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Karlsruhe Fridays For Future-Demo in Karlsruhe: Auch Arbeitnehmer sollen jetzt streiken - doch dürfen sie das überhaupt?

Am Freitag, 20 September, ist es wieder so weit: Weltweit werden Schüler für den Klimaschutz auf die Straße gehen - auch in Karlsruhe. Dieses Mal sind sie allerdings nicht alleine: Auch Arbeitnehmer werden aufgerufen, sich an den Demonstrationen zu beteiligen. Die Gewerkschaften unterstützen den Aufruf. Wie gehen Unternehmen mit dem Klima-Engagement ihrer Angestellten um? Darf ich als Arbeitnehmer am Freitag mitstreiken, ohne Konsequenzen erwarten zu müssen?

Zuerst war es ein einzelnes schwedischen Mädchen, dann Schüler auf der ganzen Welt, die - anstatt die Schulbank zu drücken - für ein besseres Klima auf die Straße gehen. Nun soll der nächste Schritt folgen: Am Freitag, beim globalen "Fridays For Future"-Klimastreik, werden alle Generationen aufgefordert, sich anzuschließen - und somit auch die arbeitende Bevölkerung

Es ist der dritte globale Klimastreik der Bewegung. In zahlreichen Städten Deutschlands demonstrieren die Aktivisten unter dem Motto #AllefürsKlima - auch in Karlsruhe. 

Das besondere an diesem Klimastreik: Auch Berufstätige werden aufgerufen, sich zu beteiligen und ihre Arbeit niederzulegen. Rückenwind bekommen sie von den Gewerkschaften: Sowohl der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB), die größte Dachorganisation deutscher Gewerkschaften, als auch Verdi unterstützen den Aufruf.

"Wir wollen unsere Mitarbeiter unterstützen, aktiv zu werden"

"Wir begrüßen es, wenn sich möglichst viele Beschäftigte - außerhalb ihrer Arbeitszeit - am Klimaaktionstag beteiligen," so der DGB in einer Pressemeldung. Doch ob eine zu kurze Mittagspause oder keine flexiblen Arbeitszeiten: Sich die Stunden am Freitagnachmittag freizunehmen, ist für viele Beschäftige nicht leicht. Wie gehen Unternehmen damit um, wenn sich ihre Angestellten den Demonstrationen anschließen? 

Fridays For Future in Karlsruhe
"Fridays For Future Klimastreik" in Karlsruhe am 15. März. | Bild: Thomas Riedel

ka-news.de hat drei der größten Arbeitgeber in Karlsruhe nach einer Stellungnahme gefragt. Rasche Antwort kam von der EnBW: "Wir wollen unsere Mitarbeiter unterstützen, aktiv zu werden", teilt der Konzern mit. "Ab sofort hat jeder Mitarbeiter die Möglichkeit, in den nächsten vier Wochen insgesamt vier Stunden seiner Arbeitszeit für eine persönliche Klimaschutz-Aktion zu nutzen."

Doch nicht jeder Arbeitgeber kann seine Angestellten für ihr politisches Engagement freistellen. So zum Beispiel das Karlsruher Institut für Technologie (KIT): "Gemäß dem gesetzlichen Auftrag einer Wissenschaftsinstitution sind wir politisch neutral", teilt die Universität mit. Die Teilnahme an den Klimastreiks müsse daher in der Freizeit der Mitarbeiter stattfinden. Von der Drogeriemarktkette dm blieb die Anfrage bislang unbeantwortet.

Mitarbeiter der Stadt Karlsruhe dürfen sich freinehmen

Auch die Stadt Karlsruhe schafft für ihre Angestellten Freiräume für die Zeit des Klimastreiks. Oberbürgermeister Frank Mentrup teilte den Mitarbeitern in einem Schreiben mit, dass sie sich an diesem Tag "im Rahmen einer verlängerten Mittagspause" von 11 bis 14 Uhr freinehmen können.

Los geht es um 11 Uhr auf dem Friedrichsplatz mit einer Kundgebung, danach zieht der Demonstrationszug durch die Karlsruher Innenstadt.

Rund 2.000 Demonstranten in Karlsruhe erwartet

Vom Friedrichsplatz aus führt die Route voraussichtlich über den Europaplatz zum Zirkel und in einem Bogen zurück zum Friedrichsplatz. Die Stadt rechnet mit rund 2.000 Demonstranten, die Veranstalter hoffen auf mehr. "Unsere größte Demo in Karlsruhe hat 8.000 Teilnehmer gezählt, das möchten wir dieses Mal natürlich toppen", sagt Katharina Weber von der "Fridays For Future"-Ortsgruppe Karlsruhe im Gespräch mit ka-news.de. 

Demonstrationsroute Fridays For Future 20. September
Demonstrationsroute von "Fridays-For-Future" am 20. September in Karlsruhe. | Bild: Fridays For Future Karlsruhe

Das Datum des Streiks, der 20. September, ist nicht zufällig gewählt: Wenn am Freitag in vielen deutschen Städten der Klimaprotest laut wird, stellt in Berlin das Klimakabinett der Bundesregierung die Weichen für die Klimapolitik der nächsten Jahre. Damit Deutschland seine Klimaziele 2030 erreicht, wollen die Minister die Eckpunkte eines großen Maßnahmenpaketes festlegen.

ka-news.de-Hintergrund: Darüber entscheidet das Klimakabinett am Freitag

Ein zentrales Thema der Sitzung des Klimakabinetts wird die sogenannte CO2-Bepreisung sein. Der Gedanke dahinter ist, Klimaschutz mit wirtschaftlichen Anreizen zu verbinden, sodass Produkte mit einem hohen CO2-Ausstoß teurer werden. Ideen, wie eine solche CO2-Bepreisung konkret gestaltet werden kann, gibt es schon: Dazu hat die Regierung ein Sondergutachten in Auftrag gegeben.

Das übergeordnete Ziel der Politik: Das Pariser Klimaabkommen einzuhalten. Darin haben sich 195 Länder der Welt dazu verpflichtet, die Erderwärmung auf 1,5 Grad Celsius zu begrenzen. Genau diesem Versprechen nachzukommen, ist die Kernforderung der "Fridays For Future"-Bewegung.

Auch die Karlsruher Ortsgruppe von "Fridays for Future" hat ganz konkrete Forderungen an die Kommunalpolitik gestellt. Einen Punkt hat die Stadt bereits erfüllt, indem sie im Juli den Klimanotstand ausgerufen hat. Weitere Forderungen sind das Abschalten des Kohlekraftwerks RDK7 und eine klimafreundliche Bauweise.

Dateiname : Sondergutachten "Aufbruch zu einer neuen Klimapolitik"
Dateigröße : 2.34 MBytes.
Datum : 18.09.2019 16:50
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  •   HansTrapp
    (3 Beiträge)

    20.09.2019 18:34 Uhr
    Stimme aus dem Off (Reales Leben)
    Nach fünf Jahren des Lesens, dieser Nachrichtenseite – manchmal auch der Kommentarspalten –hier stehe ich vor dem PC und kann nicht anders.

    Das Schauspiel, welches einige hier mit ihren Kommentaren auf die Bühne bringen, lässt sich wohl dem Sujet einer tragischen Groteske zuordnen. Mit etwas Komik.

    Ich fasse zusammen:

    Eine sehr überschaubare Gruppe von Menschen die im Internet öffentlich Kommentarspalten mit ihren Gedanken füllen, fühlen sich auf der Nase herum getanzt. Dies von einer „lautstarken Minderheit“, hier
    11 000 Jugendlichen und Erwachsenen. Nur in KA.

    Diese Menschen werfen Kindern und Jugendlichen vor, nicht in die Schule gegangen zu sein. Sogar Arbeitnehmer, die die Möglichkeit bekamen teilzunehmen, sollen lieber ihrem Erwerb nachgehen und Geld spenden oder Urlaub nehmen.

    Menschen, die Zeit haben ständig in Foren zu lesen und zu schreiben kritisiere andere, die etwas tun für ihre Überzeugung? Ernsthaft?
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  •   HansTrapp
    (3 Beiträge)

    20.09.2019 18:32 Uhr
    Stimme aus dem Off (Reales Leben) I
    Nach fünf Jahren des Lesens, dieser Nachrichtenseite – manchmal auch der Kommentarspalten –hier stehe ich vor dem PC und kann nicht anders.

    Das Schauspiel, welches einige hier mit ihren Kommentaren auf die Bühne bringen, lässt sich wohl dem Sujet einer tragischen Groteske zuordnen. Mit etwas Komik.

    Ich fasse zusammen:

    Eine sehr überschaubare Gruppe von Menschen die im Internet öffentlich Kommentarspalten mit ihren Gedanken füllen, fühlen sich auf der Nase herum getanzt. Dies von einer „lautstarken Minderheit“, hier
    11 000 Jugendlichen und Erwachsenen. Nur in KA.

    Diese Menschen werfen Kindern und Jugendlichen vor, nicht in die Schule gegangen zu sein. Sogar Arbeitnehmer, die die Möglichkeit bekamen teilzunehmen, sollen lieber ihrem Erwerb nachgehen und Geld spenden oder Urlaub nehmen.

    Menschen, die Zeit haben ständig in Foren zu lesen und zu schreiben kritisiere andere, die etwas tun für ihre Überzeugung? Ernsthaft?
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  •   HansTrapp
    (3 Beiträge)

    20.09.2019 18:25 Uhr
    Stimme aus dem Off (Reales Leben) I
    Nach fünf Jahren des Lesens, dieser Nachrichtenseite – manchmal auch der Kommentarspalten – stehe ich nun vor dem PC und kann nicht anders. Möge mir die Internetverbindung beistehen.

    Das Schauspiel, welches einige hier mit ihren Kommentaren auf die Bühne bringen, lässt sich wohl dem Sujet einer tragischen Groteske zuordnen. Mit etwas Komik.

    Ich fasse zusammen:

    Eine sehr überschaubare Gruppe von Menschen die im Internet öffentlich Kommentarspalten mit ihren Gedanken füllen, fühlen sich auf der Nase herum getanzt. Dies von einer „lautstarken Minderheit“, hier
    11 000 Jugendlichen und Erwachsenen. Nur in KA.

    Diese Menschen werfen Kindern und Jugendlichen vor, nicht in die Schule gegangen zu sein. Sogar Arbeitnehmer, die die Möglichkeit bekamen teilzunehmen, sollen lieber ihrem Erwerb nachgehen und Geld spenden oder Urlaub nehmen.
    Menschen, die Zeit haben ständig in Foren zu lesen und zu schreiben kritisiere andere, die etwas tun für ihre Überzeugung? Ernsthaft?
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  •   SagMalWas
    (328 Beiträge)

    20.09.2019 17:29 Uhr
    Oeffentlichkeit schaffen
    Worum es bei dem ganzen doch geht, ist das Thema in die Oeffentlichkeit zu bringen. Der Elefant steht im Raum und keiner schaut hin. Die Wissenschaft hat schon vor zig Jahren vorausgesagt, wo die Reise hingegehen wird. Und ueber die Jahre haben sich mehr und mehr Voraussagen als wahr herausgestellt, meistens wurden sie sogar von der Realitaet ueberholt.

    Das Problem ist nicht 'einfach' zu loesen und den meisten Menschen nicht 'greifbar' oder 'echt' genug, da die unmittelbare Auswirkung auf ihr Leben (hier) bisher nicht bestand.
    Doch langsam aendert sich das. Die Folgen werden sichtbar und auch immer teuerer. Vor allem die Jugend wird noch viel mehr davon betroffen sein. Selbst Frau Merkel ist durch die Oeffentlichkeit mittlerweile dazu gezwungen, zuzugeben, dass Umweltschutz teuer ist, aber warten und nichts tun noch viel teurer.

    Was aber m.E. noch viel wichtiger ist als das liebe Geld, ist die Unumkehrbarkeit. Wenn sich nichts aendert, droht die Klimakatastrophe! Ende.
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  •   FloadRithle
    (126 Beiträge)

    19.09.2019 23:42 Uhr
    Tja,
    bei uns in der Firma ist für den 20.09.19 komplette Urlaubssperre.
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  •   kritiker_2014
    (346 Beiträge)

    19.09.2019 19:12 Uhr
    Auch Arbeitnehmer sollen jetzt streiken - doch dürfen sie das überhaupt?
    Unabhängig davon gibt auch in BW eine Schulpflicht
    Schüler haben kein Streikrecht.
    Dazu gibt es auch einen interessanten Artikel i der Frankfurter Rundschau.
    Klimastreik am Freitag, 20.9.2019: Vorsicht, das droht Schülern und Arbeitnehmern
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  •   Sagsoifach
    (26 Beiträge)

    19.09.2019 15:34 Uhr
    Egal ob Streik oder nicht...
    ...ich hoffe auch auf große Beteiligung! Es passiert leider immer noch viel zu wenig. Dass die Ressourcen endlich sind ist schon lange bekannt. Wir werden Alle unsere Wirtschaftsweise und unsere Leben verändern müssen, sonst fliegt uns einiges um die Ohren. Und: nein ich bin kein verzichtsapostel. Qualität statt Quantität.
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  •   fahrbahnteiler
    (282 Beiträge)

    19.09.2019 14:03 Uhr
    Jaja,
    die Grün*innen sind eben sehr professionell organisiert wenns um Demonstrationen geht. Die jaben die Medien voll im Griff.

    Deshalb müssen wir uns jetzt von einer lautstarken Minderheit auf der Nase herumtanzen lassen.
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  •   mueck
    (10901 Beiträge)

    19.09.2019 14:52 Uhr
    !
    Die lautstarke Minderheit, die uns hier schon lange am unangenehmsten auf der Nase rumttanzt, hat hier gerade mal 7,1 % erreicht und nicht 30,1 % ...
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  •   Iglaubsnet
    (318 Beiträge)

    19.09.2019 13:13 Uhr
    Zeit
    aus den alten Gewerkschaften auszutreten! Neue arbeitnehmernahe Gewerkschaften zu gründen!
    Die alten Gewerkschaften sind vom Neoliberalismus okkupiert!
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