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Karlsruhe Futterprotest: Karlsruher Elefanten zeigen ihr Hinterteil

Hier die Felsgestalter, da die Installateure und Betonbauer: Seit einigen Monaten sind im Zoologischen Stadtgarten Karlsruhe zahlreiche kleine und größere Verbesserungen in und um die Tiergehege zu beobachten. Was zum Saisonstart im Frühling anders wird, erfahren Sie hier. Und warum zeigen die Karlsruher Elefanten den Besuchern eigentlich ihr Hinterteil?

"Wir haben uns vorgenommen, möglichst viele Vorhaben bis Ende März abzuschließen", betont der kommissarische Zooleiter Clemens Becker. Denn mit den ersten Frühlingsstrahlen soll die innerstädtische Anlage einen guten Gesamteindruck bei den Besucher hinterlassen, wie die Stadt in einer Pressemeldung mitteilt.

Eines der größten Nasenbären-Gehege Deutschlands

Und wo genau wird gearbeitet? Zu den größeren Projekten zählt neben den 2014 begonnenen Arbeiten an den Huftierstallungen die knapp 150.000 Euro teure Sanierung des Geheges der Kropfgazellen am Lauterberg. Die über 20 Weibchen - die Männergruppe lebt im Oberwald - mussten hierfür ein wenig zusammenrücken, denn zunächst erhielt die eine Hälfte ihres Domizils neue Terrassen-Stein-Formationen mit eingezogenen Wadis.

Die Gazellen haben das ungewohnte Arbeiten in unmittelbarer Nachbarschaft gut mitgemacht. Nun ist die andere Hälfte an der Reihe. Hier erstreckt sich die Baustelle weiter bis ins neue Gehege für die Nasenbären. Rund 450.000 Euro investiert die Stadt in die Bleibe der Kleinbären. "Es wird eines der größten Nasenbären-Gehege Deutschlands sein", freut sich Becker. Für die neun Tiere, die aus dem Tierpark Hagenbeck kommen, wandeln die Landschaftsgärtner derzeit den Lauterberghang in eine Fels- und Teichlandschaft um. Vorhandene Bäume sind - wie bei den Roten Panda - zum Klettern freigegeben. Den Feinausbau übernehmen später die Zoohandwerker selbst.

Die großzügige Anlage mit dem 40 Quadratmeter großen Separiergehege und den drei Ställen erlaubt eine flexible Tierhaltung. Für Besucher wird es eine kleine Aussichtsterrasse geben, die zudem einen Blick ins benachbarte Kropfgazellengehege ermöglicht.

Futterprotest: Elefanten zeigen ihr Hinterteil

Im Dickhäuterhaus steht im Winterhaus der Elefanten derzeit Baugerät. Hier geht es um eine neue Druckluftanlage - und an der Glasfront weicht ein bisschen Sandboden einem kleinen Betonstreifen. Denn die Dickhäuter wollen ihr Futter ganz offensichtlich nicht auf Sand liegen haben. Sie zogen es bislang vor, im hinteren, befestigten Bereich zu fressen - weshalb sie beim Fressen den Zoogästen konsequent ihr Hinterteil zudrehten. Im Außengehege gibt es für die Elefanten neue Schubber-Stämme, auch wurden Pfosten für weitere Teilungsmöglichkeiten in den Boden eingelassen.

Rani, Shanti und Jenny bekommen nächste Woche noch ein Sonnensegel für das neue Vorgehege. Auch für Menschen wird es ein übergroßes Sonnensegel geben. Nebenan bei den Flusspferden ist für sie durch die Arbeitsförderungsbetriebe ein afrikanisch anmutender Besucher-Unterstand mit Strohdach entstanden. Bei den Flusspferden waren am Montag die Betonbauer am Werk. "Das kleinere Außenbecken wurde der Landfläche für die Tiere zugeschlagen", informiert Becker und verweist hier nicht zuletzt auf das aktuelle Säugetiergutachten. Und weil Handwerker schon in der Anlage waren, nutzte der Zoo die Gelegenheit und sanierte die marode Decke im Flusspferdkeller. Ihr hatte ein Baum zugesetzt, der die Betonhülle gesprengt hat.

Zoo hofft auf Flamingo-Nachwuchs

Auf den ersten Nachwuchs bei den Flamingos hofft Becker, nachdem die grazilen Vögel im Frühjahr 2014 eine neue Brutanlage bekommen haben. Mehrere LED-Strahler für die "afrikanische" Sonne und Spiegelfolie für das große "Kolonie-Gefühl" soll den mehr als 60 Tieren auf die Sprünge helfen. Zu den kleineren Maßnahmen zählen die Rückwand aus Schwartenbrettern bei den China-Leoparden oder im Affenhaus die vor drei Wochen fertig gestellten Dächer bei den Rotscheitelmangaben.

Zudem sollen die Gehege anstelle der Gitterfront vier in sich verwobene Stahl-Netze“ erhalten. In Vorbereitung ist das neue Gehege für Salzkatzen zwischen Schimpansen und Kattas. Beim Raubtierhaus ist der Durchlass für die Fennek bereits zu sehen, ihre Außenanlage neben den Löwen beim Zugang ins Raubtierhaus muss noch hergerichtet werden.

Neuer Anstrich für Giraffenhaus

Zum raumhohen Kratz-Baum werden im bereits neu gestrichenen Giraffenhaus die Holzbohlen, die an der Rückwand der Gehege zu Scheinakazien gruppiert werden. Picknickbänke finden sich mittlerweile in der gesamten Anlage, neu sind die Standorte am Südamerikahaus bei den Hellroten Ara sowie unter der Tiergartenbrücke, wo früher die Kaninchen zuhause waren.

Die rund 30 Sitzgruppen dürften in der wärmeren Jahreszeit sehr gefragt sein. Bis zum Frühjahr soll zudem der Innenausbau bei Seelöwen und Seehunden realisiert sein. Die Außensanierung der Zoo-Quarantäne sowie die Kühlzellen (für Fisch und Fleisch) im Pflegehof der Eisbären wiederum werden später folgen.

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Kommentare (15)
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  •   Dr_Saidias
    (748 Beiträge)

    07.02.2015 15:07 Uhr
    Da sieht man mal wie schlau Elefanten sind!
    lma² kann man auch so ausdrücken grinsen
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  •   BaeumelsTod
    (848 Beiträge)

    06.02.2015 18:18 Uhr
    Die meisten
    Nasenbären tummeln sich immer noch im ka-news Forum.

    Das ist voll tierlieb. grinsen
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  •   Waffenschmied
    (944 Beiträge)

    06.02.2015 19:57 Uhr
    und das grösste Nasenbärengehege
    befindet sich nicht im Zoo, sondern am Marktplatz.
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  •   hartzler_von_de_street
    (57 Beiträge)

    06.02.2015 11:36 Uhr
    zoo
    die solle mol de hartzler koschteloser eitritt gebe, ich würd ah mol wieda in de zoo gehe. von dem bissle hartz kannsch dir sowas nämlich net leischte, weils oifach zuwenig isch.

    wenn des ganze fier umsonst wär, dann könnt ich schee in de zoo un danach mein gelber urlaubsschein beim amt abgebe.
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  • unbekannt
    (2169 Beiträge)

    06.02.2015 12:27 Uhr
    Sie können als ALGII-Empfänger
    doch kostenlos in den Zoo
    hier den Antrag stellen
    http://www.jfbw.de/ka-pass/inhalt.php
    Viel Spaß bei den Elefanten
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  •   hartzler_von_de_street
    (57 Beiträge)

    06.02.2015 12:52 Uhr
    dange
    des hab ich in meinene 40 johr als jobsuchender noch gar net gsehe. dange
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  • unbekannt
    (2169 Beiträge)

    06.02.2015 12:58 Uhr
    Gerne doch,
    vielleicht hat man da sogar einen Job für Sie wenn Sie so tierliebend sind.
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  •   hartzler_von_de_street
    (57 Beiträge)

    06.02.2015 15:11 Uhr
    arbeit
    die vom jobcender wollde mir mol en 1€-job beim zoo ufdrehe bei de pinguine. aber ich hab doch eh wasser-allergie, also hab ich des net annehme könne. die wollde mir dann ah noch die stütze kürze, kannsch dir des vorstelle? von dene paar kröte hartz wolle die noch was streiche... wie sollsch dir do dann noch gnug schnaps und zigarede bsorge???
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  • unbekannt
    (2169 Beiträge)

    06.02.2015 15:28 Uhr
    Einfach einen Kühltasche mit zum 1€
    Job nehmen und ab und an mal einen Pinguin mitnehmen,da gibt es bestimmt einen Schwarzmarkt dafür.
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  • unbekannt
    (2169 Beiträge)

    06.02.2015 15:31 Uhr
    Bei Elefanten ist das natürlich schwieriger,
    so große Kühltaschen werden meines Wissens nicht hergestellt.
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