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Karlsruhe Für neue Sportanlage am Citypark: "Verlust der Kleingärten ist bedauerlich"

An der Stuttgarter Straße in Karlsruhe werden in Zukunft weniger Kleingärten sein. Der Grund: Auf dem Gelände soll in den nächsten fünf Jahren eine öffentliche Sportanlage entstehen. Der Zwischenpächter der Fläche ist von diesen Plänen aber nicht begeistert.

An der Stuttgarter Straße in Karlsruhe wird im Osten des Quartiers Citypark die neue Sportanlage der ESG Frankonia entstehen. Im Gegenzug dazu müssen aber die bisher auf der Fläche angesiedelten Kleingärten teilweise weichen.

Der derzeitige Zwischenpächter der Fläche, die Bahn-Landwirtschaft, ist über die Entwicklung in der Zukunft nicht wirklich erfreut: "Wir als Verpächter bedauern den Flächenverlust natürlich", sagt Wolfgang Frank von der Bahn-Landwirtschaft im Gespräch mit ka-news. Er erklärt, dass der Großteil der jetzigen Gärten der neuen Sportanlage weichen muss. Das traurige Resultat daraus: Eine Vielzahl der jetzigen Pächter kann keinen neuen Garten mehr bekommen.

Nachfrage an Gärten in der Stuttgarter Straße groß

Das ist besonders bitter, da die Nachfrage laut Frank an den Gärten in der Stuttgarter Straße immer sehr groß war. Viele Bürger aus der Südstadt würden sich nach einem Garten sehnen. Sie haben wohl in Zukunft eine Möglichkeit weniger sich den Wunsch nach dem eigenen Stückchen Wiese innerhalb der Stadtgrenzen zu erfüllen.

Denn: Die Struktur der neuen Anlage werde von der jetzigen stark abweichen. Darüber wurden die Bahn-Landwirtschaft und dessen Pächter in mehreren Informationsveranstaltungen informiert. Und wie Frank weiter berichtet, wurden sogar in einer "Konsensuskonferenz" verschiedene Varianten für die künftige Nutzung des Areals erarbeitet.

Aktuell liegt auf dem Gelände viel Schutt. Die Hütten werden nach und nach abgerissen. | Bild: Julia Wessinger

Trotz allem: Positiver Blick in die Zukunft

Das alles brachte aber den Pächtern offensichtlich nicht viel: "Unsererseits hierzu eingebrachte Änderungswünsche, wie zum Beispiel der Verzicht auf eine Begrünung der Laubendächer und die Zulässigkeit von Zwischenzäunen innerhalb der künftigen Gartenanlage, wurden unter anderem aufgrund von Gestaltungsanforderungen an das öffentliche Grün abschlägig beschieden", heißt es seitens der Bahn-Landwirtschaft gegenüber ka-news. An den Planungen der neuen Gartenanlage könne sich der Zwischenpächter aber beteiligen, versprach die Stadt laut Frank.

Eigene Vorteile kann der jetzige Zwischenpächter in den Entwicklungen nicht wirklich sehen. Insgesamt schaut die Bahn-Landwirtschaft aber trotzdem positiv in die Zukunft: "Wir sind uns sicher, dass es ein friedliches Miteinander geben wird, da es sich bei sowohl bei der Bahn-Landwirtschaft als auch bei der ESG um betriebliche Sozialeinrichtungen der DB AG handelt", sagt Frank im Gespräch mit ka-news abschließend.

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  •   malerdoerfler
    (5596 Beiträge)

    04.04.2018 08:14 Uhr
    Ist diese Entwicklung wirklich positiv für Karlsruhe, oder
    geht es da wieder einmal in die falsche Richtung? Es wäre nicht die erste Fehlentscheidung.
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  •   Der_dunkle_Turm
    (634 Beiträge)

    27.02.2018 20:41 Uhr
    Bedauerlich finde ich das nicht.
    Die Kleingärten an dieser Stelle sahen schon seit Jahrzehnten eher nach Slum aus. Ungepflegt , wenig investiert und schmuddelig.

    Unschön für die Pächter die sich umstellen müssen, aber ein Gewinn für die städtischen Mitbürger.
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  •   betablocker
    (4089 Beiträge)

    27.02.2018 22:08 Uhr
    Das dachte
    ich auch als ich vor einigen Jahren mal da vorbeigefahren bin. Also eine preisverdächtige Anlage war das eher nicht. Sah eher so aus als hätten da viele Pächter keinen Keller zuhause. Und die Satzungen dieser Vereine sind ja im allgemeinen eher streng.
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  •   chris
    (666 Beiträge)

    27.02.2018 13:45 Uhr
    Karlsruhe entwickelt sich positiv
    Ich finde die Mehrzahl der Nörgler hier echt beschämend. Ich bin viel in FR, OG, Stgtt, UL usw. nirgends entsteht so viel GUTES & NEUES wie in KA...diese Schrebergärten sind ohnehin nur für wenige Personen zugänglich und haben mE nichts in der Innenstadt zu suchen. Wer nun meint, die Stadt solle sich hier nicht weiterentwicklen, kann gerne in den Urwald ziehen. Die Verstädterung ist eben mal eine normale Entwicklung. Die Stadt tut hier verdammt viel, dass KA ein besseres Aussehen bekommt. Ich bin selbst Karlsruher...Jahrzehnte hat sich nichts getan. ENDLICH geht es voran. Viel zu lange haben wir warten müssen. Im Gegensatz zu Stuttgart oder Berlin funktionieren hier auch die Neubauten...es entstehen viele neue und schöne Stadtviertel und die Stadt achtet auf Belebung mit Läden und viel Grün...soll es doch mal einer von diesen Nörglern besser machen...MIR GEFÄLLT es...und ich bin sonst echt kritisch, vgl. zweite Rheinbrücke und Stadionbau, da tut sich nix
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  •   cc91
    (273 Beiträge)

    27.02.2018 18:05 Uhr
    Selten
    so einen Unfug gelesen. Da ist aber jemand stramm auf Industrie- und Profitkurs.
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  •   betablocker
    (4089 Beiträge)

    27.02.2018 11:04 Uhr
    Wer zahlt
    den Abriss eigentlich?
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  •   Svetogor
    (322 Beiträge)

    27.02.2018 10:42 Uhr
    .
    Karlsruhe war vor nicht mal sooo langer Zeit eine liebenswerte Stadt, in der man gerne gelebt hat. Heute ist es nur noch ein Dreckloch, wie 1000 andere Drecklöcher überall auf dem Globus.

    Und wer ist schuld?

    Klar: unfähige Politiker, Bratkappen von Planern, rote Socken und grüne Zausel, aber nicht zuletzt auch ein sehr großer Teil vollkommen bornierter Einwohner.

    Wenn ich könnte, würde ich heute nur noch zum Kacken da hin fahren.
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  •   Mili
    (1273 Beiträge)

    27.02.2018 13:50 Uhr
    Klar das Du nicht mehr Kac... kannst
    bist ja eben Deinen Sch...dreck losgeworden.
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  •   de.schwule.sascha
    (191 Beiträge)

    27.02.2018 13:47 Uhr
    Hahaha
    Muß so lachen...
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  •   ulika
    (176 Beiträge)

    27.02.2018 12:39 Uhr
    Im Namen Aller Leser von KA-News...
    Vielen Dank für diesen äußerst fundierten und brilliant begründeten Beitrag. Ein wahrer Quell der Freude in jeder Diskussionsrunde.
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