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Karlsruhe Gegen Personalmangel: Karlsruher Linke wollen Erzieher-Beruf aufwerten

"In Karlsruhe werden immer mehr Kita-Plätze geschaffen, aber es ist nicht genug Personal da" - das stellt Die Linke Fraktion im Karlsruher Gemeinderat in einer Pressemeldung fest. Die Anforderungen an die Erzieher steigen laut ihr ständig, jedoch ohne Vergütung.

Deshalb habe man Verständnis für den Streik. "Wir wollen von der Stadtverwaltung wissen, wie die Personalsituation an den Kitas in Karlsruhe ist", begründen Stadträtin Sabine Zürn und Stadtrat Niko Fostiropoulos ihre Anfrage an die Stadt.

Sie fragen, wie viele Erzieher in Karlsruher Kitas in den nächsten Jahren voraussichtlich in den Ruhestand gehen werden, wie viele voraussichtlich beispielsweise aus Krankheitsgründen früher ausscheiden, welche Prognosen die Stadt in Be-zug auf den Personalstand in Karlsruher Kitas hat und welche Möglichkeiten die Stadt selbst hat, die Erziehertätigkeit in Karlsruher Kitas attraktiver zu machen.

"Erziehungs- und Sozialarbeit wird in dieser reichen Gesellschaft unterbewertet. Gut funktionierende öffentliche Dienstleistungen sind für eine soziale Gesell-schaft essentiell und gute Arbeit hat ihren Preis. Wenn der gezahlt wird, werden auch mehr junge Menschen gerne diesen Beruf ergreifen", schließen Zürn und Fostiropoulos ihre Stellungnahme ab.

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Kommentare (10)
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  •   haku
    (4080 Beiträge)

    15.05.2015 09:21 Uhr
    "Der Lohn bestimmt sich aus Angebot und Nachfrage"
    Sowas mussten sich die Leute früher immer von den Arbeitgebern anhören, als es noch genug Arbeitskräfte gab. Seit es aber Arbeitskräftemangel gibt, gilt der Spruch anscheinend nicht mehr.
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  •   fallobst
    (1345 Beiträge)

    15.05.2015 02:35 Uhr
    Die Verzieher
    kriegen genug.
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  •   Am_Rhein
    (716 Beiträge)

    15.05.2015 11:04 Uhr
    Früher
    mal, zu meiner Kindergartenzeit, da gab es halt die lieben Kindergartentanten, die mit den Kleinen ein bisschen gespielt und gebastelt haben. Für Erziehung und Förderung der Kinder waren noch weitestgehend die Eltern zuständig.

    Heute sieht ja jede Mami und jeder Papi in ihrem Sprössling einen kleinen Einstein, der sofort nach pädagogisch ausgefeiltesten Methoden am besten rund um die Uhr gefördert werden muss. Demenstprechend werden heute viel größere Ansprüche an die Erzieherinnen gestellt. Da muss man sich nicht wundern, wenn dann auch deutlich mehr Gehalt verlangt wird.
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  •   andip
    (9760 Beiträge)

    15.05.2015 15:40 Uhr
    Stimmt
    Genau deswegen streiken z.Z. die Kita-Mitarbeiter.
    Eben weil die mittlerweile mehr als nur Spieltanten sind und durch entsprechende Fortbildungen auch qualifiziert.
    Daher wollen die in den Tarifgruppen höher eingestuft werden.
    Es geht auch nicht darum,dass die Kinder zu Einsteins gefördert werden sollen,sonder oft genug darum,das nachzuholen,was die Eltern vorher selber versäumt haben.
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  • unbekannt
    (449 Beiträge)

    15.05.2015 10:11 Uhr
    VerzieherInnen, bitte!
    Und: Karlsruher Linke wollen ErzieherInnen-Beruf aufwerten!
    Sollte sich gerade bei den Linken schon rumgesprochen haben. Ebenso in den rot-grünen Redaktionsstuben.
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  •   Malefiz
    (4616 Beiträge)

    14.05.2015 10:10 Uhr
    Das grösste Übel in D
    ist doch, dass vom Brutto so wenig Netto übrig bleibt.
    Die Lohnsteuer ist für Niedrigverdiener und der Mittelschicht noch
    viel zu hoch. Hier muss sich dringend etwas tun.
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  •   Dille
    (52 Beiträge)

    15.05.2015 16:27 Uhr
    ...
    ...und für die Spitzenverdiener viel zu niedrig.
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  •   Robert1959
    (1935 Beiträge)

    14.05.2015 08:55 Uhr
    Erzieherinnen nicht bevorzugen!
    Es ist ein Beruf, wie jeder andere auch und sollte auch so vergütet werden, wie im TVÖd vorgesehen ist, Lohngruppe 5!
    Der ganze Öffentliche Dienst ist unterbezahlt, durch die vielen Mogelpakete der Gewerkschaften, so ist auch schon das Urlaubsgeld verschwunden, das Weihnachtsgeld gekürzt!
    Aber was mich besorgt macht, ist die Auswahl nach Sympathie, der Lokführer, der Pilot, die Krankenschwester, die Erzieherin. Und was ist mit den anderen Berufen, die Verkäuferin, die Friseuse, die Postzustellerin und den vielen Handwerksberufen- Fehlanzeige!
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  •   loko
    (1544 Beiträge)

    14.05.2015 02:18 Uhr
    So ist es
    Da hast Dich ja richtig ins Zeug gelegt. Und dem ist nichts hinzuzufügen.
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  •   einsachtzigfrau
    (26 Beiträge)

    14.05.2015 00:37 Uhr
    Alle Menschen in sozialen Berufen
    werden mit unverschämt niedrigen Löhnen abgespeist! Dafür streichen unfähige Vorstandsvorsitzende und Politiker noch massenhaft Geld ein, wenn sie schon alles in den Sand gesetzt haben. Sie hatten ja angeblich "eine große Verantwortung getragen" (auch, wenn dabei nix rauskam... jedenfalls nix Gutes!) Menschen, die für die alten, kranken, behinderten Menschen sorgen oder unsere Kinder betreuen, haben ja wohl keine Verantwortung zu tragen, deshalb kann man sie auch so mies bezahlen??!!! Und sie werden auch noch von angeblich "sozialen" Einrichtungen ausgebeutet. Denn warum kostet ein Platz im Alten- Pflegeheim Tausende von Euro? Das chice Zimmer? Die tolle Ernährung? Die umfangreiche Betreuung??? Die Pflegekräfte dürfen nur eine bestimmte Zeit fürs Waschen, Füttern usw. brauchen, weil es viel zu wenige sind. Und unterbezahlt sind sie auch noch! Es sind aber sehr oft Idealisten, die sich darüber nicht beklagen. Die hätten das Recht, alle mal auf die Straße zu gehen und zu streiken!
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