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Karlsruhe Grippe-Welle bei AVG: Ausfälle auf nahezu allen Stadtbahnlinien!

Für so manchen Pendler brechen erneut schwere Zeiten an: Nachdem eine Krankheitswelle bereits Anfang Januar für Zugausfälle sorgte, kämpft die Albtal-Verkehrs-Gesellschaft (AVG) nun erneut mit krankheitsbedingten Engpässen. Was passiert, wenn die meisten Bahnfahrer krank daheim im Bett liegen, erfahren Sie hier.

Er ist sauer, sogar richtig sauer. "Als Fahrgast wird man nicht ernst genommen", schreibt ein ka-Reporter an die Redaktion. Der Grund für seinen Ärger: "Seit Wochen haben wir das Problem, dass morgens mehrere Bahnen der Linie S1/S11 aus Richtung Hochstetten ausfallen."

Die darauffolgenden Bahnen seien dann derart voll, dass es oft nicht möglich wäre, zuzusteigen. "Wir sind darauf angewiesen, von den Bahnen befördert zu werden", so der ka-Reporter weiter, "wie sollen die Menschen sonst zur Arbeit kommen?"

Zu wenig Personal, um Ausfälle zu kompensieren

So wie dem Leser geht es vermutlich gerade auch anderen Fahrgästen. Der Grund: Die Albtal-Verkehrs-Gesellschaft (AVG) kämpft in den letzten Tagen mit einer Krankheitswelle, wie eine Sprecherin auf Anfrage von ka-news bestätigt. Die Folgen spüren die Pendler am Bahnsteig: Bei AVG-Bahnen kommt es in diesen Tagen zu einzelnen Zugausfällen - und zwar auf nahezu allen Stadtbahnlinien.

"Rückblickend kam es durch Krankheitsfälle auch schon in den letzten Wochen vereinzelt zu Ausfällen", so die Sprecherin weiter, "gravierend wurde es aber erst in dieser Woche." Zwar seien manche Fahrer schon längere Zeit krankgeschrieben, die meisten Krankmeldungen erhalte man beim allerdings immer tagesaktuell.

"Sobald eine Krankmeldung vorliegt, versuchen wir , einen Ersatz zu finden", erklärt die AVG-Sprecherin. Aufgrund der knappen Personallage sei es allerdings nicht immer möglich, alle Ausfälle zu kompensieren.

Was können betroffene Fahrgäste tun?

Nach Angaben der Sprecherin war die Nachfrage nach ausfallenden Züge in den letzten Tagen enorm. Sie rät Fahrgästen, sich vorab über die Internetseiten der AVG und des KVV zu informieren. "Sobald die Krankmeldungen da sind und eine mögliche Vertretung geregelt ist, können wir auch Ausfälle bis in die Abendstunden vorhersagen", erklärt die Sprecherin.

Die Liste der ausfallenden Züge werde fortwährend aktualisiert. Gleichzeitig informiere die AVG über Social-Media-Kanäle und mithilfe der Info-Tafeln an den Haltestellen über die aktuelle Situation. Wie lange es noch zu Ausfällen kommt, lasse allerdings sich nicht vorhersagen. "Wir hoffen, dass es sich so schnell wie möglich normalisiert", meint die Sprecherin.

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Kommentare (48)
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  • unbekannt
    (209 Beiträge)

    12.02.2015 00:58 Uhr
    Grippe-Welle
    Der KVV hat Grippewelle geschrieben, aber ka-news MUSS natürlich einen Bindestrich dazwischen setzen, obwohl sie selbst dann das Wort Krankheitswelle wieder zusammen schreiben.
    Benennt euch um in ka-inkonsequent.de !
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  •   Biker
    (852 Beiträge)

    11.02.2015 18:46 Uhr
    ...............
    wegen eines schwächeanfalles in meinem geldbeutel kann ich heute nicht den vollen fahrpreis bezahlen ..................
    vielen dank für ihr verständnis.

    die fahrer können am wenigsten dafür. krank ist nun mal krank.
    wenn ich mich aufrege dann über die sesselpupser die auf ihrem bequemen bürosessel sitzen und nur gewinnmaximierung im kopf haben.

    die fahrt wird immer teurer, der service immer besch...(eidener).
    lieber kvv, einfach die personalstärke etwas erhöhen........... aber das kostet leider einen teil des gewinns.

    noch was zum service:
    ich hatte letzt einen tramfahrer an einer endhaltestelle auf einen halbvollen pappkaffeebecher, der schon mal umgefallen war und der kaffee zum teil auf dem boden rumlief, aufmerksam gemacht. seine lapidare antwort - ich bin der fahrer und nicht für die reinigung zuständig. ein dreifach hoch auf den kvv.
    der typ müsste eigentlich zum putzen der toiletten an den endhaltestellen abkommandiert werden .............!
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  • unbekannt
    (199 Beiträge)

    12.02.2015 08:01 Uhr
    Genau, Biker,...
    noch einer von der Sorte der Ahnungslosen! Ok, und was hätte der Wagenführer machen sollen, nachdem er von Ihnen auf den ausgelaufenen Kaffee aufmerksam gemacht wurde? Sofort die Fahrt unterbrechen und selbst mit Putzeimer und Lappen die Sauerei beseitigen? Genau diese Sauerei, die einer unserer tollen FahrGÄSTE verursacht hat, einer von denen, die ja auch in gewissem Sinne KUNDEN sind, also angeblich "Könige"... - nur mal so am Rande bemerkt! Und ja, der Fahrer hatte Recht, das ist definitv nicht sein Job, dafür gibt es spezielles Reinigungspersonal in den Betriebshöfen, das übrigens im Schichtbetrieb arbeitet. Der Fahrer muss seinen Fahrplan einhalten und obendrein trägt er für die Sicherheit der Fahrgäste noch ein hohes Maß an Verantwortung! Im übrigen müssen Wagen für die Innen- und Ausssenreinigung aus dem regulären Linienbetrieb herausgenommen werden, merken Sie was? Achja, entschuldigen Sie bitte vielmals, dass wir nicht noch an jede Haltestelle ein Putzkommando abstellen!
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  •   Beiertheimer
    (1017 Beiträge)

    12.02.2015 06:52 Uhr
    Die Sesselpupser
    verwalten nur das Defizit.
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  •   tok
    (7205 Beiträge)

    12.02.2015 06:41 Uhr
    Der KVV macht Gewinn?
    Donnerwetter, dann dürfte er das erfolgreichste Nahverkehrsunternehmen Deutschlands sein.

    Wieso hast Du den Becher eigentlich nicht selbst entsorgt?
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  •   Rechtsausleger
    (1434 Beiträge)

    11.02.2015 18:25 Uhr
    Es wäre interessant zu wissen,
    ob es in anderen vergleichbaren Branchen auch Einschränkungen beim Service gibt. Es gibt etliche Jobs, die sehr viel Kundenkontakt mit sich bringen bzw. nur aus Kundenkontakt bestehen.

    Vielleicht liegt der hohe Krankenstand ja auch an etwas ganz anderem.
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  •   hitekki
    (21 Beiträge)

    11.02.2015 17:43 Uhr
    Neben Grippeviren....
    ...tauchen in diesen ach so närrischen Tagen noch ganz andere "Bazillen" in der Öffentlichkeit auf. Die Berichte der bisherigen "Faschingsveranstaltungen" (Neureut, Bruchhausen etc.) sprechen eine eindeutige Sprache! Nach Dienstschluss durch einen Zug mit all den menschlichen Hinterlassenschaften gehen zu müssen, wenn man vielleicht anschliessend noch etwas essen soll, das macht auf jeden Fall krank! Dazu sollte man einige der Schreiber hier mal vor dem Frühstück auf nüchternen Magen einladen!
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  • unbekannt
    (3 Beiträge)

    11.02.2015 17:28 Uhr
    Grippe Welle
    Ich als Stuttgarter würde sagen, das ist doch nicht schlimm wenn mal paar Minuten später nach Hause kommt. Aber die Karlsruher dürfen sich aufregen. Weil die Takten wo die Karlsruhe haben mit 30-60 Minuten Takt und dann auch noch die Baustelle in der Innenstadt. Dann fahlen Kurse aus. Kann heftig sein.
    Aber man muss sagen das die Grippe diesen Winter-Jahr sehr stark ist. Aber so wie ich die AVG kenne bekommen die es mit kleine Schlamperei hin.
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  •   bimmelfuzzi
    (348 Beiträge)

    11.02.2015 16:04 Uhr
    Warum ist der Krankenstand so hoch?
    Dafür gibt es mehrere Gründe. Zum einen muß ein Fahrer sich immer die Frage stellen "Bin ich fahrtauglich?". Das führt dazu, daß z.B. ein Fahrer, der wegen Halsschmerzen nachts nicht schlafen konnte eben nicht 8-10 Stunden vollkonzentriert Bahn fahren kann, daß ein Fahrer mit starken Kopfschmerzen sich auch nicht dauerhaft konzentrieren kann, daß auch diverse Grippemedikamente z.B. die Fahrtüchtigkeit beeinträchtigen etc. Somit müssen also Fahrer sich bereits dienstuntauglich melden, wenn z.B. Büroarbeiter noch arbeiten können - denn die können notfalls auch mal den Stift weglegen und sich mal 15 Minuten Auszeit nehmen. Ein Fahrer kann das nicht. Deshalb ist also der Krankenstand dieser Berufsgruppen schon automatisch höher.
    Hinzu kommt dann noch die Klimaanlage im Führerstand (auch die Heizung läuft ja über die Klimaanlage). Wenn z.B. früh um 4 der erste Kollege mit ner fetten Erkältung auf den Wagen geht, bekommen die übrigen 4-8 Kollegen auf dem Fahrzeug die Viren auch ab...
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  •   bimmelfuzzi
    (348 Beiträge)

    11.02.2015 16:06 Uhr
    weiter
    und wenn das alles dann mit einer Krankheitswelle und dem seit Jahren bestehenden Personalunterbestand (30 Leihlokführer von der MEV fahren noch immer bei der AVG um wenigstens einen Großteil des Fahrerfehls abzudecken) zusammentreffen - dann hat das mal solche Auswirkungen.
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