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Karlsruhe/Ettlingen/Durmersheim Heckscheiben eingeschlagen: Karlsruher Polizei sucht nach Serientäter

Unbekannte Täter haben in den vergangenen Tagen in südlichen Stadtteilen von Karlsruhe, im Raum Ettlingen und in Durmersheim zahlreiche Heckscheiben von geparkten Fahrzeugen zerstört. Ferner sind an Bushaltestellen in Malsch und in Durmersheim Scheiben beschädigt worden.

Der bisher angerichtete Sachschaden dürfte nach Aussagen der Karlsruher Polizei bereits im mittleren fünfstelligen Eurobereich anzusiedeln sein. Die Serie fand bereits am Samstag, 17. Dezember 2016, im Bereich von Karlsruhe-Rüppurr ihren Ursprung, wo im Bereich einer Gaststätte des Gottlob-Schreber-Wegs die Heckscheiben zweier geparkter Fahrzeuge mit einem unbekannten Gegenstand eingeschlagen worden waren.

Allein in Karlsruher Stadtteilen 30 Fälle

Weitere Beschädigungen gleicher Art setzten sich bis Mitte vergangener Woche im Bereich von Karlsruhe, Ettlingen, Malsch und Rheinstetten bis nach Durmersheim fort. Ein bisheriger Höhepunkt war in den beiden Nächten zum zweiten Weihnachtsfeiertag sowie zum vergangenen Dienstag zu verzeichnen. Allein in im Bereich von Ettlingen waren mindestens 50 und in Karlsruhe-Rüppurr sowie -Bulach rund 30 Fälle zu verzeichnen.

Weitere Serientaten sind zudem in der Nacht von Montag auf Dienstag im Bereich von Malsch, Ettlingenweier, Sulzbach und Ettlingen verübt worden, wie die Polizei weiter berichtet. Darunter waren auch die Scheiben von einigen Bussen der AVG betroffen. Die Zahl der bislang angezeigten Fälle dürfte sich inzwischen auf deutlich mehr als 90 Straftaten summieren.

Kriminaltechniker gehen davon aus, dass die Schäden von einem beschleunigten Gegenstand, möglicherweise durch eine Schleuder verschossen oder von einem Nothammer herrühren könnten. Nicht auszuschließen ist, dass die Sachbeschädigungen von einem vorbeifahrenden Fahrzeug heraus verübt worden sind. Denn jeweils waren an den am Straßenrad geparkten Autos die Heckscheiben beschädigt worden.

Projektile oder Geschosse konnten indessen nicht sichergestellt werden. Auch waren bisher keine konkreten Hinweise auf den oder die Täter zu erlangen. Das Polizeipräsidium Karlsruhe bittet im Falle einer verdächtigen Wahrnehmung vor diesem Hintergrund um sofortige Mitteilung an den Polizei-Notruf 110. Darüber hinaus nimmt das mit den weiteren Ermittlungen befasste Polizeirevier Ettlingen Zeugenhinweise unter der Nummer 07243/32000 entgegen.

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