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Karlsruhe Gehweg-Parken in Karlsruhe: Streit in der Nordweststadt

Die Parkplatzsuche und das Parken in Karlsruhe können mehr als nur eine Geduldsprobe sein - manchmal bleibt den Pkw-Fahrern wenig übrig, als auf dem Geh- oder Radweg zu parken. Das Karlsruher Ordnungsamt kontrolliert diese Vergehen derzeit schwerpunktmäßig. Anwohner in Teilen der engen Nordweststadt sind verunsichert: Wie dürfen sie parken? Die Bürger sehen die Stadt in der Pflicht. Die wiederum wiegelt ab: vorhandene Parkflächen wie Garagen und Grundstücke sollen einfach besser genutzt werden.

Bonner Straße, Durlacher Weg oder Bingener Straße: Die Nordweststadt zwischen Hertzstraße und B36 hat fast dörflichen Charakter - das wissen die Bewohner, die Polizei und auch das Karlsruher Ordnungsamt (OA). Das OA selbst ist seit Jahren regelmäßig in der Nordweststad unterwegs und weiß um die Schwierigkeiten. Wegen enger Straßen und einer entsprechenden Bebauung, gibt es nach Ansicht einiger Bewohner nicht genügend Parkplätze.

Schwerpunktkontrollen zeigen erste Erfolge

Die mehrwöchigen Schwerpunktkontrollen des OA gegen Gehweg-Parker verunsichern daher einige Autofahrer. "Wie darf ich noch parken? Früher war es kein Problem - aufgrund der engen Straßen - auf dem Gehweg zu parken, damit die erforderlichen drei Meter Straßenbreite gewährleistet werden", so ein Anwohner der Bonner Straße im Gespräch mit ka-news. Er habe das Gefühl, dass die Stadt nun willkürlich reagiere, selbst wenn mehr als 1,20 Meter frei gelassen würden.

 

Die Schwerpunktkontrollen gegen Geh- und Radweg-Parker zeigen indes erste sichtbare Erfolge, erklärte der stellvertretende Leiter des OA Günter Crantz im Gespräch mit ka-news. "In Hagsfeld zum Beispiel hat sich die Parkmoral verbessert, auch auf den Radwegen in der Haid-und-Neustraße wird nicht mehr geparkt", ergänzt er. 407 Fahrzeuge wurden demnach in den ersten Wochen der Schwerpunktkontrollen beanstandet. "Klar, es gab natürlich Beschwerden - aber auch Lob", so Crantz. Er weiß auch von der Verunsicherung der Bürger, die nun nicht mehr wissen, ob sie auf dem Gehweg parken dürfen, selbst wenn sie genug Platz lassen. Aber der stellvertretende OA-Leiter weiß zu beruhigen: "Wie angekündigt werden wir es weiterhin dulden, wenn auf dem Gehweg geparkt wird und mindestens 1,20 Meter Platz für Fußgänger und Kinderwagen bleibt."

OA: Stadt ist nicht für Bereitstellung von Parkplätzen verantwortlich

Den Anwohner der Bonner Straße verärgern diese Kontrollen indes: "Die Stadt braucht Geld. Jetzt macht sie Kontrollen, bietet den Autofahrern aber keine Lösungen", moniert er. Parkplätze würden reduziert, Kontrollen im Gegenzug verstärkt. "Manchmal hat man den Eindruck, dass die Stadt nicht an einer Lösung interessiert ist, sondern einfach nur sagt: 'Runter vom Gehweg!' Die Stadt soll Lösungen bieten, gegebenenfalls dort das Straßennetz ändern, wo es möglich ist, damit Autos nicht mehr auf dem Gehweg parken müssen", so der Anwohner im Gespräch mit ka-news.

Doch so einfach ist das nicht, weiß auch Crantz vom Ordnungsamt: "Die Stadt ist nicht für die Bereitstellung von Parkplätzen in solchen Gebieten verantwortlich. Wird ein Haus gebaut, müssen je nach Größe entsprechende Stellplätze eingeplant werden." Aber durch die Vielzahl von Autos, auch in einzelnen Haushalten, werde der Platz dann eng, weiß er. "Im Bereich der Nordweststadt haben viele Anwohner eine Garage oder eine Hofeinfahrt. Wenn alle diese nutzen, ist dort auch ein vorschriftsmäßiges Parken möglich." Außerdem könne den Betroffenen vom Gesetzgeber aus auch ein Parkplatz in mehreren hundert Metern Entfernung zugemutet werden, sollte es direkt vor der Haustüre keinen geben. 

OA: Anwohner sollten Garagen und Hofeinfahrten zum Parken nutzen

Erzwingen kann die Stadt die Nutzung der Einfahrten oder Garagen aber nicht. "Wir können da nur appellieren", so Crantz. Die Problematik in seiner Nachbarschaft bestätigt auch der Anwohner der Bonner Straße. Da Garagen anderweitig genutzt würden, käme es häufig zu Engpässen, Schäden an Autos oder Streit unter den Anwohnern und den Autofahrern. "Inzwischen hat sich eine 'Egal-Haltung' in der Nordweststadt entwickelt. Alle Parken wie sie wollen", ergänz er. Deshalb müsse die Stadt reagieren: Die Einrichtung einer Spielstraße sei ein Vorschlag, der die Park- und Verkehrssituation entschärfen könnte - oder auch Rasengittersteine, die direkt vor Grundstücken für Stellplätze sorgen könnte. "Früher liefen die Menschen mit Handwagen durch die Straßen, heute nehmen sie den Hummer. Da muss etwas getan werden."

Doch den Vorschlägen des Anwohners kann Crantz nicht nachkommen: "Eine Spielstraße wäre sicher eine nette Idee, aber ist in diesem Gebiet rechtlich nicht machbar", so der stellvertretende OA-Leiter. "Zudem gibt es in der Nähe der Bonner Straße eine große Grünfläche." Und auch Rasengittersteine wird es keine geben: "Das ist nicht nötig, wenn die Leute ihre Garagen und Hofeinfahrten nutzen." In anderen Stadtteilen wie der Südstadt habe die Stadt Teile des Gehwegs mit Park-Linien markiert. "Allerdings gibt es hier keine klassischen Hofeinfahrten."

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  •   camparino
    (548 Beiträge)

    15.04.2013 14:48 Uhr
    Elende Denunzianten !
    Es scheint, als wäre es ein Bedürfnis, sich immer über andere öffentlich aufzuregen. Man kann sich auch mal entspannen und eine individuelle Problemlösung anstreben, ohne gleich jeden 1,19-Parker abschleppen lassen zu wollen. Wenn jeder immer alles korrekt machen würde, gäbe es garkein Problem, über das man sich aufregen müsste. Aber so ist es halt nicht, und da müssen wir alle durch. Noch mehr Kontrollen und Regularien helfen da auch nichts.
    Ich könnte außerdem wetten (den A**** von J. Klopp), dass die wenigsten der hier sich echauffierenden tatsächlich Rollifahrer oder Eltern von Zwillingskinderwagen sind, die sich eventuell sogar gelegentlich mal zu Recht ärgern dürften.
    Also hängt doch dem Falschparker einen freundlichen Zettel an die Scheibe (Tipp: als extra stark haftenden Aufkleber direkt in's Sichtfeld zwinkern ), das hilft vielleicht auch. Und wenn's garnicht anders geht: Aufbocken, Backsteine drunter! Aber das war selbstredend nur Spaß... nicht nachmachen, Kinder !!!
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  •   camparino
    (548 Beiträge)

    15.04.2013 14:52 Uhr
    "Eltern von Zwillingskinderwagen"
    sind in dem Fall nicht wörtlich zu verstehen. Die Geburt wäre keinem zu wünschen zwinkern
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  •  hat kein leider Bild
    unbekannt
    (62 Beiträge)

    15.04.2013 13:13 Uhr
    Kontrollen bitte
    Kontrollen bitte auch mal direkt in Beiertheim durchführen, am besten so ab 19 h, da kommen nämlich die nach Hause, die meinen, nur direkt vor dem Haus parken zu können, egal ob Fussüberweg oder Baumscheibe, für die ist es unzumutbar, ein paar Schritte nach Hause zu laufen.
    Die Stadt könnte sich hier wochenlang eine goldene Nase verdienen.
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  •   andip
    (10965 Beiträge)

    15.04.2013 12:09 Uhr
    Diese
    Probleme hat man doch in fast allen Stadtteilen.
    Parkt man mit allen Rädern auf der Fahrbahn,bleibt oft nicht genug Rest,damit problemlos noch andere darauf fahren können.
    Parkt man mit zwei Rädern auf dem Gehweg,bekommt man ein Knöllchen.
    Und in anderen Stadtteilen haben die Leute keine Abstellmöglichkeiten auf Höfen oder Einfahrten und ein Stellplatz beim Bau des Hauses musste auch nicht nachgewiesen werden.
    Also was soll man tun,es kann nur falsch gemacht werden.
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  •   auchmalsenfdazu
    (3204 Beiträge)

    15.04.2013 12:05 Uhr
    bei
    besonders hartnäckigen Egos, die nach Lust und Laune geparkt haben, ohne dabei Rücksicht auf Rollstuhlfahrer oder Kinderwägen zu nehmen, habe ich mich mit dem Kinderwagen immer ohne Rücksicht auf Verluste daneben durchgezwängt.

    Wer keine Rücksicht auf seine Mitmenschen nimmt, muss dann nicht wegen ein paar Lackschäden rumheulen zwinkern
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  •  hat kein leider Bild
    unbekannt
    (1401 Beiträge)

    15.04.2013 10:36 Uhr
    Hetfiled hilf!
    "Früher liefen die Menschen mit Handwagen durch die Straßen, heute nehmen sie den Hummer."

    Hetfield, tu was! zwinkern
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  •   alpinium
    (5613 Beiträge)

    15.04.2013 14:30 Uhr
    Mit dem Hummer
    Gassi gehen. Das arme Tier! Bekommt das überhaupt genug Sauerstoff? zwinkern
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  •   Antichrist
    (1607 Beiträge)

    15.04.2013 14:34 Uhr
    Dann nimm halt
    Süßstoff!
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  •  hat kein leider Bild
    unbekannt
    (29986 Beiträge)

    15.04.2013 13:17 Uhr
    Solange
    der Hummer ordnungsgemäss angeleint ist kann ich da nichts machen.
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  •   tkfischer
    (502 Beiträge)

    15.04.2013 09:03 Uhr
    Genug Lösungsmöglichkeiten ... wenn man will
    Aus Diskussionen mit Vertretern der Stadt hat sich in jüngster Vergangenheit in anderen Bereichen (Nordstadt/Hardtwaldsiedlung) gezeigt, dass es genug Möglichkeiten gäbe dieses Problem einvernehmlich mit de Bürgern zu lösen. Aus diesen Duskussionen heraus hat scih auch gezeigt, dass die Stadt die Zustände definitiv nicht ändern will, obwohl sie natürlich anderes beteuert. Notfalls werden Lösungen Krokodilstränen weinend unter Verweis auf die StVO abgelehnt. Ein einfacher Strich auf dem Gehweg, der die ,120 m Linie kennzeichnet, wäre eine große Hilfe und ist an anderen Stellen in de Stadt auch realisiert. Aber wenn man eben nicht will, macht man es eben nicht ...
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