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Karlsruhe Gegen Wohnungsnot: Über 100 neue Wohnungen in Karlsruhes Oststadt

Wohin mit Wohnungssuchenden? Eine Antwort für Studenten, Paare und Familien bietet ab Januar 2014 die Volkswohnung in der Theodor-Rehbock-Straße in der Karlsruher Oststadt. 55 Studenten-Appartements und 48 Mietwohnungen sind hier gerade im Bau, um der Wohnungsnot in der Fächerstadt entgegen zu wirken. Im Rahmen eines Baustellenfests hat sich Oberbürgermeister Frank Mentrup über den Baufortschritt informiert und ein erstes Studentenzimmer besichtigt.

Mit Spanferkel, Bier und Musik begingen die Bauarbeiter, die Volkswohnung und OB Mentrup am Dienstagnachmittag bei Regenwetter das Baustellenfest in der Oststadt. Wo ab Januar 2014 "Studenten, Paare und Stadtkinder zentrumsnah" zusammenleben sollen, herrschte am Dienstag noch ganz dem Wetter entsprechend graue Tristesse.

Volkswohnung schließt Baulücke in Karlsruher Oststadt

Reiner Kuklinski, Geschäftsführer der Volkswohnung, ist sich aber sicher, dass sich das bis zur Schlüsselübergabe geändert haben wird: "Der Putz wird im Wechsel hell und dunkel sein, es wird eine schöne Fassadenkonzeption geben", sagte er bei dem Fest. Zudem habe man bei der Planung Wert auf große Fenster und helle Räume gelegt.

Mit dem Bau der fünf viergeschossigen Gebäude und des fünfgeschössigen Studentenwohnhauses schließt die Volkswohnung seit Septmeber 2012 eine Lücke, die durch den Abriss mehrerer Gewerbebauten in der Theodor-Rehbock-Straße 3 bis 5 entstand. 55 Studentenappartements (24 bis 34 Quadratmeter groß) und 48 Mietwohnungen (Zwei-, Drei- und Vier-Zimmer Wohnungen mit einer Fläche von 55 bis 104 Quadratmetern) sollen nach Wunsch der Volkswohnung junge und ältere Bewohner "zentrumsnah, energieeffizient und barrierefrei" zusammenbringen. "Dabei nutzen wir für ein solches Projekt erstmals eine Baulücke - im Gegensatz zu den Neubaugebieten in Knielingen 2.0 und Kirchfeld", so Kuklinski weiter. 12,2 Millionen Euro nimmt sein Unternehmen dafür in die Hand.

Um die Wichtigkeit des Themas zu unterstreichen, stattete auch OB Mentrup dem Baustellenfest einen Besuch ab: "Der Wohnungsbau ist in aller Munde. Es ist ein wichtiges Thema in der Außenwirkung, wenn Karlsruhe attraktiv bleiben will", sagte das Stadtoberhaupt. "Dies ist ein konkretes Thema in der ersten Reihe der politischen Handlungen", bekräftigte er weiter. Bis zum Jahr 2017 würden über 3.000 Mietwohnungen in Karlsruhe fehlen, unterstrich Mentrup die riesige Nachfrage in Karlsruhe. Dabei müsste die Stadt auch das geringere Einkommen vieler Wohnungssuchender beachten, um dem "Boom" nachkommen zu können. Um genug günstigen Mietwohnungsraum in der Stadt zu schaffen, "müssen wir gegen die Knappheit alle Register ziehen. Und das gemeinsam mit der Volkswohnung als größtem Vermieter in Karlsruhe", bekräftigte Mentrup.

Mentrup: "Bezahlbarer Wohnraum wird längeres Projekt"

So würden bis 2015 3.000 neue Bewohner in Knielingen und Kirchfeld-Nord ein neues Zuhause finden. Nicht nur das Mietwohnungsprogramm über 500 neue Mietwohnungen in fünf Jahren habe die Stadt auf 500 weitere bis zum Jahr 2023 ausgeweitet, auch die Ausgaben dafür wurden vom Gemeinderat erhöht. "Der Gemeinderat hat ein deutliches Zeichen gesetzt und sich einstimmig verständigt", so der Oberbürgermeister.

Im neuen Doppelhaushalt hatte sich der Gemeinderat im März für das Jahr 2013 auf eine Million Euro für kommunale Wohnraumförderung verständigt, 2014 sollen es dann zwei Millionen Euro sein. Zusätzlich einigte man sich auf eine Verpflichtungserklärung von drei Millionen im Jahr 2014. Um die Entschlossenheit zu unterstreichen, ergänzte Mentrup damals seinen Vorschlag um angedachte jeweils fünf Millionen für 2015 und 2016. "Das Thema bezahlbarer Wohnraum wird ein längeres Projekt sein", erklärte Mentrup zudem beim Baustellenfest in der Theodor-Rehbock-Straße.

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  •   runsiter
    (11986 Beiträge)

    02.05.2013 19:59 Uhr
    Freiwillig
    würde ich nicht in der Oststadt wohnen wollen. Da gibt es zwar recht schöne Ecken, aber das Publikum, welches sich da so rumtreibt, versaut diese Wohngegend.

    Vermutlich können sich das die Bewohner, die damit erreicht werden sollen, aber nicht aussuchen.
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  • unbekannt
    (14337 Beiträge)

    02.05.2013 21:46 Uhr
    Nananana, runsiter! ;-)
    Du wirst doch nicht sagen wollen....
    Pass auf, gleich meldet sich maria zwinkern grinsen)))
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  •   runsiter
    (11986 Beiträge)

    02.05.2013 22:10 Uhr
    Es steht jedem frei,
    sich selbst vor Ort ein Bild zu machen. Z.B. mit einem nächtlichen Spaziergang.
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  • unbekannt
    (14337 Beiträge)

    03.05.2013 14:18 Uhr
    Oh, ähmähm.... ;-)
    ich meinte jetzt aber eher unsere Bekannten die im Mosch-Center neben der Höpfnerburg wohnen und von deren Balkon aus man auf den DMK schauen kann. Deswegen maria zwinkern grinsen)))
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  • unbekannt
    (2476 Beiträge)

    03.05.2013 16:32 Uhr
    Leute, wie daisy und chillihexe, die von der Pfalz über Knielingen in die Weststadt
    ziehen wissen halt den Flair und die Beschaulichkeit der Oststadt nicht zu schätzen!
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  •   Malefiz
    (4616 Beiträge)

    03.05.2013 02:37 Uhr
    Nächtlicher Spaziergang ??
    Bin doch nicht lebensmüde !
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  •   chillihexe
    (2473 Beiträge)

    03.05.2013 13:34 Uhr
    nächtlicher spaziergang!
    aber nur mit bodyguards und 3 rottweiler! zwinkern in die oststadt würde mich auch keiner hinkriegen aber eigentlich egal, überall in Ka laufen so manche gestalten rum...
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  •   bettiperrosmiamor
    (161 Beiträge)

    20.01.2016 09:17 Uhr
    Ich wohne in der Oststadt und weiß was du meinst!
    Ich gehe immer mit mindestens zwei Hunden raus, zumindest in den dunklen Stunden des Tages!
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  • unbekannt
    (71 Beiträge)

    02.05.2013 19:47 Uhr
    Knielingen günstige Neubau Mietwohnungen !
    Wer hier neu Baut auf dem Alten US Truppen Gelände beim Edeka Rees , der kann die Miet-Wohnung danach nicht für 600€ Warm vermieten.

    Was für einen Mist wird hier geschrieben.

    Wer nur 400€ Kaltmiete bezahlt will , kann kein Kern-Saniertes Tageslichtbad mit Wasserfall-Dusche und Eck-Whirlpool mit Relexing Lights und Parkett und Marmor in jeden Raum und eine vorhandene Einbauküche mit Dampfgarer und 2 Zonen Auszugs-Backofen mit Induktionskochfeld von Miele in einem Erstbezug erwarten.

    Da muss man sich nicht wundern dass Nicht jeder Mieter willkommen ist.

    Bezahlbarer Wohnraum heißt aktuell auch mal Abstriche machen müssen als Mieter !!

    Und obwohl die Rechte der Vermieter aktuell gestärkt wurden ab 1.Mai.

    Einfach hat man es als Vermieter bei Neuvermietung nicht, lieber "Alt und Dauermieter" behalten und auf 30€ pro Partei verzichten , die Pünktlich zahlen ,als der Neumieter der nach 3 Monaten die Miete nicht mehr bezahlt obwohl dieser Super adrett beim Besichtigungstermin war !
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  • unbekannt
    (14337 Beiträge)

    02.05.2013 21:40 Uhr
    "adrett" wie Sie sagen
    stellt sich der neue Mieter vor und später lernt man ihn in den Hausschlappen kennen. Davon könnten wir schon so manches Lied singen.
    Und Altmieter sind mehr wert als nur 30 € weniger. Da wird liebend gern auch mal auf 100 € weniger verzichtet. Häufiger Mieterwechsel bringt eh nur Ärger.
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