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Karlsruhe Initiative gegen "Kargida": "In Karlsruhe ist kein Platz für Hetze"

Seit Ende Dezember des vergangenen Jahres hat auch die Fächerstadt einen "Pegida-Ableger": "Patriotische Karlsruher gegen die Islamisierung des Abendlandes", kurz "Kargida" nennt sich das Bündnis. Prompt gründete sich eine Gegeninitiative - Mitgründerin ist die Politkwissenschaftlerin und Expertin für Rechtsextremismus Ellen Esen. ka-news hat mit ihr über "Kargida", die Anhänger und die Ereignisse in Frankreich gesprochen.

Frau Esen, seit Dezember existiert "Kargida". Diese wollen nach Muster der Pegida-Demos in Dresden Kundgebungen abhalten. Auch in vielen anderen Städten formieren sich momentan Ableger der Pegida-Demonstrationen. Hat Sie die "Kargida"-Gründung überrascht?

Nein, überrascht hat mich das nicht. Vorbehalte gegen Menschen, die Moslems oder jüdischen Glaubens sind, reichen bis weit in die sogenannte Mitte der Gesellschaft. Man gibt sich in der Mehrheitsgesellschaft gerne weltoffen und liberal, sagt dann jedoch viel zu oft: "Ja, aber!" Das wissen auch die Akteure vom braunen Rand unserer Gesellschaft und springen letztendlich auf den Zug solcher Ressentiments auf. Sie nutzen Stimmungen, um noch viel radikalere Thesen transportieren zu können.

Gleichzeitig wehren sich"Pegida"- wie auch "Kargida"-Unterstützer gegen den Vorwurf, rassistisch und ausländerfeindlich zu sein oder Hetze zu betreiben.

Menschen, die sich "Pegida Karlsruhe" oder "Kargida"- es gibt mittlerweile diese zwei Gruppen-, angeschlossen haben, sollten wir nicht pauschal als rechtsextrem abstempeln. Wir sollten sie aber bitten, ganz genau hinzuschauen, mit wem sie sich verbrüdern und ob sie tatsächlich Hand in Hand gehen möchten mit Neonazis. Das bezweifele ich.

Inzwischen zählt die Kargida-Gruppe auf Facebook über 1.900 Anhänger. Wie erklären Sie sich diesen Zulauf?

Solche virtuellen Zustimmungen und die "Likes" auf Facebook und in anderen sozialen Netzwerken sind höchstens ein Stimmungsbild, das aber nur sehr ungenau abbildet, welche Zustimmung "Kargida" von Karlsruhern und Karlsruherinnen tatsächlich erhält. Ich würde schätzen, dass weniger als ein Drittel der Kargida-Anhänger etwas mit der Region, der Stadt und dem Landkreis zu tun hat.

Sie haben zusammen mit Jörg Rupp, dem Landesvorstand der Grünen, eine Gegeninitiative gegründet. Warum das?

Unsere Idee war, "Kargida" sofort etwas entgegenzusetzen, weil es nicht zuletzt um eine virtuelle Deutungshoheit geht. Wir wollten damit ein Signal setzen und zeigen, dass es für kulturrassistische Hetze kein Platz in Karlsruhe gibt. Am 21.Dezember haben wir eine Gruppe gegen "Kargida" auf Facebook gegründet.

Und welche Reaktionen erfahren Sie?

Wir sind gerührt  und begeistert vom großen Zuspruch, den "Karlsruhe gegen Kargida" innerhalb von wenigen Tagen und Wochen erhielt. Unsere Initiative hat jetzt fast 5.000 "Likes". Sie soll nicht nur virtuell bleiben und deswegen freuen wir uns über jegliche Bündnispartner, die mit uns am 26. Januar auf die Straße gehen und zeigen, dass Karlsruhe eine weltoffene Stadt ist.

Nach den Anschlägen in Paris wurde von vielen befürchtet, dass Pegida die Ereignisse für ihre Sache nutzen könnten. Justizminister Heiko Maas wirft den Organisatoren sogar vor, die "Opfer zu missbrauchen", also zu instrumentalisieren. Teilen Sie diese Sorge?

Selbstverständlich. Die Anschläge in Paris richteten sich gegen ein eher links zu verordnendes Satiremagazin. Es ist beschämend, dass sich ausgerechnet rechtsgerichtete, aber auch andere Kräfte, nunmehr in dieser Sache engagieren. Es berührt mich zudem, dass plötzlich alle "Charlie" sein wollen. Wo war vorher der Mut dieser Leute?

Die "Kargida"-Gegeninitiative hat für den 26. Januar eine Kundgebung unter dem Motto "Karlsruhe sagt Willkommen - gegen Rassismus, Fanatismus und Hetze" angekündigt. Treffpunkt ist um 17 Uhr am Stephanplatz hinter der Postgalerie.

Die Fragen stellte Ramona Holdenried.

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  •  hat kein leider Bild
    unbekannt
    (650 Beiträge)

    15.01.2015 11:58 Uhr
    so
    ich gründe jetzt die KARGSFIDA: Karlsruher Grünen Spinner für die islamiesierung des Adenauerringes grinsen
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  •   dipfele
    (6031 Beiträge)

    15.01.2015 10:36 Uhr
    für was gibt es....
    ... eigentlich Volksvertreter ?
    Bewerten:  Lädt... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet melden antworten
  •  hat kein leider Bild
    unbekannt
    (281 Beiträge)

    15.01.2015 06:30 Uhr
    Unsere Initiative hat jetzt fast 5.000 "Likes"
    Davon wird sich sicher auch etwas ändern. Wir müssen auf die Strassen.
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  •   Wuehlmaus
    (3488 Beiträge)

    15.01.2015 18:09 Uhr
    oder ihn extra für PEGIDA angelegt haben
    .
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  •   Rechtsausleger
    (1434 Beiträge)

    15.01.2015 06:18 Uhr
    Gerade den Herrn Rupp
    "gegen Rassismus, Fanatismus und Hetze" demonstrieren zu lassen ist so, als ob mache man den Bock zum Gärtner. Beweise hat er hier auf ka-news bereits zur Genüge abgeliefert.

    Diese Gegenbewegung kommt somit definitiv nicht aus der Mitte der Gesellschaft, sondern vom linken Rand.

    Es sollte sich jeder überlegen, ob er sich von der linksextremen Antifa instrumentalisieren lassen will.
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  •   Propagandahilfskraft
    (1824 Beiträge)

    16.01.2015 03:41 Uhr
    Es ist aber genau anders rum ...
    ... und Jörg R. will die Linken für sich instrumentalisieren. Das gleiche versuchen aber auch die anderen Rechten mit der sogenannten Querfrontstrategie. Die Linken sollen bei den Flügelkämpfen der Rechten um die prall gefüllten Tröge nur das Kanonenfutter machen. Darauf habe ich aber gar keine Böcke.
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  •   benny1616
    (150 Beiträge)

    15.01.2015 05:54 Uhr
    nur die medien von merkel und +++ [Teile von der Redaktion entfernt] +++ dürfen hetzen
    +++ Das Posting enthält beleidigende Inhalte und wurde daher von der Redaktion gesperrt +++

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