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Karlsruhe Gehwegparken in Karlsruhe: "Stadt braucht mehr Fingerspitzen-Gefühl!"

Schluss mit der "Karlsruher Regel": Künftig will die Stadt Karlsruhe das Parken auf den Gehweg einschränken und mit Bußgeldern reagieren. Nach einer Kontrolle in Daxlanden kritisiert die Karlsruher CDU die Stadt in einer Pressemitteilung für ihre Vorgehensweise.

Bei einer vor Ort durchgeführten Parkkontrolle habe man mehrere Fahrzeuge mit einem Verwarnungsgeld beschieden, berichtet die Karlsruher CDU. "Das Thema Gehwegparken ist ein sensibles Thema in Karlsruhe. Hier hätten wir uns durch die Verwaltung etwas mehr Fingerspitzengefühl gewünscht", so die Christdemokraten.

Das angekündigte Vorgehen, das Gehwegparken einzuschränken, habe hohe Wellen geschlagen. "Es ist aus unserer Sicht also erforderlich solche 'Crash-Aktionen' im vorneherein zu kommunizieren um die Akzeptanz der Bevölkerung zu verbessern", so der CDU-Fraktionsvorsitzende Tilman Pfannkuch. Dabei sei sich die CDU-Fraktion bewusst, dass die Begehbarkeit von Gehwegen eine besondere Wichtigkeit im Verkehrsraum besitze. Dennoch sieht die CDU Spielraum beim Vorgehen einer Verkehrsraumüberprüfung.

Aus Sicht der CDU-Fraktion ist die Anwendung einer Norm nur dann sinnvoll, wenn diese auch von allen Bürgern geteilt wird. Natürlich bleibe das Versperren von Kreuzungen und Mündungen für Rettungs- und Müllfahrzeuge nach wie vor nicht diskutabel. Aber aus unserer Sicht müssen den Besonderheiten der Stadtteile Rechnung getragen werden", so Stadträtin Karin Wiedemann.

Dem Verständnis der CDU-Fraktion nach zeigt sich bereits hier, dass der eingeschlagene Weg, durch restriktiven Ausweisungen von Parkverboten, für unterschiedliche örtliche Gegebenheiten nicht generell geeignet sei. Hier müssten bessere Lösungen für die Bedürfnisse vor Ort gefunden werden.

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Kommentare (82)
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  •   andip
    (9750 Beiträge)

    04.10.2016 16:08 Uhr
    Die Stadt
    sollte endlich mal loslegen und für jede Strasse eine individuelle Lösung erarbeiten,mit Pauschallösungen kommt man nicht weit.
    Es gibt Strassen,die breit genug sind um nicht auf dem Gehweg stehen zu müssen,da kann man gerne abkassieren.
    Andere Strassen sind zu eng dazu und pauschal das Parken generell zu verbieten ist keine Lösung. Da muss man sich was einfallen lassen um allen gerecht zu werden.
    In der Gegend in der ich wohne,stehen in den meisten Strassen die Autos mit zwei Rädern auf den Gehwegen weil sonst nicht genug Platz auf der Strasse wäre. Trotzdem gibt es für keinen Fussgänger deswegen Platzprobleme auch nicht für die mit einem Kinderwagen o.ä.
    Und so ist das auch mit den allermeisten anderen Strassen mit Gehwegparkern.
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  •   mein-senf
    (951 Beiträge)

    04.10.2016 09:26 Uhr
    Auf was für tolle Ideen
    diese Clowns von der Stadt doch kommen umd die selbst verschuldete Pleite zu kaschieren bzw., auf Teufel komm raus Geld vom Bürger abzupressen.

    Klar ist parken auf dem Gehweg nicht OK, nur in machen Stadteilen hat man aufgrund mangelhafter Planung oder aufgrund von Platznot Abends
    nur noch die Möglichkeit auf dem Gehweg zu parken.

    Es geht aber hier nicht umd die Sache , das hätte ,man schon vor 10 Jahren dran gehen können , es wieder einzig und allein um die Kohle .

    Es wäre vielleicht mal auch ein Dialog mit den Bürgern nötig, dass man an die Vernunft appelliert, denn eine Familie braucht nicht unbedingt
    3 Pkw und Mutti braucht kein 300 PS SUV um die Kinder 500m in den Kiga zu fahren

    Fingerspitzengefühl bei einer Verwaltung, wie so das denn, der dumme Untertan hat gefälligst das zu tut was die Verwaltung vorschreibt , basta.
    Wäre ja noch schöner .... tststststs
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  •   SebiSebi
    (1 Beiträge)

    03.10.2016 19:26 Uhr
    Pech gehabt
    Meine 5 jährige Tochter ist auf dem Gehweg mit ihren Rad gestürzt und hat dabei nen ordentlichen Lackschaden in nem silbernen Audi hinterlassen.
    Da sie unter 7 ist und keine Aufsichtspflicht verletzung vorlag, bleibt der Besitzer eigentlich auf dem Schaden sitzen. Ich hab aber natürlich eine Zusatzversicherung für meine drei Kinder. Diese weigert sich nun den Schaden zu begleichen, da dass Auto dort gar nicht stehen dürfte.
    Pech, 650 Euro Kosten für den Halter.
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  •   Pflichtfeld
    (438 Beiträge)

    03.10.2016 09:37 Uhr
    Wenn wir Gehwegparker konsequent...
    ...bestrafen und die Gehwege irgendwann frei sind, gibt es dann überhaupt ausreichend legale Parkplätze? Hat sich damit schon jemand beschäftigt?
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  •   haku
    (4076 Beiträge)

    03.10.2016 09:53 Uhr
    Was ist "ausreichend"?
    Warum soll öffentlicher Raum zur Verfügung gestellt werden, damit dort jederzeit Privatbesitz abgestellt werden kann? Wenn ich mir einen Schrank anschaffe und dafür keinen Platz habe, kann ich ihn auch nicht einfach irgendwo vors Haus stellen oder verlangen, dass mir die Öffentlichkeit dafür gefälligst ausreichend Platz zur Verfügung stellt.
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  •   Darth_Vader
    (779 Beiträge)

    03.10.2016 18:04 Uhr
    Bezahlt du für deinen Schrank eine jährliche Schranksteuer?
    Oder vielleicht alle 2 Jahre eine technische Untersuchung für das Teil? Mußt du es versichern?

    Mann, selten solch einen Blödsinn gelesen.
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  •   Pflichtfeld
    (438 Beiträge)

    03.10.2016 10:11 Uhr
    Für den Schrank...
    ...bezahlen Sie nur einmalig MwSt. Für meine beiden Autos zahle ich erst MwSt., dann KFZ-Steuer, Versicherungssteuer und Mineralölsteuer. Da nutze ich dann auch Parkplätze im öffentlichen Raum.
    Habe hier in Durlach eine Eigentumswohnung und die Stellplätze der Immobilie reichen einfach nicht aus. Da geht es halt nicht anders....
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  •   haku
    (4076 Beiträge)

    03.10.2016 11:10 Uhr
    Eben...
    Sie zahlen Steuern, keine Gebühren. Würden sie Parkgebühren zahlen, hätten sie wohl Anspruch auf einen Parkplatz. Aber aus Steuerzahlungen ergeben sich erst einmal keine Ansprüche.
    Niemand hat etwas dagegen, wenn Parkplätze genutzt werden. Aber a) ist ein Gehweg kein Parkplatz und b) sind nicht beide Straßenseiten Parkplätze, wenn dadurch auf der Fahrbahn niemand mehr durch kommt. Ganz ohne Beschilderung.
    Und wenn man eine Wohnung ohne Stellplatz kauft, ergibt sich daraus auch kein Anspruch an die Öffentlichkeit, einen solchen gefälligst zur Verfügung zu stellen. Umgekehrt würde ein Schuh daraus: Nur wer einen Stellplatz nachweisen kann, kann sein Auto zulassen.
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  •   betonmischer
    (262 Beiträge)

    03.10.2016 11:51 Uhr
    Du hast
    kein Auto, oder?
    Ausserdem gibt es reichlich Leute in der Innenstadt die Anwohnerausweise haben. Diese sind kostenpflichtig. Leider wird hier nur kassiert, denn einen Parkplatz hat man trotzdem nicht sicher. Und die Stadt würde ja für jeden Haushalt mindestens so einen Ausweis vergeben (das muss sie eigentlich sogar) ohne nachzuprüfen wie die Kapazität ist. Man stelle sich vor jeder in der Innenstadt wohnende hätte ein Auto. Unmöglich.
    Manche haben ja noch die Möglichkeit in den Hof zu fahren, aber ganz in der Innenstadt ist das schon sehr eingeschränkt.
    Was allerdings deutlich mehr nervt als das Gejammer über fehlende Parkplätze ist das was du schreibst: Du zahlst ja nichts, also hat dir die Stadt auch keinen öffentlichen Raum zur Verfügung zu stellen. Wenn man so argumentiert dürftest du nichtmal ein Rad auf dem Gehweg abstellen.
    Zu dem Vergleich mit deinem Schrank sage ich mal gar nichts.
    WIr sind in Karlsruhe und nicht in New York City. Immer noch Platz genug.
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  •   haku
    (4076 Beiträge)

    03.10.2016 11:59 Uhr
    Du meinst...
    ...für 30 Euro im Jahr müsse die Stadt einen Parkplatz garantieren???
    Anwohnerparkplätze verbessern die Chancen, sind aber keine Garantie für einen Parkplatz. Wenn in einer Straße Platz für 30 Autos ist, die Anwohner aber 50 Autos haben, dann ist eben kein Platz da. Punkt. Kann niemand von der Stadt verlangen, da noch gefälligst irgendwie 20 Parkplätze zu schaffen. Wieviel öffentlicher Raum als Parkplatz zur Verfügung gestellt wird, ist eine Sach- und politische Frage.
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