Karlsruhe Hidden-Champions: Vier Karlsruher Kletterer auf Expedition in Kirgisistan

2000 Kilometer Reisestrecke, bis zu 5000 Meter hohe Berge und das mit über 1000 Kilogramm Material, liegen vor den Teilnehmern des Projektes "Neues wagen in Kirgisistan". Bei der Expedition der Jugend des Deutschen Alpenvereins des Landesverbandes Baden-Württemberg (JDAV), starten elf Jugendleiter ein Abenteuer in Zentralasien – mit dabei sind auch vier Karlsruher.

Der Deutsche Alpenverein (DAV) gliedert sich in rund eine Millionen Mitglieder aus 350 Sektionen, eine davon ist in Karlsruhe und diese kann sich sehen lassen. Denn mit 6.751 Mitgliedern zählt die Sektion Karlsruhe e.V. zu den größten Vereinen der Fächerstadt. Laut dem Badischen Sportbund, erreicht nur der Sport- und Schwimmclub (SSC) Karlsruhe mit über 7000 Personen in der Fächerstadt eine höhere Mitgliederzahl.

Der Klettersport ist mit dem DAV bereits seit 1870 in Karlsruhe beheimatet. Klettern liegt im Trend und der Verein macht durch ein Kletterzentrum mit Indoor-Kletteranlage sowie unterschiedlichste Touren, den Klettersport auch in der Rheinebene attraktiv.

Hidden Champions DAV

Die Kletterhalle ist 12, 5 Meter hoch, was der Höhe eines vierstöckigen Wohnhauses entspricht.

 

Ab nach Kirgisistan

Zur JDAV Karlsruhe gehören alle Mitglieder der Sektion an, die im Alter bis 27 sind. Davon nehmen etwa 120 in den Jugendgruppen teil. Die Jugendarbeit ist nicht nur vor Ort sondern auch in einem eigenen Landesverband sowie auf Bundesebene organisiert. So können die Interessen der Jugend in der Gesellschaft und im Verein vertreten und größere Projekte realisiert werden. Wie auch das Projekt "Neues wagen in Kirgisistan".

Zahlreiche Interessenten meldeten sich für die expeditionsähnliche Reise nach Kirgisistan an, doch am Ende wurden nur die elf qualifiziertesten Jugendleiter aus verschiedenen Sektionen ausgewählt. Gleich vier Teilnehmer kommen aus der Karlsruher Sektion: Claudia Ernst, Magda Reuter, Sebastian Biehl und Josua Printz sind alle Jugendleiter in Karlsruhe und erfüllen die Voraussetzungen, um an dem Projekt in Kirgisistan teilzunehmen.

Die Idee dahinter

Mit der Expedition in Zentralasien, startet die JDAV Baden-Württemberg ein Projekt, das sowohl die Jugendbildung als auch den Naturschutz umfasst und darüber hinaus den interkulturellen Austausch fördern soll. Die Planungen ziehen sich bereits über mehrere Monate und werden stets konkreter. So ist das Ziel der Reise das Karavshin Tal im Südwesten Kirgisistans. Dort soll in Zusammenarbeit mit dem kirgisischen Alpinverein ein Naturschutzprojekt durchgeführt.

"Der interkulturelle Austausch ist wichtig, da wir Jugendleiter immer mehr mit Gruppenteilnehmern unterschiedlicher Herkunft und der damit verbundenen Integration in unserer täglichen Arbeit in den Jugend- und Kindergruppen in Kontakt kommen", erklärt Sebastian Biehl, der Jugendreferent in der Karlsruher Sektion ist.

Hidden Champions DAV

Die Erschließung neuer Routen und die Begehung bestehender Touren findet teilweise mit dem kirgisischen Alpinverein statt. Dadurch soll der Bergsport in Kirgisistan populärer werden, denn die Bergwelt in Kirgisistan ist bestens für den Klettersport geeignet.

Bis zum Beginn der Reise, die im August starten wird, müssen die elf Teilnehmer weitere Details in puncto Umweltprojekt, Tourenplanung und Transport realisieren. Den Stand der Vorbereitungen veröffentlichen die Jugendleiter aktuell auf ihrer Facebookseite und Website.

Unterstützt wird das Projekt bereits von der JDAV Baden- Württemberg und einigen Bergsportartikelherstellern. Weiterhin sind die Teilnehmer auf der Suche nach weiterem Sponsoring. Bei Interesse und Rückfragen sind die Teilnehmer per Mailerreichbar.

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