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Karlsruhe Im November wird neuer Vorsitzender der SPD im Land gewählt: OB Mentrup übt Kritik an Bewerbungsfrist

Wenn am 24. November in Sindelfingen der Landesparteitag der SPD ansteht, wird in SPD-Kreisen sicherlich gespannt nach Schwaben geblickt, denn es geht um die Wahl eines neuen Landesvorsitzenden. Die Genossen können dann wählen zwischen der Vorsitzenden Leni Breymaier und dem Bundestagsabgeordneten Lars Castellucci. Und vielleicht auch Karlsruhes OB Frank Mentrup? Medienberichten zufolge hätte er Interesse an einer Position.

Noch knapp einen Monat, dann wählt der Landesverband der SPD einen neuen Vorsitzenden. Zur Wahl stehen Leni Breymaier, aktuell noch Vorsitzende, und Lars Castellucci, Bundestagsabgeordneter für Rhein-Neckar. Mehr Kandidaten gibt es nicht, denn die Bewerbungsfrist sei zu kurz gewesen, gerade mal zwei Tage. Das kritisiert Karlsruhes Oberbürgermeister Frank Mentrup in einem Brief an den Landesverband. Das berichtete zumindest der SWR.

Leni Breymaier und Lars Castellucci
Leni Breymaier (r.) und Lars Castellucci (l.) bei einer Pressekonferenz. | Bild: Christoph Schmidt/Archiv

Frank Mentrup, der selbst kein Amt in der Landespartei inne hat, kündigte an - da sich eben kein anderer Kandidat als die beiden Amtsträger gefunden hat - "sich vor und auf dem Landesparteitag einzubringen", zitiert der SWR seinen kritischen Brief. Hat das Oberhaupt der Fächerstadt also Interesse, im November selbst zu kandidieren? 

Parsa Marvi (SPD)
Parsa Marvi (SPD) | Bild: ps

Parsa Marvi, Vorsitzender der SPD Karlsruhe und Fraktionsvorsitzender im Gemeinderat, kann das nicht bestätigen: "Ich kenne nur die Kandidaturen von Leni Breymaier und Lars Castellucci. An Spekulationen zum Thema Personal möchte ich mich nicht beteiligen!" Der Grund für seine Zurückhaltung: Marvi strebt selbst ein Amt an. "Ich kandidiere für den stellvertretenden Landesvorsitz in der Region Nordbaden", so der Politiker gegenüber ka-news. 

Frank Mentrup
Der Oberbürgermeister von Karlsruhe Frank Mentrup steht in seinem Büro. | Bild: Sönke Möhl/Archiv

Mentrup selbst möchte sich nicht weiter zur Personaldebatte in der Landespartei äußern. Am 24. November wird dann die neue Parteispitze der SPD in Sindelfingen gewählt. Dann wird sich zeigen, ob Mentrup nicht doch noch einen überraschenden Auftritt hinlegt oder nicht. 

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Kommentare (16)
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  •   myopinions
    (954 Beiträge)

    31.10.2018 16:33 Uhr
    .........er sollte sich lieber um
    seinen OB-Job kümmern. Wenn er das mit Leib und Seele macht, ist er ausreichend beschäftigt und braucht keine zusätzlichen Aufgaben. Falls dann doch noch etwas Zeit verbleibt, kann er die in seinem Vorgarten abarbeiten.
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  •   Hartz4Bomber
    (619 Beiträge)

    31.10.2018 13:30 Uhr
    Bei Politikern wie Breimayer
    muss ich immer an das Peter-Prinzip denken.

    Zitat von wikipedia „Nach einer gewissen Zeit wird jede Position von einem Mitarbeiter besetzt, der unfähig ist, seine Aufgabe zu erfüllen.“

    https://de.wikipedia.org/wiki/Peter-Prinzip
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  •   maehdrescher
    (1195 Beiträge)

    31.10.2018 11:23 Uhr
    Parteikarriere in der Landes-SPD
    Gute Idee, Herr Dr. Mentrup. Und sehr praktisch. In ein paar Jahren können Sie den Landesparteitag der SPD in einer Telefonzelle abhalten. grinsen
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  •   Freigeist1
    (744 Beiträge)

    31.10.2018 00:02 Uhr
    Die SPD sollte sich auf dem Parteitag vielleicht mal
    überlegen, wie sie zur Verkehrswende steht, oder zu G9, oder zur Rückabwicklung von Immobilienverkäufen der LBBW an die umstrittene Patrizia-Gruppe (SPD-Minister Schid), oder zu CETA und TTIP, Tempolimit, etc. Dann sehen wir weiter. Dass die SPD in der rot-grünen Regierungszeit von 1998-2015 z.B. nicht das von den Grünen geforderte allgemeine Tempolimit eingeführt hat -das damals sogar im SPD Programm stand (!!!)- ist so eine Umfallerentscheidung und Waschlappigkeit, mit der sich dieser Verein selbst den garaus macht. Schade nicht für die SPD, sondern für ihre früheren Wähler, die mit ihrer Wahl natürlich Hoffnungen und Erwartungen verbunden haben.
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  •   Skudder
    (418 Beiträge)

    31.10.2018 10:47 Uhr
    CETA, TTIP
    und Tempolimit sind Bundesthemen. Insbesondere Letzteres halte ich persönlich für ein unwichtiges Randthema, aber das kann jeder so sehen wie er will.
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  •   maehdrescher
    (1195 Beiträge)

    31.10.2018 11:21 Uhr
    Aber
    die Autohasser brauchen doch auch ihre Themen. Keine Sorge, so wie es zur Zeit läuft, geht Deutschlands Autoindustrie eh den Bach runter - dank eigener Betrugsmaschen und dank autofeindlicher Politik. Das Geheule wird aber groß sein, wenn die Arbeitsplätze fehlen.
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  •   Freigeist1
    (744 Beiträge)

    31.10.2018 11:37 Uhr
    Ha, ha ha, "autofeundliche Politik"
    in Deutschland. Welchem Märchenonkel bist Du denn aufgesessen zwinkern
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  •   maehdrescher
    (1195 Beiträge)

    31.10.2018 11:51 Uhr
    Fahrverbote,
    Tempo 30 auf Durchgangsstraßen, künstliche Parkplatzverknappung... noch Fragen?!

    Die grüne Verkehrspolitik, tatkräftig unterstützt von Frau Merkel, wird uns wirtschaftlich sehr schaden. Die EU wird mit deutscher Zustimmung verschärfte CO2-Werte festlegen, welche die deutsche Autoindustrie weit schlimmer treffen als z.B. die französische. Weil die deutschen Hersteller eben viel stärker im Oberklasse-Segment verkaufen und diese Fahrzeuge logischerweise einen höheren CO2-Ausstoß haben. Aber unsere Politiker sind so weltfremd, dieses Todesurteil auch noch selbst zu unterschreiben.

    Mir kann es egal sein, mein Arbeitsplatz hängt weder direkt noch indirekt an der Autoindustrie. Aber viele wird es treffen. Dann werden sich manche überlegen, ob sie richtig gewählt haben.
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  •   andip
    (9750 Beiträge)

    31.10.2018 15:28 Uhr
    Ach was
    Ich wusste gar nicht, dass die Grünen sowohl in der Bundesregierung als auch in der EU irgendwelche Macht haben, um da Vorschriften zu erlassen, die von den anderen Parteien nur abgenickt werden dürfen.
    Tempo 30 und weniger Parkplätze sind wiederum eine Sache der jeweiligen Kommunen, die so etwas erlassen und keine Landes- oder gar Bundespolitik.
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  •   Hartz4Bomber
    (619 Beiträge)

    30.10.2018 19:52 Uhr
    Unser OB
    strebt wohl nach höheren Ämtern. Nicht dass Welle doch noch Stadtoberhaupt wird.
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