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Durlach Immer mehr Trickbetrüger in Karlsruhe: "Der falsche Polizist boomt enorm!"

Egal ob "falscher Polizist" oder "Enkeltrick": Immer mehr Menschen werden Opfer von Betrugsfällen – auch rund um Karlsruhe! In einem Bürgerforum, das am Montagabend in Durlach stattfand, informierte die Polizei über den Umgang mit Betrügern, stellte Präventionsmaßnahen vor und sagte: "Die aktuelle Situation ist erschreckend"

Auch wenn die exakten Zahlen der Karlsruher Kriminalstatistik 2017 noch nicht vorliegen, gibt es keinen Zweifel, dass die Zahl der Menschen die Opfer durch "falsche" Polizisten, Handwerker oder andere Betrüger wurden, angestiegen ist. Insbesondere ältere Menschen wissen sich in solchen Situationen oft nicht zu helfen und fallen auf die Betrugsmaschen der Kriminellen rein. Aus diesem Grund hat die Bürgergemeinschaft Durlach und Aue 1892 e.V. am Montagabend, gemeinsam mit der Karlsruher Polizei, diese Probleme in einem Bürgerforum thematisiert und erklärt, wie man sich gegen Betrüger schützen kann.

Die 110 ruft niemals an

Insbesondere die Prävention gegen Kriminelle die sich unter falscher Identitäten versuchen Zugang zu persönlichen oder finanziellen Daten zu verschaffen oder mittels Telefonanrufen oder Haustürbesuchen versuchen sich das Vertrauen ihrer Opfer zu erschleichen standen im Fokus. "Der falsche Polizist boomte 2017 enorm", stellte Polizeihauptkommissar Jörg Schlittenhardt vom Polizeirevier Karlsruhe-Durlach fest. "Dass beispielsweise am 4. Januar 2018 innerhalb von nur sieben Stunden neun Betrugsversuche im Stadtgebiet Durlach angezeigt wurden, verdeutlicht die Häufigkeit dieser Betrugsmasche", so Schlittenhardt weiter.

Ein besonders schwerer Betrugsfall mit einem "falschen Polizeibeamten" ereignete sich im August 2017 in Grötzingen - hier erbeuteten Täter, getarnt als Polizisten, 53.000 Euro. Meistens beginnt diese Masche mit einem Anruf des vermeintlichen Polizeibeamtens: "Erscheint die Telefonnummer 110 auf ihrem Telefondisplay, ist das sicherlich nicht die Polizei - das gibt es nicht!", erklärt Erster Polizeihauptkommissar Remigius Krause vom Polizeipräsidium Karlsruhe/Referat Prävention.

Organisierte Verbrechergruppen

Auch dem "falschen Handwerker" wird im Raum Karlsruhe immer häufiger die heimische Tür geöffnet. Unter dem Vorwand eines Wasserrohrbuches oder ähnliches gelangen die Betrüger ins Haus. Erst im vergangenen Monat entstand so in Durlach-Aue ein Schaden in Höhe von 25.000 Euro. "Steht ein Handwerker unangemeldet vor der Haustür, muss also Vorsicht geboten werden. "Erkundigen Sie sich bei den Wasserwerken und trauen Sie keinen Ausweisen der "Handwerker" - diese sind meistens gefälscht", warnt Krause. Aber es gibt auch andere Betrüger die vor der Haustür auftauchen können. So können "falsche Postboten" oder Vertreter oder Verkäufer mit ihrer Masche ebenfalls versuchen, in die heiligen vier Wände zu kommen.

Der "Enkeltrick" ist einer der ältesten Betrugsmaschen. Erst vor wenigen Wochen wurde in Wolfartsweier über ein Telefonat eine Forderungssumme von 16.000 Euro gestellt. Allerdings vertraute das Opfer der "Enkelin" am Telefon nicht und durchschaute den Betrug rechtzeitig. "Meistens beginnt ein "Enkeltrick"-Telefonat mit der Frage "Na, weißt du wer anruft?" um das Opfer so auszufragen und Vertrauen zu schaffen. Basierend auf diesen erfragten Informationen baut der Betrüger das Gespräch auf. Mit der fünften Frage folgt dann meistens die Bitte nach finanzieller Hilfe. Legen Sie den Hörer einfach auf sobald Ihnen etwas komisch erscheint und vergewissern Sie sich bei Ihren richtigen Enkeln nach der genannten Notlage", erklärt Krause.

Schreien üben - Polizei anrufen

Doch viele Gefahren lauern auch unterwegs. Krause weist daher auch verstärkt auf sogenannte Geldwechseltricks oder Handtaschendiebe hin: "Immer wenn Gedränge herrscht, sei es beim Ein- oder Aussteigen der Straßenbahn oder auf Veranstaltungen und Kaufhäusern, müssen Sie auf Ihre Handtaschen und Geldbeutel achten." Männer sollten daher ihre Geldbörsen nie in den Gesäßtaschen aufbewahren und Frauen ihr zu transportierendes Hab und Gut in der Handtasche zusätzlich in einem Innenfach sichern. Auf die genannten Betrüger-Varianten kann man sich, so Krause, allerdings nicht ausschließlich verlassen, denn die Kriminellen seien sehr erfinderisch: "Es handelt sich meistens um organisierte Verbrechergruppen mit immer neuen Maschen", so Krause.

"Egal in welcher Situation Sie sich befinden gilt, sobald ihnen etwas seltsam vorkommt rufen Sie direkt unter 110 die Polizei oder unter 112 den Rettungsdienst - lieber einmal zu viel als zu wenig", sagt Krause. Wenn es bereits zu einer Gefahrensituation gekommen ist, rät Krause laut zu sein: "Üben Sie das Schreien. In Gefahrensituationen müssen Sie auf sich aufmerksam machen können. Entweder mit der eigenen Stimme oder einem sogenannten Taschenalarmgerät."

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Kommentare (19)
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  •   Rio2004
    (440 Beiträge)

    27.02.2018 20:33 Uhr
    Jajaja
    Was kostet denn so ein "normaler" Polizeieinsatz? Hast du bar gezahlt oder mit Karte?
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  •   franklin
    (215 Beiträge)

    27.02.2018 21:20 Uhr
    @Rio2004
    90 Euros und da nicht gleich gezahlt + 50 Aufschlag. Also das passiert mir nicht wieder !
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  •   Hüttenkäse
    (421 Beiträge)

    27.02.2018 17:18 Uhr
    Sie haben wohl die "falschen" Polizisten gerufen...
    zwinkern
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  •   franklin
    (215 Beiträge)

    27.02.2018 19:27 Uhr
    Nein, waren die Richtigen
    6 Mann + Spürhund !
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  •   betablocker
    (4089 Beiträge)

    27.02.2018 17:17 Uhr
    Du willst
    uns doch einen Bären aufbinden, oder?
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  •   franklin
    (215 Beiträge)

    27.02.2018 19:28 Uhr
    Siehe Antwort an
    Hüttenkäse
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  •   betablocker
    (4089 Beiträge)

    27.02.2018 20:30 Uhr
    Letztendlich
    bleibt allerdings völlig im Dunkeln was eigentlich passiert ist. Somit kann niemand hier die Rechnungsstellung nachvollziehen.
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  •   Route66
    (1758 Beiträge)

    27.02.2018 17:10 Uhr
    Sehr seltsam
    Ich hatte auch mal die Polizei angerufen wegen dubioser Haustürverkäufer. Stellte sich dann alles als harmlos heraus. Aber zahlen musste ich nicht. Wenn das so wäre, würde sich ja niemand mehr trauen etwas Verdächtiges zu melden.
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  •   franklin
    (215 Beiträge)

    27.02.2018 19:30 Uhr
    Das werden wir
    wohl auch nicht mehr machen. Dann soll doch lieber die HausratVers bezahlen.
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