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Karlsruhe Gemeinderat: So will Karlsruhe künftig Migranten integrieren

Über 69.000 der in Karlsruhe lebenden Menschen haben entweder keinen deutschen Pass oder sie sind zwar deutsche Staatsbürger, haben aber einen erkennbaren Migrationshintergrund. Das ist fast ein Viertel (24,6 Prozent) der Karlsruher Bevölkerung. Sie künftig besser zu integrieren ist das Ziel des Karlsruher Integrationsplans, den der Gemeinderat am Dienstagnachmittag verabschiedet hat.

Am Ende gab es (fast) nur Lob: Fast zwei Jahre ist es her, dass der Gemeinderat beschlossen hat, die Karlsruher Leitlinien zur Integration von Zuwanderinnen und Zuwandern in Form eines Integrationsplans fortzuschreiben. Vor einem halben Jahr wurde ein erster Entwurf der Öffentlichkeit präsentiert und anschließend in Arbeitsgruppen weiter konkretisiert. Nun hat der Karlsruher Gemeinderat den fertigen, ersten Karlsruher Integrationsplan einstimmig verabschiedet.

Vier Handlungsfelder für die Integration

Auf 30 Seiten sieht der insgesamt vier Handlungsfelder vor, die der Karlsruher Migrationsbeirat gemeinsam mit Bürgern mit und ohne Migrationshintergrund erarbeitet hat:

  • Soziale Partizipation: Bildung, Ausbildung und Erwerbsleben
  • Gesellschaftliche Partizipation: Bürgerschaftliches Engagement und interkulturelle Öffnung der Verwaltung
  • Kulturelle Partizipation: interkulturelle und interreligiöse Begegnung
  • Gesundheit und Sport

Zu jedem Handlungsfeld werden sowohl Maßnahmen als auch konkrete Ziele aufgelistet. Zudem wird angegeben, welche Institution und Gremien die Umsetzung der Maßnahmen kontrollieren und diese weiterentwickeln sollen. Alle zwei Jahre soll der Integrationsplan außerdem fortgeschrieben werden. 100.000 Euro seien schon jetzt von der Verwaltung eingeplant, um mit ersten Projekten zu starten, so Sozialbürgermeister Martin Lenz.

"Der Karlsruher Arbeitsmarkt braucht Migranten"

Er sehe der Umsetzung optimisch entgegen, so CDU-Stadtrat Johannes Krug. Der Karlsruher Arbeitsmarkt sei wegen des demografischen Wandels immer mehr auf die Arbeitskraft von Migranten angewiesen, man begrüße daher den Karlsruher Integrationsplan. Lob gab es auch Tanja Kluth (Grüne). Ihre Fraktion würde sich allerdings wünschen, dass Steuerungs- und Kontrollgremien ebenfalls mit sachkundigen Bürgern besetzt würden. Wichtig sei, im nächsten Doppelhaushalt auch die notwendigen Mittel für die Umsetzung der im Integrationsplan vorgesehenen Maßnahmen vorzusehen.

Dies betonte auch SPD-Stadtrat Michael Zeh und erklärte: "Der Integrationsplan ist kein Abschlussbericht." Vielmehr sei es der Beginn eines Zyklusses, der immer weiter fortgeschrieben werden müsse. Dass zu der Präsentation des ersten Entwurfs im Februar über 150 Bürger gekommen waren, sei ein gutes Zeichen für das Engagement der Bürger gewesen. Als eine der wichtigsten Maßnahmen nannte Zeh die im Plan vorgesehene vorschulische Sprachförderung nicht nur für Migranten, sondern für alle, die hier Bedarf hätten.

"Jetzt ist der Plan fertig und die Arbeit fängt erst richtig an"

Er sei "generell ganz zufrieden" mit dem Bericht, erklärte FDP-Stadtrat Thomas Kalesse. In Karlsruhe lebten viele erfolgreiche Migranten, aber eben auch solche, die wegen fehlender Schul- oder Ausbildungsabschlüsse Hilfe benötigen würden. Wichtig sei es, Ausländer nicht als Problem, sondern als Bereicherung zu sehen.  Als das "Gesellenstück des neuen Migrationsbeirats" bezeichnete Lüppo Cramer von der Karlsruher Liste (KAL) den Integrationsplan. Nun gelte es, an der Umsetzung zu arbeiten und so am Ende "ein Meisterstück" daraus zu machen.

"Jetzt ist der Plan fertig und die Arbeit fängt erst richtig an", sagte Sabine Zürn (Die Linke). Dass der Plan so gut geworden sei liege vor allem auch daran, dass man die Betroffenen bei der Erstellung mit einbezogen habe. So gelte es nun, die betroffenen Gremien und Institutionen fachlich und finanziell entsprechend auszustatten. Generelle Zustimmung, aber auch Kritik gab es von GfK-Stadtrat Friedemann Kalmbach, der zu bedenken gab, die Stadt mische sich im Handlungsfeld "Kulturelle Partizipation: interkulturelle und interreligiöse Begegnung" zu sehr in religiöse Fragen ein.

Der Integrationsplan als PDF (Link führt zu Webseite der Stadt Karlsruhe, Bericht findet sich unter Gemeinderatsvorlage)

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  •   Quinni
    (99 Beiträge)

    25.07.2012 08:18 Uhr
    Immer 2 Seiten der Medallie
    Es gibt immer DIE und DIE.
    Ich lese hier kaum die neutrale Seite.

    Sicherlich es gibt in DE lebende die sich integrieren, die sind - ich möchte mal sagen - Dankbar - dafür das sie hier eine neue Möglichkeit gefunden haben. Diese tun auch alles um sich hier zurechtzufinden. Sie nutzen die Möglichkeit der Bildung. Passen sich ihrem Umfeld/Kultur an - weil es anders nicht funktioniert. Ich als Deutscher müsste mich in "weiss gott wo" ja auch an die Umgebung anpassen wenn ich da leben möchte. Ist doch logisch.

    Auf der anderen Seite der Medaille habe wir aber auch den Teil der Bevölkerung der auf diese Angebote schei*t und hier sich im Sozialen bette welzt. Das mag in manchen Teilen von DE mehr oder weniger sein. Und schuld daran ist das Umfeld.

    Gleich sinnt sich zu gleich. (Auch "deutsche Schmarotzer" - nicht immer der böse Ausländer.)

    Nebenbei. Meine Großeltern sind auch mit Migrationshintergrund aus ehem. Jugoslawien hier her gekommen. Gottesauer Flüchtlingslager
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  •   silberahorn
    (10775 Beiträge)

    25.07.2012 07:55 Uhr
    Mit den Mitarbeitern, die wahrscheinlich einen Migationshintergrund zweiter Generation haben, hatte ich auch nie schlechte Erfahrungen! Korrekt, intelligent ...
    Einmal ist mir aber bei einer Behörde ganz übel aufgefallen, dass eine deutsche Mitarbeiterin an so jemandem vorbeiging und plötzlich zu einer anderen deutschen mMtarbeiterin sagte: "Hier schtinkt`s. Weller Depp hat denn koi Soif dahoim."
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  •  hat kein leider Bild
    unbekannt
    (2030 Beiträge)

    25.07.2012 03:01 Uhr
    Um mich macht sich keiner so viele Gedanken,
    wahrscheinlich weil ich hier geboren bin, was ja fast schon ein 'Verbrechen' ist.
    Die Politik und die Wirtschaft nutzen Ausländer aus um sich zu bereichern oder zu profilieren....hetzen uns gegenseitig auf, dageegen sagt keiner was.
    Schon etwas kurzsichtige Gedanken.
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  •   silberahorn
    (10775 Beiträge)

    25.07.2012 09:31 Uhr
    hugsi
    Ich mache mir auch Gedanken um dich!
    Wenn ich mich nicht irre, hast du einmal geschrieben, dass du keine Umschulung bekommst.
    Vll kann dir das etwas weiterhelfen:

    Umschulung

    http://www.anwalt24.de/beitraege-news/fachartikel/rentenversicherung-leistungen-zur-teilhabe-am-arbeitsleben-berufliche-rehabilitation-umschulung-welcher-rechtliche-massstab-ist-anzuwenden
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  •   silberahorn
    (10775 Beiträge)

    25.07.2012 10:01 Uhr
    ->
    http://lexetius.com/2006,768
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  •  hat kein leider Bild
    unbekannt
    (10716 Beiträge)

    24.07.2012 22:05 Uhr
    Nichts Neues vom Planet Germany smile
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  •  hat kein leider Bild
    unbekannt
    (10716 Beiträge)

    24.07.2012 22:07 Uhr
    90% integrationlose in Deutschland
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  •  hat kein leider Bild
    unbekannt
    (11392 Beiträge)

    24.07.2012 20:47 Uhr
    haben aber einen erkennbaren Migrationshintergrund.
    Mal ernsthaft, wann hat jemand einen erkennbaren Migrationshintergrund bzw., wie ist das für eine Statistik definiert?

    Für mich sind das Leute, die kein oder nur wenig Deutsch können und sich abschotten - aber dazu hat man doch keine Zahlen - oder doch?

    Und somancher "echter Ausländer" ohne BRD-Paß ist Deutscher als die sogenannten Deutschen mit Migrationshintergrund.
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  •   80er
    (5999 Beiträge)

    24.07.2012 23:18 Uhr
    Sag ich.....
    .....doch: ei Hausmeister vom Balkan, der meckert wenn der Müll nicht richtig sortiert ist...wieviel Integration darf es denn noch sein...
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  •   80er
    (5999 Beiträge)

    24.07.2012 20:43 Uhr
    Vier viertele....
    ...und ich bin dicht und habe dann einen Akzent - schlimmer als jeder Migrant...
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