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Karlsruhe Grünes Licht für die Ortsumfahrung Berghausen: Bauarbeiten sollen 2022 beginnen

Die Planung für die Ortsumfahrung von Berghausen, einem Ortsteil von Pfinztal im Landkreis Karlsruhe, macht zügige Fortschritte: Das Bundesverkehrsministerium hat den Vorentwurf genehmigt, die ersten Bagger sollen 2022 rollen. Ob der Baubeginn wirklich eingehalten werden kann, steht noch nicht fest.

Das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) hat für die weitere Planung der Ortsumfahrung grünes Licht gegeben. Das geht aus einer Pressemeldung des Verkehrsministeriums Baden-Württemberg hervor. "Damit können die Vorbereitungen für das Planfeststellungsverfahren getroffen werden, das heißt die Ortsumfahrung rückt näher. Wir wollen in 2022 mit den Bauarbeiten beginnen", teilte Landesverkehrsminister Winfried Hermann am Montag mit.

Vertreter des Landesverkehrsministeriums und des Regierungspräsidiums Karlsruhe (RP) hatten zuvor in Gesprächen mit dem Bundesverkehrsministerium letzte offene Fragen zum Projekt geklärt und somit erreicht, dass der Vorentwurf vom Bund genehmigt wurde.

Die enge Zusammenarbeit zwischen den beiden Ministerien erwies sich dabei als positiv, so das Verkehrsministerium weiter. Für die zirka zwei Kilometer lange Ortsumfahrung Berghausens mit geschätzten Kosten von rund 22 Millionen Euro hat der Bund nun den sogenannten Gesehenvermerk erteilt, das heißt: Die zwei Ortsumfahrungen von Berghausen und Jöhlingen könnten jetzt gemeinsam vorangetrieben werden.

Baubeginn 2022 noch in der Schwebe

Ob der gemeinsame Baubeginn im Jahr 2022 gelingt, hänge jedoch maßgeblich vom Verlauf der Genehmigungsverfahren ab. Hierzu sollen nun im nächsten Schritt für beide Maßnahmen die Genehmigungsplanungen erstellt und die jeweiligen Planfeststellungsverfahren vorbereitet werden.

Das RP werde für beide Maßnahmen öffentliche Informationsveranstaltungen getrennt durchführen. Das geschieht sobald abzusehen ist, wann die Einleitung der beiden voneinander unabhängigen Planfeststellungsverfahren erfolgen kann.

 

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Kommentare (16)
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  •   Maol
    (126 Beiträge)

    25.11.2018 12:31 Uhr
    wirklich sinnvoll?
    Die Idee eine Umgehungsstraße für Berghausen zu bauen ist gut, aber warum nicht von Jöhlingen direkt auf die B3?
    Die Zusammenführung der B293 und der B10 VOR dem Grötzingertunnel ist der größte Unsinn! Gut, die Anwohner der Jöhlinger Straße und der Gewerbestraße werden entlastet, aber die Autofahrer aus Jöhlingen kommen nur schneller am Stauende an und auf der B10 stehen die Autos weiterhin zu den Spitzenzeiten bis Söllingen. Das wirkliche Nadelöhr ist und bleibt der Tunnel.
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  •   betablocker
    (3945 Beiträge)

    25.11.2018 13:20 Uhr
    Also ich würde sagen,
    dass die Kreuzung in Berghausen der Knackpunkt ist. Dort entsteht der Rückstau. Weder im Tunnel noch auf beiden Seiten davor gibt es Verengungen.
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  •   Joachim
    (15 Beiträge)

    26.11.2018 11:09 Uhr
    Stau wegen Ampel?
    Liegt es vielleicht an der Ampel, die kurz vor dem Tunnel steht? Diese behindert eigentlich den fliessenden Verkehr wird aber wohl von denen benötigt die auf die Budnestraße auffahren wollen.
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  •   Greif
    (1502 Beiträge)

    26.11.2018 16:26 Uhr
    Nö...
    der Stau entsteht im wesentlichen, weil auf der anderen Straßenseite von der Weiherstraße (inoffizielle Ortskernumfahrung B293) jede Menge Fahrzeuge einbiegen, und das Anfahren und Einfädeln deutlich "ruckeliger" vorgeht als das "einfache Vorwärtsfahren".

    Lustigerweise ist genau diese Stelle übrigens als Einmündung der offiziellen B293-Umgehung Berghausen geplant - einzige Änderung ist ein Kreisel statt der T-Kreuzung zwinkern
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  •   Maol
    (126 Beiträge)

    25.11.2018 13:23 Uhr
    Okay
    Da haben sie wohl recht, aber das ändert nichts am Stau in Berghausen ☹
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  •   Malerdoerfler
    (4763 Beiträge)

    25.11.2018 10:40 Uhr
    Endlich!
    Aber erst 2022? Baubeginn? Und wann wird die Sache wirklich fertig (!) sein?
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  •   betablocker
    (3945 Beiträge)

    25.11.2018 01:08 Uhr
    Ich sag nur
    Wechselkröte...
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  •   Nichtnaiv
    (230 Beiträge)

    24.11.2018 21:39 Uhr
    Black Hole
    Umgehung Berghausen verstehe ich, aber Jöhlingen?

    Da sehe ich keinen Sinn drin. Es gibt sehr viele Ortschaften, die durch solche Maßnahmen wirtschaftlich ein Black Hole wurden.
    Weingarten wird nie an solche Maßnahmen denken, Wilferdingen ebenso nicht. Die haben nähmlich verstanden, dass es nicht nur die Einwohner sind, sondern der Durchgangsverkehr, der die Wirtschaft antreibt.
    Abgesehen davon, dass die dadurch entstehende Lärmbelästigung enorm ansteigt. Wenn sich einer die örtlichen Gegebenheiten anschaut, wird er feststellen, dass die Umgehung über ein Tal führt. Ein Tal wie es in Jöhlingen ist, wirkt wie ein Schalltrichter.
    Ich wünsche den Einwohnern von Jöhlingen ruhige Stunden....noch.
    Laut Presse wurden mal 16000Fahrzeuge pro Tag gezählt, die von Berghausen durch Jöhlingen fahren und als Grund angegeben für eine Umgehung. Laut mehrmaligen privaten Zählungen sind es in Wirklichkeit ca 7000 und die Stoßzeiten sind von 7:00 - 8:00 und von 16:00 - 17:30. Also übertriebene Aktion.
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  •   Joachim
    (15 Beiträge)

    26.11.2018 12:17 Uhr
    Sehe ich teilweise auch so
    Die Anwohner des südlichen Attentals bekommen die Staße vor die Nase. Sie führt unter anderem über eine große Brücke (wahrscheinlich keine Lärmschutzwand). unter anderem auch wegen dem Naturschutz.

    Kirchgässner und Netto werden sicherlich dann Probleme haben wenn die B293 nicht mehr vorbeigeht.

    Für die Jöhlinger selbst ist es ein grosser Umweg wenn Sie ins Pfinztal wollen. Erst Mal Richtung Wössingen (bis zum Abzweig Wössingen) und dann halb schräg wieder zurück zum Jöhlinger Buckel. Der ganze Gewerbegebiet Verkehr der ja am anderen Ortsende (nord-westlich) hat es auch weiter.

    Die B293 Anwohner werden etwas entlastet
    pro Durchgangsverkehr von Bretten - Pfinztal fehlt
    kontra Jöhlinger Verkehr nach Pfinztal

    Vorteil: Ort ist nicht mehr getrennt. Gefährlich aktuell für Fußgänger/Radfahrer.

    Die die in die von Bretten kommen und Rchtigung Hardt wollen, fahren immer noch wie bisher durch den Ort. Von dem her sehe ich für die innerörtlichen Geschäfte keinen Nachteil.
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  •   bingobongo
    (212 Beiträge)

    26.11.2018 10:04 Uhr
    Dann geb dir mal bitte BRUCHSAL
    Die B3 wird in Bruchsal vergewaltigt bis zum Gehtnichtmehr, um potenzielle Käufer durch die Innenstadt zu zwingen.

    Statt dass die B3 auf den westlichen Umfahrungsring gelegt wurde wird ein Ortsunkundiger durch die Stadt gezwängt.

    Sehe jetzt nicht, dass das der Innenstadt die notwendigen Impulse gab.
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