56  

Karlsruhe Jusos Karlsruhe zur Moschee-Diskussion: Wellenreuther ist ein Lügner

In einer Presseinformation kritisieren die Jusos Karlsruhe das Verhalten Ingo Wellenreuthers und der CDU scharf. Wellenreuther hätte in seiner Pressemitteilung zur geplanten Ditib Moschee in Karlsruhe Informationen aus Gemeinderat und Baugesetz gezielt zurück gehalten, um Stimmung zu schüren. Michael Brauner und Hasan Sari, Vorstandsmitglieder der Jusos, fordern jetzt Klarstellung.

Der Verlust von Einnahmen durch fehlendes Gewerbegebiet, ohne die Effekte auf Tagestourismus und Einzelhandel durch die Freitagsgebete zu bedenken, sei bei Weitem das noch ernsthafteste Argument in dieser Debatte, kritisiert Brauner. Die unterschwellige Verbindung zum Terror in Frankreich von Herrn Wellenreuther sei Populismus, der klar auf den kommenden Bundestagswahlkampf und nicht auf die Sache abziele. "Man sollte klarstellen, dass schon vor Beginn des konkreteren Prozesses 2013 die Zusammenarbeit zwischen Fraktionen und Verwaltung mit Ditib vereinbart wurde, sowie eine breite Bürgerbeteiligung im Rahmen eines möglichen Bebauungsplanes", erklärt der Juso-Vorsitzende weiter.

In diesem Prozess, der schon 2013 mit Grundstückssuche seitens Ditib begonnen habe, seien Ältestenrat sowie Gemeinderat über alle Überlegungen von Ditib selbst und OB Mentrup informiert worden - ebenso wie konkretere Überlegungen bei einem Grundstück. Danach hätte sich die Mehrheit der Gemeinderatsfraktionen gegen eine weitere Behandlung des Themas zum jetzigen Zeitpunkt entschieden, da eine Debatte über die Verbindungen zwischen Ditib und türkischem Staat in der Öffentlichkeit zunächst Vorrang habe.

"Dialog auf Augenhöhe" soll Integration fördern

"Dialog statt Spaltung" fordert auch das Juso-Vorstandsmitglied Sari: "Die aktuellen Gebetsräumlichkeiten der Ditib-Zentralmoschee reichen bei weitem nicht aus, um die zunehmende Anzahl an Mitgliedern und Gläubigen unterzubringen – speziell an religiösen Feiertagen herrscht akuter Platzmangel". Seit mittlerweile zehn Jahren sei die örtliche Türkisch-Islamische Gemeinde auf der Suche nach einem neuen Ort für eine Moschee, welche im Gegensatz zur aktuellen Hinterhofmoschee in der Käppelestraße eine würdige Atmosphäre für das Ausleben der Religion sicherstellt.

Auch die propagierte Gefahr von Hasspredigern sei unbegründet: "Ditib ist seit jeher erfolgreich aktiv und transparent in der Extremismusprävention: Die Freitagspredigten sind jederzeit online auf deren Website verfügbar. Wer hier von Hasspredigern spricht unterschätzt nicht nur die reale Gefahr von extremistischen Strömungen, sondern stellt somit selbst moderate Muslime als Extremisten dar", so Sari weiter.

Der Stadt Karlsruhe würde sich hierbei, gerade in der aktuell angespannten politischen Lage, eine einmalige Gelegenheit bieten: "Durch einen Dialog auf Augenhöhe unter Beteiligung der Bürgerschaft kann man die türkische Einflussnahme auf die Gemeinde verringern, wie das Ditib auch selbst auf Bundesebene anstrebt, und gleichzeitig die Integration innerhalb unserer Stadt fördern", schlägt Sari vor.

Mehr zum Thema
Islam in Karlsruhe | ka-news.de: Kopftuch, Koran, Glaube, Irrtümer und Vorurteile: Im ka-news-Dossier "Islam in Karlsruhe" haben wir zahlreiche Artikel über den Islam und Muslime in Karlsruhe sowie einen geplanten Moschee-Bau zusammengefasst.
Haben Sie einen Fehler entdeckt?
Links
Rechts
Das könnte Sie auch interessieren
Das wird gerade bei ka-news heiß diskutiert
Die besten Themen
Kommentare (56)
Hinweis: Kommentare geben nicht die Meinung von ka-news wieder.
Der Kommentarbereich wird 7 Tage nach Publikationsdatum geschlossen.
Bitte beachten Sie die Kommentarregeln und unsere Netiquette!
  •   Daxlander
    (742 Beiträge)

    18.08.2016 07:56 Uhr
    Der isch soooo gut
    Dut ma loid abba des muss a noch raus

    Wolle man roi lasse. Tara Tara Tara Humba Humba Tätarä

    "Durch einen Dialog auf Augenhöhe unter Beteiligung der Bürgerschaft kann man die türkische Einflussnahme auf die Gemeinde verringern, wie das Ditib auch selbst auf Bundesebene anstrebt, und gleichzeitig die Integration innerhalb unserer Stadt fördern", schlägt Sari vor.

    Noi un des von de Jusos. Was isch aus eich gwore. Frieher habt a a scho imma teoretisiert abba danoch hat ma beim Bier oder beim billige Rote doch noch realistischere oischätzunge ghört wie ä stund früher im plenum.
    Bewerten:  Lädt... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet melden antworten
  •   Rundbau-Gespenst
    (11985 Beiträge)

    18.08.2016 10:25 Uhr
    die Kneipen der Linken sind nicht nur zum Trinken
    sie dienen der Desolation...
    Bewerten:  Lädt... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet melden antworten
  •   Nacional
    (541 Beiträge)

    18.08.2016 10:28 Uhr
    der Bodyguard
    vom Ingo, hahaha zwinkern
    Bewerten:  Lädt... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet melden antworten
  •   Laetschebachschorsch
    (3168 Beiträge)

    18.08.2016 07:56 Uhr
    Populismus!
    Laut Wikipedia: ..."Populismus betont den Gegensatz zwischen dem „Volk“ und der „Elite“ und nimmt dabei in Anspruch, auf der Seite des „einfachen Volkes“ zu stehen. " Wäre das nicht die Aufgabe aller Mitglieder im Gemeinderat, den einfachen Bürger zu unterrichten? Was nützt das Informieren des Ältestenrates und des Gemeinderates, wenn dort doch nur die eigenen Parteianhänger zum Nicken und nicht zum Hinterfragen und zum Einbinden der Bürger sitzen? Woher kommt wohl die herrschende Politikverdrossenheit? Und in der Verbreitung von Teilinformationen, die oft das Wichtigste verschweigen, ist ja unsere Stadtverwaltung spitze. Dies ist doch auch ein Grund für die steigende Verschuldung der Stadt. Aber das macht ja auch nichts: der dumm gehaltene Bürger muss ja zahlen.
    Bewerten:  Lädt... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet melden antworten
  •   Laetschebachschorsch
    (3168 Beiträge)

    18.08.2016 07:58 Uhr
    Nanu?
    Warum ist der jetzt zweimal da? So wichtig?
    Bewerten:  Lädt... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet melden antworten
  •   Laetschebachschorsch
    (3168 Beiträge)

    18.08.2016 07:53 Uhr
    Populismus!
    Laut Wikipedia: ..."Populismus betont den Gegensatz zwischen dem „Volk“ und der „Elite“ und nimmt dabei in Anspruch, auf der Seite des „einfachen Volkes“ zu stehen. " Wäre das nicht die Aufgabe aller Mitglieder im Gemeinderat, den einfachen Bürger zu unterrichten? Was nützt das Informieren des Ältestenrates und des Gemeinderates, wenn dort doch nur die eigenen Parteianhänger zum Nicken und nicht zum Hinterfragen und zum Einbinden der Bürger sitzen? Woher kommt wohl die herrschende Politikverdrossenheit? Und in der Verbreitung von Teilinformationen, die oft das Wichtigste verschweigen, ist ja unsere Stadtverwaltung spitze. Dies ist doch auch ein Grund für die streigende Verschuldung der Stadt. Aber das macht ja auch nichts: der dumm gehaltene Bürger muss ja zahlen.
    Bewerten:  Lädt... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet melden antworten
  •   Daxlander
    (742 Beiträge)

    18.08.2016 07:46 Uhr
    Beteiligung der Bürgerschaft ?
    "Durch einen Dialog auf Augenhöhe unter Beteiligung der Bürgerschaft kann man die türkische Einflussnahme auf die Gemeinde verringern ...

    Ich gehe davon aus, dass die Jusos damit keinen Bürgerentscheid sondern mehr ein Sammeln von Vorschlägen bezüglich der Gestaltung der Fahrradständer meinen.

    Vielleicht sollten die Jusos einige ihrer inhaftierten und gefolterten Genossen iin der vom Ditib Chef Erdogan beherrschten Türkei fragen, was von einem Dialog auf Augenhöhe mit AKP Behörden zu halten ist. Bei kontroversen Meinungen verändert sich die gemeinsame Augenhöhe nach kurzer Zeit oft um mehr als einen Meter.
    Bewerten:  Lädt... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet melden antworten
  •   Freie_Karlsruherin
    (1 Beiträge)

    18.08.2016 06:57 Uhr
    Grosse Moschee am Mühlburger Bahnhof
    Ich wohne in Mühlburg und möchte keine Moschee mit 3 Minaretten in meiner Nähe haben. Der Mühlburger Bahnhof liegt direkt an der Südtangente und ist leicht von ausserhalb über die Autobahn und Bahn zu erreichen. Da es eine grosse Moschee werden soll, entsteht hier ein überregionales Islamzentrum mit entsprechendem Puplikumsverkehr.
    Bewerten:  Lädt... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet melden antworten
  •   EmilyHobhouse
    (1431 Beiträge)

    18.08.2016 06:55 Uhr
    Rechts überholen
    Wie so mancher andere CDU/CSU Politiker versucht Wellenreuther Pegida und AfD rchts(populistisch) zu überholen. Mehr steckt nicht dahinter.
    Bewerten:  Lädt... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet melden antworten
  •   ALFPFIN
    (7333 Beiträge)

    18.08.2016 07:09 Uhr
    Wellenreuther
    muss noch wenigstens für eine Legislaturperiode gewählt werden, um sich seine "Renten" Abgeordnetenbezüge zu verdienen.
    Nächstes Jahr sind Wahlen. Für den Karlsruher OB Sessel kann er sich wohl erst wieder im nächsten Leben bewerben. grinsen
    Bewerten:  Lädt... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet melden antworten

Seite : 1 2 3 4 5 6 (6 Seiten)

Dieser Artikel kann nicht mehr kommentiert werden.