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Karlsruhe Gefahr durch Senioren am Steuer? Das sagt die Karlsruher Unfallstatistik

Erst am vergangenen Wochenende ist ein 84 Jahre alter Autofahrer in der Fußgängerzone von Bad Säckingen in eine Menschengruppe gefahren. Nach jetzigem Stand der Ermittlungen hat er bei dem Unfall mit zwei Toten und vielen Verletzten Gas und Bremse verwechselt. Nun werden wieder Forderungen nach einer Prüfung der Fahrtüchtigkeit von Senioren laut. Aber sind sie im Straßenverkehr so gefährlich wie ihr Ruf?

Unfälle gehören auf den Straßen leider zur Tagesordnung. Und genauso regelmäßig kommt es zu einem Aufschrei, wenn die Unfälle von Senioren am Steuer verursacht werden: Schnell fordern verschiedene Seiten medizinische Kontrollen, um für mehr Sicherheit auf den Straßen zu sorgen. Doch sind die älteren Menschen tatsächlich häufiger an Verkehrsunfällen beteiligt?

Im vergangenen Jahr kam es im Bereich des Polizeipräsidiums Karlsruhe zu 36.945 Verkehrsunfällen. Laut Statistik waren in 2.633 Fällen Menschen über 65 Jahren beteiligt, was in der Gesamtheit einem Anteil von knapp sieben Prozent entspricht. Bei 1.587 der Unfällen lag die Schuld bei einem Senior. Die schweren Unfälle mit Verletzten mit Beteiligung von Senioren wurden zu 60 Prozent von diesem selbst verursacht.

Nicht Alter, sondern Routine ist entscheidend

Auf die gesamte Bundesrepublik bezogen, kommt das statistische Bundesamt zu dem Schluss, dass die Senioren im Vergleich zu ihrem Bevölkerungsanteil eine unterproportionale Unfallbeteiligung aufweisen. Der ADAC kommt in einer eigenen Unfallforschung ebenfalls zu diesem Schluss. Laut ADAC sei jedoch die Beteiligung von älteren Menschen besonders bei Abbiege- und Kreuzungsunfällen hoch.

So zieht der Auto-Club das Fazit, dass für eine unfallfreie Teilnahme am Straßenverkehr ist nicht das Lebensalter, sondern neben dem Gesundheitszustand des Fahrers auch die in einem langen Kraftfahrerleben erworbene Fahrroutine entscheidend sei. Die Gruppe der älteren Fahrer würden sich in der Regel durch einen an die Situation angepassten Fahrstil sowie vorausschauendes Fahren auszeichnen, riskante Fahrmanöver meiden und das Abstandsverhalten über die Jahre hin vergrößern. Damit könnten Unfälle über das "übliche" Maß hinaus vermieden werden.

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Kommentare (65)
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  •   Laetschebachschorsch
    (3171 Beiträge)

    12.05.2016 21:50 Uhr
    Fahrtauglichkeitsprüfung ?
    Ja, aber für alle. Auf für den Flugschein ist regelmäßig eine Flugtauglichkeit nachzuweisen. Warum soll das nicht auch für Führerscheine möglich sein? Außerdem müssen in einem bestimmten Zeitraum Flugstunden usw. nachgewiesen werden. Und bei Autofahrern, nichts dergleichen. Da wurde mal irgendwann in der Vergangenheit der Führerschein erworben und dann zum Teil Jahrzehnte kein Auto mehr angefasst und dann ist man stolz unfallfrei zu sein. So ähnlich geht das ja auch bei den Stadtmobilfahrern, keine oder nur geringe Fahrpraxis. Man sieht es u. a. beim Einparken, oft recht lustig. Oder ein Umzug mit einem Lieferwagen wird auf einmal selber erledigt, und da werden dann plötzlich schon einpaar Tonnen bewegt. Aber ich fürchte die Einführung einer generellen Fahrtauglichkeitsprüfung würde am EU-Recht scheitern. Die Führerscheinklassen wurden ja auch daran angepasst.
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  • unbekannt
    (1001 Beiträge)

    11.05.2016 21:59 Uhr
    Alle paar Monate
    die gleiche Diskussion. Ein Älterer Mensch baut einen Unfall...und schon folgt der Aufschrei...die Senioren sind nicht mehr fähig ein KfZ zu führen.
    Was mir auffällt, wenn ich die täglichen Meldungen lese, sind die ganzen Unfälle, die von jungen Menschen vor allem im Zusammenhang mit Aufmerksamkeitsproblemen durch Handynutzung am Steuer, Leute jeglichen Alters die mit zwei Promille mal eben nach Hause fahren, Leute die auf der Autobahn ihre Minderwertigkeitskomplexe in Autos abzubauen versuchen, die sie nicht beherrschen und natürlich durch unsichere Verkehrsteilnehmer jeglichen Alters verursacht werden. Müssen die auch alle paar Jahre überprüft werden ob sie noch verkehrstauglich sind?
    Hauptsache mit dem Finger auf die 7% gezeigt, die restlichen 93% sind zu vernachlässigen?
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  •   Diplomviehwirt
    (280 Beiträge)

    11.05.2016 22:31 Uhr
    Falsch,
    das macht ja keiner. Es geht eben um die Art wie das zustandekommt. Man kann nicht eins durchs andere relativieren oder erklären.
    Es geht darum wie man Risiken vermindert.
    Junge Leute (und inzwischen auch sogenannte Ältere) tippseln tatsächlich während des Fahrens auf ihrem Käschtel rum. Das ist eine wirklich neue ungeheure Gefahr. Zeitgeist könnte man es nennen.
    Alte Fahrer gibt seit jeher. Man kann das auch nicht an einem gewissen Lebensalter festmachen. Aber das Antizipieren von Situationen, die Reaktionszeit, das Sehen, das Hören sind nun mal im Alter einfach eher eingeschränkt. Von körperlichen Einschränkungen wie 'Kopf nicht mehr drehen können' ganz abgesehen.
    Das ist einfach so und auch kein Bashing. Weil es trifft uns ja alle irgendwann. Also sind die Älteren einfach eine Risikogruppe und der Führerschein auf Lebenszeit ein Fehlprodukt.
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  • unbekannt
    (688 Beiträge)

    12.05.2016 02:53 Uhr
    Es gibt immer günstigere und trotzdem brauchbare E-bikes
    Die hier haben mittels crowdfunding angefangen, und die Räder kosten rd. 800 Dollar incl. Fracht nach D. und incl. MwST.

    Sind Stand heute ca. 700 €. Ich überleg, ob ich eins ordern soll.
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  • unbekannt
    (688 Beiträge)

    13.01.2017 17:04 Uhr
    test
    ...
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  •   Diplomviehwirt
    (280 Beiträge)

    11.05.2016 22:36 Uhr
    Ebenso
    muss es für Jüngere im Falle krassen Fehlverhaltens im Strassenverkehr (Rasen wie bekloppt, illegale Rennen, tippseln usw) harte Strafen geben. In Einzelfällen bis zur Unmöglichkeit jemals wieder eine Fahrerlaubnis zu bekommen. Und bei Zuwiderhandlung und Erwischtwerden in jedem Fall eine Haftstrafe ohne Bewährung, ohne Berücksichtigung der Akte und der persönlichen Situation.
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  • unbekannt
    (1001 Beiträge)

    12.05.2016 15:26 Uhr
    Volle Zustimmung
    Was mich jedoch stört ist, die Senioren werden über einen Kamm geschoren und dieser Personengruppe kann man einfach etwas auferlegen.
    Jetzt nimm mal die ganzen anderen, wer kontrolliert das, wer kann das festmachen? Niemand, weil kein Personal. Also wird einfach weitergemacht wie bisher auch. Ganz ehrlich, und ich fahre jeden Tag Auto und sehe was so alles im Auto getrieben wird ausser so nebenbei fahren, das sind tickende Zeitbomben mit ihren Handys, Tablets auf dem Schoß oder sogar Laptops auf dem Beifahrersitz die nebenbei bedient werden. Für mich ist das die weitaus gefährlichere Klientel und darum müsste sich wirklich intensiv gekümmert werden. Schließlich kann es jeden von uns treffen wenn es kracht und die Chancen steigen. Ein Fahrlehrer hat letzte Woche im Radio gesagt, dass es seine Fahrschüler nicht interessiert, was er zum Risiko "abgelenkt durch Handys" erzählt. Die lachen immer nach dem Motto "schwätz Du ruhig".
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  •   Ohrtunnel
    (1006 Beiträge)

    11.05.2016 18:51 Uhr
    ach isch des langweilich gworde hier
    kannsch nuhr noch autounfäll unn abgfackelte hütte in remschinge kommentiere
    do geh isch jezz lieba mol gassi mit meim beschde freund
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  •   Ohrtunnel
    (1006 Beiträge)

    11.05.2016 18:28 Uhr
    die ghöre fon de schdros gschmisse
    weisch, bin heit bissle mitm BMW von meim kuseng Rumgfahre unn hald mol bissel nach brusl fahre hab ja de ganse tach zeit

    du do fahrsch gmütlich mit 220 uff de linke spuhr unn so en opi kommt do mit seinene 160 nüwwergezoge isch des den noch Normahl?
    soll mol gscheit in de rückespigel gucke de BMW fon meim kuseng isch doch net zu übasehe
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  •   md47
    (859 Beiträge)

    11.05.2016 19:39 Uhr
    Die jungen Mütter
    die durch die "Spielstraßen" jagen ,weil sie wie immer zu spät dran sind wenn sie die lieben Kleinen aus der Kita abholen,sind aber nicht im Senorenalter.
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