52  

Karlsruhe Kampf den Gehweg-Parkern: Stadt Karlsruhe kündigt stärkere Kontrollen an

Karlsruhe sagt den Gehweg-Parkern den Kampf an: Wie das Karlsruher Ordnungs- und Bürgeramt (OA) in einer Pressemeldung mitteilt, überwacht es in den nächsten Wochen im gesamten Stadtgebiet verstärkt das verbotene Parken auf Geh- und Radwegen. Damit reagiert die Stadt auf zahlreiche Beschwerden von Karlsruher Bürgern.

Parken auf dem Gehweg, mit zwei Rädern oder sogar mit allen vieren: In Karlsruhe ist das keine Seltenheit. Ein Blog registriert in der Fächerstadt sogar solche "Gehweg-Parker". Bereits am Donnerstag thematisierte ka-news das Gehweg-Parken in Karlsruhe. In dem Bericht hieß es, dass das OA noch in dieser Woche verschärfte Kontrollen ankündigen wolle.

OA: Parken auf Gehwegen eine gefährliche Behinderung

Nun die Bestätigung von Amtsleiter Björn Weiße in einer Pressemitteilung: "Weil Gehwege immer wieder zum Parken von Fahrzeugen genutzt werden, haben wir viele Beschwerden von Fußgängerinnen und Fußgängern erhalten", sehe er die Notwendigkeit, die Kontrollen auf Gehwegen zu intensivieren.

"Das Parken auf Gehwegen stellt eine gefährliche Behinderung für Passanten dar. Gerade Mütter mit Kinderwagen, ältere Personen mit Gehhilfen oder Kinder müssen aufgrund von Falschparkerinnen und Falschparkern die Straße statt des Gehwegs benutzen und begeben sich dadurch in Gefahr", verweist Weiße auf das häufig festzustellende "rücksichtslose und undisdisziplinierte Verhalten" einiger Autofahrer.

OA rät zu längerem Weg zum Auto

Gleiches gelte für das Zuparken von Radwegen. Weiße in der Pressemeldung weiter: "Karlsruhe hat das Ziel, Fahrradstadt Nummer eins in Süddeutschland zu werden. Dazu ist es unerlässlich, Radwege von Fahrzeugen freizuhalten." Mit der Schwerpunktaktion, bei der auch die Schulwege, Bushaltestellen und Fußgängerüberwege einbezogen werden sollen, will das Ordnungsamt auch an die Verkehrsregeln erinnern.

Nach diesen ist zum Parken der rechte Fahrbahnrand oder ein entlang der Fahrbahn angelegter Seiten- oder Parkstreifen zu benutzen, auch wenn das Parken nur von kurzer Dauer sei, so das OA. Neben einem Verwarnungsgeld müsse auch mit dem Abschleppen des Fahrzeuges gerechnet werden, wenn auf dem Geh- oder Radweg eine Restbreite von weniger als einem Meter verbleibt und dadurch etwa Rollstuhlfahrern die Benutzung des Gehweges nicht mehr möglich ist. Das Ordnungsamt rät daher Autofahrern, Parkierungsanlagen zu nutzen oder unter Umständen einen etwas längeren Weg zum Auto zu wählen.

In einer nicht repräsentativen Umfrage von ka-news sprachen sich am Donnerstag über 54 Prozent aller Teilnehmer für stärkere Kontrollen aus. 45,04 Prozent stimmten dagegen, da die Parksituation in Karlsruhe sowieso problematisch sei.

Mehr zum Thema:

Gehweg-Parker in Karlsruhe: Wird bald stärker kontrolliert?

Umfrageergebnis: Gehweg-Parken ist eine Zumutung!

Parken auf dem Gehweg: Rücksichtslos und ärgerlich

Haben Sie einen Fehler entdeckt?
Unsere Sonderthemen
Das wird gerade bei ka-news heiß diskutiert
Die besten Themen
Kommentare (52)
Hinweis: Kommentare geben nicht die Meinung von ka-news wieder.
Der Kommentarbereich wird 7 Tage nach Publikationsdatum geschlossen.
Bitte beachten Sie die Kommentarregeln und unsere Netiquette!
  •   Laetschebachschorsch
    (3151 Beiträge)

    08.03.2013 20:09 Uhr
    und
    gerade diese sind doch auch oft genug die, die sich ihr eigenes Recht zusammenbauen und keine Rücksicht kennen.
    Bewerten:  Lädt... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet melden antworten
  •   joka
    (9833 Beiträge)

    08.03.2013 17:35 Uhr
    Sionst keine Sorgen, Herr Weise?
    "Das Überfallen werden auf Gehwegen stellt täglich eine gefährliche Behinderung für Passanten dar. Jüngere und ältere Personen mit Gehhilfen können aufgrund von Verbrecherinnen und Verbrechern nicht mehr den Gehwegs benutzen oder begeben sich darauf Gefahr", verweist Weiße auf das häufig festzustellende "rücksichtslose und undisdisziplinierte Verhalten" einiger Mitmenschen.

    Von rücksichtslosen und undisdisziplinierten Radfahrern fang ich erst gar nicht an...
    Bewerten:  Lädt... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet melden antworten
  •   mueck
    (10901 Beiträge)

    08.03.2013 19:53 Uhr
    !
    Für die Radfahrer ist nicht seine "Polizei" zuständig, sondern die richtige Polizei ...
    Bewerten:  Lädt... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet melden antworten
  •   joka
    (9833 Beiträge)

    08.03.2013 19:56 Uhr
    Das weiß ich auch...
    Klugscheißer zwinkern es geht darum die Mißstände aufzuzeigen und zu beseitigen, wer letztendlich für Ordnung sorgt ist mir relativ wurscht.
    Bewerten:  Lädt... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet melden antworten
  • unbekannt
    (450 Beiträge)

    08.03.2013 17:03 Uhr
    Alle meckern,
    dass sie kein Geld haben und alles teuer wird. Aber sie haben nicht nur ein Auto, sondern mehrere ...
    Und die müssen irgendwo abgestellt werden. Ich fände es auch sinnvoller, wenn viel mehr Häuser Tiefgaragen hätten. Da hat jeder seinen festgelegten Parkplatz und es muss auch keine Randale von außenspiegelabtretenden oder scheibenzerkratzenden Jugendlichen befürchtet werden.
    Bewerten:  Lädt... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet melden antworten
  •   timo
    (3093 Beiträge)

    08.03.2013 16:20 Uhr
    Das wird lustig...
    Hier sind ca. 95% der Parkmöglichkeiten keine markierten Parkstände sondern eben Gehwege - bisher ja geduldet als Parkmöglichkeit mit je 2 Rädern auf Gehweg und Straße.

    Verstehe ich das jetzt also richtig, dass somit 95% falsch parken und demnächst abgeschleppt werden?
    Bewerten:  Lädt... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet melden antworten
  •   runsiter
    (11986 Beiträge)

    08.03.2013 16:43 Uhr
    Das wird
    vor allem lukrativ.

    Und ganz ehrlich, so ganz kann ich mir die Häme nicht verkneifen.

    Die dummen Gesichter der "Zuerst-schuf-Gott-mein-Auto- und-dann -die-Welt-außen-rum" Parker darf man sich nicht entgehen lassen.
    Bewerten:  Lädt... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet melden antworten
  •   andip
    (9797 Beiträge)

    08.03.2013 15:19 Uhr
    Und was
    passiert,wenn alle korrekt mit allen Rädern auf der Strasse stehen und diese dann weniger als 3 Meter Restbreite hat?
    Wird man dann auch abgeschleppt oder darf dann gar nicht mehr da parken?
    Und auch wenn noch 3 Meter vorhanden sind,zwei sich begegnende Fahrzeuge kommen dann trotzdem nicht mehr aneinander vorbei.
    Bewerten:  Lädt... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet melden antworten
  •   Makamabesi
    (3025 Beiträge)

    09.03.2013 10:34 Uhr
    Dann
    stehen die sowieso im Halteverbot (lt.StVO).
    §12 Halten und Parken
    Das Halten ist unzulässig
    an engen und an unübersichtlichen Straßenstellen,
    im Bereich von scharfen Kurven,
    auf Einfädelungsstreifen und auf Ausfädelungsstreifen,
    auf Bahnübergängen,
    vor und in amtlich gekennzeichneten Feuerwehrzufahrten.

    "Eng" ist eine Straßenstelle dann, wenn die Durchfahrtsbreite weniger als 3,1 Meter (2,55 Meter Fahrzeugbreite plus 0,55 Meter Seitenabstand) beträgt.
    Bewerten:  Lädt... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet melden antworten
  •   tok
    (7205 Beiträge)

    08.03.2013 16:30 Uhr
    dann wird
    ein Parkverbot eingerichtet werden. Was denn sonst? So ist es doch bereits in der Hardtwaldsiedlung geschehen.
    Bewerten:  Lädt... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet melden antworten

Seite : 1 2 3 4 5 6 (6 Seiten)

Dieser Artikel kann nicht mehr kommentiert werden.