Karlsruhe Hochhausbrand in Stutensee: Ursache bleibt ungeklärt

Rund zwei Wochen nach dem Brand in einem Hochhaus in Stutensee-Büchig mit zwei Toten sind die kriminaltechnischen Untersuchungen abgeschlossen. Brandermittler des Landeskriminalamts (LKA) hatten die Kriminalpolizei unterstützt. Doch die Brandursache konnten die Ermittler nicht bestimmen. Was bedeutet das für die Betroffenen?

Den 13. Juni 2017 werden die Bewohner eines der Hochhäuser am Buchenring in Stutensee-Büchig nicht mehr so schnell vergessen: In den frühen Morgenstunden war an diesem Tag ein Brand ausgebrochen. Zwei Menschen starben, es entstand ein Schaden in Millionenhöhe.

Doch die Frage nach dem "Warum" wird wohl ungeklärt bleiben. Wie die Polizei im Gespräch mit ka-news bestätigt, sind die Ermittlungen zur Brandursache mittlerweile beendet. Doch der Schaden in der Wohnung, in der der Brand ausgebrochen ist, war so immens, dass eine eindeutige Ursache nicht mehr zu bestimmen ist. Derzeit steht aber noch ein technisches Gutachten aus, welches eventuell Rückschlüsse auf die Brandursache zulassen könnte, heißt es vonseiten der Karlsruher Polizei.

Keine Brandstiftung, eventuell technischer Defekt 

Bereits wenige Tage nach dem Feuer hatten die Ermittler angegeben, dass aufgrund der Gesamtumstände eine Brandstiftung ausgeschlossen werden konnte. So hatte der Wohnungsinhaber noch selbst die Feuerwehr gerufen. Er und seine Schwester, die in der Nacht zu Gast war, waren auf dem Flur vor der Wohnung von den Rettungskräften gefunden worden. Damit gehen die Ermittler derzeit noch von einem technischen Defekt oder von Fahrlässigkeit aus.

Zwei Wochen nach dem Brand läuft mittlerweile die Sanierung der Wohnungen. Bereits am Abend des Brandtags konnten die Bewohner der unteren Wohnungen zurück in ihre Bleiben. Nachdem die intensiven Reinigungsarbeiten auch in den oberen Etagen abgeschlossen waren, konnten am Mittwoch auch die Bewohner über der Brandwohnung wieder einziehen.

Unbewohnbar sind nach wie vor drei Wohnungen: die Brandwohnung selbst und zwei direkt darüber liegende Wohnungen, in denen das Feuer ebenfalls gewütet hat. Damit aber auch diese Unterkünfte möglichst schnell wieder genutzt werden können, läuft derzeit die Sanierung.

Versicherung kommt auch ohne Ursache für Schaden auf

Doch wer übernimmt die Kosten des Schadens und der Sanierung wenn die Ursache nicht geklärt werden kann? Die Hausbewohner in Stutensee können aufatmen und auf Geld von ihren Versicherungen hoffen. Auf ka-news-Nachfrage erklärten die Badischen Versicherungen (BGV), dass die Kosten für einen Brandschaden unabhängig von der Brandursache übernommen werden. Wenn eine gültige Versicherung bestehe sei der Brandschaden abgesichert, erklärt die BGV, bei der das Hochhaus selbst jedoch nicht versichert ist.

Bei der Wohngebäudeversicherung für Immobilieneigentümer wird eine integrierte Feuerversicherung in der Regel angeboten. Für diese ist der Wohnungseigentümer oder Vermieter verantwortlich. Der Leistungsumfang erstreckt sich in der Regel auf die Kosten eines Feuerwehreinsatzes bei einem Brand, Löschwasserschäden, Ersatzleistungen für brandgeschädigte Mobilien, Renovierungskosten, Abbrucharbeiten, Aufräumkosten und gegebenenfalls die notwendige Unterbringung in einem Hotel. Mieter sichern sich normalerweise durch eine Hausratversicherung gegen Feuerschäden in ihrer Wohnung ab.

Der Oberbürgermeister von Stutensee, Klaus Demal, lobt indessen das große Engagement der Rettungskräfte und der Menschen, die geholfen haben. Unter anderem haben einige Firmen Lebensmittel gespendet. Städtische Mitarbeiter haben die Bewohner des Hochhauses, in dem nach dem Brand der Aufzug defekt ist, bei den hochsommerlichen Temperaturen über den zu Sanierungszwecken installierten Lastenaufzug mit Mineralwasser versorgt.

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