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Karlsruhe Fortschritt bei der Stadthallen-Sanierung: Bis Sommer soll "geregelter Bauablauf" stehen

Die Karlsruher Stadthalle ist in die Jahre gekommen und wird seit der Schließung Mitte 2017 saniert. Doch über Monate hinweg war es still um die Baustelle. Seit Beginn des Jahres - so die Stadt - sind die Bauarbeiter nun wieder sukzessive zugange. Das Ziel: Bis zum Sommer soll ein "geregelter Bauablauf" entstehen.

Für die Obergeschosse sei die Planung nun fast fertiggestellt, sodass hier in weiten Teilen Baufreiheit herrsche. "Gelöst werden konnten mit Unterstützung der städtischen Fachberater kritische Punkte wie die Sprinklerplanung, die Entrauchungsschächte und die Schachtausfädelungen", so die Stadt Karlsruhe in einer Pressemeldung. 

© Paul Needham / www.paulneedham.de
© Paul Needham / www.paulneedham.de | Bild: Paul Needham

Planung in den Obergeschossen fast fertiggestellt

Für die Gewerke Sanitär, Lüftung, Heizung, Kälte und Elektro wurden die noch fehlenden Teilbereiche erarbeitet, auf die die Sprinklerplanung und die Schachtbereiche noch abgestimmt werden mussten.

In Seminarräumen wurde die Decke abgehängt, um unterhalb Platz für die Lüftung zu schaffen
In Seminarräumen wurde die Decke abgehängt, um unterhalb Platz für die Lüftung zu schaffen | Bild: SSP/Stadt Karlsruhe

"Noch nicht vollständig konnten dagegen die Herausforderungen in den Foyerbereichen der Untergeschosse bewältigt werden", so die Stadt weiter. Für die unteren Geschosse bestehe noch Abstimmungsbedarf zwischen den verschiedenen Fachdisziplinen der Planung.

© Paul Needham / www.paulneedham.de
© Paul Needham / www.paulneedham.de | Bild: Paul Needham

Die reinen Installationen sind planerisch untergebracht, jedoch müssen - darauf aufbauend - Anpassungen auf Grund der Deckenüberlastung vorgenommen werden, heißt es weiter. Zudem müsse man "statisch notwendige Ertüchtigungsmaßnahmen in den kritischen Bereichen" ausarbeiten.

Lösungen für "kritische Punkte" gefunden

Besonders für die "kritische Punkten" seien aber mittlerweile "umsetzbare Lösungen" gefunden worden. Darüber informierte Baubürgermeister Daniel Fluhrer nach Angaben der Stadt das gemeinderätliche Begleitgremium zur Stadthallen-Sanierung am Dienstag.

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© Paul Needham / www.paulneedham.de | Bild: Paul Needham

"Aufgrund der Komplexität der Baumaßnahme und den anfänglich zahlreichen Überschneidungen bei der Planung der Haustechnik" habe man demnach in den vergangenen Monaten mit "zusätzlichen qualitätssichernden Maßnahmen an den Herausforderungen des Projekts" gearbeitet.

"Die Stadt ist nach wie vor mit Hochdruck daran, die bisherige Schieflage des Projekts zu korrigieren", so Fluhrer.

Baubürgermeister Daniel Fluhrer | Bild: Hammer Photographie

"Nach den ersten erfolgreichen Schritten hin zu einer funktionierenden Baustelle, werden wir die Kräfte unserer städtischen Fachleute und die der externen Beteiligten nun nochmals verstärkt bündeln, mit dem Ziel, zum Sommer in den geregelten Bauablauf zu kommen."

Zeit- und Kostenplan noch nicht vorhersagbar 

Damit das gelingt,habe man beschlossen, alle beteiligten Planer vorübergehend in einem großen Arbeitsraum auf der Baustelle zusammenzubringen. So können offene Fragen und die Ergebnisse an Ort und Stelle mit den Vorgaben des tatsächlichen Baubestandes abgeglichen und notwendige Änderungen abgestimmt werden.

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© Paul Needham / www.paulneedham.de | Bild: Paul Needham

"Seriöse und belastbare Aussagen zu Fertigstellungstermin und Kostenentwicklung sind jedoch weiterhin erst dann möglich, wenn eine Gesamtplanung vorliegt und die ungestörten Arbeiten auf der Baustelle begonnen haben", sagt Bürgermeister Fluhrer. Oberstes Ziel bleibe, die Modernisierung der 40 Jahre alten Stadthalle "so zügig wie möglich zu Ende zu bringen".

ka-news.de-Hintergrund: Die Tücken der Stadthallen-Sanierung

Der Bau der Stadthalle wurde 1985 fertiggestellt. Nun ist sie in die Jahre gekommen und muss umfassend saniert werden. 2017 fand dort die letzte Vorstellung statt, 2020 - nach rund zwei Jahren Bauzeit - sollte die Modernisierung dann abgeschlossen sein.

Doch der Zeit- und auch der Kostenplan mussten schon mehrmals nach hinten verschoben werden, aktuell soll die Sanierung 2021 fertig sein. Die Gründe dafür sind vielfältig, So muss die Stadthalle mit einer neuen, energieeffizienten Technik ausgestattet werden.

Dies muss in den Technikflächen und Schächten des Bestandsgebäudes realisiert werden. Das Problem: Moderne Lüftungsgeräte sind im Vergleich deutlich größer als die Geräte, die vor 40 Jahre eingebaut wurden - und der Platz wurde knapp. Zusätzlich kommen nach heute geltenden Normen und Richtlinien weitere Anlagen für den Brandschutz und die Entrauchung hinzu.

Ein weiterer Grund für die aufwändige Sanierung: Während des Baus der Stadthalle wurde laut Stadtverwaltung von den ursprünglichen Planungen abgewichen. Die alten Planunterlagen können daher nicht ausschließlich als Grundlage verwendet werden.

Auch die Statik des Gebäudes sei - vor 40 Jahren - nur für die damaligen Lasten optimiert worden. Zusätzliche Lasten seien nicht oder nur mit zusätzlichen statischen Maßnahmen möglich.

 

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  •  hat kein leider Bild
    unbekannt
    (3017 Beiträge)

    12.03.2020 09:56 Uhr
    Das bewährte Karlsruher Modell
    ist das berühmte Fass ohne Boden und das wird hier auch nochmals seinen Nachschlag fordern. Den derzeitigen Baubürgermeister nehme ich aber in soweit aus der Schusslinie, da er den ganzen Quatsch von seinem Vorgänger aufs Auge gedrückt bekommen hat und jetzt irgendwie zusehen muss, wie ers noch begradigt bekommt. Hoffen wir wenigstens, dass er durch seine Fachlichkeit für zuküftige Themen ein besserers Händchen hat.
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  •   MACHTEL
    (208 Beiträge)

    11.03.2020 16:50 Uhr
    Milliönchen
    Noch ein paar mehr reinbuttern dann wird das was so wie mit Theater U bahn Stadion Europahalle Marktplatz etc.
    Aber wir habens ja in dieser schieflagigen Stadt .
    Nur Amateure am werkeln.
    Da schau mal dm und Ikea Bau an.
    Schnell zuegig und nicht teurer.
    Warum wohl?
    Keine Steuergelder..
    Darum
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  •   andip
    (10984 Beiträge)

    12.03.2020 12:19 Uhr
    IKEA und andere private Bauherren können ihre Handwerker direkt engagieren und bezahlt sie auch direkt nach getaner Arbeit.
    Bei öffentlichen Bauten muss alles erstmal ausgeschrieben werden und dann können die Handwerker auch noch ewig auf ihr Geld warten.
    Daher reagieren mittlerweile viele Handwerker auf öffentliche Ausschreibungen gar nicht mehr, denn in der privaten Bauwirtschaft haben die genug zu tun.
    Hier geht es wohl auch eher darum, die verschiedenen Arbeiten zu koordinieren, damit z.B. der Elektriker nicht erst dann kommt, wenn die Wände schon tapeziert sind.
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  •   ALFPFIN
    (7646 Beiträge)

    11.03.2020 10:51 Uhr
    Na, das ist doch mal eine "gute" Nachricht
    Seit 2017 war eher Stillstand, jetzt 2020 soll ein geregelter Bauablauf entstehen. Man hat jetzt umsetzbare Lösungen gefunden, immerhin manchmal ist die Suche erfolgreich.
    Jetzt stellt sich nur noch die Frage, ob die Entscheidungsträger sich entschließen können, das nicht nur ein geregelter Bauablauf entstehen soll , sondern ein geregelter Bauablauf entsteht oder anders ausgedrückt, endlich weitergebaut wird.
    Ja und da heißt es eben abwarten, denn …soll nun weitergemacht werden oder nicht.
    Könnte ein endloses Thema werden.
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  •   mixe
    (1202 Beiträge)

    11.03.2020 06:17 Uhr
    ich finde es toll
    das die verwaltung nach nahezu drei jahren eine planung zustande gebracht hat. das macht doch mut für weitere steuerverschwendung. es ist einfach nur traurig wie vorsätzlich und bewusst das geld der bürger verschwendet wird (ich bin für die stadthalle, für ein theater, für kitas schulen etc.) ich bin gegen eine verwaltung die ünfähig ist einen plan für irgendwas aufzustellen der auch realistisch ist.
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  •   FloadRithle
    (266 Beiträge)

    11.03.2020 01:46 Uhr
    Man wird dieses unsinnige
    Projekt zu Ende bringen - irgendwann. Nur wird es dann für Veranstalter noch schwieriger sein, dort eine Show zu veranstalten. Ladeweg Von Straße bis Brahmssal waren bisher 2 getrennte Lastenaufzüge. Hängepunkte im Saal eine Katastrophe. Du darfst das hier nicht und dies dort nicht. Schlimmer als das Beamtentum. Die KMK Vewrwaltung mit den unfähigen Projektleiter/innen und das mangelhafte Haus haben jede Veranstaltung zum Großkampftag werden lassen. Besserung in Sicht? Ich glaube nicht!
    Den Architekten, der diesen Würfel in die Stadthalle gebaut hat, verfluche ich bis zum jüngsten Gericht. Nur Mehrkosten für Veranstalter ohne Mehrwert für das Publikum.
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