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Karlsruhe Höhere Bußgelder und mehr Ordnungsbeamte: So teuer werden weggeworfene Zigaretten, Papiertüten und Co. (mit Video)

Karlsruhe soll sauberer werden: Wer in Karlsruhe den öffentlichen Raum verschmutzt, muss nun mit deutlich höheren Bußgeldern rechnen. Zusätzlich stellt die Stadt zehn neue Mitarbeiter des kommunalen Ordnungsdienstes ein, die auch in Zivil auf den Plätzen der Fächerstadt unterwegs sein werden. Wie teuer kann Müll die Bürger künftig zu stehen kommen?

Ob Kaugummi, Zigarette oder Hundehäufchen: Wer diese Dinge in Zukunft auf den Karlsruher Straßen zurücklässt, muss deutlich tiefer als bisher in die Tasche greifen. Bereits seit Mai gelten die neuen Bußgeldsätze der Stadt. Wer beispielsweise eine Papiertüte fallen lässt, muss statt 50 nun 75 Euro Strafe zahlen. Und es wird noch teurer, denn: Hinzu kommen rund 28 Euro Bearbeitungsgebühr.

Bürgermeister Albert Käuflein im Gespräch mit ka-news.de.
Bürgermeister Albert Käuflein im Gespräch mit ka-news.de. | Bild: Paul Needham

 


Im Video: Kippen, Kaugummi oder Hundehaufen: Wie teuer ist welcher Verstoß? 

 

 


 

"Wir möchten die Stadt noch sauberer machen", sagt Bürgermeister Albert Käuflein, der gemeinsam mit dem Kommunalen Ordnungsdienst (KOD) am Donnerstag über die neuen Geldstrafen informierte. "Dafür reicht es allerdings nicht, nur das Bußgeld zu erhöhen, sondern die Regeln müssen auch durchgesetzt werden", so Käuflein weiter.

In Karlsruhe gelten neue Bußgelder.
In Karlsruhe gelten neue Bußgelder. | Bild: Paul Needham

Um dieses Ziel zu erreichen, stellt die Stadt zehn neue Mitarbeiter für den  (KOD) ein. Waren bisher 20 der Ordnungshüter in Karlsruhe unterwegs, werden es, sobald die neu geschaffenen Stellen besetzt sind, 30 sein. "Um die Umweltsünder zu erwischen, werden die Mitarbeiter des KOD auch in Zivil unterwegs sein", sagt Bürgermeister Käuflein. Unter anderem auf dem Europaplatz und dem Kronenplatz wird in Zukunft verstärkt kontrolliert.

ka-news.de Hintergrund

Den Anlass für die der Erhöhung der Strafen bei Umweltverschmutzung gab die Landespolitik, denn der Bußgeldkatalog des Ministeriums für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft wurde angepasst. "Der Impuls kam vom Land und die einzelnen Kommunen ziehen nun nach", erklärt Björn Weiße, Leiter des Ordnungsamtes.  

Pro Jahr gibt die Stadt Karlsruhe rund eine Million Euro für die Beseitigung achtlos weggeworfenen Mülls aus. "Dieses Geld würden wir selbstverständlich lieber an anderer Stelle einsetzen", so Weiße. Die Stadt erhofft sich mit den höheren Bußgeldern und der erhöhten Zahl an Mitarbeitern das Problem der Verschmutzung in den Griff zu bekommen. 

 

Mehr zum Thema: 

Stadt verdreifacht Bußgelder für Hunde ohne Leine - Die Gründe und was Halter beachten müssen [ka-news-plus]

Gegen lästige Aufkleber und illegale Graffiti: Neues Team der Stadtreinigung im Auftrag der Sauberkeit unterwegs

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  •   karlsruher1955
    (1251 Beiträge)

    16.08.2019 12:00 Uhr
    Sehr gut
    und wo bleibt denn das 3. Geschlecht ?
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  • unbekannt
    (1273 Beiträge)

    16.08.2019 12:11 Uhr
    Kenne nur zwei Geschlechter
    mit Piephahn und ohne.
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  •   malerdoerfler
    (6056 Beiträge)

    17.08.2019 07:21 Uhr
    Hier wäre wirklich mal nachzuhaken
    Klar ist dieser Einwand in den Augen vieler wenig sinnvoll, aber das sind viele andere Dinge und Entscheidungen in diesem Bereich ebenfalls.
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  •   Waterman
    (6444 Beiträge)

    16.08.2019 10:49 Uhr
    Natürlich ist Sitzpinkeln straffrei..
    Hoffe, es hilft!
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  •   barheine
    (305 Beiträge)

    16.08.2019 10:18 Uhr
    Tja,...
    ...ohne staatliche Knute läuft in diesem Land offenbar nichts mehr. Andere Städte langen bei derlei asoziales Verhalten übrigens noch ganz anders zu.
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  •   ALFPFIN
    (7221 Beiträge)

    16.08.2019 09:44 Uhr
    @mixe
    Nicht die Bearbeitungsgebühr ist eine Frechheit, sondern die Zeitgenossen die ihren Müll einfach durch die Gegend werfen, benehmen sich rücksichtslos und unverschämt.
    Wenn einer wirklich erwischt wird und das kann doch eher nur zufällig sein, so viele Ordnungskräfte kann man gar nicht einstellen, die praktisch Tag und Nacht unablässig zum Beispiel am Europlatz präsent sind, finde ich ein erhöhtes Bußgeld und ja auch eine entsprechende Bearbeitungsgebühr durchaus angemessen.
    Ich teile auch die Meinung von Bürgermeister Käuflein nicht, dass gerade diese rücksichtslosen Zeitgenossen davon abgehalten werden, ihren Müll einfach hinter sich zu werfen, wenn sie wissen, dass möglicherweise mehr Aufsichtspersonal unterwegs ist.
    Diese Dreckbutzen verhalten sich schon jahrelang und grundsätzlich so, die werden sich nicht ändern.
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  •   mixe
    (1202 Beiträge)

    16.08.2019 10:45 Uhr
    müll gehört nicht
    auf die strassen und plätze. eindeutig. karlsruhe ist aber nicht nur der euro oder die innenstadt. auch richtig.....wir werden das problem leider nicht so klären können, daß alle zufrieden sind. warum dann eine extra bearbeitungsgebühr?
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  •   hajmo
    (4219 Beiträge)

    16.08.2019 10:57 Uhr
    Selbst mit Gebühr ist es noch zu billig
    Das eine ist die Strafe und das andere ist dafür, dass ein Mitarbeiter beschäftigt werden muss um den Fall zu bearbeiten. Ist bei vielen Verwaltungsakten der Fall.

    Kann gar nicht teuer genug werden....
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  •   mixe
    (1202 Beiträge)

    16.08.2019 09:25 Uhr
    typisch für die vewaltung
    eine saubere stadt ist zu begrüßen. der weg dahin ist eine frechheit. bußgeld für vergehen....okay. sich dann noch extrem hohe bearbeitungsgebühren zu erschleichen ist in meinen augen eine frechheit. die sachbearbeiter sind schon von den sehr hohen steuern und abgaben bezahlt. aber......irgendwie müssen ja die gelder für die vorsätzliche steuerverschwendung wieder eingenommen werden.
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  •   schmidmi
    (2585 Beiträge)

    16.08.2019 10:41 Uhr
    Was soll der Aufschrei?
    Ist doch bei allen Bußgeldverfahren (z.B. Verkehr) schon jahrelang geübte Praxis..
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