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Karlsruhe Frischer Wind für Lokalpolitik: Karlsruher Kult-Fraktion gründet Jugendverein

Für politisch interessierte Jugendliche und junge Erwachsene gibt es seit dem vergangenen Wochenende ein neue Gruppierung in Karlsruhe: Die Kult-Jugend. Ins Leben gerufen wurde der Verein von der fünfköpfigen Kult-Fraktion des Karlsruher Gemeinderats. Mit der Jugendbewegung soll frischer Wind in die Stadtpolitik einziehen.

Mit der neuen Jugendorganisation weitet die Karlsruher Kult-Fraktion - bestehend aus Piratenpartei, Karlsruher Liste (KAL) und Die Partei - ihre Zusammenarbeit über den Gemeinderat hinaus aus.

"Politikverdrossenheit und die vorherrschende Meinung, dass sich nichts ändern lässt, hängen uns zum Hals heraus" so Tobias Becker in einer entsprechenden Pressemeldung. Er wurde bei der Gründungsversammlung am vergangenen Sonntag zum Vorsitzenden der Kult-Jugend gewählt. "Die etablierten Parteien finden keine wirksamen Antworten auf das Problem. Wir sind überzeugt, dass wir unsere Jugend dazu befähigen müssen, am gesellschaftlichen Geschehen aktiv teilzunehmen und Einfluss auszuüben."

Parteizugehörigkeit spielt keine Rolle

Die Parteizugehörigkeit spielt dabei keine Rolle. Kult-Fraktionsvorsitzender Lüppo Cramer ist überzeugt, dass die Kult-Jugend auch die Kommunalpolitik bereichern wird: "Ich erlebe das alltäglich bei der Zusammenarbeit mit den beiden Stadträten Erik Wohlfeil und Max Braun, die manches aus einer ganz anderen Perspektive sehen als ich. Die Kult-Jugend wird sicher die Stadtpolitik beleben. Die Verwaltung und der Gemeinderat werden sich verstärkt Kritik stellen müssen, die bisher nicht zu ihnen durchgedrungen ist."

Kult-Jugend Vorstand

Bild: Der Vorstand der KULT-Jugend (v.l.n.r.): Erik Wohlfeil, Vorsitzender Tobias Becker und Cathy Hu.

Erste Ideen, wie sich die Kult-Jugend betätigen will, gibt es bereits: Geplant sind Podiumsdiskussionen und Workshops zu Demokratie, Meinungsfreiheit und Diskriminierung von Minderheiten sowie Rhetorikseminare. Ebenfalls ist angedacht, kommunale Einrichtungen und das EU-Parlament zu besichtigen.

Das nächste Treffen für alle Interessierten findet Sonntag, 18. Oktober, ab 17.30 Uhr, in der Fraktionsgeschäftsstelle, Hebelstr. 13 statt. Mitglied der Kult-Jugend kann jeder werden, der sich in den basisdemokratischen Verein einbringen möchte und der Satzung zustimmt.

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Kommentare (11)
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  • unbekannt
    (798 Beiträge)

    14.10.2015 16:51 Uhr
    Junge,äh Alde,
    ich bezweifle das die Jugend in eurem Land politikverdrossen ist,vielleicht parteienverdrossen die jungen Menschen betreiben lieber Politk im "Kleinen" was ja kein Fehler sein muss.
    Man könnte sogar behaupten das darin eine grosse Chance liegt,nämlich das die altertümliche Parteiendemokratie künftig etwas neuem weichen muss.
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  •   WWWildpark.de
    (88 Beiträge)

    14.10.2015 16:20 Uhr
    hübsches Mädel
    Ist aber sicher nur ne Quotenfrau. So Piratensachen ist doch eher reine Männerveranstaltung!
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  •   Insider
    (724 Beiträge)

    14.10.2015 14:58 Uhr
    Unsinnge Aktion!
    Die KULT ist eine Fraktionsgemeinschaft und keine Partei oder Wählervereinigung. Daher macht das keinen Sinn, eine KULT-Jugendorganisation zu gründen. Es sei denn man tritt zur nächsten Kommunalwahl mit einer gemeinsamen Liste von KAL, Piraten und PARTEI an. Davon ist vermutlich nicht auszugehen. Es sei denn, die Piraten lassen sich weiterhin in den Abgrund von der KAL ziehen. Denn diese hat schon seit 10 Jahren ein Nachwuchsproblem. Dann ist es geradezu ein Hohn, was Herr Cramer dazu sagt. Hätte er mal lieber mit und für seiner KAL für politischen Nachwuchs gesorgt. Aber irgendwann werden die Piraten es auch noch kapieren, dass es ein strategischer Fehler ist, mit der KAL eine Fraktionsgemeinschaft zu bilden. Nicht mit der PARTEI!
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  •   WilliEms
    (61 Beiträge)

    14.10.2015 15:33 Uhr
    schätze mal, daß Insider sowieso zu alt wäre dieser Jugendorganisation
    beizutreten!

    Wozu kommentieren?
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  •   Insider
    (724 Beiträge)

    16.10.2015 14:02 Uhr
    Soso, Ems wieder da!
    Dann immer schön sauber hier bleiben, bevor Sie wieder hier gesperrt werden.
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  •   Uhowei
    (594 Beiträge)

    14.10.2015 13:42 Uhr
    Shell-Studie
    Passend zu diesem Thema wurde gestern die Shell-Jugendstudie 2015 veröffentlicht:
    http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2015-10/shell-jugendstudie-2015-politik-interesse-politikverdrossenheit-fluechtlinge
    Demnach ist die Politikverdrossenheit unter Jugendlichen nach wie vor hoch und das VErtrauen in politische Parteien schlicht und ergreifend miserabel.
    Ich halte diese Kult-Jugendgruppe (ob man dafür den Begriff "Kindergarten" anwenden darf, wird die Zukunft zeigen) daher für eine Totgeburt!
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  •   albern
    (204 Beiträge)

    14.10.2015 12:53 Uhr
    Da werden die Jugendlichen gucken, wie jugendlich man mit 57 noch sei kann
    Es gibt zwar laut Satzung kein Mindestalter, aber Altersdiskriminierung beginnt mit behäbigen 30. Ob man als Älterer um Ummeldung zur Jungen Union aufgefordert wird, wo man dann bis zum Pensionsalter Revoluzzer sein kann?

    Vielleicht gibt's ja sowas wie eine Fördermitgliedschaft oder Mentorenstelle bei der KULT-Jugend - Du könntest dann sicher in Sachen Öffentlichkeitsarbeit Hilfestellung geben. :-D
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  •   albern
    (204 Beiträge)

    14.10.2015 12:57 Uhr
    Na toll. Sollte unter DreiFragezeichens Kommentar
    (War auch als Antwort ausgewählt, aber hatte beim ersten Absenden wegen Tippfehlers im Passwort nicht funktioniert. Beim 2. Anmeldeversuch war dann der Bezug weg - ka-news, das solltet ihr korrigieren!)
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  •   ferarifahrer
    (372 Beiträge)

    14.10.2015 14:08 Uhr
    Immer
    erst anmelden. zwinkern
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  •   Zyniker
    (498 Beiträge)

    13.10.2015 22:54 Uhr
    Ist das denn
    jugendfrei?
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