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Karlsruhe "Gefährliche Stellen": Sind Karlsruher Radwege zu dunkel?

Kümmert sich die "Fahrradstadt Karlsruhe" etwa nicht um ihre Radwege? ka-reporter „Ernesto“ hat sich beschwert: Der Radweg an der Rüppurrer Straße in der Karlsruher Südstadt sei, besonders in nördlicher Richtung, unangenehm zu befahren, ja mitunter schon gefährlich für Radler wie Fußgänger.

Laub, Müll, mangelnde Wegmarkierungen, parkende Autos und schlechte Beleuchtung machen den Radweg seiner Meinung nach zu einer richtig "nervigen Angelegenheit". "Jetzt zur Winterszeit wird es noch schlimmer und auch richtig gefährlich", sagt der ka-reporter. "Ganz viel Laub liegt auf dem Radweg, so dass er teils völlig verschwindet, wodurch man auch Äste nicht sieht und bei Nässe wird es super glatt. Die Beleuchtung ist ziemlich schlecht, im Grunde genommen hat der Gehweg ja gar keine Beleuchtung. Dabei sind dort viele Fußgänger unterwegs. Ziemlich gefährlich, und es fühlt sich auch schlecht an, dass man nur schwarze Schatten umherwandeln sieht. Und klar, weil es nicht beleuchtet ist erkennt man auch kaum, dass die Hälfte dieses Gehwegs ein Radweg ist und entsprechend viele Fußgänger sind auf dem Radweg", ist seine Beobachtung. Es könne einfach nicht sein, dass eine Stadt, die modern sein will, solche dunklen, unangenehmen und gefährlichen Stellen hat, lautet das Fazit von "Ernesto".

Parkende Fahrzeuge ragen in den Radweg hinein

Und parkende Fahrzeuge tuen ihr Übriges: "Viele Autos, vor allem Lieferwagen und Transporter stehen links so, dass sie weit auf den Geh- und Radweg hineinragen. Und zwar manchmal so sehr, dass die Hälfte des Radwegs oder noch mehr belegt wird", sagt der besorgte ka-reporter. Bei dieser Kritik bezieht er sich vor allem auf den Geh- und Radweg in der Rüppurrer Straße.

Bei der Stadt sieht man das Problem nicht in diesem Umfang. Markierungen für den Radweg seien dort durchaus vorhanden und die Beleuchtung entspreche exakt den Vorgaben, erklärt Helga Riedel vom Presseamt der Stadt Karlsruhe auf Nachfrage. Auch Beschwerden habe man aus dieser Straße bisher keine bekommen. Und auch in der Bausubstanz gebe es in diesem Bereich keine Unregelmäßigkeiten.

Rüppurrer Straße nicht auffällig

Was die Parksituation betrifft, stehe man an vielen Stellen in der Stadt aber tatsächlich vor einem Problem, nämlich dass Fahrzeuge immer größer werden und die Parkflächen natürlich da nicht immer mitwachsen können. Jedoch gibt es auch hier Vorgaben und Richtlinien, an die sich die Stadt hält: Überall und damit auch in der Rüppurrer Straße. Und gegen Falschparker gehe das Ordnungsamt mit dem KOD ja durchaus regelmäßig vor, betont sie.

Kritik über ka-feedback

Allerdings hat sie auch noch einen guten Tipp: Na klar, könne es immer mal vorkommen, dass irgendwo Laub liegt oder Müll beseitigt werden muss, die Mitarbeiter der städtischen Ämter können ja nicht überall zu jeder Zeit im Einsatz sein, meint sie. Bei solchen Beobachtungen empfehle es sich aber entweder die 115 zu wählen und dem Rathaus Bericht zu erstatten oder die Plattform http://www.ka-feedback.de zu nutzen, um einen Kommentar, Kritik oder Anregungen abzugeben. "Anfragen über ka-feedback werden immer möglichst schnell bearbeitet", versichert sie.

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Kommentare (36)
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  •   pippo
    (66 Beiträge)

    20.01.2018 19:10 Uhr
    Beleuchtungssituation neu denken!
    Es wird endlich einmal Zeit, dass sich die Stadtverwaltung von den Spüchen wie "... entspreche exakt den Vorgaben" oder "ordnungsgemäß" verabschiedet. Mit genau dieser Einstellung haben nämlich alle unteren Verwaltungskader im 3. Reich auch jüdische Wohnungen, Menschen und sonstiges (damals) unpassendes aus dem Verkehr gezogen. Das zeugt von tumber Befehlsausführung. Tatsache ist: der Radweg in Richtung Norden ist bei Nacht vergleichsweise dunkel, an zahlreichen Stellen sehr belebt, es fahren Radfahrer in der Gegenrichtung (ach ist da so idyllisch und den Bäumen...), Autofahrer kreuzen manchmal besinnungslos drüber und wenn man Pech hat wird man mit den zahlreichen Glassplittern seine Reifen los.
    Die Beleuchtung ist ganz großer Mist und aus der Nachkriegszeit. Wie im Übrigen auf der gesamten Straße.
    Diese Straße hat insgesamt mehr Aufmerksamkeit verdient. Bäume müssen dringend nachgepflanzt werden und die Gewerbefahrzeuge, Wohnmobile und Kleinlaster düften dort nicht parken!
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  •   Malerdoerfler
    (4413 Beiträge)

    18.01.2018 19:47 Uhr
    Von Durlach ins Malerdorf
    das ist irgendwie auch immer ein wenig dunkel.
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  •   DonHasi
    (872 Beiträge)

    17.01.2018 00:15 Uhr
    Die Seite hat wie immer zwei Medaillen
    Alles geht halt nicht super funktionale Radwege die toll ausgeleuchtet sind. Baulich und räumlich getrennt und in ausreichendem Abstand zum Autoverkehr. Aber wenn die Herren Zausel mal den Kopfhörer abnehmen, den Finger aus dem Po und das Licht(falls vorhanden) sowie das Hirn einschaten würden, wäre schon viel gewonnen! Ebenso müssen die Autofahrer lernen , dass Sie nicht mehr die uneingeschränkten Herren der Straße sind, sondern das es gilt den knappen Verkehrsraum mit allen zu teilen. Im übrigen wirken vielleicht Steuern und ein Nummernschild sowie drakonische Strafen bei Regelverstößen Wunder. Da darf dann im Wiederholungsfall ruhig mal ein Besuch im "Cafe Viereck" als Belohnung ausgelobt werden. Aber dass in der ach so weltoffenen, mulitikulturellen und toleranten Stadt Karlsruhe - im Leben nicht.
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  •   tessarakt
    (2355 Beiträge)

    16.01.2018 22:07 Uhr
    Benutzungspflichtig?
    Ist der Radweg da benutzungspflichtig?
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  •   pippo
    (66 Beiträge)

    20.01.2018 18:56 Uhr
    Rüppurrerstr. Richtung Norden
    Ja!
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  •   Grasdaggele
    (2 Beiträge)

    16.01.2018 21:32 Uhr
    Radwege werden ja doch nicht benutzt
    Die meisten Radfahrer fahren ja doch auf der Fahrbahn für Autos, obwohl ein Radweg vorhanden ist. Stadtplanung sieht anders aus. Parkplätze sind Mangelware und ungenutzte Radwege tun ihr übriges um die Situation zu verschärfen. Die Stadtplaner sitzen vor einem Stadtplan ohne je eine Ortsbegehung zu machen. Also blindes planen blinder Menschen nach Vorgaben die aus dem vorigen Jahrhundert stammen. Das Ergebnis sieht man ja.
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  •   Icaro2000
    (19 Beiträge)

    15.01.2018 20:28 Uhr
    Absolut ärgerlicher Bericht
    über einen meiner angenehmsten Radwege den ich täglich benutze.
    So sollten Radwege sein, baulich getrennt von der Straße, durch parkende Autos geschützt.
    Gefährliches Laub und Fußgänger...??? Solche Sprüche sind für mich an der Realität weit vorbei.
    Und in den Radweg ragende Autos sind selten und ungefährlich.
    Der Radweg hat Flair, und ich fühle ich mich da sicher. Fußgänger, Laub und Abbieger immer im Blick. Und Laub gibt’s auf den Waldwegen ja auch.

    Untragbar finde ich allerdings die Weiterführung Richtung Norden ab der Philipp-Reis Straße.
    Der Radweg wird auf die Straße geführt, die Abbiegerspur für Autos führt über den Radweg,
    dann wird dort die Abbiegerspur oft zugeparkt, so dass der Autoverkehr nochmals über den Radweg führt. Ein gefährliches Ärgernis dem man nur über den „Gehweg“ vor der PSD Bank und dem Platz vorm Check Inn entgeht.
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  •   mueck
    (9744 Beiträge)

    16.01.2018 02:56 Uhr
    !
    "baulich getrennt von der Straße, durch parkende Autos ..."

    ... wird die Sichtbeziehung zwischen abbiegendem Autos und Radfahrern behindert. So passieren schwerste Unfälle. Ein erstklassiges Beispiel, wie man es NICHT macht. Pseudosicherheit auf der Strecke, höchste Gefahrenstufe an den Einmündungen ...
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  •   Robert1959
    (1832 Beiträge)

    17.01.2018 23:21 Uhr
    Auch Sichtweise hilft nicht immer!
    Weil wir gerade von der Rüppurrerstr reden. Ich wurde fast zweimal an der Kreuzung nähe Tivoli umgenietet und zwar auf dem roten Kurvenstreifen durch geradeaus fahrende Autofahrer. Direkt an der Ampel hängt ein gelbes Vorfahrtszeichen und eben keine abknickende Vorfahrt, aber kein Radfahrer kann beim Anfahren Handzeichen geben. 50 m weiter beim alten Lidl hört die Vorfahrtsstraße wieder auf.
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  •   betablocker
    (2905 Beiträge)

    15.01.2018 22:25 Uhr
    Das mit den Abbiegespuren
    ist generell ein schwer bis nicht zu lösendes Problem. Da ist es echt vernünftiger den Radweg deutlich sichtbar vor der Spuraufteilung zu beenden, dass sich die Radfahrer auf die entsprechenden Spuren einordnen können.
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