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Karlsruhe Heute ist Schulanfang: Wie voll wird es auf Karlsruhes Straßen und in den Bahnen?

Mit dem Klingeln der Schulglocke wird am Mittwoch in Baden-Württemberg auch das neue Schuljahr eingeläutet. Tausende Karlsruher Kinder machen sich dann wieder auf den Weg in die Schule, mit der Bahn, dem Bus oder im elterlichen Auto - teilweise zum Leidwesen der Pendler auf Straße und Schiene. Doch mit welchem Ansturm ist tatsächlich zu rechnen und wie gut sind Polizei und die Verkehrsbetriebe Karlsruhe (VBK) darauf vorbereitet?

Sechs Wochen lang war es vergleichsweise still in den Bussen, den Bahnen und vor den etwa 950 Schulen im Regierungsbezirk Karlsruhe. Doch mit den Ferien ist es nun auch mit der Ruhe vorbei, wenn rund 347.000 Schüler der öffentlichen Schulen morgens und mittags zu den Haltestellen und zum ÖPNV strömen oder von ihren Eltern mit dem Auto direkt vor der Schule abgeholt werden.

Elterntaxis sollen verstärkt kontrolliert werden

Gerade Letztere stellen dabei als sogenannte "Elterntaxis" ein Problem dar: Um ihre Sprösslinge aussteigen zu lassen, halten viele Eltern in zweiter Reihe, auf Zebrastreifen oder im Halteverbot. Dabei gefährden sie allerdings nicht nur andere Verkehrsteilnehmer, sondern auch die Verkehrssicherheit der (eigenen) Kinder.

Zu Fuß zur Schule
Elterntaxis können für Kinder schnell zur Gefahr werden. | Bild: Patrick Pleul

Um dagegen vorzugehen, hat die Stadt Karlsruhe seit dem Schuljahr 2011/2012 vor insgesamt acht Schulen sogenannte Elternhaltestellen in etwa 100 bis 500 Metern Entfernung eingerichtet - so sollen die Kinder gefahrlos aussteigen und der Stau vor dem Schultor vermieden werden.

Elternhaltestelle
Acht Elternhaltestellen gibt es in Karlsruhe - wie hier in der Nähe der Schillerschule. (Symbolbild) | Bild: Lena Kube

Karlsruher Schulen mit Elternhaltestellen in der Übersicht: 

 

Auch bei der Karlsruher Polizei weiß man um die Elterntaxi-Problematik. Passend zum Start des Schuljahres wollen die Beamten daher wieder verstärkt ein Auge auf den Verkehr vor den Schulen der Fächerstadt werfen. "Alle Reviere haben den Auftrag, zusätzliche Dienstzeiten an Schulen aufzuweisen", so Marion Kaiser, Pressesprecherin des Polizeipräsidiums Karlsruhe, im Gespräch mit ka-news.de.

An welchen Schulen die Beamten mehr Präsenz zeigen werden und wo die Verkehrssituation besonders heikel ist, entscheiden die Reviere vor Ort selbst. Damit gefährliche Situationen erst gar nicht zustande kommen, setze die Polizei darüber hinaus auf Präventionsarbeit.

Elterntaxis Grundschule am Wasserturm
Auch vor der Grundschule am Wasserturm in der Südstadt-Ost halten Eltern oftmals unerlaubt in den Kurven vor der Schule. | Bild: Julia Wessinger

An 40 Schulen im Landkreis seien die Beamten in diesem Jahr zu Gast, um über das richtige Verhalten im Straßenverkehr aufzuklären. "Dabei informieren wir zum einen die Schüler, zum anderen werden dort auch die Eltern geschult - Stichwort 'Helikoptereltern'", erklärt Kaiser, doch ergänzt: "Ein Verkehrschaos vor den Schulen gibt es nicht."

Volle Kapazität trotz Schienen-Baustellen?

Auch in den öffentlichen Verkehrsmitteln der VBK drängen sich ab morgen wieder die Schüler. Laut Verbundbericht des Karlsruher Verkehrsverbunds wurden im vergangenen Jahr rund 51 Millionen Fahrten von jungen Fahrgästen mit einer ScoolCard absolviert. Sind die Verkehrsbetriebe diesem Ansturm nach den großangelegten Sommer-Baustellen auf den Schienen gewachsen?

Bus und Bahn in Karlsruhe
Laut VBK können sowohl Bus als auch Bahn den Schülerandrang stemmen. (Symbolbild) | Bild: Thomas Riedel

"Es ist erfreulich, dass wir trotz der Bauarbeiten ab morgen wieder voll in unser reguläres Angebot starten können", sagt VBK-Sprecher Michael Krauth auf Nachfrage von ka-news.de - ganz gleich ob Bus oder Bahn. Obwohl die Bahnen wegen Bauarbeiten an den Haltestellen Rüppurrer Tor und Kronenplatz (Fritz-Erler-Straße) auch bis Ende Oktober noch Umleitungen fahren - eine Überlastung fürchtet Krauth hier nicht. 

Diese große Menge an Fahrgästen transportieren wir schon seit vielen Jahren - und sind daher bestens vorbereitet", so der VBK-Sprecher weiter. Eine Verdichtung des Taktes zum Schuljahresbeginn sei daher nicht vonnöten. Dennoch: "Sollte während des Schuljahres eine Nachjustierung notwendig sein, werden wir diese natürlich vornehmen", meint Michael Krauth abschließend.

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  •   AlterMann
    (94 Beiträge)

    12.09.2019 12:19 Uhr
    Freitag
    Wenn der Unterricht wieder begonnen hat dann kann es jetzt ja wieder mit den Freitagsdemos weiter gehen.
    In den letzten Wochen ist es bei dem Thema ziemlich ruhig geworden ...
    Man könnte ja die Stundenpläne so gestalten dass Freitag Vormittags unterrichtsfrei ist, dann können die Jugendlichen ohne schlechtes Gewissen demonstrieren.
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  •   Hollandkaese
    (90 Beiträge)

    11.09.2019 16:42 Uhr
    In Bruchsal...
    ...war Stau ohne Ende. Ich dachte dass die jetzt alle zu Fuß oder mit dem Fahrrad kommen wie wir früher.
    Ist halt doch ne feine Sache so ein Auto....
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  •   kritiker_2014
    (350 Beiträge)

    11.09.2019 15:52 Uhr
    Wie voll wird es auf Karlsruhes Straßen und in den Bahnen?
    Zitat"Diese große Menge an Fahrgästen transportieren wir schon seit vielen Jahren - und sind daher bestens vorbereitet"
    Bestens vorbereitet?
    Da kann man wohl ein großes Fragezeichen anfügen.
    Die Verkehrsbetriebe sind noch nicht mal in der Lage die S5 im Berufsverkehr Richtung Europaplatz als Doppeltraktion zu fahren.Die S5 ist regelmäßig so voll,daß man kaum noch zusteigen kann.
    Zumindest kann keiner beim Anfahren oder Bremsen des Zuges stürzen.
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  •   barheine
    (172 Beiträge)

    11.09.2019 14:03 Uhr
    Uns wurde als i-Männchen einmal der Schulweg gezeigt, Verkehrsregeln kannten wir schon eh, und dann sind wir in der Gruppe zur Schule gedackelt. Verlaufen haben wir uns dabei nie. Und später auf dem Gymnasium haben wir unseren uns stets peinlichen Alten sowieso verboten, sich bis auf 100 Meter dem Schulgelände zu nähern.
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  •   andip
    (9915 Beiträge)

    11.09.2019 15:44 Uhr
    So war es auch bei mir
    Die ersten zwei Tage ist meine Mutter mitgelaufen, um zu sehen, ob ich alles richtig mache.
    Danach bin ich den Rest meiner Schulzeit alleine da hin, genauso wie alle anderen auch.
    Denn wenn wer gebracht wurde, galt als unselbständiges Baby.
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  •   HalloKarlsruhe
    (51 Beiträge)

    11.09.2019 13:43 Uhr
    Argumentum ad hominem
    Es ist absolut unsinnig individuelles Verhalten mit politischen Forderungen in Verbindung zu bringen. So macht es für den Wahrheitsgehalt einer Aussage keinen Unterschied, welches Verhalten der Sender an den Tag legt. Da ist es egal, über Grüne ihre Kinder mit dem Auto zur Schule fahren oder ob ein Landes-AFD Chef gegen das EEG-Gesetzt vorgeht und gleichzeitig selbst Steuergelder durch eigene Solaranlagen abgreift. In allen Fällen sollte man sich mit den Forderungen selbst und NICHT mit individuellem Fehlverhalten beschäftigen. Solche Ad Hominem Argumente, die nichts zum Diskurs beitragen und einfach nur das gesellschaftliche Klima vergiften, liest man derzeit leider viel zu oft.
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  •   Ein_Wanderer
    (367 Beiträge)

    11.09.2019 16:35 Uhr
    Ist da
    jetzt jemand angesäuert, weil ich die Heuchelei mancher Jugendlicher und Eltern angesprochen habe? Oder wollen Sie eher mit dem Gebrauch von Fremdwörtern glänzen?
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  •   HalloKarlsruhe
    (51 Beiträge)

    11.09.2019 17:21 Uhr
    Nein und vielleicht
    1. Nein, es ärgert mich, dass schlechte Verhaltensweisen aus dem Internet jetzt sogar in persönliche Diskussionen überschwappen. So muss ich auch im Privaten beobachten, dass immer weniger Leute in der Lage sind sachlich zu argumentieren, ohne dabei auch auf persönliche Eigenschaften des Senders eines Argumentes einzugehen.
    Dass es mir um Ihr allgemeines Fehlverhalten und nicht um den Kern Ihrer Aussage ging, wollte ich eigentlich durch das AFD-Beispiel darlegen. So habe ich Jörg Urban ebenfalls in Schutz genommen, obwohl ich seinen Forderungen in der Regel nicht zustimme und mir jedes Argument, das gegen ihn geäußert wird, recht sein könnte.

    2. Ganz ausschließen kann ich es nicht, einen gewissen Stolz haben wir ja alle. Mein Hauptgrund den Begriff "Ad Hominem" zu nennen war aber, dass vielen nicht bewusst ist, wenn sie Scheinargumente nutzen oder ihnen begegnen. Und falls sich jemand diesbezüglich weiterbilden möchte, erleichtert es den Einstieg, wenn man direkt den Fachbegriff kenn
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  •   Ein_Wanderer
    (367 Beiträge)

    10.09.2019 19:54 Uhr
    Freitagmorgen in Karlsruhe
    Die Kinderlein werden mit dem SUV zur Schule gebracht.

    Drei Stunden später: die Kids gehen zur Fridays for future Demo... und die Eltern zu Parents for future.

    Sind wir nicht super Klimaschützer?
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  •   Jossele
    (34 Beiträge)

    11.09.2019 00:29 Uhr
    wer sind denn "Die Kids"?
    "Die Kinder" sind keine homogenen Gruppe, die alle zur Schule gebracht werden oder alle demonstrieren. Da gibt's genauso unterschiedliche Haltungen wie bei "dem Volk"...
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