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Karlsruhe Hallo Nachbar! Diese Apps sollen die Karlsruher besser vernetzen

Kennen Sie eigentlich ihre Nachbarn? Digitaler Kontakt zu Personen in der Nachbarschaft soll heutzutage mit der passenden App kein Problem mehr sein. Doch kennen die Karlsruher die beliebtesten Angebote die der App-Store bisweilen hergibt überhaupt?

Mit über 300.000 Einwohner zählt Karlsruhe zu den deutschen Großstädten. Und dass man da den Überblick oder den Kontakt zu seinen Nachbarn verliert oder sich die erste Kontaktaufnahme schwierig gestaltet, kommt nicht selten vor. Um sich der herrschenden Anonymität der Städte zu stellen, gibt es immer mehr Dienste, die eine digitale Nachbarschaftshilfe anbieten.

Babysitting, Gartenpflege oder Umzugshelfer - eine gute Vernetzung ist wichtig, sowohl im Berufsleben, als auch im Zusammenleben mit den Nachbarn. Kennt man den Menschen der nebenan wohnt, so kann ich sich so manches Alltagsproblem schnell in Luft auflösen. Nebenan.de, Nachbarschaft.net, Betreut.de und Smarthands gehören zu den beliebtesten Portalen, die eine digitale Nachbarschafts-Vernetzung ermöglichen.

Wenn die Anonymität auf dem Vormarsch ist, kann Nachbarschaftshilfe dank digitaler Vernetzung weiterhelfen. | Bild: nebenan.de

Das "Tinder" für Alltagshelfer

Nebenan.de ist Deutschlands größtes soziales Netzwerk zur Nachbarschaftshilfe. Das Portal bietet vier Rubriken "Beiträge", "Veranstaltungen", "Marktplatz" und "Gruppen" die dem Nutzer zum digitalen Austausch mit den Nachbarn zur Verfügung stehen. 2013 gründete Christian Vollmann Nebenan.de, heute nutzen das Portal zirka 800.000 Menschen in 6.000 eingetragenen Nachbarschaften. Die Nutzung ist kostenlos, da das Unternehmen von Investoren finanziert wird. In Karlsruhe nutzen etwa 6.000 Menschen diese App.

Auf der ebenfalls kostenlosen App Nachbarschaft.net tummeln sich rund 20.000 Menschen deutschlandweit. Christoph Staube gründete das Unternehmen 2015. Ähnlich wie Nebenan.de zielt die App auf die digitale Vernetzung der Menschen. Allerdings setzt das Portal auf eine Matching-Funktion, die die gleichen Interessen der Anwender filtert und sie vernetzt. Dieses Prinzip funktioniert demnach ähnlich wie die Mobile-Dating-App Tinder - nur für Alltagshelfer.

Smarthands
Smarthands ist eine Marke der GVO Young Professionals, die zu den größten studentischen Arbeitgebern in Deutschland zählt. Sie beschäftigt Studenten, die in den verschiedensten Tätigkeitsfeldern flexibel Einsätze übernehmen können. | Bild: Munich Communication Lab GmbH

Der Student aus der Nachbarschaft

Noch ganz neu auf dem Markt ist die studentische Vermittlungsplattform Smarthands. Erst seit wenigen Wochen ist die App in 21 deutschen Städten verfügbar. In einer einjährigen Pilotphase konnten in ausgewählten Städten studentische Alltagshelfer gebucht werden – für Gartenarbeiten, Umzugshelfer aber auch für Hilfe beim Einkauf oder anderen Alltagserledigungen. Nach mehreren Tausend erfolgreichen Vermittlungen will die Plattform den Service jetzt an weiteren Standorten anbieten. Das erste Fazit des Unternehmens fällt positiv aus: "Smarthands stößt in Karlsruhe bislang auf großes Interesse und das zeigt uns, Bedarf ist definitiv vorhanden. Besonders im Gartenbereich und bei Umzügen sind unsere Helfer gefragt", sagte Smarthands auf ka-news-Nachfrage.

Schon wesentlich länger gibt es die App Betreut.de, sie ging bereits 2007 an den Start. Das Portal will in erster Linie ein Online-Forum für Familien und Betreuer schaffen, auf dem man miteinander in Kontakt treten kann, um Babysitter, Nannys, Seniorenbetreuung, Nachhilfelehrer, Tiersitter und Gassigeher in der näheren Umgebung zu finden. Gegenüber ka-news erklärte Senior Director Dirk Kasten, dass es aktuell über 2.900 eingetragene Karlsruher Profile in der Rubrik "Kinderbetreuung" gibt und rund 1.300 im Bereich "Haushaltshilfe". Weitere 1.530 Karlsruher sind im Bereich "Tierbetreuung" eingetragen.

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Kommentare (8)
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  •   melotronix
    (2888 Beiträge)

    07.05.2018 13:39 Uhr
    es soll mal...
    eine Internetgruppe gegeben haben..die sassen den ganzen Tag ihr Hinterteil platt und surften was das Zeug hielt. Dann beschlossen sie eines Tages: man könnte sich doch mal von Angesicht zu Angesicht sehen.
    Gesagt getan. Das Ergebnis soll absolute Tristess gewesen sein...Langeweile kurzatmige Sätze. Man hat es dann
    vorgezogen wieder nach hause zu gehen...wo man sich wohlgelaunt im Netz wieder traf.
    Dazu kann sich jeder seine Gedanken machen.
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  • unbekannt
    (1273 Beiträge)

    07.05.2018 13:25 Uhr
    Wenn ich meinen Nachbarn kennenlernen möchte,
    dann klopfe ich bei Ihm an die Tür,(insofern er noch eine Haustüre besitzt und nicht alles von zu Hause aus über's Smartphone regelt) oder lade ihn mal ein.
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  •   Darth_Vader
    (779 Beiträge)

    06.05.2018 22:06 Uhr
    Smarthands?
    Wird da etwa Schwarzarbeit unterstützt?
    Solche Apps braucht keine Sau.
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  •   Bodybuilder
    (26 Beiträge)

    06.05.2018 12:17 Uhr
    Für was eine App
    Früher hat man auch keine App gehabt..
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  •   Skudder
    (444 Beiträge)

    06.05.2018 10:52 Uhr
    Vor einem Jahr oder so
    gab es Mails einer "Firma" an Leute im gleichen Haus, um sich zu vernetzen. Mir war das gleich suspekt, und ich hatte recht. Das ganze war ein teures Bezahlmodell, um Leute abzukassieren. Wenn ich mit Menschen im gleichen Haus zu tun haben will, rede ich direkt mit denen. Da brauche weder eine App noch sonst was.
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  •   runner
    (439 Beiträge)

    06.05.2018 09:12 Uhr
    Na ja,
    der Begriff Nachbarschaft wird bei diesen Angeboten sehr weit gefasst. Das ist nicht gerade das, was im allgemeinen Sprachgebrauch für Nachbarschaft steht, also zwei völlig verschiedene Paar Schuhe.
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  •   ALFPFIN
    (6816 Beiträge)

    06.05.2018 08:37 Uhr
    Ja, auch bei uns
    gibt es doch tatsächlich Nachbarn, die sich persönlich ansprechen. Wir schalten da unsere App im Hirn ein.
    Dann gibt es auch noch Nachbarn, die ständig hinter dem Küchenvorhängle hervorschauen und was die alles sehen, darauf kommt eine noch so gut programmierte App nicht. grinsen
    Und natürlich gibt es auch Nachbarn, die interessieren sich mit und ohne App nicht füreinander. Und das ist heute eher die Regel.
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  •   malerdoerfler
    (5776 Beiträge)

    06.05.2018 08:20 Uhr
    Nachbarschaft per App?
    Im Malerdorf geht das auch noch ohne.
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