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KVV führt große Fahrgastbefragung durch: Gelder sollen besser aufgeteilt und Qualität im ÖPNV verbessert werden

Der Karlsruher Verkehrsverbund (KVV) führt ab Mitte August eine große Fahrgastbefragung in Bussen und Bahnen durch. Rund 100 Interviewer sind hierfür bis Mitte nächsten Jahres im gesamten Verbundgebiet unterwegs. Sie befragen rund 420.000 Fahrgäste zu ihrem Reiseweg, dem genutzten Fahrschein und dem Grund ihrer Fahrt.

Der Karlsruher Verkehrsverbund umfasst insgesamt 20 verschiedene Verkehrsunternehmen. Ein großer Vorteil für die Fahrgäste, denn: Die Fahrscheine sind unabhängig vom fahrenden Verkehrsunternehmen und unabhängig vom Verkaufspunkt gültig.

Vergangene Umfrage schon zehn Jahre her

Schwierig wird es allerdings, die Erlöse auf die einzelnen Verkehrsunternehmen aufzuteilen. Um die richtigen Anteile ermitteln zu können, müssen regelmäßig Fahrgastbefragungen durchgeführt werden. "Die letzte große Fahrgastdaten-Erhebung dieser Art gab es vor zehn Jahren", so der KVV. In Zukunft sollen diese Befragungen in einen Rhythmus von vier Jahren stattfinden.

KVV
Der Karlsruher Verkehrsverbund: Ein Zusammenschluss von 20 verschiedenen Verkehrsunternehmen. | Bild: Eric Dewald

"Die Daten, die wir dabei gewinnen, sind eine wichtige empirische Basis für ein neues Einnahme-Aufteilungs-System zwischen den einzelnen Verkehrsunternehmen unter dem Dach des KVV", sagt Olaf Strotkötter, der beim KVV für die Verkehrsplanung und das Qualitätsmanagement zuständig ist. Die Daten sollen auch dazu beitragen, das Nahverkehrsangebot zu verbessern und stärker an den Bedürfnissen der Kunden auszurichten.

Zusätzlich führt der KVV regelmäßig Telefoninterviews mit Fahrgästen zur Kundenzufriedenheit durch. Bei diesen repräsentativen Umfragen werden die Teilnehmer beispielsweise zu den Themen Sauberkeit, Pünktlichkeit, Fahrgastservice oder -information befragt. Die Teilnahme an der Befragung ist freiwillig und anonym, das heißt, es werden keine persönlichen Daten erhoben.

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  •   Merion
    (6 Beiträge)

    15.08.2019 18:59 Uhr
    Wäre prinzipiell vielleicht nicht schlecht,
    auch die Leute zu fragen, die momentan kein oder kaum ÖPNV nutzen. Das Problem sind ja nicht nur die Kosten, sondern dass man nur mit nicht zu rechtfertigendem Zeitaufwand von A nach B kommt.
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  •   lynx1984
    (3229 Beiträge)

    16.08.2019 07:12 Uhr
    exakt
    Oder wahlweise auch mal gar nicht, extrem unzuverlässig, oder auch einfach unverhältnismäßig langsam 1:15h im ÖPNV vs. 20-25 Minuten im PKW sind keine Seltenheit. Wenn man dann noch zu einer anderen Ortschaft zurück muss (Pflege Eltern, Kita, usw.) zu fixen Uhrzeiten und von dort nach Hause hört es mit dem ÖPNV komplett auf. Das kann der ÖPNV auch nicht leisten.
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  •   dipfele
    (5616 Beiträge)

    17.08.2019 03:22 Uhr
    Es muss aberdie Frage gestellt werden...
    …. warum die Verhältnisse so sind ! Eine der Antworten wäre, dass viel zu wenig in den Öffi in der Vergangenheit investiert wurde, und wenn, dann in nutzlose Prestigeprojekte wie die Ustrab. Für 1,3 Mrd hätte der Oberflächenöffi nicht nur in KA sondern im ganzen Land, incl. DB Strecken erheblich beschleunigt werden können. Zusätzlich fehlt es an der Feinverteilung mit Shuttlebussen.
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  •   zahlenbeutler
    (1373 Beiträge)

    15.08.2019 18:10 Uhr
    365-Euro-Jahresticket
    z. B. in Radolfzell, zugegebenermaßen eine Kleinstadt, funktioniert das seit 2 Jahren hervorragend, da nehmen jeden Monat im Schnitt 12.000 Leute mehr den ÖPNV als vorher , entweder 365-Euro-Jahreskarte oder 1-Euro-Einzelfahrschein, kann man ja preislich wegen der größeren Entfernung in einer Großstadt wie Karlsruhe nach oben diskutieren, aber würde ein guter Weg sein, auf der aus vielfältigen Gründen sich als Fehler erwiesenen Planung der autogerechten Stadt
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  •   dipfele
    (5616 Beiträge)

    17.08.2019 03:16 Uhr
    Aber leider verhaften die VBK....
    … immer noch dem alten BWL Modell der ständigen Fahrpreiserhöhungen. Einer OR Anfrage in Durlach vom Mai d.J. zufolge, verweigern sich die VBK geradezu durch Tarifsenkung oder andere Wabenaufteilung mehr Leute in Bahn + Bus zu bekommen.
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  •   DangerMouse
    (228 Beiträge)

    15.08.2019 10:48 Uhr
    Wie grün ist der ÖPNV?
    In der aktuellen Situation ist die CO2 Emission im ÖPNV etwa bei 80g pro Personenkilometer. Im (fossilen) motorisierten Individualverkehr ist die CO2 Emission im Durchschnitt bei 120g pro Personenkilometer, wobei moderne Verbrenner, speziell Gasmotoren mit höherem Wirkungsgrad, auch schon unter die 80g pro Personenkilometer herankommen. Für meine Klimabilanz gibt es andere Bereiche, wo ich mehr CO2 vermeiden kann und dort sollte jeder zuerst investieren.

    Perspektivisch muss man aber in Zeiten der E-Mobilität nicht auf den CO2 Verbrauch schauen, sondern auf den Energieverbrauch. Der liegt im ÖPNV bei etwa 10-12 kWh pro 100 Personenkilometer. Aktuelle E Fahrzeuge im SUV Beriech kommen auf zwischen 15-20 kWh, die Golfklasse auf etwa 12-14 kWh und Leichtfahrzeuge auf um 8 kWh pro 100 Personenkilometer. Die E-Mobilität befindet sich aber noch immer in den Anfängen und da ist noch viel Luft nach unten.

    Man darf also den ÖPNV nicht überschätzen, wenn es um die Energie und Klimawende geht.
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  •   mueck
    (11081 Beiträge)

    15.08.2019 15:58 Uhr
    !
    Die Luft nach unten gibt's nicht.
    Mini-E-Autos, die fast nix verbrauchten, weil klein und leicht, standen ja schon am Anfang der Entwicklung der E-Autos, während sich heute alle bemühen, E-SUVs zu designen, wat'n Irrsinn ...

    Man sollte auch auf alle Ressourcen schauen. Eine Tram schafft 100 Leute weg und wenn die am Ziel sind, fahren die nächsten 100 mit, den ganzen Tag über ist die Tram im Einsatz, da kommen sicher Tausende zusammen, spart also im besten Falle so viele Autos ein, die ansonsten den lieben langen Tag rumstehen und dabei Platz verbrauchen, den man anderweitig besser nutzen könnte.
    Und eine Tram nutzt den Strom ohne Akkus dazwischen, weitere Ressourcen geschont etc.
    Dito E-Züge, nicht ganz so gut: Wasserstoffzüge in spe etc. So schaufelt man große Mengen weg. Auf dem Land, wo man mit kleinen Bussen für wenig Leute fahren muss, mag das anders aussehen. Es gibt Leute, die mit einem ganz kleinen E-Auto deutlich günstiger als ÖV fahren bzgl Co2 etc, aber will das schon so...
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  •   RainerBu
    (819 Beiträge)

    15.08.2019 16:46 Uhr
    geht auch anders
    zum Beispiel mal nach Jetcar im Netz schaun.Zweisitzer , man sitzt hintereinander, als Diesel oder E-Auto.
    48 000 Euro als E-Auto ist natürlich irre.
    Klar da müsste jemand viel Geld, viel Förderung reinstecken. Wenns angenommen wird und die Herstellung wie bei Massenherstellern laufen würde, sollten da aber vernünftige Preise rauskommen.
    Solange aber noch so viel Öl da ist, ist der Druck wohl noch zu gering was zu ändern.
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  •   mueck
    (11081 Beiträge)

    15.08.2019 16:02 Uhr
    ...
    Nicht zu vergessen: Hat einer ein E-Auto, was deutlich günstiger bzgl. Umwelt fährt ls der ÖV und steigt deswegen "guten Gewissens" vom ÖV auf E-Auto umsteigt, dann fährt sein Platz aber leer rum, so dass die Gesamtbilanz trotzdem schlechter ausfällt. Die Rechnung geht nur dann auf, wenn's so viele tun, dass der ÖV einen Umlauf von was auch immer einspart. Wenn das Angebot so aber schlechter wird, steigen evtl. auch Leute um, die dann Benziner/Diesel fahren ...

    Kurzum: Wie man's macht, ist's verkehrt ... zwinkern
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  •   DangerMouse
    (228 Beiträge)

    16.08.2019 13:35 Uhr
    ....
    Hi,

    wenn man ÖV mit Individualverkehr vergleicht, dann muss man beachten, dass momentan ein wesentlich höheres Versorgungsniveau beim Individualverkehr vorliegt. Im ÖV gibt es ja jetzt schon lediglich eine Auslastung von nur etwas über 20%. Wenn der ÖV auch nachts und an Feiertagen überall, durchgängig mit hoher Taktung und daher mit noch geringerer Auslastung fahren soll, redet man über einen ganz anderen Resourcenverbrauch. Bei Bussen wird man nicht um Akkus oder H2 herum kommen und bei Bahnen ist ein Schienennetz zu errichten und zu warten.

    Ich finde das japanische Modell gut, wo es eine eigene Kategorie von Kleinwagen gibt, mit denen man bestimmte Bereiche z.B. Wohngebiete befahren darf.

    PS: Meinen ursprünglichen Beitrag wollte ich eigentlich woanders posten, aber die ständige SUV Werbung auf KA-News hat mich wieder so aufgeregt, dass ich das falsche Browserfenster erwischt habe..
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