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Karlsruhe Grüne und Freie Wähler: Wer weiß Bescheid über barrierefreie Wohnungen?

Viele Treppen, enge Türen, ein zu kleines Bad: Viele Wohnungen werden den Anforderungen des Alters oder einer Behinderung nicht gerecht - oft müssen die Betroffenen bei zunehmenden Problemen in eine geeignetere Wohnung umziehen. Die Grünen-Fraktion im Karlsruher Gemeinderat fordert die Stadtverwaltung in einem Antrag auf, ein Auskunftssystem für barrierearme Wohnungen in der Fächerstadt einzurichten, das geht aus einer Pressemeldung hervor. Ferner wollen sich die Freien Wähler für den Erhalt von Karlsruher Pflegeeinrichtungen einsetzen.

"Menschen, die auf eine barrierearme Wohnung angewiesen sind, müssen schnell und unbürokratisch Auskünfte aus einer Hand bekommen können", so Michael Borner, sozialpolitischer Sprecher der Grünen-Fraktion. Man wisse, dass bei Beratungsgesprächen im Seniorenbüro der Stadt Karlsruhe immer wieder die Frage nach rollstuhlgerechten oder auch "nur barrierearmen" Wohnungen gestellt würden.

Pflegeeinrichtungen für alle Stadtteile

Derzeit gebe es keine Möglichkeit, an einer zentralen Stelle zu erfahren, wo in Karlsruhe solche Wohnungen vorhanden und welche davon zum jeweiligen Zeitpunkt verfügbar sind. Damit die Öffentlichkeit und der Gemeinderat laufend Erkenntnisse über diese speziellen Wohnungen im Stadtgebiet haben, beantragen die Grünen eine regelmäßige Darstellung dieser Daten in den Sachstandsberichten zu "Wohnen und Bauen in der Stadt Karlsruhe".

Auch die Freien Wähler wollen sich für ein solches Auskunftssystem einsetzen, das geht aus einem Presseschreiben hervor: "Der Wunsch auch im Alter seinen bisheriges Wohnumfeld nahe zu sein, wird von uns Freien Wählern unterstützt", so FW-Stadtrat Jürgen Wenzel. Die Möglichkeit im Alter zukunftsorientierte Wohn- und Pflegeeinrichtungen im bisherigen Stadtteil zu finden, sehe man als bisher nicht ausreichend an. Nach Wenzels Auffassung beunruhigen Meldungen aus Durlach, wo für den Markgrafenstift keine Bestandsgarantie bestehe oder die Nachricht zur Schließung des Anna-Leimbach-Haus.

Andere Stadtteile wie Stupferich besäßen bisher noch keine solche Einrichtung - daher sehen sich die Freien Wähler veranlasst, so heißt es weiter, bei der Verwaltung nachzufragen, ob die Sozialbehörde der Stadt Karlsruhe an einem Konzept für stadtteil- und zukunftsorientierte Wohn- und Pflegeeinrichtungen arbeitet oder ein solches gar in den Schubladen hat? Ferner will FW-Stadtrat Jürgen Wenzel von der Verwaltung wissen, was derzeit unternommen wird um Bürgern im Alter eine Wohn- oder Pflegeeinrichtung im ihrem bisherigen Wohnumfeld zu sichern und ob Ausgleichplätze für die drohende Schließung des Anna-Leimbach-Hauses und des Markgrafenstiftes in Durlach geplant sind.

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  •   andip
    (10516 Beiträge)

    25.11.2013 15:24 Uhr
    Das
    Dumme ist,solange jemand körperlich noch fit genug ist,keine barrierefreie/-arme Wohnung zu brauchen,solange kümmert der sich auch nicht darum.
    Wenn man dann eine braucht,bekommt man dann keine,weil nichts frei ist.
    Da nützt dann auch eine Auskunftsstelle nicht viel.
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  •   Rahmdieb
    (717 Beiträge)

    25.11.2013 18:44 Uhr
    Da gebe ich Dir Recht, aber..
    wäre es schön wenn wir eine popelige Datenbank hätten, die uns Details über barrierefreies Wohnen mitgeben würde.
    Es geht hier ja nicht nur um die ältere Generation, barriefreies Wohnen ist auch für Familien mit Kleinkindern interessant.
    Noch wichtiger wäre mir aber eine entsprechende Umsetzung der Bauvorschriften, denn gelegentlich ist auch ein Supersportler auf Barrierefreiheit angewiesen, zumindest wenn er zeitweise an Krücken gehen muss.
    Außerdem bietet Barrierefreiheit auch dem "Normalo" zusätzliche Bequemlichkeiten zwinkern
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  •   mueck
    (11752 Beiträge)

    26.11.2013 00:12 Uhr
    !
    Zitat von Außerdem bietet Barrierefreiheit auch dem "Normalo" zusätzliche Bequemlichkeiten zwinkern

    Aufzüge führen zur Volksverfettung! zwinkern
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  •   Makamabesi
    (3025 Beiträge)

    25.11.2013 03:12 Uhr
    Bis
    kannte ich nur den Begriff "Barrierefrei", wie es auch in der Überschrift des Artikels steht. Wie definiert man "Barrierearm"? Kommt man da nur in einem Teil der Wohnung durch die Türen? Ist das wie ein wenig schwanger?
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  •   mueck
    (11752 Beiträge)

    25.11.2013 13:29 Uhr
    !
    Das dürften dann Wohnungen sein, die noch nicht völlig barrierefrei sind, aber relativ einfach barrierefrei umrüstbar wären.
    Viertes OG Altbau nur mit Treppe und Schmalspurklo kriegste nie im Leben barrierefrei ohne völligen Umbau des ganzen Hauses,
    Viertes OG Neubau, der schon einen Aufzug, ein geräumiges Bad und ausreichend breite Türen hat, da braucht man dann im Zweifel nur das Bad- und Küchenmobiliar mehr oder weniger aufwändig anpassen ...
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