in Ihren Worten zu sagen: ziemlich entlarvend.
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  •   OtusScopus
    (1602 Beiträge)

    18.03.2015 20:35 Uhr
    In erster Linie...
    ist die Aussage blödsinnig, da Deutschland ein Land ist, das nicht einfach vor sich hin verschwindet. Von Rassismus kann hier deshalb auch nicht die Rede sein, denn in diesem Land leben glücklicherweise viele Menschen, die aus verschidenen Kulturkreisen und Religionen kommen. Somit eignet sich der Begriff "Deutscher" nicht für die Anwendung irgendeines (an sich perversen) Rassebegriffs.

    Ob diejenigen, die dieses angebliche Zitat lanciert haben und es im Internet unter dem Schutz der Anonymität anderen Menschen zuschreiben, in all ihrer nationalistischen Ignoranz und Deutschtümelei von einem tief liegenden "Deutschenhass" getrieben werden, kann ich ihnen nicht sagen. Ist eine interessante Theorie zwinkern

    Von welchen "Geschehnissen" sprechen Sie eigentlich.
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  •   Rechtsausleger
    (1434 Beiträge)

    18.03.2015 08:40 Uhr
    Das Zitat war früher nachzulesen
    bei der Sonntagsausgabe der FAZ, ist aber inzwischen nicht mehr auffindbar. Da scheint jemand ein paar dunkle Flecken von seiner Weste entfernen zu wollen.
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  •   OtusScopus
    (1602 Beiträge)

    18.03.2015 20:39 Uhr
    Ein frei erfundenes "Zitat"...
    ...ist kein dunkler Fleck auf irgendeiner Weste außer auf der von denjenigen, die es erfunden und einem anderen Menschen in den Mund gelegt haben. Wobei: die Westen derer, die dann weiterhin darauf herumreiten sind auch nicht so sauber.
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  •   OtusScopus
    (1602 Beiträge)

    17.03.2015 21:08 Uhr
    Wer
    soll das denn gesagt haben ?
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  •   Rechtsausleger
    (1434 Beiträge)

    17.03.2015 19:03 Uhr
    Das ist, wie viele andere Äußerungen grüner Politiker auch,
    purer Rassismus. Im Grunde sollten Politiker, die so etwas sagen, die Möglichkeit von öffentlichen Ämtern verwehrt werden. Das verstößt gegen jeden Amtseid.
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  •   yokohama
    (3451 Beiträge)

    17.03.2015 17:50 Uhr
    Zum Glück
    werden bei uns weniger die Ausländer und Migranten diskriminiert, sondern viel mehr die armen Rassisten.

    Die müssen sich anonym ins Kommentarspaltengetto zurückziehen und unter Polizeischutz aufmarschieren, weil man ja gar nicht mehr öffentlich hetzen darf, ohne gleich als Nazi abgestempelt zu werden. Es ist in Karlsruhe echt nicht schön Rassist zu sein. Nach Sachsen auswandern?
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  •   zico
    (1471 Beiträge)

    18.03.2015 09:58 Uhr
    was ist ein getto?
    Lern erst Mal Deutsch!
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  •   OtusScopus
    (1602 Beiträge)

    17.03.2015 20:42 Uhr
    Die armen Sachsen...
    haben der Sorte doch schon mehr als genug. Vielleicht wanderen sie am besten gleich alle zusammen zu Papa Putin aus, den finden sie doch alle toll. Frei nach dem Motto: "Geh doch nacht Moskau" zwinkern
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  •  hat kein leider Bild
    unbekannt
    (940 Beiträge)

    17.03.2015 21:26 Uhr
    Moskau
    Auswandern nach Rußland ist garnicht so einfach. Sogar Touristen brauchen eine "Einladung", um ein Visum zu bekommen. Das kostet richtig Rubel. Manche wünschen sich sowas ja auch für Deutschland.
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