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Karlsruhe Heute geht es um den Aufstieg: Sieg oder Unentschieden (außer torlos) bringen KSC zurück in Liga 2!

Der Karlsruher SC spielt am Dienstagabend (Anpfiff 18.15 Uhr) um den Aufstieg in die 2. Bundesliga. Da das Hinspiel im Wildparkstadion torlos endet, stehen dem KSC noch alle Chancen offen. Sieg oder Unentschieden bei Torgleichheit bringen den KSC zurück in Liga zwei. Zum Relegationskrimi wird es für alle Fans bei einem Endspielstand von 0:0 - dann heißt es: erst Verlängerung, dann Elfmeterschießen!

Nach dem Abstieg in der vergangenen Saison, kann der KSC jetzt wieder in die Zweite Liga zurückkehren. Zuletzt spielte der KSC eine Relegation im Jahr 2015 (Saison 2014/2015) gegen den HSV - damals ging es um den Aufstieg in die Erste Liga. In einer Drittliga-Relegation spielten die Badener zuletzt 2012 - damals ging es um den Klassenerhalt gegen Jahn Regensburg.

Was für den  KSC in der Relegation 2012 gegen Regensburg  bitter endete, kann den Blau-Weißen jetzt zum Vorteil werden: Die Auswärtstorregelung. Diese besagt: Bei Torgleichstand zählt die Summe der Auswärts geschossenen Tore. Für den Karlsruher SC würde so bereits ein 1:1 (2:2, 3:3 und so weiter) den Aufstieg bedeuten.

KSC durch Auswärtstorregel im Vorteil

Rückblick Relegation 2012: Nach einem 1:1-Unentschieden in Regensburg gab es auch drei Tage später im Wildparkstadion keinen Sieger. Das Spiel endete 2:2. Damals waren es die Niederbayern aus Regensburg, die sich über den Aufstieg freuen durften, während der KSC den Gang in die 3. Liga antreten musste.

Karlsruher SC  - SSV Jahn Regensburg
Unschöne Erinnerungen: Nach dem Abstieg des KSC 2012 kam es zu Ausschreitungen mit zahlreichen Verletzten. | Bild: Uli Deck (dpa)

Aufgrund der zwei geschossenen Auswärtstore ging Regensburg damals als Sieger aus der Relegation hervor. Diesmal ist es der KSC, welcher von der Regelung profitieren kann. Übrigens: In der darauf folgenden Saison gelang den Blau-Weißen der direkte Wiederaufstieg - 2013/2014 spielten sie bereits wieder in der Zweiten Liga.

Die Auswärtstorregel wurde in Wettbewerben, in denen Hin- und Rückspiel vorgesehen sind, eingeführt, um eine Entscheidung möglichst ohne Verlängerung und Elfmeterschießen herbei zu führen oder ein Wiederholungsspiel zu umgehen. Die Regel wird auch in den europäischen Wettbewerben Champions- und Europa League eingesetzt.

Beim 0:0 wird's nervenaufreibend

Bei einem 0:0 wird es für alle Fans am Dienstagabend nervenaufreibend: Sollte nach 90 Minuten noch ein 0:0 auf der Anzeigetafel stehen, geht das Spiel in die Verlängerung (2x15 Minuten). Gibt es nach dieser immer noch keine Entscheidung, wird das Elfmeterschießen über Sieg oder Niederlage - Auf- oder Abstieg - bestimmen.

In Hinblick auf das anstehende Match, ist man beim Karlsruher SC nach dem torlosen Remis vom vergangenen Freitag selbstbewusst: "Die Mannschaft hat das über Wochen und Monate gut gemacht", sagte Trainer Alois Schwartz am vergangenen Sonntag. "Immer wieder, auch wenn sie musste, hat sie geliefert. Und am Dienstag muss sie auch wieder und sie wird liefern."

KSC-Trainer Alois Schwartz. | Bild: Tim Carmele | TMC Fotografie

Karlsruhe im Relegationsfieber - Untersützung der Fans ist groß

Tatkräftige Unterstützung bekommt die KSC-Mannschaft von ihren Fans, die in einem Ansturm auf die KSC-Auswärtstickets für einen Ausverkauf innerhalb von 30 Minuten sorgten.

Kartenverkauf KSC-Relegation
Der Ansturm auf die KSC-Tickets für die Relegation war groß: Hier die Schlange für das Hinspiel in Karlsruhe. | Bild: Lukas Hiegle

Bereits beim ausverkauften Relegationshinspiel im Wildparkstadion unterstützen die Fußballfans ihre Mannschaft lautstark - empfingen den Mannschaftsbus in einem Spalier aus blau-weißen Fahnen und Trikots und zeigten Choreografien im Stadion.

Wer für das Rückspiel in Aue kein Ticket ergattern konnte (oder wollte), kann sich das Relegationsduell live im Fernsehen anschauen: Das ZDF überträgt das Relegationsmatch ab 18 Uhr aus dem Erzgebirgsstadion in Aue.

Public Viewing im Wildpark

Wer nicht alleine schauen möchte, kann sich im Wildparkstadion zum Public Viewing treffen: Insgesamt stehen etwa 5.000 Karten für die Haupttribüne zur Verfügung. Gezeigt wird das Spiel über Leinwände, die mittels Kran über dem Rasen platziert werden. Der Einlass ins Stadion beginnt am 22. Mai um 16.30 Uhr. Karten gibt es für 7,30 Euro unter www.baden-tv.com/publicviewing.

Den ausführlichen Spielbericht so wie alle Infos vor und nach dem Match gibt es wie immer auch auf ka-news.de

ka-news-Hintergrund: Relegation in der 3. Liga

Vor neun Jahren wurde in der damals neu gegründeten 3. Liga der Relegationsmodus eingeführt. In der Bundesliga gab es die Entscheidungsspiele bereits zwischen 1982 und 1991. Seit der Relegation zwischen dem Drittletzten der zweiten Liga und dem Dritten der 3. Liga im Jahr 2009 setzte sich in sieben Spielen am Ende die tieferklassigere Mannschaft aus der 3. Liga durch.

Nur Dynamo Dresden im Jahr 2013 und 1860 München zwei Jahre später, konnten sich gegen den VfL Osnabrück beziehungsweise Holstein Kiel behaupten. Im Jahr 2012 musste der KSC, damals als Zweitligist, den Abstieg in die 3. Liga hinnehmen. In der Relegation zog man gegen Jahn Regensburg den Kürzeren. Im Rückspiel kostete die Auswärtstorregel dem Team von Markus Kauczinski den Klassenerhalt.

Aus finanzieller Sicht wäre der Aufstieg extrem wertvoll: Jeweils knapp 700.000 Euro TV-Geld wurden in dieser Drittliga-Saison vom DFB an die Klubs ausgeschüttet, in der zweiten Liga wurde nach Angaben von Fußball-Geld.de insgesamt 180 Millionen Euro an die Klubs ausgegeben und damit durchschnittlich 10 Millionen Euro pro Verein. Dazu kommen hohe Reisekosten, da es eine Profiliga ist. Für viele Vereine ist eine Drittliga-Saison oftmals nur ein Jahr zu stemmen, um nicht in finanzielle Schieflage zu geraten.

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  •   melotronix
    (2861 Beiträge)

    22.05.2018 07:28 Uhr
    wieviele KSC Fans..
    ..werden heute in Aue sein? Man hat gehört, mehr als das zulässige Kontingent von 1600
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