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Karlsruhe Franz-Rohde-Haus: Grundstück verkauft - Stadt prüft Möglichkeiten

Die Zukunft des Franz-Rohde-Hauses im Karlsruher Stadtteil Mühlburg sorgte im vergangenen Jahr für hitzige Diskussionen. Wie die Stadt Karlsruhe nun mitteilt, hat der bisherige Eigentümer, die Evangelische Stadtmission, das Gebäude verkauft. Die Stadt kündigt an, ein Vorkaufsrecht prüfen zu lassen.

Die Evangelische Stadtmission hat das denkmalgeschützte Franz-Rhode-Haus an einen Investor verkauft und darüber auch die Stadt in Kenntnis gesetzt. Die neue Eigentümerin der Liegenschaft ist die Ergon Invest GmbH Freiburg. 

"Von dem ursprünglichen Plan, ein Pflegeheim für Karlsruher Bürger zu errichten, bei einem zukünftigen Fehlbestand von über 1.000 stationären Plätzen, hat die Stadtmission unter großen Anstrengungen Abstand genommen und damit das von Otto Bartning entworfene denkmalgeschützte Haus erhalten", teilt die Mission in einer Presseerklärung mit. Pflegebedürftige Bürger und ihre Angehörigen und die Evangelische Stadtmission Karlsruhe hätten demnach "als einzige ein Opfer für dieses Werk des Architekten Otto Bartning gebracht".

Nach Angaben der Stadtmission beabsichtigt die Käuferin aus Freiburg, den Bestand zu erhalten. Dennoch will Oberbürgermeister Frank Mentrup unmittelbar mit der Geschäftsleitung des Investors Kontakt aufnehmen, "um noch während der Sommerpause zu einem Gespräch zu kommen". Bei dem Treffen werde es zunächst darum gehen, welche Nutzungen der Käufer plane.

Die Stadt verfügt nach eigener Aussage über ein sogenanntes dingliches Vorkaufsrecht. Ob sie es in diesem Falle ausübe, müsse binnen einer zweimonatigen Frist nach Eingang aller Unterlagen geprüft werden, so Mentrup. "Ich werde alles unternehmen, den Erhalt des Baudenkmals und der beiden 125 Jahre alten Bäume zu sichern", kündigt er an. Im Hauptausschuss im September werde er den Gemeinderat über die Ergebnisse seiner Gespräche unterrichten und ihn damit rechtzeitig in die Entscheidung der Stadt mit einbinden.

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Kommentare (10)
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  •   teflon
    (2328 Beiträge)

    29.07.2017 15:19 Uhr
    Ein Investor kauft nie blind
    ..entweder er spekuliert darauf, dass Mentrup den hässlichen Klotz für einen höheren Betrag als seinen Kaufbetrag aufkauft oder das Ganze wird luxussaniert & dann so vergoldet.
    Moral & Ethik gibts ,wenn es um Cash geht ,nur in den allerseltensten Fällen
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  •   Eckfaehnchen
    (1941 Beiträge)

    28.07.2017 22:53 Uhr
    Das Haus -denkmalgeschützt-
    wird der Erwerber wohl kaum abreissen dürfen, aber das schöne große Grundstück juckt ihn bestimmt.
    Vielleicht plant er bereits so einen großen modernen Klotz und macht Eigentumswohnungen rein, die er
    dann mit "Wohnen im Park" sündhaft teuer verkauft.
    Wenn es so weit kommen sollte hat das alte Haus selbst seinen alten Charme verloren. Traurig !!
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  •   IchKA
    (344 Beiträge)

    29.07.2017 07:14 Uhr
    Wie gut
    dass OB Mentrup sich jetzt der Sache selbst angenommen hat. Der Druck auf Herrn Michel und die ev. Kirche ist immer größer geworden dieses Haus und den Park nicht zu zerstören, ist doch gerade die ev. Kirche dem Architekten Bartning zu allergrößtem Dank verpflichtet. Dass angeblich 1000 Pflegeplätze zukünftig fehlen ist nicht mehr belastbar und lange überholt, denn dazu ist das Investment viel zu luktrativ. Man denke nur an die Baumaßnahmen auf dem Höpfnergelände oder ein geplantes Heim auf dem Areal Kussmaul/Nancystraße. Michel selbst bemüht sich um das Grundstück Festplatz Rüppurr und der Wohnstift Rüppurr hat ebenfalls einen größeren Neubau in Planung. Also bestand die Anstrengung der Stadtmission darin einzusehen, dass veröffentlichte Fehlinformationen wie Verlust der Denkmaleigenschaft und Pflegebetrieb ab 2019 nicht mehr möglich auch nicht zum Ziel geführt haben. Herr Michel wird an anderer Stelle mitmischen bei dem guten Geschäft mit Pflegeplätzen oder betreutem Wohnen.
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  •   Ozeiger
    (1459 Beiträge)

    28.07.2017 22:47 Uhr
    Das ist
    doch zwischen Blücher- und Wendtstrasse?
    Also Weststadt und nicht Mühlburg.
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  •   mueck
    (9046 Beiträge)

    29.07.2017 13:54 Uhr
    so
    ist's
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  •   ka-lex
    (1519 Beiträge)

    28.07.2017 19:15 Uhr
    Schon seltsam,
    dass ein Investor hier zuschlägt ohne zu wissen, was er damit tatsächlich anfangen kann!?
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  •   BMWFahrer
    (37 Beiträge)

    28.07.2017 17:33 Uhr
    architektonisch
    ist das Haus wirklich nicht so der Brüller.
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  •   IchKA
    (344 Beiträge)

    29.07.2017 07:19 Uhr
    Ich wünschte
    Sie hätten von Otto Bartning soviel Ahnung wie vielleicht von BMW. Ein Besuch der gerade eröffneten Bartningausstellung würde sicherlich erhellend wirken.
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  •   Ozeiger
    (1459 Beiträge)

    29.07.2017 15:40 Uhr
    Das Lebenswerk
    keines Architekten, und sei er noch so berühmt, ist eine lückenlose Aneinanderreihung von Sensationen. Dazwischen befinden sich auch immer wieder völlig normale und unspektakuläre Dinge. Und genau darum handelt es sich hier. Ein Haus, gross, sonst nichts. Keinerlei Besonderheiten oder extravagante Auffälligkeiten. Im Umkreis von 200 Metern stehen 50 schönere. Ausserdem ist Architektur auch fast immer eine Grauzone zwischen purer Zweckmässigkeit und Kunst und somit in weiten Grenzen interpretierbar.
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  •   BMWFahrer
    (37 Beiträge)

    29.07.2017 12:56 Uhr
    Muß man also
    zuerst das Werk des Architekten studieren, um das Haus hübsch zu finden?
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