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Karlsruhe Grüne fordern Autoverbot zwischen Postgalerie und Stephanplatz: Wird die Karlstraße zur Fußgängerzone?

Die Karlstraße verbindet Europaplatz, Stephanplatz und die südliche Waldstraße miteinander. Für die Gemeinderatsfraktion der Karlsruher Grünen macht das die jetzige Einbahnstraße zur idealen Fußgängerzone. Sie hatte daher ein Verkehrsgutachten beantragt, welches die Bedingungen für die Umwandlung prüfen sollte. Die Stadt hat dem Antrag nun offiziell zugestimmt.

Eingereicht hatte die Fraktion den Antrag bereits Anfang November. "Mit einer durchgehenden Flaniermeile könnte die Aufenthaltsqualität des gesamten Bereichs bis hin zur nördlichen Karlstraße deutlich aufgewertet werden", begründen die Grünen ihre Forderung an die Stadt. Die zeigt sich in ihrer Stellungnahme mit dem Verkehrsgutachten einverstanden, aber: Ob die Karlstraße zwischen Stephanplatz und Europaplatz letztlich wirklich zur Fußgängerzone wird, ist noch nicht sicher.

Karlstraße
Ein reger Fahrrad- und Fußgängerverkehr ist der Grund, warum die Grünen eine Fußgängerzone in der Karlstraße favorisieren. (Symbolbild) | Bild: Thomas Riedel

"Für die Karlstraße sind mehrere Varianten denkbar", erklärt die Stadt in ihrer Stellungnahme. So stehe unter anderem auch eine bessere Fußgängerverknüpfung der Plätze Stephanplatz und Ludwigsplatz zur Debatte. Auch die südliche Waldstraße sei im Gespräch. Über die genaueren Details einer möglichen Umwidmung soll nun das Verkehrsgutachten Auskunft geben.

Johannes Honné, Fraktionsvorsitzender der Karlsruher Grünen, freut sich über die Aufgeschlossenheit der Stadt bezüglich des Antrags - und besonders, weil alle anderen Fraktionen sich gegen die Umwandlung der Karlstraße ausgesprochen hätten. "Man sieht: Die Stadtverwaltung ist deutlich moderner als der Rest des Gemeinderates", meint er im Gespräch mit ka-news.

Johannes Honné, Fraktionsvorsitzender der Grünen Karlsruhe. | Bild: Tim Carmele | TMC Fotografie

Aufenthaltsqualität soll gesteigert werden

In einem bis eineinhalb Jahren könnte es mit den Planungen bereits in die heiße Phase gehen, verrät Honné. Und: Sobald die Karlstraße erst zur autofreien Zone erklärt wurde, wolle man mit mehr Sitzgelegenheiten die Aufenthaltsqualität steigern. "Solange aber hier Autos durchfahren, will sich natürlich auch keiner hinsetzen", sagt der Fraktionsvorsitzende gegenüber ka-news. Der zukünftige Wegfall der Haltestelle Europaplatz/Karlstraße soll den Platz zusätzlich aufwerten.

Karlstraße
Ein reger Fahrrad- und Fußgängerverkehr ist der Grund, warum die Grünen eine Fußgängerzone in der Karlstraße favorisieren. (Symbolbild) | Bild: Thomas Riedel

Die Kritik einiger ka-news-Leser, eine Fußgängerzone in der Karlstraße würde die Attraktivität des Händlerangebotes vor Ort nicht nur nicht stärken, sondern gar verschlechtern, weist Honné zurück: "Der Verkehr rauscht hier ja nur durch, niemand will anhalten. In einer Fußgängerzone würde das Angebot daher viel besser wahrgenommen", ist der Fraktionsvorsitzende überzeugt. 

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  •   Eine_Armlaenge_Abstand
    (1122 Beiträge)

    04.12.2018 19:20 Uhr
    Viel gefährlicher als der Autoverkehr an dieser Stelle
    sind die Straßenbahnen, die nicht unerheblich schnell und Vorfahrt fordernd die Haltestelle anfahren oder verlassen.

    Denen sollte man Schrittgeschwindigkeit verordnen.
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  •   Deisyy
    (271 Beiträge)

    03.12.2018 21:00 Uhr
    klasse Idee von den Grünen
    immer am Puls der Bürger, die mit Abstand beste Partei in BW und Karlsruhe, aber wie hier im Forum die Braunen und Tiefschwarzen wieder durch die Decke gehen, einfach nur köstlich, alles richtig gemacht meine Lieben, macht bitte weiter so... zwinkern grinsen zwinkern
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  •   Nico1966
    (355 Beiträge)

    04.12.2018 07:28 Uhr
    Tiefschwarz
    Jo,und spätestens nach der nächsten Wahl in Karlsruhe habt ihr nix mehr zu melden.Ich lach mich jedesmal krumm wie „euer“Ministerpräsident (der Mann hat wenigstens Profil)euch ans grüne Bein pinkelt.Und auch ein Hr.Palmer hat durchaus vertretbare Ansichten.Im Endeffekt wird wohl aus eurer Fußgängerzonen-Erweiterung nix.Also viel Rauch um nichts.
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  •   magambo
    (53 Beiträge)

    04.12.2018 09:46 Uhr
    Nix mehr zu melden?
    Fakt ist: Nach aktuellen Umfragen würden bundesweit(!) alle U40 Jährigen mehrheitlich Grün wählen, bei den U30 Jährigen sogar fast 28%! Die GroKo wird nur noch von der Generarion 65+ gewählt. In BaWü sieht es für die Grünen sogar noch deutlich besser aus, was man an den letzten beiden Landtagswahlen gesehen hat (2016: 30,3% Grün). Den grünen Themen gehört die Zukunft, ob Ihnen das jetzt gefällt oder nicht. Und Karlsruhe hat durch die Hochschulen sehr viele junge Wähler, mich würde es daher nicht überraschen, wenn die Grünen ihre 19,9 % von 2014 am 26. Mai 2019 noch übertreffen werden.
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  •   Mammut
    (766 Beiträge)

    04.12.2018 21:55 Uhr
    Wenn ich an Umfragen nach meiner Wahlpräferenz ....
    ....gefragt werde, gebe ich entweder "Die Linke" oder "Grüne" an.
    Im Wahllokal werde ich aber auf keinen Fall mein Kreuz bei einer demokratiefeindlichen Partei machen.
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  •   Kojak
    (225 Beiträge)

    04.12.2018 15:05 Uhr
    Die jungen Wähler
    werden auch älter und dann werden sie erkennen, dass diese Partei nicht mehr das Richtige ist. Klar, in Studentenkreisen "muss" man grün wählen, sonst wird man ja als Rechter gemobbt. Aber irgendwann ist das Studium auch mal abgeschlossen und der eine oder andere erkennt dann, wie viel ihm monatlich für den ganzen grünen Öko- und Genderwahn aus der Tassche gezogen wird. Und wer mal als Berufspendler aufs Auto angewiesen ist, wird auch keine Autohasserpartei mehr wählen.

    Bloß weil die Partei jetzt mal in ein paar Landtagswahlen gut abgeschnitten hat, braucht kein*e*r einen persönlichen Höhenflug zu bekommen. Denn um so tiefer dann der Fall.
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  •   Nico1966
    (355 Beiträge)

    04.12.2018 13:59 Uhr
    Ob’s gefällt...
    Schön,da gibts aber keinen SPD Bürgermeister mehr und dann lösen sich ihre grünen Themen in Wohlgefallen auf,20 % hin oder her.
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  •   santana
    (1141 Beiträge)

    04.12.2018 13:13 Uhr
    Den Erfolg in BaWü
    haben die Grünen hauptsächlich der Person Kretschmann zu verdanken. Leider ist der in der falschen Partei, das Gleiche gilt auch für Pallmer.
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  •   magambo
    (53 Beiträge)

    04.12.2018 14:42 Uhr
    Falsche Partei?
    Boris Palmer ist der OB von Tübingen, einer Stadt mit autofreier Innenstadt. Autos kommen dort nur bis zum Parkhaus am Rand der Fußgängerzonen, danach ist Schluss. Grüner geht es ja wohl kaum, und die aurofreie Innenstadt bringt und auch wieder zurück zum Thema grinsen
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  •   Nico1966
    (355 Beiträge)

    04.12.2018 18:17 Uhr
    Tübingen
    Ha,Tübingen mit Karlsruhe zu vergleichen macht wohl wenig Sinn.Dort ist eine autofreie Innenstadt gerechtfertigt,wird enger zugehen als das in Karlsruhe der Fall ist.Wenn Ihnen dann noch eine Fußgängerzone mit Ramsch-Niveau wie in Karlsruhe gefällt,so sei es Ihnen gegönnt.Zur Personalie Pallmer möchte ich an den Streit mit einem Fahrradfahrer erinnern . „Das war sicher ein Ausländer „also durch und durch grün diese Aussage,bin ich aber doch eher von der AfD gewöhnt.Übrigens hatte Hr.Pallmer schon öfters solche nichtgrüne Ausrutscher.Das macht ihn durchaus sympathisch.
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