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Karlsruhe Infos vom Computer: AVG rüstet Bahnfahrer mit rund 500 Tablets aus

Die Triebfahrzeugführer der Albtal-Verkehrs-Gesellschaft (AVG) sind künftig alle mit Tablets im Führerstand unterwegs. Während der Fahrt dienen ihnen die Geräte als Ersatz für betriebliche Unterlagen, die sie bislang in Papierform mit sich führen mussten, erklärt die AVG in einer Pressemitteilung.

Das sogenannte Fahrzeitenheft, das unter anderem die Ankunfts- und Abfahrtszeiten für die Haltestellen einer Zugfahrt enthält und dem Fahrer so als Fahrplan dient, gibt es jetzt als Datei. "Außerdem liegen den Triebfahrzeugführern digitale Informationen zu zeitlich begrenzten Besonderheiten auf der Strecke vor – zum Beispiel sogenannte Langsamfahrstellen, die während Baustellen oder anderen betrieblichen Einschränkungen gelten", informiert die AVG weiter.

Bis Mitte 2018 alle Strecken ausgerüstet

Bis zum Fahrplanwechsel am 10. Dezember sollen laut AVG alle Mitarbeiter, die auf den Zweisystem-Strecken unterwegs sind, mit Geräten versorgt sein. Bis Mitte 2018 sollen dann die Tablets für die Strecken der S1 und S11 folgen. Die ersten Mitarbeiter testen ihre Tablets bereits. Während der Testphase liegen ihnen als Rückfallebene die betrieblichen Unterlagen zusätzlich in gedruckter Form vor.

Die AVG stattet ihre Fahrer nach eigenen Angaben als eines der ersten Eisenbahnverkehrsunternehmen in Deutschland mit Tablet-Computern aus, die auch während der Fahrt zu nutzen sind. "Diese Technik erspart uns eine Menge Verwaltungsaufwand und lässt uns deutlich schneller werden, gerade wenn es unterjährig aufgrund von Baustellen zu Fahrzeitanpassungen kommt", erklärt Projektleiter Thomas König.

Digitales System erspart Arbeit

Denn was bislang auf hunderten Seiten für jeden Fahrer ausgedruckt und mit großem Aufwand an alle Mitarbeiter im gesamten AVG-Gebiet verteilt werden musste, kann ihnen jetzt direkt digital zur Verfügung gestellt werden: Verschieben sich die Fahrzeiten wegen einer Baustelle, genügt eine entsprechende Anpassung im Programm.

Neben der Nutzung während der Fahrt werden für den stationären Gebrauch außerdem Regelwerke und interne Informationen digital zur Verfügung gestellt. Ab voraussichtlich Mitte 2018 soll auf dem Weg zum digitalen Arbeitsplatz mit den Geräten und einer Anbindung an das Diensteinteilungsprogramm der AVG auch die Personaldisposition laufen.

"Jeder Fahrer erhält sein persönliches Gerät"

"Rund 500 Geräte schaffen wir insgesamt an", berichtet König. Mit iPpads ausgestattet werden die eigenen AVG-Fahrer aber auch die Mitarbeiter der Stadtwerke Heilbronn, die für die AVG fahren.

Jeder Fahrer erhält sein persönliches Gerät, das er in seiner Freizeit auch privat nutzen kann, erklärt die AVG. "Wir verbessern hiermit die Prozesse deutlich, und stellen gleichzeitig unseren Beschäftigten ein sehr attraktives Gerät zur weitergehenden Verwendung zur Verfügung. Wir wollen unseren Mitarbeitern mit der Entscheidung für dieses Gerät und zur Möglichkeit der privaten Nutzung außerhalb der Arbeit auch zeigen, dass wir ihre Arbeit sehr wertschätzen", ergänzt Ascan Egerer, technischer Geschäftsführer der AVG.

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Kommentare (16)
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  •   andi-b7
    (2492 Beiträge)

    07.12.2017 19:50 Uhr
    Da fallen dann noch mehr Bahnen aus .... wegen den Viren.
    😱
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  •   DonHasi
    (795 Beiträge)

    07.12.2017 16:37 Uhr
    Es schlagen ach zwei Herzen in meiner Brust...
    Auf der einen Seite sei es den Betroffenen wirklich gegönnt. Hat man aber dazu während der Fahrt wirklich Zeit? Und sollten Standzeiten und Pausen nicht zur Erholung genutzt werden können? Wieviel Reizüberflutung muss noch sein, das die Leute "endlich" mit 50 aus den Latschen kippen? Keine vernünftige Rente mehr kriegen und somit natürlich auch niemand mehr zur Last fallen. Mutti hat ihr Ziel dann endlich erreicht. Alle sind gleich - nur manche sind gleicher...
    Sofern Sie nur der richtigen Kaste angehören.....
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  •   karlsruher1955
    (896 Beiträge)

    07.12.2017 12:32 Uhr
    Geldverschwendung
    Die Damen und Herren des Fahrpersonals sollen fahren und sich auf den Verkehr konzentrieren damit haben sie genug zu tun. Der Betriebsfunk ist völlig ausreichend. Diesen Unsinn muss ja schließlich der Kunde bezahlen, aber das ist ja nichts neues.
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  •   Consigliere
    (206 Beiträge)

    07.12.2017 18:26 Uhr
    wie üblich
    nur Schwachsinn verbreiten...
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  •   heaven
    (796 Beiträge)

    07.12.2017 13:16 Uhr
    Es geht
    Zitat von karlsruher1955 Der Betriebsfunk ist völlig ausreichend

    vorrangig beim Tablet nicht ums "blablabla" sondern um die Fahrpläne oder
    betriebliche Anordnungen, die bisher in Papierform vorlagen, tonnenweise
    jedes Mal neu gedruckt und an die Fahrer verteilt werden mussten,
    Fahrplanberichtigungen, Umleitungspläne wg. Baustellen usw. noch
    gar nicht mitgerechnet.
    Das alles muss (!) der Fahrer während seines Dienstes mit sich rumschleppen.
    Wenn er das Ganze jetzt auf'm Ipad hat ist das eine gewichtige Erleichterung, zumal sich
    die Technik am Arbeitsplatz wohl kaum mehr aufhalten lässt.
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  •   betablocker
    (932 Beiträge)

    07.12.2017 17:06 Uhr
    In Zeiten
    in denen in Restaurants sogar das Weinkellerverzeichnis per Tablet gereicht wird ist das durchaus ok. Weg mit der Zettelwirtschaft.
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  •   lenkdreiachser
    (362 Beiträge)

    07.12.2017 12:51 Uhr
    Keine Ahnung...
    ... aber davon eine ganze Menge, fällt mir zu diesem Kommentar ein. Nachhilfe.
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  •   Toffl
    (50 Beiträge)

    07.12.2017 10:55 Uhr
    die private Nutzung
    finde ich super - dann werden die Geräte wenigstens pfleglich behandelt. (keine Ironie diesmal)
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  •   betablocker
    (932 Beiträge)

    07.12.2017 12:01 Uhr
    Was
    veranlasst dich zu dieser Schlussfolgerung?
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  •   santana
    (810 Beiträge)

    07.12.2017 10:45 Uhr
    Tablets anderer Hersteller
    mit gleicher Leistung wären erheblich billiger gewesen als das iPad von Apple. 500 St. gem. Preisliste Apple (ab 399,00 €), also 199500,00 €. Geräte von Samsung kosten in etwa nur die Hälfte.
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