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Kasan Historische WM-Pleite besiegelt - Deutschland gescheitert

Der Weltmeister ist raus. Nach einem total enttäuschenden 0:2 gegen Südkorea scheitert Fußball-Deutschland erstmals in seinen 84 Jahren WM-Geschichte in der Gruppenphase. Das Unternehmen Titelverteidigung ist krachend gescheitert.

Aus und vorbei! Titelverteidiger Deutschland ist nach einer beschämenden Abschlussvorstellung bei der Weltmeisterschaft in Russland gestürzt.

Der Schlafwagen-Fußball beim 0:2 (0:0) in Kasan gegen limitierte Südkoreaner wurde mit dem historischen Vorrunden-Aus bei einem WM-Turnier bestraft. Youngg-won Kim (90.+2) und Hyeung-Min Son (90.+6) besiegelten die peinliche Niederlage mit ihren Treffern in der Nachspielzeit. Weil Schweden parallel gegen Mexiko mit 3:0 gewann, hätte nicht einmal einen Nullnummer gereicht. Das behäbig agierende Team von Bundestrainer Joachim Löw fiel mit drei Punkten sogar noch hinter die Südkoreaner auf den letzten Platz der Gruppe F zurück. Schweden und Mexiko (je 6) sind im Achtelfinale.

Vier Jahre nach dem Triumph von Rio ist nach nur zehn Turnier-Tagen das Unternehmen Titelverteidigung mit dem Tiefpunkt deutscher WM-Geschichte beendet. Schon am Donnerstag geht es zurück nach Deutschland, wo ab sofort heftige Debatten auch um die Zukunft von Weltmeistercoach Löw entbrennen dürften.

Nach dem so wichtigen Last-Minute-Coup gegen Schweden setzte Löw seine WM-Rotation konsequent fort. Fünf Wechsel nahm er vor. Diesmal traf es zunächst auch Thomas Müller. Sein künftiger Münchner Kollege Leon Goretzka kam für den je fünfmaligen WM-Torschützen der Jahre 2010 und 2014 zu seiner Turnier-Premiere, hatte aber große Probleme, seine Rolle auf rechts zu finden. Auch Niklas Süle, der in der Innenverteidigung neben Rückkehrer Mats Hummels den gesperrten Jérôme Boateng vertrat, kam zu seinem ersten WM-Spiel. Die gegen Schweden aussortierten Mesut Özil und Sami Khedira durften im Mittelfeld wieder mitwirken. Löws Signal: Der Konkurrenzkampf wird hochgehalten. Aber: Der Effekt blieb aus.

«Wir hoffen auf eine gewisse Frische, Dynamik und Schnelligkeit», begründete Teammanager Oliver Bierhoff noch kurz vor dem Anpfiff im ZDF die Personalauswahl des Bundestrainers. Das hatte auch schon Assistenztrainer Marcus Sorg als ganz wichtiges Kriterium genannt.

Löws Taktik-Beobachter auf der Tribüne konnte aber per Funk keine guten Nachrichten auf die Bank übermitteln. Gerade Frische, Dynamik und Schnelligkeit fehlten im deutschen Spiel - auch bei Khedira und Özil, die eher im phlegmatischen Mexiko-Modus agierten. Eine lange Abtastphase beider Teams brachte vor allem Zeitlupenfußball im Mittelfeld. Schwerfällig und behäbig war der Aufbau. Ungenaue Pässe und Flanken, zu wenig Bewegung: So kam das Offensivspiel nicht in Schwung.

Zum Abschluss kamen die Südkoreaner. Torwart Manuel Neuer hatte bei einem Freistoß von Woo-Young Jung (19.) große Fangprobleme, rettete dann aber selbst mit wuchtigem Einsatz vor Heung-Min Son. Der Stürmerstar von Tottenham Hotspur kam kurz darauf zu einem Volley-Schuss (25.).

Die Hitze in Kasan konnte nicht als Ausrede dienen. Das deutsche Spiel plätscherte langsamer dahin, als die Wolga am Stadion vorbeifloss. Neben der fehlenden Dynamik gab es auch ein taktisches Manko. Wenn der noch recht agile Timo Werner immer wieder auf die Flügel auswich, fehlte eine Anspielmöglichkeit im Angriffszentrum. WM-Rekordtorschütze und Löw-Assistent Miroslav Klose sah es auf der Tribüne neben Boateng mit Sorge. Als Werner (43.) dann endlich einmal zum Abschluss kam und den Pfosten traf, hätte ein Tor wegen eines Foulspiels von Jonas Hector ohnehin nicht gezählt. Zur Halbzeit gab es Pfiffe aus dem deutschen Fan-Block.

Die große Chance zur Führung bot sich Goretzka (47.). Sein Kopfball wurde von Südkoreas Schlussmann Hyeon-Woo Jo glänzend pariert. Kurz nach der Führung der Schweden gegen Mexiko in Jekaterinburg vergab Werner eine weitere Großchance. Nun wurde der Druck immer größer. Löw reagierte und brachte Stoßstürmer Gomez für den so enttäuschenden Khedira.

Auch Müller (63.) wurde vom entthronten Weltmeister-Coach noch gebracht. Das zweite schwedische Tor machte die Ausganglage leichter. Nun fehlte wieder nur ein Tor, um den K.o. abzuwenden. Gomez hatte bei einem Kopfball (68.) eine gute Chance, kurz darauf traf er den Ball vor dem Tor nicht richtig. Es fehlte die Körpersprache, das Aufbäumen. Das waren nur noch Verzweiflungsaktionen. Nur Mats Hummels rüttelte immer wieder auf und hatte per Kopfball die Chance zum Lucky Punch (87.). Ohne Erfolg. Kim und Son besiegelten die historische deutsche Fußball-Pleite.

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Kommentare (101)
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  •   kritiker_2014
    (339 Beiträge)

    28.06.2018 23:55 Uhr
    Beim nächsten mal nicht mit
    der Mannschaft spielen sondern mit der deutschen Nationalmannschaft.
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  •   Abadu
    (466 Beiträge)

    28.06.2018 20:17 Uhr
    Der nette Herr Löw gibt auf
    Die Älteren werden sich vielleicht noch erinnern (19.4.2000):
    "Trainer Joachim Löw hat nach nur 177 Tagen im Amt die "Mission impossible" beim Zweitliga-Schlusslicht Karlsruher SC mit sofortiger Wirkung aufgegeben. Mit dem 39-Jährigen, der erst am 25. Oktober 1999 als absoluter "Wunschkandidat" die Nachfolge des entlassenen Rainer Ulrich angetreten hatte, holten die Badenern in 18 Spielen nur einen Sieg "Ich kann mir keine Vorwürfe machen. Aber ich konnte den Niedergang nicht stoppen und will für einen Neuanfang Platz machen", erklärte Löw nach seinem Rücktritt. "Es muss jetzt ein Neuanfang mit neuen Personen folgen", so Löw."
    So, so - er konnte sich keinen Vorwurf machen - und dieses Mal?
    Ich habe ihm immer zugute gehalten, dass er mit dem Spielermaterial beim KSC nicht viel ausrichten konnte. Dieses Mal hatte er aber die Leitung über die Creme de la Creme des Fußballs...
    Es bestätigt sich für mich das Bild, das ich seit 2000 von einem der erfolglosesten KSC-Trainer habe...
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  •   Rundbau-Gespenst
    (11246 Beiträge)

    28.06.2018 20:43 Uhr
    so
    isses!!!
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  •   IchKA
    (720 Beiträge)

    28.06.2018 19:48 Uhr
    Im Nachhinein so was von oberpeinlich
    ist die Reaktion der beiden DFB Fritzen. Erst die Schweden verhöhnen und dann die größte Retourkutsche kassieren. Verhöhnen für was eigentlich für einen Elfmeter, der den Schweden nicht zugestanden wurde ?

    "Was bitteschön haben ein DFB-Bürochef Georg Behlau und Ulrich Voigt aus der Medienabteilung, die dann auf die Schweden losgegangen sind, in vorderster Linie bei der Nationalmannschaft zu suchen? Nichts. Das ist ein erbärmliches Bild, das auch die Funktionäre bei der WM abgegeben haben. Man kann mit den Spielern nicht zufrieden sein, aber man muss gerade auch die Funktionäre hinterfragen.
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  •   Garrincha
    (475 Beiträge)

    28.06.2018 19:01 Uhr
    Joachim Löw und seine Türkei-Connection
    "Der Fußball-Bundestrainer wird von Harun Arslan beraten, der auch mit den in die Kritik geratenen Nationalspielern Mesut Özil und Ilkay Gündogan zu tun hat. Der türkischstämmige Arslan betreibt in Hannover die ARP Sportmarketing GmbH, die gemeinsam mit der Kooperationsfirma Family & Football die Klienten betreut. Und zu diesen Klienten gehören neben Joachim Löw auch Ilkay Gündogan und Mesut Özil. Als Berater arbeiten dort auch Ilhan Gündogan, der Onkel von Ilkay Gündogan, sowie ­Mutlu Özil, der Bruder von Mesut Özil."
    Hat jetzt noch irgendein deutscher Michel Fragen warum diese beiden Helden immer gespielt haben???????
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  •   Lipa
    (813 Beiträge)

    28.06.2018 21:20 Uhr
    Da bleibt
    die Spucke weg von soviel Filz
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  •   IchKA
    (720 Beiträge)

    28.06.2018 19:35 Uhr
    Diese Türkeiconnection wird weitgehend unter der Decke
    gehalten bzw. heruntergespielt. Offenbart hat sich das Ganze durch die Erdoganfotos. Eigentlich könnte man das verstehen. Özil und Gündogan sind nunmal Deutsche mit türkischen Wurzeln und eng verbunden mit ihrer Kultur und ihrem Vaterland und es könnte auch sein, dass sie wie die anderen 65% in Deutschland lebenden Türken Erdogan gewählt haben. Aber Erdogans Wahlhelfer zu spielen und die von PR Spezialisten entwickelte Strategie das hinterher als Unbedachtheit abzutun geht gar nicht. Nachdem auch das nicht funktionieren wollte man sich als Deutsche zeigen und instrumentalisierte sogar noch den Bundespräsidenten. Aber auch das kam der Wahrheit nicht näher und wollte nicht helfen. Wenn dann schließlich ein Özil erklärt er würde die Hymne nicht mitsingen, weil er dabei beten würde kommt das in der Außenwirkung einem Supergau gleich, denn beten könnte er auch bei der Hymne der gegnerischen Mannschaft. Deutschtümmelei liegt diesen beiden Millionären einfach nicht, so ist die Wahrheit.
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  •   Garrincha
    (475 Beiträge)

    28.06.2018 19:45 Uhr
    ja
    aber meinen Text geht eigentlich in eine ganz andere Richtung....
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  •   RainerBu
    (783 Beiträge)

    28.06.2018 16:07 Uhr
    frisches Blut
    viele Optionen gibts nicht aber ein paar schon. Hoffenheim zum Bsp hat auch noch den ein oder anderen guten deutschen Angreifer. Freiburg auch . Jüngere Spieler, die noch was erreichen wollen, eine EM oder WM überhaupt mal erleben wollen. Umbruch wurde ja probiert , ging aber schief.
    Deutschland kann nicht immer in der Weltspitze sein , evtl dauerts jetzt halt wieder mal ..evtl bis übernächste WM
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  •   schmidmi
    (1863 Beiträge)

    28.06.2018 15:20 Uhr
    Wenn man satt ist
    ist man eben satt
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