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Karlsruhe Freie Wähler kritisieren: Info-Politik bei Kriegsstraßenumbau mangelhaft

"Aufgrund einer Gemeinderatsanfrage sollte bereits im Herbst 2014 ein Ausschreibungsergebnis für die Kriegstraße mit einer Kostenprognose für das Gesamtprojekt vorliegen", bemängelt Stadtrat Jürgen Wenzel (Freie Wähler) die derzeitige Informationspolitik in Sachen Kriegsstraßenumbau in einer Pressemitteilung.

Nachdem bis heute noch keine verlässliche Kostenprognose für den Umbau der Kriegsstraße vorliege, hakt Stadtrat Wenzel mit einer aktuellen Anfrage bei der Verwaltung nach. Unter anderem möchte er wissen, welche Kosten im Detail bisher für die Vorarbeiten wie das Zuschütten der Straßenrampen, die Umlegung der Straßenbahntrasse und die Versorgungsleitungen am Ettlinger Tor aufgelaufen sind.

Außerdem hinterfragt Wenzel, auf welche Konten derartige Kosten verbucht werden und wie sich dies auf den knappen Kosten-Nutzen-Faktor auswirkt. Inzwischen hegt Wenzel die Befürchtung, dass die Realisierung des Kriegsstraßenumbaus auf der Kippe stehen könnte und fragt nach den Folgen für die Gleisführung auf dem Marktplatz und in der Kaiserstraße, falls dies tatsächlich der Fall werden sollte. "Würde die Verwaltung soweit gehen, im Falle der Mittelkürzung durch den Bund, dem Gemeinderat einen Verzicht auf die Kriegsstrasse zu empfehlen und damit den Bürgerwillen zu verletzen?", möchte er abschließend wissen.

Die Freien Wähler hatten sich zwar stets gegen die U-Strab den Stadtbahntunnel unter der Kaiserstraße ausgesprochen und diese die größte finanzielle und verkehrstechnische Fehlentscheidung der Stadtgeschichte genannt, sich aber gleichzeitig dafür stark gemacht, dass in der Reihenfolge der Realisierung des Gesamtkonzeptes der Kombilösung das Teilprojekt "Kriegsstraßenumbau" als "Bypasslösung" zuerst realisiert werden sollte. Was aber an einer Gemeinderatsmehrheit von CDU und SPD scheiterte, obwohl die SPD in ihrem Kommunalwahlprogramm ausdrücklich für die "Realisierungsreihenfolge" - Zuerst Kriegsstraßenumbau und dann Kaiserstraßentunnel – geworben habe, so heißt es abschließend.

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Kommentare (24)
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  •   haenger
    (501 Beiträge)

    16.08.2015 19:53 Uhr
    ka-news sollte
    sich mit Berichten über mangelhafte Infopolitik zurückhalten. Sie selbst glänzen da ja nicht gerade. Was ist los mit euch, wann greift ihr das Thema auf, was auf anderen Karlsruher Plattformen mittlerweile die Runde macht?
    http://www.durlacher.de/start/neuigkeiten-archiv/artikel/archiv/2015/august/14/vergewaltigung-am-26-juli-in-der-dornwaldsiedlung-keine-zeitnahe-information-der-bevoelkerung-durch-die-polizei.html
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  •   dipfele
    (4968 Beiträge)

    17.08.2015 16:58 Uhr
    auf solche brutalo Berichte....
    ... kann verzichtet werden, denn das ist schon passiert und wird immer wieder passieren, so lange es Menschen gibt.
    KA News gibt ja nur einen Bericht der Freien Wähler wieder. Hier geht es um die Erfüllung des Bürgerwillens und um die Verbrennung von Steuergeldern. Auch Diene Steuergroschen sind dabei.
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  •   Geordi2014
    (88 Beiträge)

    16.08.2015 14:45 Uhr
    Wer ist dieser Herr Wenzel? Vielen Dank!
    Der ganze Inhalt dieses Artikels erscheint jedenfalls vernünftig. Falls die Kriegsstraße nicht umgebaut wird, ziehe ich glaube ich echt weg. Raus aus Schilda. Vielleicht... Sogar nach Stuttgart?! zwinkern
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  • unbekannt
    (576 Beiträge)

    16.08.2015 14:02 Uhr
    Typisch
    für deutsche Entscheidungsträger. Die wollen die Kosten für was wissen was es noch gar nicht gibt! Die Sachbearbeiter sollen sich dann im Kaffesatz lesen. Das findet man auch in deutschen Unternehmen. Die Verantwortung trägt der Kleine und der Erfolg der Chef. Diese Typen findet man aber auch sehr stark in der Politik besonders bei Freie Wähler und Grünen.
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  •   dipfele
    (4968 Beiträge)

    17.08.2015 17:26 Uhr
    das ist eine Unterstellung...
    .. von jemanden, der sich weder mit den Freien Wählern noch mit den Grünen ernsthaft auseinander setzt. Die FW hatten schon immer
    gegen die Kombi Flagge gezeigt und wollen schon wissen, was mit unseren Steuergeldern sinnloses passiert. Bei den Grünen habe ich in Sachen Tunnel mittlerweile meine Zweifel. Denn, wenn es um Atomkraft und CO2- Ausstoss durch Kohle geht sind die vorn dran. Wenn aber bei der Kombi Millionen an kw/h Strom aus Atom und Kohle verbraucht wird und das ohne irg
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  •   dipfele
    (4968 Beiträge)

    17.08.2015 17:37 Uhr
    leider bin ich vor Aufregung...
    ... auf eine falsche Taste gekommen...
    Also wenn es bei den Grünen um die Vernichtung von Energie und die damit verbundene CO2 Produktion bei der Kombi geht, gibt es keinen Aufschrei von denen. Einer Anfrage der FW vom Sommer 2014 zufolge, wissen wir, dass allein der Tunnelbohrer so viel Energie verbrennt wie 7.000 Durchschnittshaushalte. Das müsste so etwa 125.000 to CO2 entsprechen. Dazu kommt noch die CO2 Produktion beim Beton, Stahl, Erdtransport, Strassenprovisorien, Verkehrsstaus etc, etc. Und dann müssen die Tunnelhaltestellen auch tags beleuchtet werden, das kostet nochmals CO. Wo haben die Grünen jemals gefordert, dieser Energievernichtung. zu widersprechen oder wenigsten Ersatzmassnahmen z. B. durch Renaturierung von Parkplätzen gefordert?
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  •   Freibeuterin
    (228 Beiträge)

    16.08.2015 14:50 Uhr
    Kommentare nicht gelesen?
    Gleiches gilt für den Artikel! Herbst 2014 sollte der Gemeinderat informiert werden. Herbst 2015 steht vor der Tür und immer noch keine Zahlen.
    Das es den anderen Gemeinderatsfraktionen egal ist, wundert niemand. Einzig die Freien Wähler lassen sich nicht auf der Nase herumführen!
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  • unbekannt
    (576 Beiträge)

    16.08.2015 16:18 Uhr
    Ha
    Da müssen die halt mal dafür sorgen, dass der Stadtrat die Behörden in der Griff bekommen.
    Immer nur lamentieren, was soll das?

    Hat auch was von Holschuld! Aufwandsendschädigung kassieren und nix tun außer Forderungen stellen.
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  •   dipfele
    (4968 Beiträge)

    17.08.2015 17:15 Uhr
    um die Verwaltung...
    ... in den "Griff" zu bekommen, muss Gemeinderat/in wissen, wie Verwaltung geht und was die zu erledigen haben. Ich schätze mal dass 95 % der Räte da vollkommen jungfräulich sind und alles glauben, was von der Verwaltung kommt.
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  • unbekannt
    (576 Beiträge)

    17.08.2015 18:18 Uhr
    nei
    die im GR sind fast alles Beamte und wie heißt es so schön, an Kraba hackt koim Kraba a aoug usa!
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