9  

Karlsruhe Halle für Karlsruher Basketballer: Wann fällt endlich die Entscheidung?

Ihr Aufstieg in eine höhere Basketball-Spielklasse stellt die PS Karlsruhe Lions vor Probleme. Die bisherige Halle, in der die Lions ihre Heimspiele austragen, wird den Anforderungen in der Liga ProA nicht gerecht. Gleichzeitig fehlt es in Karlsruhe an ausreichend großen Hallen- und die Zeit drängt.

Bislang tragen die PSK Lions ihre Heimspiele noch in der Sporthalle der Friedrich-List-Schule aus. Mit dem Aufstieg in eine höhere Liga wird das aber nicht mehr möglich sein. Der Grund: Für die ProA wird eine Zuschauerkapazität von 1.500 Plätzen vorgeschrieben. Die Schulsporthalle in der Karlsruher Oststadt kann aber nur 600, maximal 900 Besuchern Platz bieten. 

Daher muss jetzt eine neue Halle als Austragungsort her. Das ist in Karlsruhe allerdings nicht so einfach. Seit der Schließung der Europahalle im Jahr 2014 aufgrund von Brandschutzmängeln fehlt ein passender Ort für Basketballspiele in dieser Größenordnung. Kurzzeitig stand der Vorschlag im Raum, für 21 Millionen Euro die Europahalle zu sanieren, was bei Ballspielen, Boxen und Ringen eine Zuschauerkapazität von 3.500 Personen möglich gemacht hätte. Doch diese Pläne liegen nach einem Gemeinderatsbeschluss auf Eis.  

Halle kommt frühstens zum Jahreswechsel 

Die PSK Lions müssen nun allerdings eine Lösung finden - und das möglichst zeitnah. Für die Saison 2017/2018 haben die Karlsruher Basketballer eine Lizenz mit Auflagen und Bedingungen erhalten. Das erste Heimspiel der Lions ist am 7. Oktober angesetzt. In einem Interview mit den "Badischen Neusten Nachrichten" hatten der Vorsitzende Hans-Joachim Kögele und Basketball-Abteilungsleiter Danijel Ljubic auf eine schnelle Lösung gedrängt. Ihre Hoffnung ruhte unter anderem auf einer Leichtbauhalle aus Gotha, die dort nicht mehr benötigt wird. 

Ob diese tatsächlich von der Stadt erworben und dann auf dem Fußballplatz des ehemaligen VfB Südstadt aufgestellt wird, entscheidet sich am kommenden Dienstag, 11. Juli, in der Sitzung des Hauptausschusses, wie Bürgermeister Martin Lenz im Gespräch mit ka-news erklärt. Lenz hält das "temporär für eine tolle Lösung". Er ist optimistisch, dass die Halle kommen wird. Lediglich die Gemeinderatsfraktionen der CDU, der Grünen und der Kult hätten noch Nachfragen angemeldet. 

Bereits seit Dezember befinde man sich in Gesprächen mit Gotha. Ob der Hauptausschuss nun grünes Licht gibt oder nicht, eines ist bereits klar: Die Halle wird wohl in diesem Jahr nicht zur Verfügung stehen. Lenz rechnet mit einer Nutzung zum Jahreswechsel. Sollte die Halle ab dem kommenden Jahr in Karlsruhe zur Verfügung stehen, könnten in ihr bis zu 2.000 Zuschauer Platz finden. Bis dahin sollen die PSK Lions für ihre sechs Heimspiele nach Straubenhardt ausweichen. 

Die Sitzung im Karlsruher Hauptausschuss findet am Dienstag ab 16.30 Uhr im Großen Sitzungsaal des Rathauses am Marktplatz statt. Neben der Leichtbauhalle für die PSK Lions stehen unter anderem die Situation auf dem Werderplatz und ein Abschlussbericht zur Beendigung der Ateliersnutzung auf dem Areal "Hinterm Hauptbahnhof" auf der Tagesordnung. ka-news ist für Sie vor Ort und wird berichten. 

Haben Sie einen Fehler entdeckt?
Unsere Sonderthemen
Das wird gerade bei ka-news heiß diskutiert
Die besten Themen
Kommentare (9)
Hinweis: Kommentare geben nicht die Meinung von ka-news wieder.
Bitte beachten Sie die Kommentarregeln und unsere Netiquette!
  •   dede
    (7 Beiträge)

    05.07.2017 23:31 Uhr
    Weshalb dauern Entscheidungen in Karlsruhe so lange?
    Die Problematik der Europahalle ist nun nicht erst seit gestern bekannt. Und es ist reiner Zufall, dass nicht noch ein anderer (Ball)sportverein zuvor in eine Oberliga aufgestiegen ist.
    Ist es wirklich so schwierig, in einer Großstadt wie Karlsruhe eine geeignete große Halle ggf. übergangsweise zu organisieren?
    Wer trägt die Kosten dafür, die Spieler, die ehrenamtlichen Helfer, das Material und die Zuschauer nach Straubenhardt / St leon-Rot zu karren? Die Einnahmen-Ausfälle durch wegbleibende Zuschauer, die ja bei einem Spiel nicht nur den Eintritt bezahlen sondern auch noch Getränke konsumieren, Fanartikel kaufen usw? Die Stadtväter werden sich garantiert dort nicht zeigen...
    So kann man einen Verein auch kaputt machen.
    Bewerten:  Lädt... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet melden antworten
  •   Ludwigsstammtischbruddler
    (765 Beiträge)

    05.07.2017 16:35 Uhr
    Da die "Sportstadt" Karlsruhe
    keine passende Halle bieten kann, weicht man nun in die Weltstadt Straubenhardt aus?

    Ach so, über einen Umzug in die Megacity St. Leon-Rot wurde ja auch schon diskutiert. grinsen
    Bewerten:  Lädt... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet melden antworten
  •   Badner1969
    (15 Beiträge)

    05.07.2017 14:57 Uhr
    Wie wäre eine große langfristige Lösung??
    Was haltet Ihr davon?
    Wir machen die Europahalle platt, setzen auf dem Parkplatz / Vorplatz und dem bestehenden Hallenbereich eine sinnvolle Lösung hin: Unten 2 Parkdecks, dann eine abteilbare Sporthalle mit sagen wir mal 2000 Sitzplätzen und darauf eine Mutifunktionsarena mit 30 000 Sitzplätzen. Zufahrt direkt von der Südtangente, Abfahrt über die bestehende Straße auf den Brauerboulevard.
    Autobahnzufahrt wäre in Ettlingen auch vorhanden, Hauptbahnhof-Entfernung 10 Minuten.
    Wir nennen es Fächerstadtarena und begrünen den gesamten Wildparkstadionbereich als Ausgleich!
    Ich bin sicher, mit den geplanten Stadionmitteln wäre es finanzierbar!!
    Und bis es soweit ist sollte die Stadt KA den erfolgreichen und mit Sicherheit auch langfristig in der Bundesliga spielenden männl. und weibl. PSK-Basketballern kostenlos die Neue Messe sportlich hinrichten und überlassen. DENN: Die Stadt KA hat das Problem verschlafen und deshalb eine Bringschuld!!!
    Bewerten:  Lädt... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet melden antworten
  •   Winston_Smith
    (430 Beiträge)

    05.07.2017 13:37 Uhr
    Hätte das wirklich nicht schneller gehen können?
    6? Heimspiele in Straubenhardt - als Aufsteiger, der dringend Heimpunkte braucht und dabei auch vom enthusiastischen Publikum leben muss.
    Mit dem Auto rd 30 km durchs Albtal, mit dem ÖPNV mindestens 1,5 h einfach in einen anderen Verkehrsverbund rein - das kostet. Die Rück"reise" nach KA wäre dann Samstag abends ca. zwischen halb 10 und halb 12. Welcher (jugendliche) Fan kann, will und darf sich das antun?
    Im Januar spätestens waren die Pläne bekannt, im April der definitive Aufstieg.
    Und jetzt erst werden Nachfragen geklärt? Dass übliche "Verdächtige" lt. Artikel dabei sind, verwundert ja nicht - aber ausgerechnet die CDU? Das überrascht dann schon.
    Auf die Nachfragen bin ich mal gespannt. Und darauf, ob man diese nicht schon lange hätte klären können. Und ob sie überhaupt ursächlich für die Verzögerung sind.
    Bewerten:  Lädt... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet melden antworten
  •   alpinium
    (5573 Beiträge)

    13.07.2017 12:52 Uhr
    aber ausgerechnet die CDU? Das überrascht dann schon.
    Das überrascht Sie? Mich nicht! Der KSC hat doch im Stadtrat seine eigenen Lobbyisten sitzen, die haben die Lions nicht. Und nicht vergessen, die CDU steht für schwarze Nullen. D.h. bei anderen sparen und bei sich selbst nicht, denn in deren Augen ist ja Fußball eine Erfolgsgeschichte. Nur sieht Erfolg beim KSC anders aus.
    Bewerten:  Lädt... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet melden antworten
  •   Bimbo
    (155 Beiträge)

    05.07.2017 09:42 Uhr
    Für KSC haben wir!
    150 Millionen für KSC kann man so aus der Portokasse bezahlen und schenken!
    Für andere Sportliche Dinge zb. Baskettball gibt es kein Geld! Ach ja sind ja nur paar Wähler, die keinen Politiker kümmern.

    Es ist ein Skandal 150 Mil. für KSC zu verschenken aber für anderes gibt es kein Geld!
    Da schweigen alle Parteien!
    Bewerten:  Lädt... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet melden antworten
  •   Smallwood
    (1499 Beiträge)

    05.07.2017 08:40 Uhr
    viel vor, nichts dahinter
    Die Stadt hat noch jedem das Leben schwer gemacht. Es ist eine Farce wie sich die Stadt in dieser Sache seit Monaten verhält und wie unkritisch darüber berichtet wird.

    Die Karlsruher Medienlandschaft hat einen journalistischen Auftrag kritisch nachzufragen und Sachverhalte zu erklären. Warum verzögert sich das Bauvorhaben? Welche Fragen tauchten auf? Warum setzt sich der Gemeinerat erst jetzt dahin auseinander?
    Bewerten:  Lädt... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet melden antworten
  •   silberahorn
    (9647 Beiträge)

    06.07.2017 03:32 Uhr
    wie
    soll man Klüngel journalistisch erklären? Unter Klüngel versteht man eine Gruppe von Personen, die sich gegenseitig fördern (und andere unterdrücken).
    Schau doch einfach die Reihe der Personen an, die seit den 80ern im Rathaus für Sport zuständig waren.
    Ich habe mich zwar nicht mehr für Karlsruhe interessiert, aber irgendwie habe ich es doch mitbekommen, dass der jetzige Dezernent eine Verlängerung bekam, aber keine Gegenkandidaten vorhanden waren. War die Stelle ausgeschrieben? Wenn nein, warum nicht? Wenn ja, warum gab es keinen anderen Kandidaten?
    Natürlich geht es hierbei primär um Gebäude. Aber schon der Vorgänger vom jetzigen Dezernenten, der sogar Erster Bürgermeister wurde, tut so, als wenn er sich im Bereich Bau gut auskennt. Hochnäsig sind beide.
    Bewerten:  Lädt... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet melden antworten
  •   Mondgesicht
    (1933 Beiträge)

    05.07.2017 09:06 Uhr
    Habe auf Antworten gehofft
    in den Sitzungsunterlagen. Leider gibt es genau zu diesem Tagesordnungspunkt aktuell noch keine Unterlagen im Netz. Es wäre kein Fehler, diese jetzt zu veröffentlichen und dort mal die zeitlichen Abläufe darzustellen und zu erklären, warum was wie lange dauert.
    Bewerten:  Lädt... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet melden antworten
Schreiben Sie Ihre Meinung
Ein neues Posting hinzufügen
Fett Kursiv Link Zitat
Sie dürfen noch Zeichen schreiben