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Karlsruhe Immer mehr Senioren, immer weniger Pfleger: "Ohne Fachkräfte aus dem Ausland würde es nicht gehen" - das tut Karlsruhe gegen den Pflegenotstand

Wenn der Körper einfach nicht mehr so mitspielt, sind viele Menschen im Alter auf Pflegekräfte angewiesen. Doch davon gibt es immer weniger - auch in Karlsruhe. Wo liegt aber der Ursprung des "Pflegenotstandes"? Kann man ihn - wenn überhaupt - lösen?

Es betrifft unsere Großeltern, dann unsere Eltern und schließlich auch uns selbst: Mit zunehmendem Alter sind wir auf Unterstützung und Pflege angewiesen. Aber: Immer häufiger wird in Deutschland vom sogenannten Pflegenotstand gesprochen. 

Karlsruher werden immer älter

Pflegenotstand - konkret bedeutet der Begriff der Mangel an Pflegekräften für eine immer weiter steigende Zahl an Pflegebedürftigen. Auch in Karlsruhe ist die Problematik angekommen, denn: Auch in der Fächerstadt wird die Bevölkerung immer älter, wie auch im Rest von Deutschland. Das geht aus einem Bericht der Sozial- und Jugendbehörde der Stadt Karlsruhe zur Bedarfsentwicklung hervor.

Alter in Karlsruhe 65 und älter
Insgesamt leben in Karlsruhe über 56.000 Menschen, die 65 Jahre und älter sind. Die meisten alten Menschen leben in Durlach (6.619, Stand 31. Dezember 2018) | Bild: Statistikatlas Karlsruhe/ Amt für Stadtentwicklung

Demnach geht die Stadt davon aus, dass Ende 2015 8.671 Pflegebedürftige in der Fächerstadt lebten, 280 mehr als noch 2013. Bis 2035 sei mit einem Anstieg von 7,9 Prozent auf dann 9.354 Pflegebedürftige im Vergleich zu 2015 zu rechnen. Der Bedarf wird also größer.

Quoten-Regelung fordert Mindestmaß an Fachpersonal

Neben der steigenden Überalterung der Gesellschaft steckt noch mehr dahinter, warum es zu wenig Pflegepersonal gibt: Seit 1993 gibt es eine gesetzliche Quoten-Regelung, die besagt, dass das Pflegepersonal immer zu 50 Prozent aus Fachkräften bestehen muss - mitunter ein Problem, wie Patrick Scholder, Leiter Soziale Dienste beim Arbeiter Samariter Bund (ASB) Karlsruhe, veranschaulicht. 

ASB Pflege
Patrick Scholder ist Leiter Soziale Dienste beim ASB Karlsruhe. | Bild: Felix Haberkorn

"Angenommen, ich habe das gesetzlich erforderliche Personal. Ich brauche zehn Helfer und zehn Fachkräfte. Jetzt könnte sich der Leiter des Pflegeheims sagen: Okay, wir stellen noch eine Betreuungskraft ein. Da denkt jeder erst einmal: Okay super, wir haben mehr Personal und können noch mehr mit den Bewohnern machen", sagt er.

Ein Problem: Fehlende Anerkennung für den Beruf

Das bedeutet zwar mehr Personal, aber weniger als die Hälfte davon sind Fachkräfte. Und genau da wird es kompliziert, wie René Wenz, Leiter der Seniorenresidenz Am Park in der Südstadt-Ost erklärt: "Wenn ich zwei neue Helfer in der Pflege einstelle, muss ich gleichzeitig auch zwei neue Fachkräfte einstellen."

Eine Ursache der schwindenden Fachkräftezahl findet sich auch im fehlenden Nachwuchs, der sich wiederum mit der geringen Attraktivität des Berufs des Altenpflegers begründen lässt. "Er ist gesellschaftlich wenig angesehen und zum anderen sind die Arbeitsbedingungen manchmal hart", so Scholder. Sein Kollege René Wenz ergänzt: "Es kommt auch hinzu, dass die jungen Leute oft von den Feiertags- und Wochenenddiensten abgeschreckt werden."

ASB Pflege II
René Wenz ist Leiter der Seniorenresidenz Am Park. | Bild: Felix Haberkorn

Zudem wird dem Pflegeberuf gerne eine schlechte Bezahlung nachgesagt. Dem aber widerspricht Scholder: "Im Vergleich zu anderen Ausbildungsberufen steht die Pflege da nicht schlechter da. Es gibt sogar viele Möglichkeiten der Zulagen", meint er. "Außerdem gibt es mit Wohnbereichsleitung, Pflegedienstleitung oder Heimleitung auch viele Aufstiegsmöglichkeiten. Der Beruf hat also einiges zu bieten."

"Die Menschlichkeit ist nach wie vor ein großer Begriff"

Die Meinung teilt auch Riccardo Greco, ein junger Pflegedienstleiter der Seniorenresidenz Am Park. Seiner Ansicht nach fehle zwar im Pflegealltag manchmal die Zeit, um auch länger bei einem Bewohner am Bett zu sitzen und mit ihm zu sprechen, die Menschlichkeit leide darunter aber nicht: "Da bei uns hier im Haus jeder mit Herz und Seele dabei ist, ist die Menschlichkeit nach wie vor ein großer Begriff", so Greco.

ASB Pflege I
Riccardo Greco ist Pflegedienstleiter in der Seniorenresidenz Am Park. | Bild: Felix Haberkorn

Wenn keine Zeit für längere Gespräche ist, dann ist Kreativität gefragt. "Man holt sich zum Beispiel einen Ergotherapeuten oder einen Kollegen von der Beschäftigung, weil man als Pflegekraft jetzt einfach nicht die Zeit hat, um dem gerecht zu werden. Denn 'hintendran' warten auch noch andere Bewohner, die versorgt werden wollen", erklärt der junge Pfleger.

Kann ein neues Ausbildungsmodell helfen?

Um das in Zukunft zu vermeiden und den Fachkräftemangel zu bekämpfen, setzt Patrick Scholder auf ausländische Pflegekräfte: "Ohne eine Verstärkung in diesem Bereich, geht es nicht", sagt er. In den Pflegeeinrichtungen des ASB seien bereits ausländische Kräfte aus Südosteuropa, Südeuropa, China oder den Philippinen beschäftigt.

Pflege
Ein weiter Weg: Die Pflege von Angehörigen ist oft eine jahrelange Aufgabe. Deshalb müssen die Pflegenden auch auf sich selbst aufpassen. | Bild: Mascha Brichta

"Klar ist aber auch, dass es niemals die tragende Säule werden kann. Die Sprache ist in der Altenpflege wichtiger als in der Krankenpflege" meint der Leiter Soziale Dienste. "Bei uns geht es nicht um funktionstechnische Dinge, wie jemandem eine Spritze zu geben, sondern bei uns geht's um Beziehungsarbeit - und die lebt von der Kommunikation", betont Scholder. Die Zukunft sehe er daher eher in der Ausbildung.

Genau diese hat der Bund jetzt umstrukturiert. Ab 2020 greift ein neues Ausbildungsmodell. Scholder und der ASB befürchten dabei aber vor allem einen höheren Aufwand für die Einrichtungen. "Wir müssen mehr anleiten. Das ist alles sinnvoll und sehr gut gedacht. Aber es ist eine höhere Anforderung an uns als Einrichtung."

Pflege
Die Betreuung älterer Menschen ist eine große Aufgabe. (Symbolbild) | Bild: www.pixabay.com

Die Auszubildenden rotieren künftig in allen drei Kernbereichen: Altenpflege, Krankenpflege und Kinderpflege. Der Beruf werde laut Patrick Scholder dadurch zwar aufgewertet, doch die Medaille hat eine zweite Seite: "Durch diese Rotation, dass es eben nur noch ein Berufsbild gibt, wird vermutlich noch weniger Personal in der Altenpflege bleiben, da im Krankenhaus die Verdienstmöglichkeiten einfach höher sind", so seine Befürchtung.

Viele gesetzliche Hürden

Problematisch sieht der Leiter Soziale Dienste vom ASB auch die Vorgaben in der Kurzzeitpflege: "Der Druck kommt von den Kassen und Krankenhäusern." Pflegeeinrichtungen müssen einige Kurzzeitpflegeplätze freihalten, was aber einen wirtschaftlicher Kraftakt bedeute. "Bei der Kurzzeitpflege sind nicht immer alle Zimmer belegt, weil die Zimmer freigehalten werden müssen", erläutert er.

Gesetzliche Hürden machen es den Pflegeheimen also in vielerlei Hinsicht schwer. Dazu zählt ebenso die im September in Kraft tretende Landesheimbauverordnung. Diese besagt, dass jeder Bewohner ein Recht auf ein Einzelzimmer hat. Wer ein Einzelzimmer haben möchte, soll auch eins bekommen.

ASB Pflege III
Patrick Scholder vom ASB, René Wenz (Leiter der Seniorenresidenz Am Park) sowie Pflegedienstleiter Riccardo Greco. (v.l.) | Bild: Felix Haberkorn

"Das ist durchaus im Sinne der Menschen gedacht, kann bei kleineren Trägern allerdings dazu führen, dass sie Häuser nur noch schwer wirtschaftlich betreiben können und schließen müssen. Dann müssen sich 80 bis 90 Bewohner mit einem Mal nach einem neuen Zuhause umschauen", befürchtet Scholder.

Umzug erleichtern
Eine Frau in einem Pflegeheim. (Symbolbild). Foto: Sebastian Kahnert | Bild: dpa

Nach Aussage von Mariana Schlindwein vom Fachbereich "Sozialplanung für die ältere Generation" der Sozial- und Jugendbehörde der Stadt, gehe auch Karlsruhe für 2019 von einem Abbau von 183 Pflegeplätzen aus. Die Zahl der Pflegeheime sei nach einem Bericht der Stadt bereits von 45 (2015) auf 40 im Jahr 2018 gesunken.

Alternative Wohnformen - eine Möglichkeit?

Immer wichtiger werden daher inzwischen auch alternative Wohnformen wie Wohngemeinschaften oder Betreutes Wohnen. Denn zwei Drittel der Menschen werden außerhalb des Pflegeheims versorgt. Die Stadt Karlsruhe macht sich bereits Gedanken über die Unterstützung von ambulanter Pflege. "Es gibt bereits Entlastungsangebote", so Schlindwein.

Pflege
Auch im Pflegeheim wollen Menschen vor allem eines: leben. (Symbolbild) | Bild: www.pixabay.com

Dabei seien vor allem bürgerschaftliches Engagement sowie soziale und kulturelle Teilhabe sehr wichtig. Deshalb fördert die Stadt Begegnungsstätten. Mariana Schlindwein erklärt: "Beim Pflegestützpunkt gibt es die Möglichkeit zur Beratung in allen Fragen, die sich um das Thema Hilfe und Pflegebedürftigkeit drehen. Diese Beratung zielt auch auf die Entlastung der Angehörigen."

Inzwischen wurde im Gemeinderat auch das Pilotprojekt "Innovative Pflege" ins Leben gerufen. "Es ist ein Projekt, dass die ambulante Pflege im Blick hat", erklärt Schlindwein. (Weitere Informationen zu diesem Pilotprojekt finden sich im ka-news Hintergrund)

"Offen über die Zukunft der Fachkraftquote sprechen"

Doch auch bei alternativen Wohnformen gibt es einen Haken: bezahlbaren Wohnraum: "Die Politik ist gefragt, sich darüber Gedanken zu machen, wie man Wohnen bezahlbar gestaltet. Erst muss ich wohnen, bevor ich gepflegt werde", meint Scholder und ergänzt: "Betreutes Wohnen ist kein Angebot für Geringverdiener." 

Für die Zukunft wünscht sich Patrick Scholder von der Politik vor allem eines: mehr Ehrlichkeit. Es solle klar benannt werden, "dass wir ein Problem haben, die älteren Menschen zu versorgen. Wir werden künftig immer mehr Probleme haben, die 50 Prozent Fachkraftquote einzuhalten. Wir müssen also über Alternativmodelle nachdenken", sagt er.

Bewohner in einem Altenpflegeheim
Das Zentrum für Qualität in der Pflege (ZQP) fordert bei der Überarbeitung des sogenannten Pflege-TÜVs mehr Aufmerksamkeit gegenüber Gewalt in der Pflege. | Bild: Frank Rumpenhorst/Illustration

"Man muss sich die Frage stellen: Kommen die Menschen ins Pflegeheim, um dort gepflegt zu werden oder um dort zu leben? Ich denke, in erster Linie ist letzteres der Fall. Daher muss man zumindest offen über die Zukunft der Fachkraftquote sprechen können", appelliert er abschließend.

Lesen Sie in Teil 2 der Reportage, wie Gisela Linder ein neues Zuhause in einem Pflegeheim fand - und warum es ihr so gut gefällt. 

ka-news-Hintergrund

Das Pilotprojekt "Innovative Pflege" orientiert sich auf Bestreben der Sozial- und Jugendbehörde und in Absprache mit dem Gemeinderat am niederländischen Buurtzorg-Modell. Zunächst war dabei geplant, dieses ambulante Pflegemodell auch in Karlsruhe umzusetzen. Doch die Stadt kam zu dem Schluss, dass es unter anderem aufgrund nationaler Unterschiede in der Finanzierung nicht eins zu eins umsetzbar sei. Stattdessen soll nun ein Pilotprojekt "Innovative Pflege" von der Stadt gefördert werden, das sich an einzelnen Aspekten des Buurtzorg-Modells anlehnt.

Dabei soll unter anderem die Selbstbestimmung der Pflegebedürftigen und Selbstorganisation der Pflegekräfte gestärkt werden. Auch präventive Pflege ist ein Punkt. Zudem sollen die Selbstpflege-Fähigkeit trainiert und mit festen Pflegeteams für mehr Kontinuität gesorgt werden. Vier bis sechs Pflegekräfte werden hier in einem bestimmten Gebiet für die immer gleichen Pflegebedürftigen zuständig sein. Durch die Selbstorganisation soll auch die Pflegedienstleitung entlastet werden.

Geplant sind maximal zwei Projekte, die von zwei Trägern ausgeführt werden. Diese werden für maximal zwei Jahre mit 100.000 Euro pro Jahr bezuschusst. Im Moment läuft noch die Ausschreibung unter den Trägern. Laut Mariana Schlindwein soll die Vergabe in Kürze erfolgen.

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  •   malerdoerfler
    (5596 Beiträge)

    05.08.2019 10:16 Uhr
    Fachkräfte aus dem Ausland
    die Überschrift sagt es doch schon.
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  •   FloadRithle
    (95 Beiträge)

    05.08.2019 02:05 Uhr
    Fachkräftemangel haben wir in erster Linie in der Politik!
    !
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  •   malerdoerfler
    (5596 Beiträge)

    05.08.2019 09:03 Uhr
    Stimmt!
    Aber wer dies anspricht bekommt ganz schön Gegenwind.
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  •   DonHasi
    (991 Beiträge)

    04.08.2019 07:54 Uhr
    Wer glaubt, wird seelig...
    Was will man von Menschen erwarten, die offenbar noch nicht mal die 4 Grundrechenarten beherrschen!.
    Das sie sich mit Anstand und Würde um unsere alten Menschen kümmern?
    Das in Kindergärten, in Vorschulkindergärten und Schulen nicht nur williges und gehorsames "Menschenmaterial" produziert wird, das dem "Kapitalismus" bedingungslos folgt, ohne seine Grenzen zu erkennen? Wer mir erzählt, das er bei einem Zimmer mit 2 Bewohnern, von denen jeder 3.000 Euro im Monat "abdrückt" nicht über die Runden kommt, der bereichert sich entweder schamlos oder lügt, das sich die "Balken" biegen"
    Und wer behauptet unsere Menschen werden immer älter, liest am Wochenende keine Zeitung, sonst würde ihm nämlich "himmelangst", weil sich die "Mittelschicht" mit Mitte-Ende "50" grad großflächig in Richtung "Wolke 7" verabschhiedet.
    Aber einem Land, das durch eigene "Dummheit" und selbst angezettelte Kriege in den letzten 100 Jahren 4 mal sein gesamtes Volksvermögen verliert, ist nicht mehr zu helfen.
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  •   freigeist
    (505 Beiträge)

    04.08.2019 21:24 Uhr
    Ich glaube es auch nicht.
    Vor vielen Jahen habe ich mal die Fraktionen im BT und auch LT angeschrieben und angfragt ob es möglich sei die Kosten für ein Pflegeheim aufzusplitten. Bis Heute noch keine Antwort erhalten.

    Fraglich ist doch die Höhe der Summe für die Unterbringung.
    Für umgerechnet 100 Euro bekomme ich ala dauermieter auch ein Zimmer mit Frühstück in einem 4 Sterne Hotel. Und da ist das Frühstück teurer als der Brei in den Altenheimen,wobei dort meist auch 2 Leute sich ein Zimmer teilen müssen.
    Und in so einem Hotel ist die Personalstärke bestimmt auch höher als in einem Altenheim.
    Medizinische Leistungen und die anfallenden Kosten werden ja durch die Kassen getragen.
    So bleibt nur Unterkunft und Verpflegung eine doch stolze Summe.

    Was die Kostenverteilung betrifft,so scheint das ein Geheinmis zu sein, welches wohl nie an die Öffentlichkeit geraden darf
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  •   Gaensebluemchen
    (523 Beiträge)

    03.08.2019 14:43 Uhr
    Eine neue Form des Kolonialismus...
    ... ist das! Oder auch durchaus mit Sklavenarbeit zu vergleichen.
    Was passiert mit der Pflege in den Ländern, die von den importieren Pfleger/innen verlassen wurden? Gibt es da keine alten Menschen? Werden die dort nicht auch älter?
    Mal anständig und leistungsgerecht bezahlen, dann wären die Aussichten nicht so trübe.
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  •   Propagandahilfskraft
    (1283 Beiträge)

    03.08.2019 13:04 Uhr
    Das entspricht doch nicht der Wahrheit?
    Die Pfleger werden in der bedrückenden und handgewrungenen Fachkräftemangel verheizt. Die Verweildauer an Arbeitsplätzchen im Pflegebereich ist nur noch wenige Jahre. Ausbilden, verheizen und weg mit dem ausgemangelten human resources, das ist Neudeutsch für Menschenmaterial. Dazu kommt noch ein Planstellenmangel, denn Personalkosten reduzieren Boni und Rendite. Bei einem echten Mangel an Fachkräften würde man diese nicht so verheizen, sondern pfleglicher behandeln. So ein mieses Verheizen der Pfleger geht nur bei einem Überangebot an Arbeitskräften. Langsam erkenne auch ich die Notwendigkeit eines Gesetze gegen die Verbreitung von Fake News ...
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  •   Chris23
    (295 Beiträge)

    03.08.2019 16:09 Uhr
    es ist wohl ein zwischending
    Das Problem bei einen Personalmangel in Pflegebereich ist, dass man eben nicht sagen lassen las ihn liegen geh nach Hause und mach nach dem Wochenende weiter.
    Das heißt die Arbeit wird gemacht, auch wenn 1-2 Angestellte fehlen der Streß sorgt aber auch dafür das man tendentiell nicht so an dem Job hängt und das man bei der ersten Gelegenheit dem personalnotstand verstärkt.
    Ich habe auch nicht das Gefühl, das die Altenheime nicht suchen da trotz Personalmangels die Arbeit erledigt wird. Zwei Tanten von mir haben mit anfang/mitte vierzig, noch eine Ausbildung in der Pflege gemacht und hatten zumindest kein Problem auf dem Arbeitsmarkt. Das kolpotierte gehalt was sie bekommen, ist nicht berauschend aber imho auch nicht so schlimm. Über die Arbeitzeiten und dem personalmangel wird aber durchaus gemeckert.
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  •   Karlsruher1986
    (432 Beiträge)

    03.08.2019 12:50 Uhr
    Einfach mehr zahlen......
    .......und der Fachkräftemangel hat sich nach ein paar Jahren erledigt.

    Das durchschnittliche Nettoeinkommen inkl. Schichtzuschläge einer Pflegekraft bei Steuerklasse 1 liegt bei ca. 1800-2000 €

    Und das ist zu wenig! Die Pflege dient der Gesellschaft.

    Hinzu kommt, dass es mittlerweile ein zu großes Angebot an Pflegedienste gibt.Das erhöht den Konkurrenzkampf unter den Unternehmen und wirkt sich selbstverständlich auch auf die Gehälter aus.

    Hier müsste viel mehr Unterstützung und Kontrolle durch den Staat erfolgen....aber da geht ja nichts mehr.
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  •   Nachteule
    (661 Beiträge)

    03.08.2019 12:38 Uhr
    Die Aussage in der Überschrift ist falsch !
    Japan ist das Land, in dem die Bevölkerung noch schneller altert als in Deutschland. Trotzdem importiert Japan keine Pflegekräfte aus dem Ausland, sondern setzt auf intelligente Technologien. Während die Senioren in deutschen Pflegeheimen die meiste Zeit vor dem Fernseher verbringen, werden japanische Senioren interaktiv von Pflegerobotern betreut, mit denen man sich unterhalten, oder auch spielen kann.
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